Tierische Inventur im Zoo Heidelberg
Zählen, prüfen, dokumentieren: Zum Jahreswechsel stand im Zoo Heidelberg die alljährliche Tierinventur an. Alle tierischen Bewohner wurden erfasst – von der Kuba-Assel bis zum Asiatischen Elefanten. Zum Stichtag am 31. Dezember 2025 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 3.050 Tier-Individuen in 167 Arten. Im Vergleich zum Vorjahr (2.137 Individuen in 146 Arten) ist nicht nur die Anzahl der Tiere gewachsen, sondern vor allem auch die Vielfalt der Arten. Über einige Neuankömmlinge und Tiergeburten freut sich das Zoo-Team besonders.
Der Zoo Heidelberg blickt in Bezug auf seinen Tierbestand auf ein erfreuliches Jahr zurück. 2025 sind zahlreiche neue Tierarten im Zoo eingezogen, darunter unter anderem Rotrückenreiher, Europäische Sumpfschildkröten, Orangebrust-Trupiale und die gefährdeten Rebhühner. Neue Bewohner sind außerdem zwei Rotschulter-Rüsselhündchen, die sich schnell zum Besucherliebling entwickelt haben. Die flinken Säugetiere leben im kleinen Affenhaus und sind nicht häufig in deutschen Zoos zu finden. Bei den Sumatra-Tigern gab es kurz vor Jahresende noch freudige Neuigkeiten: Tigerin Karis gebar im November zwei gesunde Jungtiere.
Bei der tierischen Inventur werden die Daten der einzelnen Tiere, die das ganze Jahr über sorgfältig dokumentiert werden, mit den aktuellen Bestandszahlen abgeglichen. „Da unsere Tierpfleger die Tierbestände regelmäßig erfassen, sind Überraschungen selten – ganz ausschließen lassen sie sich aber nie“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler, die für die Inventur verantwortlich ist. „Gerade bei Vögeln oder kleineren Tierarten kann es vorkommen, dass ein Jungtier zunächst unbemerkt bleibt.“
2025 haben zahlreichen Tierarten im Zoo Heidelberg Nachwuchs bekommen. Erfolgreiche Nachzuchten gab es unter anderem bei den Ägyptischen Landschildkröten, den seltenen Orangebrust-Trupialen und den Moorenten. Besonders stolz ist Vogelkurator Joshua Förg auf die geglückte Zucht der Perutriele. Die Vogelart gilt als gefährdet und kann in Europa nur in sehr wenigen Zoos beobachtet werden.
Den größten Anteil am Zuwachs haben die Fische und Wirbellose. So wurden im Fischbestand allein bei den Rotfedern über 500 Individuen mehr gezählt als im Vorjahr. Zudem wurde mit den Kuba-Asseln eine neue Wirbellosenart in den Bestand aufgenommen. Mit insgesamt 1.716 Individuen bilden die Fische, die in den zahlreichen Teichen und Seen auf dem Zoogelände leben, die größte Gruppe. Zum Jahresende 2025 zählten die Tierpfleger des Zoo Heidelbergs außerdem 431 Säugetiere, 458 Vögel, 66 Reptilien, 23 Amphibien und 356 Wirbellose.
Die aktuelle Liste der Zootiere zeigt, dass die Vielfalt im Zoo Heidelberg vor allem im Vogel- und Reptilienbereich um viele spannende Arten reicher geworden ist und die Besucher sich auch 2026 auf besondere Tierbeobachtungen freuen dürfen.