Artenschutz weltweit

Projekte im Freiland

Der Zoo Heidelberg beteiligt sich an verschiedenen in-situ Artenschutzprojekten auf der ganzen Welt. „In-situ“ bedeutet, dass Tiere in ihrem ursprünglichen, natürlichen Lebensraum beobachtet, erforscht und erhalten werden.

Zwei Prozent der Besuchereinnahmen des Zoo Heidelberg fließen in diese internationalen Artenschutzprojekte vor Ort. Etwa die Hälfte davon geht an WAPCA (West African Primate Conservation Action), einer gemeinsamen Initiative einiger europäischer Zoos, deren Aktivitäten von Heidelberg aus koordiniert werden. Die andere Hälfte des Artenschutzbudgets des Zoos verteilt sich auf verschiedene Projekte, die ebenfalls langfristig unterstützt werden. Der sogenannte Notfallfond ist für Projekte reserviert, die dringend und kurzfristig finanzielle Unterstützung benötigen.

Diese Projekte unterstützt der Zoo Heidelberg

WAPCA | Westafrika

In den letzten Resten der westafrikanischen Regenwälder leben die seltensten Affen Afrikas, unter ihnen die Roloway-Meerkatze und die Weißscheitelmangabe. WAPCA hilft in Ghana und der Elfenbeinküste mit Unterstützung der Wildhüter, Kooperation mit der lokalen Bevölkerung, Umweltbildung sowie dem Bau einer Auffangstation diese seltenen Primaten vor der Ausrottung zu bewahren.

www.wapca.org

YAQU PACHA | Südamerika

Das Hauptaugenmerk dieser Naturschutzorganisation liegt auf dem Schutz der Meeressäugetiere an den Küsten Südamerikas. Mit den Geldern des Zoo Heidelberg werden Wissenschaftliche Projekte zur Erforschung der Mähnenrobben finanziert, denn nur, wenn wir eine Tierart kennen, können wir sie auch schützen.

www.yaqupacha.org

AEECL und Sifaka Conservation Project | Madagaskar

Über 80 Prozent der Tiere und Pflanzen, die auf Madagaskar vorkommen, gibt es ansonsten nirgendwo auf der Welt. Leider gilt die einzigartige Insel vor der Südküste Afrikas gleichzeitig als eines der am stärksten von der Zerstörung bedrohten Naturparadiese der Welt. AEECL ist eine Initiative mehrerer europäischer Zoos, die in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung Maßnahmen zum Schutz der Tierwelt auf Madagaskar durchführen. Das Sifaka Conservation Project konzentriert sich vor allem auf den hochbedrohten Kronensifaka, eine Lemurenart, die durch ihre hüpfende Fortbewegung auf dem Boden bekannt geworden ist, die an einen Tanz erinnert.

www.aeecl.org
www.sifaka-conservation.org

Elefantenschutzprojekt | Sri Lanka

Auf Sri Lanka sterben im Jahr über 200 Elefanten, da sie mit den Menschen in Konflikt um Nahrung geraten. Zahlreiche Tiere werden verletzt. Zurück bleiben oft hilflose Jungtiere, die ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance haben. Das Elephant Transit Home in Udawalawe im Süden Sri Lankas nimmt diese Tiere auf, versorgt sie und wildert sie dann wieder aus. Gleichzeitig werden Lösungen erarbeitet, die das Zusammenleben von Mensch und Elefant verbessern.

Udawalawe Elephant Transit Home

Südostasiatische Singvögel | Asien

Zahlreiche Singvögel in Asien sind durch den Handel für den privaten Vogelmarkt vom Aussterben bedroht. Die sogenannte „Asian Sonbird Crisis“ ist ein Phänomen, das zu lange unentdeckt blieb, allein in Indonesien sind bereits vier Singvogel-Arten ausgerottet worden. Weitere stehen kurz davor. Der Zoo Heidelberg unterstützt die dringend notwendigen Erhaltungszuchtanlagen und Wiederauswilderungen vor Ort, z.B. das Cikananga Conservation Breeding Center oder das neue Singvogel Breeding Center der KASI Foundation in Prigen, Ost-Java.

www.cikanangawildlifecenter.com
www.cissathalassina.jimdo.com

Niasbeo | Asien

Der Niasbeo ist eine der am stärksten betroffenen Arten der „Asian Songbird Crisis“. Es wurde lange befürchtet, dass er in der Natur bereits ausgestorben ist. Einem Feldteam, das vom Zoo Heidelberg unterstützt wurde, gelang 2015 die Wiederentdeckung einer kleinen Restpopulation auf einer abgelegenen Insel in Asien. Wissenschaftliche Studien und Schutzmaßnahmen sollen nun helfen, die letzten Niasbeos zu erhalten. Unterstützt wird der Zoo Heidelberg dabei von weiteren europäischen Zoos.

Rotsteißkakadus | Phillippinen

Der Zoo Heidelberg unterstützt die Katala-Foundation, eine Naturschutzorganisation, die sich vor allem für den Schutz des bedrohten Rotsteißkakadus auf der phillippinischen Insel Palawan einsetzt. Durch die Einrichtung von Schutzgebieten, Umweltbildung und Beschäftigung von Wildhütern wird jedoch nicht nur der seltene Kakadu, sondern mit seinem Lebensraum auch zahlreiche weitere Arten geschützt.

www.philippinecockatoo.org

Artenschutz im Zoo

Artenschutz im Zoo: Auch direkt im Zoo trägt der Zoo Heidelberg auf unterschiedliche Weise zum Artenschutz bei.

EAZA Artenschutz-Kampagnen

Artenschutz-Kampagnen: Als EAZA-Mitglied beteiligt sich der Zoo regelmäßig durch mit Veranstaltungen oder Spendenaktionen an den EAZA-Kampagnen.

Spenden

Spenden: Jeder Betrag zählt und hilft uns, unsere Projekte noch besser umzusetzen. Machen Sie mit!

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