Schopfhirsche gehören zur Gruppe der Muntjakhirsche

Nachwuchs bei Rindern und Schopfhirschen

Der Zoo freut sich über Jungtiere

Zwei neugierige Kälbchen und ein vorsichtiger Schopfhirsch: Im Zoo Heidelberg können Besucher derzeit wieder einige Jungtiere entdecken. Pünktlich zu den Pfingstferien sorgt Nachwuchs in verschiedenen Revieren für lebhafte Szenen auf den Anlagen.

Noch etwas wackelig stehen die beiden jungen Hinterwälder Kälber in ihren Boxen im Bauernhofrevier und beobachten aufmerksam ihre Umgebung. Die beiden männlichen Jungtiere wurden Mitte Mai geboren und entwickeln sich sehr gut. Besucher können sie derzeit aus nächster Nähe beobachten. „Die beiden sind fit, neugierig und trinken wunderbar bei ihren Müttern“, berichtet Tierpflegerin Katharina Thiel. „Es ist schön zu sehen, wie schnell sie kräftiger und sicherer werden.“ Hinterwälder Rinder zählen zu den ältesten Rinderrassen Deutschlands und stammen ursprünglich aus dem Schwarzwald. Typisch für die robuste und vergleichsweise kleine Rasse: Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen Hörner.

Auf der Anlage der Schopfhirsche wächst seit Anfang Mai ebenfalls ein Jungtier heran. Wer bei Hirschen jedoch an große Tiere denkt, wird überrascht sein: Erwachsene Schopfhirsche erreichen nur 50 bis 70 Zentimeter Schulterhöhe und wiegen etwa 20 bis 25 Kilogramm. Jungtiere bringen bei der Geburt gerade einmal ein bis zwei Kilogramm auf die Waage. Die Elterntiere haben bereits Erfahrung: Ihr Nachwuchs vom letzten Jahr lebt gemeinsam mit ihnen auf der Anlage. Schopfhirsche gehören zu den sogenannten „Abliegern“. In den ersten Lebenswochen bleibt der Nachwuchs meist gut versteckt an einem sicheren Ort liegen, während das Muttertier auf Nahrungssuche geht. Der kleine männliche Schopfhirsch erkundet inzwischen immer häufiger die Umgebung. Charakteristisch für die seltene Hirschart ist der namensgebende Haarbüschel auf Stirn und Oberkopf, unter dem die Männchen ein kleines Geweih tragen.

Veröffentlichung: 27.05.2026