Kronenmaki mit Nachwuchs

Jungtiere bei Kronenmakis und Blessböcken

Jungtiere entdecken im Affen- und im Afrikarevier

Im Zoo Heidelberg gibt es Nachwuchs bei zwei besonderen Tierarten: Im Großen Affenhaus wächst ein junger Kronenmaki heran, während im Afrika-Revier derzeit drei junge Blessböcke über die Anlage springen. Die Jungtiere entwickeln sich gut und sorgen bei Besuchern und Tierpflegern gleichermaßen für Freude.

Mit ganzer Kraft klammert sich der kleine Kronenmaki an das Fell seiner Mutter und blickt aufmerksam in die Umgebung. Am 18. Mai kam das Jungtier im Großen Affenhaus des Zoo Heidelberg zur Welt. Mutter und Nachwuchs sind wohlauf, das erfahrene Kronenmaki-Weibchen kümmert sich aufmerksam um ihr Jungtier. Tierpfleger Niccoló Paolini freut sich über die Entwicklung: „Die Mutter macht das wirklich sehr gut. Sie ist deutlich ruhiger als bei ihrem letzten Jungtier im vergangenen Jahr und kümmert sich sehr fürsorglich.“

Noch trinkt das Jungtier ausschließlich Milch bei der Mutter. Bis feste Nahrung auf dem Speiseplan steht, wird es noch etwas dauern. Später wird der junge Maki Gemüse wie Tomaten, Chicorée und Kohlrabi fressen. Gemeinsam mit dem weiblichen Jungtier aus dem vergangenen Jahr lebt die kleine Familie derzeit hauptsächlich auf der Innenanlage im Großen Affenhaus, wo Besucher sie mit etwas Glück beobachten können. Ob der Nachwuchs männlich oder weiblich ist, lässt sich aktuell noch nicht sicher bestimmen. Erst in einigen Monaten wird die Fellfärbung Hinweise geben: Weibchen haben nur die namensgebende orangefarbene „Krone“ auf dem Kopf, Männchen haben zusätzlich ein schwarzes Dreieck auf dem Scheitel.

Kronenmakis sind eine Lemurenart aus Madagaskar und leben nur in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet im Norden der Insel. Durch Lebensraumverlust, Jagd und Abholzung gelten sie als stark bedroht.

Im Afrika-Revier sorgen derweil drei junge Blessböcke für Bewegung auf der Anlage. Anfang Mai wurde zunächst ein Männchen geboren, in der Woche vor Pfingsten folgten zwei weibliche Jungtiere. Alle drei Tiere sind gesund, aktiv und bereits gemeinsam mit den erwachsenen Blessböcken auf der Außenanlage unterwegs. Typisch für Fluchttiere standen die Jungtiere schon kurz nach der Geburt auf eigenen Beinen. Die Antilopenart stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika und trägt ihren Namen wegen der auffälligen weißen Zeichnung auf der Stirn und dem Nasenrücken. Blessböcke waren Ende des 19. Jahrhunderts fast ausgerottet. Nur durch gezielte Schutzprogramme konnten sich die Bestände wieder erholen. Heute leben erfreulicherweise wieder große Populationen in der Natur.

Veröffentlichung: 02.06.2026