Der Kleine Panda ist inzwischen rund 2 Monate alt.

Große Untersuchung beim Kleinen Panda

Nachwuchs bei den Roten Pandas im Zoo Heidelberg

Im Zoo Heidelberg gibt es Nachwuchs bei den Roten Pandas. Das Jungtier wurde Anfang Juni geboren und hatte kürzlich seine erste tierärztliche Untersuchung. Rund acht Wochen nach seiner Geburt zeigte sich der kleine Panda fit und gut entwickelt. Die Untersuchung brachte zudem Gewissheit über das Geschlecht und Gewicht: Der Nachwuchs ist ein Männchen und wiegt 1,2 Kilogramm.

Die ersten Wochen seines Lebens verbrachte der junge Panda fast ausschließlich schlafend in der Wurfkiste. Mit rund zwei Monaten stand jedoch vergangene Woche die erste Untersuchung an. Die Tierärztin kontrollierte den allgemeinen Gesundheitszustand, hörte Herz und Lunge ab und überprüfte Ernährungszustand und Gebiss. Zusätzlich erhielt der Panda einen Transponder-Chip, über den er künftig eindeutig identifiziert werden kann. „Das Jungtier macht einen sehr guten Eindruck. Es ist fit, gut genährt und entwickelt sich altersgerecht. Besonders schön ist, wie aktiv es inzwischen ist und wie gut die Mutter den Nachwuchs versorgt“, erklärt Tierärztin Dr. Barbara Bach.

Bei der Untersuchung wurde das männliche Jungtier außerdem gewogen: 1,2 Kilogramm bringt der Rote Panda, auch Katzenbär genannt, auf die Waage. Ausgewachsene Tiere wiegen in der Regel zwischen drei und sechs Kilogramm, wobei Männchen etwas größer und schwerer werden als Weibchen. Bis der Panda-Nachwuchs dieses Gewicht erreicht, wird es noch einige Zeit dauern. Bis er etwa 12 Monate alt ist, wird das Jungtier von seiner Mutter versorgt und beginnt dann immer unabhängiger zu werden.

Bereits einige Monate vorher beginnt das Jungtier langsam damit feste Nahrung zu sich zu nehmen. Wie die Panda-Jungtiere der vergangenen Jahre wird es dabei voraussichtlich besonders gerne Bambus fressen. Rote Pandas ernähren sich hauptsächlich von Bambus und dessen Blättern, fressen aber ebenfalls Früchte, Wurzeln und Kleintiere. Obwohl Rote Pandas zu den Raubtieren gehören, ernähren sie sich überwiegend vegetarisch.

Bislang verbringt der Nachwuchs die meiste Zeit in der Wurfkiste. Bald wird er jedoch zunehmend mobil und beginnen, seine Umgebung zu entdecken. In den kommenden Monaten wird der kleine Rote Panda erste Kletterversuche unternehmen und immer häufiger die Anlage außerhalb der Wurfkiste erkunden. Mit etwas Glück können Besucher den jungen Panda bald bei seinen ersten Ausflügen beobachten.

Der Rote Panda wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „stark gefährdet“ (endangered) geführt. In der Natur gibt es weltweit schätzungsweise nur noch weniger als 10.000 ausgewachsene Tiere, und die Bestände sinken weiter. Ihr Lebensraum in den Bergwäldern des Himalayas schrumpft unter anderem durch Abholzung und die Ausweitung menschlicher Nutzung. Der Zoo Heidelberg beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das die Zucht der Tiere in europäischen Zoos koordiniert und den Erhalt einer stabilen Population in menschlicher Obhut zum Ziel hat.

Veröffentlichung: 13.08.2026