Die jüngste Goldkatze im Zoo Heidelberg entwickelt sich sehr gut
Vergangene Woche untersuchte Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach erstmals das Goldkatzen-Jungtier, das Mitte Juni im Zoo Heidelberg geboren wurde. Nach einem kurzen Gesundheits-Check wurde das Geschlecht bestimmt: Es ist ein Weibchen. Die Tierpfleger haben sich für den Namen „Mei“ entschieden, was auf Chinesisch „schön“ bedeutet. Außerdem erhielt die junge Goldkatze ihre erste Impfung und einen Transponder-Chip. „Das Jungtier macht einen sehr guten Eindruck. Es ist fit, gut ernährt und erscheint sehr gesund“, sagt Dr. Barbara Bach.
Bei der Aufzucht hält sich das Zoo-Team weiterhin bewusst zurück. Über Kameras können die Tierpfleger regelmäßig nach den Tieren sehen, ohne Mutter und Jungtier zu stören. Die Goldkatze übernimmt die Versorgung vollständig selbst. „Wir freuen uns sehr über die Entwicklung des Jungtiers und darüber, wie gut die Mutter ihre neue Aufgabe meistert“, sagt Kuratorin und EEP-Koordinatorin Sandra Reichler.
Inzwischen wird das Jungtier zunehmend aktiv und verlässt gemeinsam mit seiner Mutter häufiger die Wurfkiste. Dadurch haben Besucher mit etwas Glück die Chance, das junge Weibchen auf der Anlage zu entdecken und erste Erkundungstouren zu beobachten.
Die Asiatische Goldkatze ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von Nepal bis Sumatra zunehmend bedroht und gehört in europäischen Zoos zu den seltensten Katzenarten. Der Zoo Heidelberg koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Art. Mit dem aktuellen Nachwuchs leben nun neun Asiatische Goldkatzen in europäischen Zoos, fünf davon im Zoo Heidelberg. Seit 1976 engagiert sich der Zoo in der Haltung und Zucht der Art und hat bereits 28 Jungtiere erfolgreich aufgezogen.