Pressemitteilungen

Im Zoo Heidelberg beginnt die Adventszeit

Die Erdmännchen betrachten neugierig den ersten Schnee. (Foto: Fischer)
Die Erdmännchen betrachten neugierig den ersten Schnee. (Foto: Fischer)

1. Weihnachtsmarkt im Zoo am 26. und 27. November 2016

Dieses Jahr hat sich der Zoo Heidelberg zur Adventszeit etwas Besonderes einfallen lassen. Am 1. Adventswochenende, dem 26. Und 27. November 2016, findet der erste Weihnachtsmarkt im Zoo statt. Und das erste Geschenk gibt es bereits am Eingang: An diesem Wochenende kostet der Eintritt in den Zoo Erwachsene nur 5 Euro und Kinder nur 2,50 Euro.

Während die Zootiere sich langsam auf den Winter einstellen, ihr wundervolles Winterfell anlegen wie die Steppenfüchse oder das Winterlager auspolstern wie die Präriehunde, können die Zoobesucher ein besonderes Programm erleben.

Weihnachtsmarktstände zum Verweilen, Stöbern und Mitmachen
Bei Glühwein, Kinderpunsch und anderen Leckereien erleben die Besucher den winterlichen Zoo in einer besonderen Atmosphäre. Weihnachtsstände präsentieren eine interessante Auswahl handgefertigter Produkte und laden zum Schauen und Stöbern ein. Im Zooshop gibt es an beiden Tagen 20 % Rabatt auf ausgewählte Shop-Produkte. Die Nachwuchskräfte des Zoos bieten selbst gestaltete Weihnachtsgestecke an und am Stand der Zooschule können Kinder selbst kreativ werden. Das Explo und das Lernlabor sind mit spannenden Experimenten ebenfalls vertreten, die nicht nur Kinderaugen zum Staunen bringen werden. Bei der Zoo-Tombola der Tiergartenfreunde gibt es viele tierische Preise zu gewinnen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Gestecke sowie aus der Zoo-Tombola kommen den Artenschutzprojekten des Zoos zugute.

Ökologisches Kinderkarussell, Mini-Expressbahn und zwei Chöre sorgen für Unterhaltung
Die Besucher erwartet im Zoo abwechslungsreiche Unterhaltung: Ein ökologisch angetriebenes Kinderkarussell und eine Rundfahrt mit einer Mini-Express-Eisenbahn versprechen Spaß für Groß und Klein. Der Wilhelma-Chor und der Heidelberger Kinderchor gestalten am ersten Adventswochenende jeweils um die Mittagszeit den musikalischen Rahmen mit Auftritten und sorgen mit weihnachtlichen Liedern für ein stimmungsvolles Ambiente.

Verlängerte Öffnungszeiten bis 19 Uhr
Auch wenn Bereiche mit Tieren, die in ihrer Nachtruhe nicht gestört werden sollen, ab Einbruch der Dunkelheit geschlossen sein werden, bleibt Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch den abendlichen und winterlichen Zoo. Der Zoo und der Weihnachtsmarkt haben an beiden Tagen zwei Stunden länger bis 19 Uhr geöffnet. 

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Martin Baltscheit kommt mit der Löwen-Leseshow in den Zoo Heidelberg

Plakat zur Löwen-Leseshow mit Martin Baltscheit
Plakat zur Löwen-Leseshow mit Martin Baltscheit

Veranstaltung für Klein und Groß  am Mittwoch, 9.11

Er überrascht seine Leserschaft immer wieder aufs Neue mit tierisch wahrhaftigen Geschichten über die großen Gefühle des Lebens. Keiner inszeniert die eigenen Geschichten so ungefiltert und wunderschön wie Martin Baltscheit: Der Autor, Schauspieler und Illustrator erweckt seine tragikomischen Figuren in der bewegten Bilderbuch-Show zu prallem Leben.

Jetzt kommt der sympathische Ausnahmekünstler mit seiner exklusiven Löwen-Leseshow in den Zoo Heidelberg. Welcher Platz wäre für diese Show besser geeignet, als das Raubtierhaus? Sumatratiger Tebo und das Berberlöwenpaar Chalid und Binta werden vermutlich ebenfalls der ausgewöhnlichen Lesung beiwohnen. Dank der freundlichen Unterstützung der Verlagsgruppe Beltz, die seine Bücher herausgibt, dürfen sich die Zoobesucher auf ein besonderes Erlebnis freuen.

Martin Baltscheits Löwen-Leseshow findet am Mittwoch, 9.11. um 15:00 Uhr im Raubtierhaus des Heidelberger Zoos statt.Der Eintritt für die Leseshow ist im Zoo-Eintritt bereits enthalten. Groß und Klein können sich freuen, wenn der Autor erzählt, liest, brüllt und zeichnet. Mit im Gepäck hat er nicht nur seine frisch ausgepackte Geschichte »Löwenherzen weinen nicht«, sondern ebenso den »Fuchs, der den Verstand verlor«, »Schon gehört«und viele tolle Geschichten mehr. 

Kurzportrait: Martin Baltscheit

Geboren 1965 in Düsseldorf, studierte er Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss tätig als Comic-Zeichner, Illustrator, Schauspieler, Kinderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Für die große Neuausgabe der Dschungelbücher als Buch&Hörbuch (HÖRCOMPANY) bündelte er seine zahlreichen Talente. Martin Baltscheit lebt mit seiner Familie in Düsseldorf.

Gute Resonanz beim International Hamster Workgroup Meeting 2016

Gruppenfoto der Tagungsteilnehmer (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung)
Gruppenfoto der Tagungsteilnehmer (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung)

Teilnehmer aus 11 europäischen Ländern kamen nach Heidelberg

Zur internationalen Tagung, zu der die Arbeitsgruppe Feldhamster eingeladen hatte, kamen über 80 Wissenschaftler, Naturschützer und Vertreter von unterschiedlichen Behörden nach Heidelberg.

Bereits im Vorfeld der Tagung konnten die Verantwortlichen am Freitagabend, 28.10., großes Interesse in der Bevölkerung verzeichnen. Zum Offenen Infoabend im nahezu vollbesetzten Hörsaal der Marsilius Arkaden der Universität Heidelberg hatten die Deutsche Wildtier Stiftung und das Institut für Faunistik alle Interessenten eingeladen. 

Situation der Europäischen Feldhamster ist besorgniserregend
Nach der Begrüßung durch Felix Normann, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, welches die Tagung finanziell unterstützte, schilderte Peer Cyriacks von der Deutschen Wildtier Stiftung die besorgniserregende Situation der Europäischen Feldhamster in Deutschland. 

Er merkte an, dass die negative Wahrnehmung, die der Natur- und Artenschutz in der Öffentlichkeit hinsichtlich entstehender Kosten habe, in der Realität nur wenig Grundlage fände. Die finanzielle Förderung mache beispielsweise im Vergleich zur Unterstützung für Sportprojekte nur etwa ein Drittel aus. Alarmierend verwies Peer Cyriacks in diesem Zusammenhang auf die wenigen Schutzmaßnahmen für Hamster in Deutschland.

Ein Thema, das Dr. Ulrich Weinhold vom Institut für Faunistik (IFF) in seinem Vortrag über die Chancen des Feldhamsters in Baden-Württemberg aufnahm. So habe der Feldhamster beispielsweise in Baden-Württemberg 99 % seines ehemaligen Verbreitungsgebietes eingebüßt. In anderen Bundesländern drohe dem kleinen Nager aufgrund von Baumaßnahmen und unterlassener Schutzprogramme inzwischen sogar das totale Aus. Obwohl der Europäische Feldhamster bereits seit 1980 als gefährdet gelte und offiziell unter Schutz stehe, folgten erst 2003 mit dem Bau der SAP-Arena erste lokale Schutzmaßnahmen. Ein landesweites Konzept fehle hingegen weiterhin.

Filmpräsentation zum Abschluss des Infoabends
Zum Abschluss des Infoabends freuten sich die Besucher über den Filmbeitrag von  Annette und Klaus Scheurich (Marco Polo Film). Gewohnt locker und amüsant präsentierten die Filmemacher ein „Making-of“ ihres mehrfach prämierten Films „Feldhamster – mit vollen Backen durchs Leben“ und gewährten Einblicke in ihre neuesten Produktionen.

Vielfältige Vorträge während der Tagung
Das 23. „International Meeting of the Hamster Workgroup“ überzeugte mit einem interessanten Vortragsspektrum. Die Tagung war geprägt von Artenschutzthemen in Deutschland, Modellrechnungen zur Populationsdynamik in der Tschechischen  Republik, städtische Hamstervorkommen in Russland und deren Fortpflanzungsverhalten. Wissenschaftler, Naturschützer und Behördenvertreter aus 11 Ländern standen miteinander im Dialog über Studien zur Vorratsnutzung während der Überwinterung und den Einfluss von Lichtverschmutzung in Österreich und Frankreich.

Herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und Beteiligten
Das Organisationsteam der Deutschen Wildtier Stiftung und des Instituts für Faunistik bedankt sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern und Beteiligten. Alle Tagungsteilnehmer fühlten sich sehr wohl und wurden während der drei Tage bestens vom Hochschulcatering des Studentenwerks mit Speisen und Getränken versorgt. Selbst für den besonderen VIP-Gast, ein Feldhamster-Weibchen, das bei einem großen Teil der Vorträge anwesend war, hatte das Catering ein paar Kleinigkeiten vorbereitet.

Ein Rundgang durch den Zoo Heidelberg, mit Einblick in die dortige Zuchtstation für Europäische Feldhamster, eine Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen mit russischer Tanzeinlage im Essighaus rundeten das Rahmenprogramm ab, bevor die Tagung mit einer Tour zu den letzten Hamstervorkommen im Rhein-Neckar-Kreis am Sonntagnachmittag endete.

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Der Abschied des Feldhamsters – Eine Allerweltsart vor dem Aus?

Der Europäische Feldhamster ist in unserer Region heimisch. (Foto: Weinhold)
Der Europäische Feldhamster ist in unserer Region heimisch. (Foto: Weinhold)

Offener Informationsabend am Freitag, 28.10.2016 

2016 war das Jahr des Europäischen Feldhamsters. Der kleine Nager wurde von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum „Wildtier des Jahres“ ernannt. Im Laufe des Jahres engagierten sich viele Institutionen verstärkt in der Vermittlung von Informationen rund um das schutzbedürftige, in unserer Region heimische Wildtier. Galt er einst als Ernteschädling und Plage, entwickelte sich der Europäische Feldhamster inzwischen zu einer vom Aussterben bedrohten heimischen Tierart.Gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung und dem Institut für Faunistik findet Ende Oktober in Heidelberg das International Hamster Workgroup Meeting 2016 statt.

Ein Artenschutzprogramm sorgt für den Erhalt der Tierart in der Region

Mit einem in Deutschland einzigartigen Artenschutzprojekt engagieren sich die Stadt Mannheim, das Land Baden-Württemberg und der Zoo Heidelberg gemeinsam für den Erhalt dieser Tierart. Im Zoo Heidelberg werden die Feldhamster seit 2004 nachgezüchtet. Das erfolgreiche Projekt erreicht alljährlich eine gute Nachwuchsquote, sodass regelmäßig Jungtiere in Mannheim ausgewildert werden können. Jeden Mai werden Jungtiere des Vorjahres mit elektronischen Chips zur Identifikation ausgestattet und in vorbereiteten Gebieten angesiedelt. Einige von ihnen bekommen Senderhalsbänder, mit denen auch mehrere Monate nach der Auswilderung der jeweilige Aufenthaltsort bestimmt werden kann. So kann inzwischen mit Hilfe des Zuchtprogrammes und der einhergehenden Sensibilisierung für die Bedrohung eine leichte Erholung der Population beobachtet werden. Das Überleben der Feldhamster bei Mannheim ist jedoch noch nicht gesichert.

Offener Infoabend zum Projekt und zur Situation des Feldhamsters

„Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, wie wichtig der Erhalt heimischer Tierarten, und speziell der des Europäischen Feldhamsters, ist“, erklärt hierzu  Projektleiter Dr. Ulrich Weinhold vom Institut für Faunistik. Gemeinsam mit den Biologen Lisa Heimann und Marco Sander betreut er die Nachzucht der meerschweinchengroßen Wildtiere im Zoo. „Um möglichst vielen Menschen unser Projekt vorzustellen und auf die Bedrohung dieser Nagetiere hinzuweisen, bieten wir im Vorfeld der Tagung am Freitag einen offenen Infoabend an. Wir freuen uns, wenn viele Interessenten dieses Angebot annehmen“, informiert Dr. Weinhold weiter.

Der Besuch des Infoabends ist kostenlos und findet am Freitag, 28.10.2016, ab 18:30 Uhr im Marsilius Kolleg der Universität Heidelberg statt. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Mit spannenden Vorträgen über die Situation des Feldhamsters in Deutschland und seine Chancen in Baden-Württemberg informieren die Deutsche Wildtier Stiftung und das Institut für Faunistik über die aktuellen Erkenntnisse, die im Rahmen der Schutzprojekte gewonnen werden.

Ergänzt wird der Infoabend durch die Filmvorführung des „Making-of“ der preisgekrönten Dokumentation „Feldhamster – mit vollen Backen durchs Leben“ durch Marco Polo Film

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Gudrun sorgt für Überraschung im Zoo Heidelberg

Mutter Gudrun (rechts) gemeinsam mit ihren Kindern Benni (Mitte) und Uschi (im W
Mutter Gudrun (rechts) gemeinsam mit ihren Kindern Benni (Mitte) und Uschi (im Wasser) auf der Bärenaußenanlage.

Die drei Braunbären zeigen sich gemeinsam auf der Außenanlage

Mit dem Ausbau der großen Bärenanlage 2015 erhielten die Syrischen Braunbären eine große Erweiterung ihres Außenbereiches. Für Besucher und Passanten, die auch von außerhalb des Zoos die Bären bei der Erkundung des großzügigen Geheges beobachten können, bekam der Zoo Heidelberg im Sommer 2015 damit einen besonders attraktiven Eingangsbereich.

Die ruhigen und vergleichsweise kleinen Syrischen Braunbären, die aufgrund ihres hellen Felles von Besuchern teilweise irrtümlich mit Eisbären verwechselt werden, teilen sich das Gehege mit mehreren zierlichen Korsakfüchsen.

Die Korsakfüchse waren sodann auch die Ersten, die wenige Stunden nach der Eröffnung über die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Gehegebereichen eilten, um die Erweiterung zu erkunden. Den großen Braunbären hingegen war es anfangs nicht ganz geheuer, die Brücke zwischen dem alten und neuen Gehegebereich zu überqueren. Es dauerte ein wenig, bevor einer nach dem anderen entschied, der Neugier zu folgen und sich mit dem Gelände vertraut zu machen. Für die jüngeren der Braunbären, Uschi (22 Jahre) und Benni (30 Jahre), wurde es bald zur Selbstverständlichkeit. Schließlich gab es täglich interessante neue Futterstellen auf der großen Außenanlage zu entdecken. Die Tierpfleger sorgen für viel Abwechslung im Bärenalltag, indem sie täglich mehrere Futterrationen an unterschiedlichen Stellen auf dem Gehege positionieren.

Nur die 35-jährige Gudrun, die Mutter der beiden jüngeren Bären, setzte nach einem mehrtägigen Aufenthalt im neuen Gelände, trotz der leckeren Verlockungen, keinen weiteren Schritt mehr auf die Brücke. Sie hatte sich nach ihrem ersten Erkundungsgang in der ungewohnten Umgebung nicht mehr zurück getraut und blieb ganze zwei Nächte auf der neuen Anlage, bevor sie mit viel Geduld und Leckereien wieder über die Brücke auf die alte Anlage geleitet werden konnte. Danach war sie nie wieder auf der neuen Anlage gesehen worden. Im Zoo Heidelberg akzeptierte man dieses Verhalten der älteren Dame und stellte ihr ihre Futterrationen im alten Bereich bereit. Eine alte Bärin gewöhnt man eben nicht so einfach um.

Wie groß die Freude war, als am letzten Samstag plötzlich alle drei der Syrischen Braunbären gemeinsam auf der großen Anlage zu sehen waren, kann man nachvollziehen. Nach über einem Jahr hatte Gudrun nun beschlossen, es den Jungen gleich zu tun und den erneuten Gang über die Bärenbrücke zu wagen. Besonders aufmerksam beobachten die Tierpfleger seitdem ihr Verhalten auf der Anlage und beim Gang über die Brücke. „Es ist erstaunlich, dass sie nun ganz offensichtlich den neuen Bereich komplett angenommen hat. Sie geht so sicher über die Brücke und die gesamte Anlage, als wäre dies noch nie anders gewesen.“, kann Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg freudig berichten. Mehrmals täglich gehen nun alle drei Bären über die Brücke und durchstöbern die großzügige Anlage. „Wir hatten die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben und waren uns sicher, dass man die alte Bärin nicht mehr von der schönen, neuen Anlage überzeugen kann“ ergänzt Jörg Kubacki, Leiter des Raubtierreviers im Zoo, der die Bärin bereits seit 1982 kennt und betreut.

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Zoo-Heidelberg lässt die jungen Großen Kudus raus

Kudu-Jungtiere immer häufiger auf der Außenanlage

Wenige Tage nach der Geburt des ersten Jungtieres bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo war das Afrikahaus erneut für die Besucher verschlossen. Kaum hatte das kleine Kudu-Mädchen „Malia“ ihren Namen erhalten, stand erneut eine Geburt bei dieser Antilopenart an. Zur Freude der Tierpfleger und des ganzen Zoos kam auch das zweite Jungtier gesund zur Welt und erhielt den Namen Samaya.

Einige Zoobesucher konnten in der Zwischenzeit bereits einen Blick auf die beiden scheuen Savannenbewohner erhaschen, die sich in den ersten Tagen ausschließlich in einem geschützten Außenbereich und im Afrikahaus aufhielten.

Seit zwei Tagen dürfen die beiden kleinen Großen Kudu-Mädchen nun zeitweise gemeinsam mit Ihren Müttern und den anderen Großen Kudus auf die großzügige Afrikaanlage im Zoo Heidelberg.

Um die leicht schreckhaften und scheuen Tiere mit den auffallend großen Ohren und den dunklen Glanzaugen mit den Begrenzungen der Anlage vertraut zu machen, geschieht dies unter den wachsamen Augen der Tierpfleger. Der Grabenbereich am Gehege ist mit einem schwarz-gelben Flatterband abgesperrt, damit die Fluchttiere nicht versehentlich hineinspringen. Sobald sich die beiden an die Anlage und ihre verschiedenen Bereiche gewöhnt haben, wird das Band wieder verschwinden.

Schon jetzt ist es spannend zu beobachten, wie unterschiedlich sich die beiden Jungtiere an die Situation anpassen. Während das eine eher zurückhaltend den Schutz in der Herde und im vertrauten Bereich sucht, springt das andere schon mal in schnellen und kraftvollen Sprüngen über Stock und Stein.

In der ostafrikanischen Sprache Suaheli bedeutet Malia Königin, während Samaya mit Himmel übersetzt wird. War es im Innenbereich noch Malia, die sich eher mutig und neugierig zeigte, ist es nun die jüngere Samaya, die sich unter freiem Himmel weiter auf die Flächen der Anlage wagt. Ob die Tierpfleger dies bei der Namensgebung bereits erahnten oder ob sich die beiden Jungtiere an die Namen angepasst haben, bleibt sicher ein Geheimnis. Ihre weitere Entwicklung können die Zoo-Besucher in Heidelberg nun aber immer häufiger auf der Außenanlage mitverfolgen

Druckfrisch: Der neue Zookalender 2017 ist da!

Der neue Zookalender 2017 ist da.
Der neue Zookalender 2017 ist da.

Jeden Monat ein neues Foto von den Zoobewohnern

In 12 beeindruckenden Motiven gibt der Kalender einen Einblick in die Artenvielfalt im Heidelberger Zoo. Unter anderem mit dabei: der majestätisch blickende Berber-Löwe Chalid, ein Rosalöffler, der sein leuchtendes Gefieder zeigt und die asiatischen Elefanten, die es sich auf ihrer Anlage bequem machen. Zusätzlich bieten kleine Texte im Kalender spannende Informationen zu den einzelnen Tieren.

Ab sofort ist der Wandkalender für 12,50 Euro pro Stück im Zooshop erhältlich. Er hat ein Format von 23 x 32 cm. Übrigens: Der Kalender ist eine schöne Geschenkidee für die ganze Familie.

Nächste Woche geht ein kleiner Gorilla auf Reisen

5-jähriger Flachlandgorilla
Kwame, der 5-jährige Flachlandgorilla, zieht bald nach Rostock. Foto: Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg

Abschied von Kwame im Zoo Heidelberg

Für den Gorillajungen Kwame beginnt nächste Woche ein neuer Lebensabschnitt:  Er wird an die Ostseeküste in den Zoo Rostock ziehen. Wer sich „persönlich“ noch von dem kleinen Flachlandgorilla in Heidelberg verabschieden möchte, kann dies noch an diesem Wochenende tun.

Kwame wurde im Juni 2011 im Zoo Heidelberg geboren. Seine Eltern sind der stattliche Silberrücken Bobo und das Gorillaweibchen N’Gambe, die 2010 aus dem Kölner Zoo in die Heidelberger Gorillagruppe kam. Für N’Gambe war Kwame das erste Kind. Trotz fehlender Erfahrung machte sie alles richtig. Sie kümmerte sich gut um den kleinen Kwame, sodass er seine ersten fünf Lebensjahre gemeinsam mit seinen Eltern und zwei weiteren Gorillaweibchen in Heidelberg verbringen durfte.

Bis zu einem Alter von etwa 7 bis 10 Jahren können junge, männliche Gorillas in ihrer Geburtsgruppe verbleiben. Danach kann es passieren, dass sie dem alten Silberrücken Konkurrenz machen und sich mit den weiblichen Verwandten verpaaren. Gemeinsam mit den Zuchtbuchführern wurde daher rechtzeitig nach einem Platz in einem anderen Zoo gesucht.

Obwohl Kwame noch ein paar Jahre in Heidelberg bleiben könnte,  freut sich der Zoo für den kleinen Gorillajungen, dass nun in Rostock ein geeigneter Platz gefunden wurde. Kwame ist inzwischen von seiner Mutter komplett unabhängig, sodass ein Umzug in eine neue Gruppe möglich ist.

Im Zoo Rostock erwartet Kwame eine Gorillagruppe, die aus einem schon betagten 43-jährigen Silberrücken und drei jüngeren Weibchen im Alter von 8 bis 15 Jahren besteht. Derzeit züchtet die Gruppe nicht, doch das soll sich in einigen Jahren ändern, wenn Kwame geschlechtsreif ist. Dann soll er dort als Silberrücken die Gruppe leiten und für Nachwuchs sorgen.

Bereits vor einiger Zeit reiste ein Tierpfleger aus Kwames zukünftigem Zuhause nach Heidelberg, um ihn kennenzulernen. Die Heidelberger Tierpfleger konnten sich ebenfalls bereits vorab in Rostock ein Bild von der Gorillagruppe und der Anlage machen. Um den Transport für Kwame so entspannt wie möglich zu gestalten, gewöhnen die Pfleger ihn schon seit einiger Zeit an die Transportkiste. Das Training verläuft gut: Mittlerweile geht er zuverlässig in die Kiste hinein und bleibt dort. Das ist für den späteren Transport wichtig, um Stress und eine unter Umständen notwendige Narkose oder Sedierung zu vermeiden. Zwei der ihm vertrauten Tierpfleger aus Heidelberg werden ihn auf seiner Reise begleiten und während der Eingewöhnungsphase die ersten Tage in Rostock bleiben.

Für die Besucher im Zoo Heidelberg beginnt am Wochenende der Abschied von Kwame, dem quirligen Gorillajungen, bevor er sich in der nächsten Woche auf die Reise in sein neues Zuhause nach Rostock begeben wird. Dort werden wir bald gespannt seine weitere Entwicklung beobachten können. Wir wünschen dem kleinen Gorillajungen nächste Woche eine entspannte Reise und alles Gute.

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Zoo Heidelberg verlängert den Sommer

Rhesusaffen
Die Rhesusaffen erkunden den "Affenbrotbaum" beim "Sesam, öffne Dich!" - Foto: Zoo Heidelberg

Sommer-Öffnungszeiten bis einschließlich 3. Oktober

Am langen Wochenende länger schlafen und noch ausreichend Zeit haben, den Zoo und seine Tiere zu entdecken. Das können die Besucher am nächsten Wochenende im Zoo Heidelberg. Noch bis einschließlich Montag, 3. Oktober, gelten die Sommeröffnungszeiten. So können die Besucher bis 19 Uhr im Zoo bleiben und bis zum Sonnenuntergang die Tiere im Zoo entdecken. Natürlich ist der Zoo wie jeden Tag auch für die morgendlichen Besucher an diesen Tagen ab 9 Uhr geöffnet.

„Sesam, öffne Dich!“

Dieses besondere Highlight erwartet große und kleine Zoo-Besucher am Sonntag, 9. Oktober: Es darf hinter die Kulissen im Zoo geschaut werden. Dabei wird „Sesam, öffne Dich!“ wörtlich genommen, denn an diesem Tag öffnen sich einige Türen und Tore, die sonst mit dem Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ für Besucher verschlossen sind. Von 10 bis 17 Uhr sind alle herzlich eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen und viel über die Aufgabenbereiche eines Zoologischen Gartens zu erfahren.

Ein Gang durch das Elefantenhaus – und zwar dort, wo sich normalerweise nur die vier Elefantenbullen Gandhi, Tarak, Yadanar und Ludwig aufhalten – bietet eine beindruckende Perspektive aus Elefantensicht. „Wieviel und was frisst ein Elefant?“, „Welche Affen sind Vegetarier?“, „Wie kühl ist es im Kühlhaus?" und „Wie schlafen die Robben?“. Bei Gesprächen mit den Pflegern erfahren die Besucher interessante Details zu einzelnen Tieren. Spezielle Sonderführungen durch den Kamelstall, das Robbenhaus, die Futterküche der Fasanerie und das große Kühlhaus bieten Einblick in die besonderen Arbeitsbereiche der Zootierpfleger. Mit ausführlichen Erklärungen werden dabei Fragen zur Pflege und Fütterung der unterschiedlichen Tiere beantwortet. Mehr über das Auswilderungsprojekt für den Europäischen Feldhamster erfahren die Besucher in der Hamsteraufzuchtstation.

Selbst mitmachen kann jeder, wenn es darum geht, Beschäftigungsfutter herzustellen, das den Tieren unterhaltsame Abwechslung bietet. Bei den flinken Rhesusaffen wird ein besonderer „Affenbrotbaum“ hergestellt und die Besucher können die Affen dabei beobachten, wie sie sich die Leckereien abpflücken.

Lesefreunde können bei gutem Wetter ab mittags den gut sortierten Bücherflohmarkt durchstöbern. Der Erlös aus dem Verkauf der Bücher kommt den besonderen Artenschutzprojekten des Zoos zugute.

Übrigens: Für die Projekte während der Veranstaltung „Sesam, öffne Dich!“ entstehen keine Zusatzkosten. Alle Führungen sind bereits im normalen Eintrittspreis für den Zoo enthalten.

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Nachwuchs bei den Großen Kudus im Zoo Heidelberg

Kleiner Großer Kudu. Kauerndes Jungtier im Stroh
Kleines Großes Kudu-Mädchen "Malia" geb. am 21.09.2016 - Foto: Zoo Heidelberg

Afrikahaus vorübergehend geschlossen

Am Afrikahaus im Zoo Heidelberg stoßen die Besucher seit ein paar Tagen auf verschlossene Türen mit der Information, dass Nachwuchs zur Welt kam. Der Grund ist ein Kudu-Mädchen, das am 21.09. geboren wurde. Da sich die Innengehege der Großen Kudus im Afrikahaus befinden, bleibt das Haus zunächst als Ruhezone für Mutter und Tochter übergangsweise geschlossen. Das Jungtier kann dort bereits seine ersten Schritte tun, bevor es mit den anderen Tieren auf der Afrikaanlage zusammentreffen wird. Mit großen, dunklen Augen betrachtet das Kalb bereits aufmerksam die Umgebung und dreht die auffallend großen, beweglichen runden Ohren nach jedem Geräusch in der Nähe.

Voraussichtlich schon Anfang/Mitte nächster Woche werden die Türen wieder für Besucher geöffnet, sodass das junge Kudukalb beobachtet werden kann. Als sogenannter „Ablieger“ wird das Kleine auch im Außenbereich anfangs häufig im Strohbett liegen, während die Mutter zum Fressen unterwegs ist. In ihrer Heimat, den afrikanischen Savannengebieten, liegen die Jungtiere oft stundenlang reglos gut getarnt im hohen Gras, wenn die Mutter auf Nahrungssuche ist. Einzig die Ohren und die wachsamen Glanzaugen sind dabei in Bewegung, um die Umgebung zu beobachten.

Trotz der eindrucksvoll schraubenförmig gedrehten Hörner der männlichen Kudus mit Längen bis über einen Meter verlassen sich die Tiere vorrangig auf ihre gute Tarnung im Versteck. Das graubraune Fell mit den langen weißen Streifen, die von der Rückenmitte nach unten laufen, verschmilzt dabei optisch mit der Umgebung. Sie sind jedoch auch gute Sprinter und können sehr weit springen. Mit einer Schulterhöhe von bis 150 cm können bei Gefahr auch hohe Zäune bis zu drei Meter mühelos überwunden werden. Die vorrangig dämmerungsaktiven Tiere ruhen tagsüber häufig im Schatten. In den kühleren Wintermonaten sind sie vermehrt am Tage aktiv.

Das Jungtier wird im ersten halben Jahr noch gesäugt und nicht selbst auf Futtersuche gehen. Im Außengehege trifft es schon bald auf die anderen Bewohner der Afrikaanlage. Dort gibt es für das Jungtier einiges zu entdecken, denn im Zoo Heidelberg leben die Großen Kudus gemeinsam mit Blessböcken, Zebras und Straußen. Das großzügige Terrain reicht bis hinüber zum Teich der Pelikane.

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