Pressemitteilungen

Das Meer kommt nach Heidelberg

Der Zoo Heidelberg befindet sich in einem Entwicklungsprozess: „Wir können nicht länger zusehen, wie die natürlichen Lebensgrundlagen auf unserer Erde zerstört werden,“ erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Motivation des Zoos politischer zu werden. „Mit der neuen Ausstellung „Meere und Ozeane“ wollen wir möglichst viele Menschen bewegen, sich um die Zukunft des wichtigsten Ökosystems unserer Erde Gedanken zu machen.“

70 % der Erdoberfläche nehmen Meere und Ozeane ein, in ihnen ist über 90 % des Wassers auf der Erde enthalten.  Mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, stammt aus dem Meer. Milliarden von Menschen ernähren sich von Fisch und anderen Meerestieren. Für eine Stadt im Binnenland – wie Heidelberg – erscheint das Meer weit entfernt. Und doch beeinflusst es unser tägliches Leben und ist hochbedroht. Darauf wird der Zoo in der großen Ausstellung „Meere und Ozeane“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, hinweisen.  „Wo kein Besitzer sein Eigentum schützt, wird ausgebeutet, missbraucht, vermüllt – die Menschheit benimmt sich auf und mit den Meeren wie Plünderer im rechtfreien Raum eines Bürgerkrieges. Die Zeche zahlen wir alle und unsere Kinder,“ zieht Dr. Klaus Wünnemann einen drastischen Vergleich.  Ist das übertrieben? In diesem Jahr entdeckten Wissenschaftler, dass im Südpazifik ein Plastikmüllteppich in der Größe Mitteleuropas schwimmt – und das ist nur der kleine Bruder der großen Müllhalde, die im Nordpazifik treibt.

Zoologische Gärten haben weltweit über 700 Millionen Besucher – jedes Jahr. Die Zoos und die großen Naturschutzverbände haben beschlossen, zusammen gegen die Naturzerstörung vorzugehen. Am 17. Oktober haben der Weltzooverband und die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) hierzu eine Vereinbarung unterzeichnet. Dabei übernehmen die Zoos unter anderem die wichtige Rolle, viele hundert Millionen Menschen zu informieren und zu motivieren, sich für den Schutz der Natur einzusetzen. „Stellen sie sich unsere wunderbaren Mähnenrobben vor: Die würden Wochen brauchen, um einmal quer durch die treibenden Müllberge hindurch zu schwimmen. Mit diesen Beispielen und wissenschaftlich fundierten Informationen wollen wir den Verstand, aber auch das Herz der Zoobesucher für diese Themen gewinnen,“ erläutert Dr. Wünnemann die Strategie. Jeder kann etwas tun: Plastikverpackungen vermeiden oder wenigstens recyceln, die eigenen Abgeordneten ansprechen endlich konsequente Gesetze zum Vermeiden von Müll auf den Weg zu bringen. Das dies geht zeigen uns ausgerechnet einige der ärmsten Länder der Erde: Bangladesh zum Beispiel oder Ruanda, wo Plastiktüten bereits verboten sind – seit 2004.

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Französische Woche Heidelberg: Chansons für den Zoo

Die Musiker bei der Probe für das Konzert (Foto: Moitié:Moitié)
Die Musiker bei der Probe für das Konzert (Foto: Moitié:Moitié)

Moitié:Moitié spielt und singt für den Zoo Heidelberg

Im Gegensatz zur Bedeutung des Namens der Band hat sich die deutsch-französische Musikgruppe Moitié:Moitié entschlossen, den Erlös ihres nächsten Konzerts nicht „halb-halb“ zu teilen, sondern den kompletten Betrag dem Zoo Heidelberg zu spenden. Das Benefiz-Konzert im Alten Hallenbad Heidelberg findet am 26.10.2017 um 20 Uhr statt. Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Im Gespräch mit dem Zoo berichtet Christophe Loetz, Sänger der Gruppe, über die Beweggründe, den Heidelberger Zoo auf diese Weise zu unterstützen.

Zoo: Herr Loetz, oder heißt es eher Monsieur Loetz? Ihr Bandname wäre ja wörtlich übersetzt „halb-halb“. Welche Bedeutung verbirgt sich dahinter?

Loetz: Sie haben es bereits angedeutet: Ich bin und fühle mich halb und halb, nämlich halb französisch und halb deutsch. Als ich 2012 als Sänger die Gruppe Moitié:Moitié gegründet habe, war es daher nur folgerichtig meine doppelte Staatsbürgerschaft namensgebend zu nutzen. Ich bin sehr froh, dass ich engagierte Musiker gefunden habe, die meine große Leidenschaft zu Chansons, Jazz, Klassik und lateinamerikanischen Klängen mit mir teilen. Gemeinsam mit Dr. Hans-Jürgen Ott am Akkordeon und Piano, Mario Cetto am eBass, Dr.  Victor Winter an der Gitarre und Schlagzeuger Micha Moll konnten wir in der Region bereits viele neue Freunde für die französische Musik gewinnen. Jetzt in der Französischen Woche Heidelberg spielen wir ein letztes Mal unser aktuelles Programm.

Zoo: Das hört sich nach einem gut eingespielten Team und einem unterhaltsamen Programm an. Über Ihr Angebot, den Zoo mit dem Benefiz-Konzert zu unterstützen, haben wir uns sehr gefreut. Wie kamen Sie auf die Idee, den Heidelberger Tiergarten auf diese Weise zu unterstützen?

Loetz: Das hat sich schnell ergeben. Wir sind alle Heidelberger und besuchen den Zoo Heidelberg des Öfteren. Dabei verfolgen wir mit Interesse die Weiterentwicklungen. In den letzten Jahren hat sich dort viel verändert.

Für unser neues Programm 2018 haben wir etliche Stücke der großen Chansoniers angehört und da kam das Thema Zoo überraschend häufig vor. Es gibt so viele Chansons, die sich mit dem Zoo und den Tieren beschäftigen. So beispielsweise von Bénabar „Dans le zoo de Vicennes“, von Jean Ferrat „Dans la jungle ou dans le zoo“ oder von Georges Brassens „La canne de Jeanne“. Der Zoo kam quasi durch die Musik auf uns zu. So entstand der Gedanke, mit unserer Musik, die wir ja allesamt ausschließlich als Hobby betreiben, „unseren Zoo“ bei seinen Entwicklungen zu unterstützen.

Zoo: Oh ja, auch wir sind aktuell wieder in Vorbereitungen für den weiteren Ausbau verschiedener Gehege. Die Löwen und die Affen sind die Nächsten, deren Anlagen sich verändern werden. Für den Streichelzoo stehen ebenfalls Veränderungen an. Da ist es schön, wenn wir so sympathische Unterstützung von Heidelbergern erhalten. Die Atmosphäre im Alten Hallenbad verspricht bereits einen tollen Abend. Diese außergewöhnliche Location während der Französischen Woche Heidelberg zu bekommen war sicher nicht einfach, oder?

Loetz: Unsere Ambition ist es, eine möglichst große Summe für den Zoo mit dem Benefiz-Konzert zusammen zu bekommen. Da haben wir attraktive Räumlichkeiten in Heidelberg gesucht, in denen wir das Konzert geben können. Mit dieser Idee trafen wir Hans-Jörg Kraus, ebenfalls ein alt eingesessener Heidelberger, der uns spontan gemeinsam mit GVO friends of events GmbH die Räumlichkeiten und sogar die komplette Technik kostenfrei für das Benefiz-Konzert zusagte. Das war eine große Überraschung und zeigt doch, wie sehr uns Heidelbergern unser Zoo am Herzen liegt. Jetzt hoffen wir auf ein ausverkauftes Haus und viele Zoo- und Chansonsfreunde für den Donnerstag nächste Woche.

Zoo: Diesem Wunsch schließen wir uns gerne an. Vielen Dank Monsieur Loetz für das Gespräch – merci.

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Große Kudus mit zweifachem Nachwuchs

Doppelter Nachwuchs bei den Großen Kudus (Foto: Zoo Heidelberg)
Doppelter Nachwuchs bei den Großen Kudus (Foto: Zoo Heidelberg)

Erneut Doppelgeburt im Zoo Heidelberg

Doppelgeburten scheinen im Zoo Heidelberg in Mode zu kommen. Nach den beiden Robbenbabys, die am 14. Juli geboren wurden, ist der Trend nun bei den Großen Kudus angekommen: Am 24. September kamen zwei Kudumädchen zur Welt. Die Mütter Stobi und Lubaja brachten den Nachwuchs im Afrikahaus zur Welt. Wer also in den letzten Wochen vor dem Schild „Vorübergehend geschlossen“ am Afrikahaus stand, hat spätestens jetzt die Erklärung. Die Tierpfleger schlossen das Haus für Besucher, damit sich die kleinen Großen Kudumädchen eingewöhnen konnten.

Inzwischen ist das Haus wieder geöffnet und die jungen Kudukälber lassen sich gut in den Innengehegen beobachten. Mit großen, dunklen Augen betrachten die beiden aufmerksam ihre Umgebung und drehen die beweglichen, runden Ohren nach jedem Geräusch in der Nähe. Mütter und Kinder nutzen zurzeit den Stall und die Vorgehege als Übungsgelände, damit die Jungtiere kräftig, gewandt und topfit sind, bevor sie mit den Zebras, Blessböcken, Straußen und Pelikanen auf der großen Afrikaanlage zusammentreffen werden. Der Stall ist dabei als Rückzugsraum und Ruhezone für die Jungtiere besonders wichtig. Deshalb gilt jetzt hier für die Zoobesucher ganz besonders: Ruhe bitte!

Kudu-Jungtiere sind sogenannte „Ablieger“, d. h. die Kälber werden voraussichtlich auch im Außenbereich zunächst häufig im Strohbett liegen, während die Mütter zum Fressen unterwegs sind. Regungslos liegen Kudujungen in ihrer Heimat, den afrikanischen Savannengebieten, oft stundenlang gut getarnt im hohen Gras. Während die Mütter selbst auf Nahrungssuche sind, um Kräfte zu sammeln, bewegen sich die durch ihr Fell gut getarnten Jungtiere kaum. Erst wenn die Mütter zurückkommen, die Umgebung auf Gefahren geprüft haben und ihnen „Luft rein“ signalisiert haben, werden die Jungen mobil.  Kudus verlassen sich auch im Erwachsenenalter vorrangig auf Ihre Tarnung. Selbst die männlichen Großen Kudus mit den eindrucksvoll schraubenförmig gedrehten Hörnern verschmelzen durch die graubraune Fellfärbung mit den weißen Streifen optisch nahezu komplett mit der Umgebung. Dennoch sind die typischen Fluchttiere bei Gefahr auch gute Sprinter und können sehr weit springen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 150 cm können sie auf der Flucht auch bis zu 3 Meter hohe Zäune mühelos überwinden. Im Zoo reicht der kleine Trockengraben, der das Afrikagehege umgibt, um den Tieren die Grenze ihres Territoriums zu markieren. Sie verlassen ihr heimatliches Gehege nicht, denn hier fühlen sie sich wohl und sicher.

Aktion: Zwillinge willkommen

Haben Sie auch einen „Zwilling“? Dann lohnt sich jetzt der Zoobesuch in Heidelberg doppelt. Bei Vorlage von zwei Ausweisen mit demselben Geburtsdatum gibt es den Zoobesuch für beide zum Preis von einem! Die Aktion läuft bis zum 31.12.2017. 

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„Sesam, öffne dich!“ am Sonntag, 8. Oktober 2017

Im Elefantenhaus. Foto: Peter Bastian/Zoo Heidelberg
Im Elefantenhaus. Foto: Peter Bastian/Zoo Heidelberg

Den Zoo Heidelberg entdecken – auch hinter den Kulissen

„Sesam, öffne Dich!“. Dieses besondere Highlight erwartet die Zoo-Besucher am Sonntag, 8. Oktober 2017: Türen und Tore, die sonst mit dem Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ für Besucher verschlossen sind, öffnen sich an diesem Tag. Von 10 bis 17 Uhr sind alle herzlich eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen und viel über die Aufgabenbereiche eines Zoologischen Gartens zu erfahren.

Ein Gang durch das Elefantenhaus – und zwar dort, wo sich normalerweise nur die vier Elefantenbullen Gandhi, Tarak, Yadanar und Ludwig aufhalten – bietet eine beindruckende Perspektive aus Elefantensicht. „Wie schlafen die Robben?“, „Welche Affen sind Vegetarier?“, „Wie viel Futter brauchen Elefanten?“ und „Wie kühl ist es im Kühlhaus?". Spezielle Sonderführungen durch das Robbenhaus, die Futterküche der Fasanerie und das große Kühlhaus bieten Einblick in die besonderen Arbeitsbereiche der Zootierpfleger. Bei Gesprächen mit den Pflegern erfahren die Besucher interessante Details zu den Tieren. Auch Fragen zur Pflege und Fütterung der unterschiedlichen Tiere werden beantwortet.

Mehr über das Auswilderungsprojekt für den Europäischen Feldhamster erfahren die Besucher bei Führungen durch die neue Hamsterzuchtstation auf dem Erweiterungsgelände des Zoos. Auch in der Zooschule gibt es an diesem Tag Führungen mit interessanten Einblicken und spannenden Infos zum Angebot.

An einigen Stationen ist Mitmachen angesagt:  Am Gehege der Rhesusaffen basteln Besucher Beschäftigungsfutter, das den Tieren eine willkommene Abwechslung bietet: Für die flinken Affen wird ein besonderer „Affenbrotbaum“ hergestellt. Und das Zoo-Mobil, das an diesem Tag im Zoo unterwegs ist, lädt die Besucher zum Rätseln, Fühlen und Anfassen ein.

Bei gutem Wetter können Leseratten ab 12.00 Uhr den gut sortierten Bücherflohmarkt durchstöbern. Der Erlös aus dem Verkauf der Bücher kommt den besonderen Artenschutzprojekten des Zoos zugute. Wer eine kurze Pause braucht und sich stärken will, schaut bei der Hütte der Tiergartenfreunde e.V. vorbei. Dort verkauft der Förderverein des Zoos frische Waffeln und die Vereinsmitglieder freuen sich auf interessante Gespräche.

Übrigens: Für die Projekte während der Veranstaltung „Sesam, öffne Dich!“ entstehen keine Zusatzkosten. Alle Führungen sind bereits im normalen Eintrittspreis für den Zoo enthalten.

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Wie leben die Tiere, von denen wir leben?

Gerda Tschira mit Dr. Klaus Wünnemann am Thementisch „Die Welt ist nicht genug“.
Gerda Tschira mit Dr. Klaus Wünnemann am Thementisch „Die Welt ist nicht genug“. (Foto: Zoo Heidelberg)

Interaktive Erlebnisausstellung eröffnet / Nutztiertag brachte Infos, Spiel und Spaß für Kinder und Erwachsene

Mit einem ganz besonderen und in deutschen Zoos einmaligen Projekt präsentiert sich der Zoo Heidelberg wieder einmal von einer unerwarteten Seite. Mit der interaktiven Erlebnisausstellung „Vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten“, die durch die Klaus Tschira Stiftung ermöglicht wurde, konnte der Zoo wieder einen wichtigen Schritt in puncto Bildungsarbeit beschreiten. Und das Tollste daran: Anfassen ist unbedingt erwünscht. Egal ob Kinder, Eltern, Oma oder Opa – hier kann sich jeder ausprobieren und findet eine neue Sicht rund um die Themen Fleisch und Ernährung.

Verbraucher kennen die tatsächlichen Lebensbedingungen der Nutztiere in der Regel nicht. Verklärende Werbebotschaften der Nahrungsmittelindustrie und Verpackungen, die eine Idylle auf der Weide vortäuschen, stehen oftmals im Widerspruch zur Realität. Und – ganz ehrlich – wer weiß schon, was der Deutschen liebstes Fleisch, das Schweineschnitzel, mit dem Urwald in Paraguay zu tun hat?

Da der Zoo Heidelberg selbst Nutztiere hält, liegt es nahe, dieses Thema aufzugreifen. Zoos haben sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Aus reinen Freizeitinstitutionen sind Orte des Natur- und Artenschutzes geworden. „Wir möchten zeigen, dass man sich trauen kann, auch gesellschaftliche Probleme aufzugreifen und hoffen, als Vorreiter ein gutes Beispiel für andere Zoos und Institutionen zu sein“, erklärt Zoodirektor Wünnemann. „Dass wir für unsere Projektidee die Klaus Tschira Stiftung als Unterstützer gewinnen konnten, zeigt uns, wie wichtig es ist, Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Und dass das richtig Spaß machen kann, können die Besucher ab sofort selbst beim Wiegen, Drehen, Puzzeln, Ziehen und Schieben erfahren. Besonders erfreulich war, dass Frau Gerda Tschira selbst den ersten „Testlauf“ durchgeführt und für außerordentlich gut befunden hat.

Für Zoo-Besucher ergab sich dazu am vergangenen Montag eine besondere Gelegenheit. Beim „Nutztiertag im Zoo“ gab es viel Interessantes rund um das Thema Nutztiere zu erleben und zu erfahren. Nicht nur die interaktive Ausstellung „Vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten“ konnten die Besucher ausgiebig testen, auch ein buntes Programm sorgte für schöne Momente. Besonderen Spaß brachte den Besuchern, sich beim Wettmelken zu messen. Aber auch die Informationen von Zoo, Zooschule und BUND rund um Nutztierhaltung, Klima und Umwelt erfreuten sich regem Interesse. Ebenso die Fütterungen bei den Alpakas und Trampeltieren waren gut besucht.

Die Dauerausstellung wandert dann im nächsten Jahr nach Fertigstellung des neuen Streichelzoos auf das Entwicklungsgelände an ihren endgültigen Standort und ist bereits im Zoo-Eintritt enthalten.

Mit seinem Abschlusssatz trifft Herr Dr. Wünnemann den Nagel auf den Kopf: „Wenn wir mit unserer Ausstellung jeden zweiten Besucher dazu bewegen könnten, in der Woche 200 Gramm weniger Fleisch zu essen, könnten über drei Millionen Kilogramm Fleisch im Jahr eingespart werden.“ Ist das nicht ein erstrebenswertes Ziel?

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Nutztiertag im Zoo Heidelberg am Montag, 2. Oktober

Als besonderes Highlight dürfen Zoo-Besucher beim Nutztiertag am 2. Oktober die
Als besonderes Highlight dürfen Zoo-Besucher beim Nutztiertag am 2. Oktober die Alpakas füttern. (Foto: Zoo Heidelberg)

Die Zoo-Besucher erwartet ein ganz besonderer Tag

Wie leben die Tiere, von denen wir leben? Wer sich schon einmal diese Frage gestellt hat, kann am 2. Oktober von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr rund um die Nutztiere – vom hiesigen Schwein bis hin zum Asiatischen Elefanten – allerlei Interessantes erfahren. Ein buntes Programm garantiert viel Spaß für Kinder und Erwachsene. Ob sich beim Wettmelken messen, Alpakas und Trampeltiere füttern oder dem Tierpfleger Löcher in den Bauch fragen – ein Ausflug in den Zoo Heidelberg lohnt sich auf jeden Fall.

Vielfältiges Programm für Besucher

  • 10.00 - 16.00 Uhr: Verschiedene Infostände von Zoo, Zooschule und BUND, Bastelstand und Wettmelken im Eingangsbereich vor dem Wunschbrunnen

  • 11.45 Uhr: Futterbeschäftigung Esel & Schweine am Esel & Schweine-Gehege

  • 12.15 Uhr: Besucher füttern Alpakas beim Alpaka-Gehege

  • 14.00 Uhr: Tierpflegersprechstunde zum Thema Nutztiere beim Streichelzoo

  • 14.45 Uhr: Besucher füttern Alpakas beim Alpaka-Gehege
     
  • 15.00 Uhr: Besucher füttern Trampeltiere beim Trampeltier-Gehege
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Ab in den Süden – ab ins Winterquartier!

Die Weißstörche im Zoo Heidelberg ziehen nach Süden. Foto: Susi Fischer/Zoo Heid
Die Weißstörche im Zoo Heidelberg ziehen nach Süden. Foto: Susi Fischer/Zoo Heidelberg

Erfolgreiche Brutsaison 2017 für die Weißstörche im Zoo Heidelberg

Für die Storchenküken, die im Sommer auf dem Dach der Zooverwaltung aufgewachsen sind, heißt es nun zum ersten Mal: „Ab in den Süden!“. Gemeinsam mit den anderen wilden Weißstörchen aus dem Zoo Heidelberg machen sie sich in diesen Tagen auf den Weg in ihre Winterquartiere. Viele der Storchenpaare haben ihren Nachwuchs erfolgreich großgezogen. Der Vergleich mit dem Vorjahr bestätigt dies: 2016 zogen 14 Brutpaare insgesamt 40 Jungvögel auf, 2017 waren es hingegen 18 Brutpaare mit 53 Storchenküken.

Diese positive Entwicklung soll im kommenden Jahr fortgeführt werden. „Wir freuen uns immer wieder über die Sommergäste und natürlich besonders über die erfolgreiche Aufzucht der Küken. Mittlerweile sind jedes Jahr fast alle Nester im Zoo belegt. Damit sich der Bestand der bedrohten Vögel weiterhin so gut erholen kann, brauchen die wilden Störche jedoch noch mehr Nistmöglichkeiten – am besten auch im nahen Umland. Bisher sind uns in Heidelberg nur zwei Nester außerhalb des Zoos bekannt“, berichtet Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Für die Jungenaufzucht finden die Störche im Zoo Heidelberg sehr gute Voraussetzungen. Die hohen Bäume der Parkanlage sind gut geeignet zum Brüten und bieten ausreichend Schutz. Nur auf Futtersuche müssen die Störche im Zoo selbst gehen, denn sie werden nicht von den Tierpflegern „mitgefüttert“. Insekten, Mäuse und Frösche gibt es auf den umliegenden Feldern jedoch reichlich. Dies ist wichtig, damit die jungen Störche während des Sommers einiges an Gewicht und Kraft zulegen, um im Herbst die weite Reise in den Süden gut zu meistern. Bereits im Spätsommer machen sich die ersten Störche mit ihrem Nachwuchs auf den Weg. Die Störche im Zoo sind Westzieher. Ihre Flugroute verläuft westlich um das Mittelmeer herum, bis sie in den Winterquartieren in Frankreich, Spanien oder Afrika ankommen.

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Neugierige Küken auf Erkundungs-Tour

Die „Pfauen-Gang“ ist hinter den Kulissen der Afrika-Anlage im Zoo Heidelberg un
Die „Pfauen-Gang“ ist hinter den Kulissen der Afrika-Anlage im Zoo Heidelberg unterwegs. (Foto: Zoo Heidelberg)

Blaue Pfauen im Zoo Heidelberg haben Verstärkung bekommen

Gleich vier Pfauenküken sind Anfang August im Zoo Heidelberg geschlüpft. Eine der beiden Pfauenhennen hatte ihr Nest im hohen Gras im Gehege der schwarzen Ayam Cemani Hühner angelegt und die Eier erfolgreich ausgebrütet. Hielten sich Mutter und Küken die erste Zeit noch innerhalb des Geheges auf, sind die vier Geschwister seit ein paar Tagen auch außerhalb zu sehen und tippeln gemeinsam mit ihrer Mama neugierig durch den Zoo.

Wie die erwachsenen Pfauen auch, darf sich der Nachwuchs auf dem gesamten Zoogelände frei bewegen. Pfauen sind von Natur aus standorttreue Vögel und können daher gut als Freigänger gehalten werden. Bei ihren Ausflügen mit Mama machen die Küken nicht nur die Besucherwege unsicher, sondern schauen auch mal „hinter die Kulissen“ in die Wirtschaftsbereiche. Diese Woche waren sie sogar auf der Afrika-Anlage unterwegs und haben dort erste Bekanntschaft mit Kudu, Strauß & Co. gemacht – alles muss schließlich genau erforscht werden! Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch in anderen Zoobereichen auf Erkundungs-Tour gehen.

Wenn Besucher die „Pfauen-Gang“ bei ihren Spaziergängen im Zoo Heidelberg entdecken möchten, müssen sie mitunter ganz genau hinschauen. Das braune Federkleid der Jungtiere macht sie auf vielen Untergründen oder im hohen Gras fast unsichtbar. Erst im Alter von zwei Jahren erhalten die Hähne das typische, blau-glänzende Gefieder. Die Hennen bleiben ihr Leben lang bräunlich gefärbt, nur der Hals ist bei den erwachsenen Vögeln etwas auffälliger gezeichnet.

Pfauen-Papa Kasimir ist ein gutes Beispiel, wie prachtvoll das Gefieder eines ausgewachsenen Hahns aussehen kann. Seine Schmuckfedern können bis zu 1,5 Meter lang werden und schillern, je nach Lichteinfall in Blau, Grün oder Gold. Zurzeit sieht er jedoch etwas ungewohnt aus, denn in den vergangenen Wochen hat Kasimir die langen Federn abgeworfen. Doch keine Panik, das Abwerfen der Federn ist ganz natürlich und nennt sich Mauser. Männliche Pfauen verlieren meist zum Herbstbeginn, nach der Brutsaison, ihre alten Schmuckfedern. Bis zum Frühjahr sind sie nachgewachsen, sodass Kasimir pünktlich zur Balz seine beiden Hennen – und auch die Zoobesucher – wieder wie gewohnt mit seinem schillernden Rad beeindrucken kann.

Hintergrundinfos: Blauer Pfau
Ursprünglich stammt der Blaue Pfau aus Ländern des indischen Subkontinents wie Bangladesch, Bhutan, Nepal oder Indien. Vor über 4000 Jahren kam er nach Europa. Er wird vor allem als Ziervogel in Parkanlagen gehalten. In seinen Heimatländern findet man Pfauen vor allem im dichten Dschungel in der Nähe von Wasserstellen. Blaue Pfauen fressen bevorzugt Insekten, Früchte, kleine Säuge- oder Kriechtiere. Besonders bekannt sind Pfauenhähne für ihre ausgiebige Balz, die durch das bekannte "Radschlagen" gekennzeichnet ist. Dabei stellt er die langen, mit Pfauenaugen versehenen Rückenfedern zu einem Rad auf, um so den Weibchen zu imponieren. 

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Teddybär-Tag im Zoo Heidelberg am 9. September

Beim Teddybär-Tag im Zoo Heidelberg am 9. September 2017 ist die Stofftierpraxis
Beim Teddybär-Tag im Zoo Heidelberg am 9. September 2017 ist die Stofftierpraxis für Teddy & Co. geöffnet. Foto: www.pixabay.de

Stofftierpraxis für Teddy & Co. von 14 bis 17 Uhr geöffnet  

Für viele Kinder auf der ganzen Welt haben der Teddybär oder das Lieblings-Kuscheltier eine ganz besondere Bedeutung: Sie sind bester Freund, Spielkamerad und Beschützer zugleich. Jedes Jahr Anfang September hat der flauschige Begleiter daher seinen eigenen Feiertag, den Teddybär-Tag. Auch der Zoo Heidelberg macht dieses Jahr mit: Zum ersten Mal öffnet am 9. September 2017 die Stofftierpraxis im Zoo ihre Pforten.

An diesem Tag stehen Teddy & Co. im Mittelpunkt. Von 14 bis 17 Uhr kümmert sich Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach gemeinsam mit ihrem Team um die Kuscheltiere der kleinen Besucher. In der Scheune bei den Riesenschildkröten ist dafür extra eine Stofftierpraxis mit Wartebereich und Behandlungstisch und kleiner Apotheke eingerichtet. Ob gebrochener Arm, Ohrenschmerzen oder Bauchweh – das Zoo-Ärzte-Team schaut sich jeden kuscheligen Patienten genau an. Wie in einer richtigen Praxis kommen dabei Stethoskop, Pflaster und Verbandsmaterial zum Einsatz. „Bei den Untersuchungen der Stofftiere sind wir natürlich genauso behutsam, wie bei den Behandlungen der Tiere im Zoo und erklären den Kindern gerne wie die Untersuchungen bei den „großen Tieren“ ablaufen“, berichtet Zoo-Tierärztin Dr. Barbara Bach.

Damit die Kuscheltiere schnell wieder gesundwerden, gibt es am Ende der Behandlung für jeden Patienten noch ein Rezept und leckere „Medizin“ – die bestimmt auch den kleinen Teddybär-Freunden schmeckt. Wer möchte, kann natürlich vor oder nach der Sprechstunde noch eine Runde durch den Zoo drehen und die großen Verwandten des Teddybären, die Syrischen Braunbären, besuchen.

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Die 5.000ste Zoo-Jahreskarte wurde verschenkt

Zoo Heidelberg gratuliert Familie Wiest zu einem Jahr Freieintritt

Seit 2015 gibt es bei Familie Wiest jedes Jahr die Jahreskarte für den Zoo Heidelberg. „Weil die Kinder so gerne in den Zoo gehen“, erklärt Ina Wiest. Zwei der Kinder sind noch unter drei Jahre alt und haben daher freien Eintritt, für die größere Tochter gibt es die Jahreskarte. Wer von den Eltern regelmäßig mitdarf, wird abwechselnd gehandhabt: Im letzten Jahr hatte der Vater eine Jahreskarte und in diesem Jahr begleitet Mutter Ina die Kinder in den Zoo. Da war es natürlich eine tolle Überraschung, als sie vergangenen Freitag die Jahreskarte geschenkt bekam.

Dieses Ereignis nahm der Zoo gerne zum Anlass sich bei Familie Wiest, stellvertretend für alle Jahreskarten-Besitzer, zu bedanken. „Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Besucher aus der Umgebung die Möglichkeit nutzen, den Zoo das ganze Jahr über zu besuchen“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Es gibt ja auch immer wieder Neues im Zoo zu entdecken. Hier kann man Jungtieren zusehen, wie sie aufwachsen oder beobachten, wie sich die Tiere in unterschiedlichster Weise an die verschiedenen Jahreszeiten anpassen und ihr Aussehen verändern.“ Im Frühjahr zeigen die vielen Vogelarten ihr prächtiges Balzgefieder und vollführen eindrucksvolle Liebestänze, im Sommer kommt das üppige Grün der Parkanlage hinzu, das im Herbst in bunte Farben übergeht. Bei wechselhaftem Wetter mit Regenschauern macht es vielen Besuchern Freude, die Elefanten beim Schlammbad zu beobachten und im Winter sieht man flauschige Winterpelze und -felle bei den unterschiedlichen Tierarten. Alles in allem sind sich die Stammbesucher einig: Eine Jahreskarte für den Zoo lohnt sich. Jeden Tag wieder, 365 Tage im Jahr.

Auch wenn sich die Nutzung einer Jahreskarte bereits ab dem fünften Besuch für die Karteninhaber rechnet, stellt der Zoo Heidelberg fest, dass die meisten Besucher die Möglichkeit wesentlich öfter nutzen. „Wir haben uns beim Preis bewusst dafür entschieden, dass es sich für die Besucher rechnet, wenn sie zu jeder Jahreszeit ein oder zwei Mal vorbeikommen“, erklärt Dr. Klaus Wünnemann die Preisgestaltung der Jahreskarten. Familie Wiest nutzt mit den Kindern die Jahrekarte sogar häufiger. „Die Kinder gehen gerne in den Zoo. Mal schauen wir Tiere und mal gehen wir nur auf den großen Spielplatz, wenn die Zeit knapp ist“, bestätigt Ina Wiest kurz bevor die Kinder unruhig werden, weil sie nun endlich in den Zoo möchten. Die Stofftiger, die jedes Kind noch als Extra-Dankeschön vom Zoodirektor überreicht bekommt, kommen aber natürlich mit. 

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