Zoo Heidelberg zeigt „Tiere vor unserer Haustür“ – in neuem Gewand

vom Studio 68 verschönerter Mäusewagen

Eifrige Besucher des Heidelberger Zoos haben ihn bestimmt schon entdeckt: Der bei Kindern sehr beliebte „Mäusewagen“ zeigt sich in einem neuen Gewand. Das „Studio 68“ aus Mannheim hat den Wagen, in dem zahlreiche Hausmäuse und domestizierte Wanderratten leben, mit lustigen Mäuse-Motiven im Graffiti-Stil verschönt. Jetzt ist das Zuhause der lebhaften Nager ein weiterer Hingucker im Zoo. Die komfortabel eingerichtete Mäusepension besteht aus zwei Zimmern – einer Heuscheune und einer Vorratskammer. Sie zählt zu dem Themenbereich „Tiere vor unserer Haustür“, der dem Zoo besonders am Herzen liegt: Hier stellen sich Wildbienen, Feldhamster, Hermeline und eben auch Ratten und Mäuse in ihren natürlichen Lebensräumen vor. Besucher haben die Möglichkeit, sich den oft als ekelerregend empfundenen Mäusen und Ratten anzunähern und sie beim Fressen, Schlafen und Spielen zu beobachten. Es sind durchaus faszinierende Tiere. Gerade Kinder zeigen sich gegenüber vermeintlich ekeligen Tieren sehr offen und finden großen Gefallen an den quicklebendigen Nagern.

Ratten und Mäuse gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Kulturfolger sind Tiere und Pflanzen, die aufgrund von landschaftverändernden Maßnahmen Vorteile erlangen und deshalb dem Menschen in seine Kulturlandschaft (zum Beispiel Äcker, Wiesen, Siedlungen) folgen. Von den typischen Arten der Bauernhöfe, wie Hausmaus, Rauch- und Mehlschwalbe, Schleiereule und sogar die Stubenfliege, gehen heute einige in ihrem Bestand zurück. Kaum zu glauben: Die Hausratte ist in Mitteleuropa vom Aussterben bedroht. Die Wanderratte hin-gegen ist sehr weit verbreitet.

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