Zoo Heidelberg setzt auf nachhaltig gefangenen Fisch mit MSC-Siegel. Für die Mähnenrobbengruppe gilt: Genuss mit Verantwortung

Mähnenrobbebulle Atos schnappt sich den Hering. Foto © Knigge

Heidelberg, 28. April 2014, Steffanie Richter  Der Zoo Heidelberg setzt nachhaltig gefangenen Fisch, zertifiziert nach dem Standard des Marine Stewardship Councils (MSC), auf den Speiseplan seiner Mähnenrobben. Ab sofort verfüttern die Pfleger des Robben- und Raubtierreviers Hering mit dem MSC-Siegel. Dafür hat sich der Zoo Heidelberg nach dem Rückverfolgbarkeits-Standard des MSC zertifizieren lassen.

Artenschutz und Nachhaltigkeit stehen im Zoo Heidelberg und seiner Zooschule an oberster Stelle, Werte, die der Zoo konsequent vorantreiben möchte. Ein nachhaltiges Speiseangebot für die Zootiere spielt hierbei eine wichtige Rolle.Bei den mächtigen Meeressäugern steht Fisch täglich und ausnahmslos auf dem Speiseplan. Zwischen 25 und 50 Kilogramm Hering verspeisen Mähnenrobbenbulle Atos und seine fünf Weibchen während der zweimal täglich stattfindenden Fütterung. Bereits in den letzten Jahren hat der Zoo seinen Einkauf sukzessive auf Hering aus nachhaltiger Fischerei umgestellt. Die Zertifizierung verlangt vom Zoo, dass der Fischeinkauf und die Verfütterung des zertifizierten Fischs lückenlos und transparent dokumentiert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Futterfisch bis zu jener nachhaltigen Fischerei zurückverfolgt werden kann, die ihn gefangen hat. Dafür darf der Zoo seinen zertifizierten Futterfisch künftig mit dem MSC-Siegel kennzeichnen. Das Siegel steht für den Einsatz umweltverträglicher Fangmethoden und für eine verantwortungsvolle Nutzung von Fischbeständen.
Die MSC-Zertifizierung beweist in besonderem Maße das Engagement des Zoos für nachhaltige Fischerei. Selbstverständlich wird auch die Zooschule die Themen Fischkonsum und Nachhaltigkeit spielerisch und altersgerecht vermitteln. „Wir möchten einen Beitrag zur Stärkung des Bewusstseins für einen verantwortlichen Umgang mit der Ressource Fisch leisten und hoffen, dass der Nachhaltigkeitsgedanke auch in anderen Bereichen noch verbessert werden kann“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

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