Zoo-Heidelberg lässt die jungen Großen Kudus raus

Kudu-Jungtiere immer häufiger auf der Außenanlage

Wenige Tage nach der Geburt des ersten Jungtieres bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo war das Afrikahaus erneut für die Besucher verschlossen. Kaum hatte das kleine Kudu-Mädchen „Malia“ ihren Namen erhalten, stand erneut eine Geburt bei dieser Antilopenart an. Zur Freude der Tierpfleger und des ganzen Zoos kam auch das zweite Jungtier gesund zur Welt und erhielt den Namen Samaya.

Einige Zoobesucher konnten in der Zwischenzeit bereits einen Blick auf die beiden scheuen Savannenbewohner erhaschen, die sich in den ersten Tagen ausschließlich in einem geschützten Außenbereich und im Afrikahaus aufhielten.

Seit zwei Tagen dürfen die beiden kleinen Großen Kudu-Mädchen nun zeitweise gemeinsam mit Ihren Müttern und den anderen Großen Kudus auf die großzügige Afrikaanlage im Zoo Heidelberg.

Um die leicht schreckhaften und scheuen Tiere mit den auffallend großen Ohren und den dunklen Glanzaugen mit den Begrenzungen der Anlage vertraut zu machen, geschieht dies unter den wachsamen Augen der Tierpfleger. Der Grabenbereich am Gehege ist mit einem schwarz-gelben Flatterband abgesperrt, damit die Fluchttiere nicht versehentlich hineinspringen. Sobald sich die beiden an die Anlage und ihre verschiedenen Bereiche gewöhnt haben, wird das Band wieder verschwinden.

Schon jetzt ist es spannend zu beobachten, wie unterschiedlich sich die beiden Jungtiere an die Situation anpassen. Während das eine eher zurückhaltend den Schutz in der Herde und im vertrauten Bereich sucht, springt das andere schon mal in schnellen und kraftvollen Sprüngen über Stock und Stein.

In der ostafrikanischen Sprache Suaheli bedeutet Malia Königin, während Samaya mit Himmel übersetzt wird. War es im Innenbereich noch Malia, die sich eher mutig und neugierig zeigte, ist es nun die jüngere Samaya, die sich unter freiem Himmel weiter auf die Flächen der Anlage wagt. Ob die Tierpfleger dies bei der Namensgebung bereits erahnten oder ob sich die beiden Jungtiere an die Namen angepasst haben, bleibt sicher ein Geheimnis. Ihre weitere Entwicklung können die Zoo-Besucher in Heidelberg nun aber immer häufiger auf der Außenanlage mitverfolgen