Zoo Heidelberg. In der Kälte lässt es sich gut kuscheln

Kuschelnde Pandas - erwischt von Heidrun Knigge

Heidelberg, 10. Februar 2012, S. Richter  Seit zwei Wochen hat uns die Kälte voll im Griff. Aber was machen die Tiere im Zoo, wenn Sie weder eine heiße Tasse Kakao haben, noch Mütze und Schal?
Die meisten Tiere kommen mit den Temperaturen erstaunlich gut durch den Tag. Und so wird auch für den Zoobesucher die Kälte sicherlich nicht zum Nachteil, denn für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Zoo jetzt im Winter und während der Faschingsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben. Die Kamele haben sich bereits im Herbst ein schönes und dickes Fell zugelegt und die Mähnenrobben nutzen die angenehme Temperatur ihres Wasserbeckens, um sich aufzuwärmen. Einzig die Menschenaffen sind bei diesen Temperaturen ausschließlich im Haus anzutreffen. Die Tiere des Afrikahauses wie Zebras und Kudus sind stundenweise im Freien. Auch die vier Elefantenbullen nutzen für einige Stunden Ihre Außenanlage, sind aber öfter in ihrem komfortablen Haus ganz nah zu erleben. Andere kälteempfindliche Tiere, wie zum Beispiel die Kängurus oder zahlreiche Vogelarten des Zoos, sind „auf Durchgang“. Das heißt, sie können zwischen ihrem Innen- und Außengehege frei wählen und sich in ihren Häusern wann immer sie möchten aufwärmen.
Es gibt aber auch noch andere Strategien. So lassen sich die Roten Pandas ihre Paarungszeit von den klirrenden Temperaturen nicht vermiesen – ganz im Gegenteil. Ganz nach der Devise „Kuscheln gegen die Kälte“ sieht man sie in wärmender Umarmung im Geäst sitzen.