Traurige Woche im Heidelberger Affenhaus

Foto des sitzenden Gorrillaweibchens Doba
Gorillaweibchen Doba

Gorillaweibchen Doba ist tot

Doba wurde am Mittwoch, dem 19. Juni eingeschläfert. Vorangegangen war eine längere Krankheit, die alle beteiligten Tierärzte und Spezialisten noch vor ein Rätsel stellt. Auch die ersten Sektionsergebnisse geben keinen klaren Hinweis auf die Krankheitsursache.

Mit Doba´s Erkrankung haben sich im Laufe der letzten Monate mehr als 15 Tierärzte und Humanmediziner beschäftigt. Zwischen England, der Schweiz und Deutschland liefen die Drähte heiß. Laboruntersuchungen, bildgebende Untersuchungen, Beratungen mit Fachkollegen in mehreren Ländern konnten keine Klarheit schaffen und nicht verhindern, dass Doba in den letzten Monaten immer mehr abbaute.

Am Mittwoch fiel die Entscheidung ihrem Leiden ein Ende zu setzen. „Wir sind alle schwer getroffen von Dobas Tod“ sagt Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Zoo Heidelberg. „Das ist so  ziemlich das Schwerste, was ich mir vorstellen kann: Machtlos dabei zuzusehen, wie ein Tier immer schwächer wird.

Vor allem für unsere Tierpfleger im Affenrevier und unsere Tierärzte, die sich jeden Tag um Doba gesorgt und gekümmert haben, ist dieser Ausgang niederschmetternd. Über Wochen haben wir mit jedem kleinen Anzeichen einer möglichen Verbesserung Hoffnung gewonnen, die immer wieder durch eine weitere Verschlechterung ihres Zustandes zerstört wurde.

Wir hoffen, dass die noch ausstehenden Untersuchungen Klarheit geben werden, was die Ursache von Dobas fortschreitendem Verfall war.“ Das kann aber genauso wie bei Gorilla Kiu noch einige Wochen dauern.

„Wir danken allen Kollegen und Spezialisten, die uns geholfen haben. Auch wenn es Doba am Ende nicht hat helfen können, hat das Netzwerk gut funktioniert.“

Doba wurde 1996 im Zoo Rotterdam geboren. Aufgrund einer Erkrankung konnte ihre Mutter sie nicht aufziehen, daher kam sie in die Jungtieraufzuchtstation der Stuttgarter Wilhelma, wo sie bis zu ihrem 4. Lebensjahr gemeinsam mit anderen jungen Gorillas aufwuchs. Ende 1999 zog sie in den Zoo Heidelberg, wo sie mit einem anderen Weibchen und einem jungen Männchen eine neue Zuchtgruppe gründete.