Tierische Party im Zoo Heidelberg

Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann bei der Begrüßung der Tierpaten
Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann begrüßt die über 430 Gäste der Paten-Party. Foto: Zoo Heidelberg

Zauberhafter Abend für Tierpaten

Am vergangenen Freitagabend fand im Zoo Heidelberg bei schönstem Festtagswetter und bester Stimmung die traditionelle Patenparty statt. Die Sonderveranstaltung ist ein herzliches Dankeschön an alle Tierpaten, die den Zoo und seine Tiere teils bereits seit vielen Jahren unterstützen. Über 430 Gäste hatten sich zur Paten-Party angemeldet, so viele wie noch nie. „Es hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen, dass man auf der Paten-Party einen ganz außergewöhnlichen Abend genießen kann.“ erklärt Sandra Reichler, Koordinatorin der Tierpatenschaften im Zoo, die hohe Gästezahl.

Und tatsächlich hatte der Zoo auch in diesem Jahr wieder ein bunt gespicktes Programm rund um die tierischen Lieblinge vorbereitet. Gleich zu Beginn konnten sich die Gäste über die interessant kommentierte Fütterung bei den Mähnenrobben freuen und im Laufe der nächsten Stunden noch weitere Highlights im Zoo erkunden. Bei der Begrüßung betonte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die große Bedeutung der 425 Tierpatenschaften im Zoo Heidelberg, die dazu beitragen, den Tieren viele zusätzliche Möglichkeiten zu bieten. Ob für die Ausgestaltung von Gehegen oder bei der Ergänzung von Beschäftigungsmöglichkeiten, die Gelder, die aus den Patenschaften eingehen, kommen den Tieren in unterschiedlicher Form zugute. Dabei orientieren sich die Patenschaftsbeiträge an den Pflegekosten der Tiere. Da liegen die Elefanten mit 5.000 Euro pro Jahr deutlich an der Spitze, aber auch ein Löwe verspeist mühelos über eine Tonne Fleisch jährlich und ist mit 2.500 Euro kein billiges Patentier. Auch das Gemüse, das die Gorillas eimerweise verzehren, kostet sein Geld, dazu kommen noch Kletterseile, Hartplastikbälle und anderes Spielzeug. Somit tragen auch kleinere Patenschaften zum Wohlergehen der Tiere bei. Bereits ab 50 Euro pro Jahr können Patenschaften übernommen werden, wie auch die im Zoo hängenden Plakate informieren. Als Anerkennung für die Unterstützung erhalten die Paten einen Patenpass, die Patenschaftsurkunde sowie ausführliche Informationen zu ihrem Schützling und werden zum jährlichen Patenfest eingeladen.

Dr. Wünnemann dankte in seinen Grußworten besonders auch den Tierpflegern und Mitarbeitern des Zoos. Speziell im Augenblick sei ihr Einsatz sehr wichtig, da in allen Bereichen krankheitsbedingte Ausfälle erhöhtes Engagement erforderten. Umso mehr freuten sich die Gäste über die besonderen Angebote in den unterschiedlichen Revieren. Die mit detaillierten Informationen bestückten Vorstellungen bei den Rhesusaffen, den Waschbären, im Elefantenhaus, im Küstenpanorama und auf der Wiese gaben jedem Paten wieder einmal Gelegenheit für persönliche Gespräche mit den Tierpflegern.

Verzaubert wurden die Tierpaten dieses Jahr zusätzlich bei dem abschließenden Ausklang des Abends durch den Zauberer Rainer Löffler, der nicht nur die Augen der Kinder zum Leuchten brachte, sondern auch die älteren Gäste mit unglaublichen Überraschungen beeindruckte. Bis weit nach 21 Uhr hatte der Zoo für die Tierpaten seine Tore geöffnet und sowohl Zoodirektor Wünnemann wie alle anwesenden Zoomitarbeiter nahmen sich gerne Zeit für persönliche Gespräche mit den einzelnen Tierpaten. 

Die Tierpaten sind übrigens eine fast genauso bunt gemischte Gesellschaft wie ihre Patentiere selbst. Die Paten sind Einzelpersonen, Institutionen oder Firmen, die mit ihrem finanziellen Beitrag den Zoo und seine Tiere unterstützen. 521Tiere aus dem Zoo Heidelberg haben bereits Paten gefunden, aber bei einem Bestand von über 1300 Tieren sind dennoch einige patenlos. Hierzu zählen die im letzten Monat neu angekommenen Kattas ebenso wie der junge Elefant Khin Yadanar Min, der bereits seit September letzten Jahres in Heidelberg lebt.

Wer sich für die Übernahme einer Patenschaft interessiert, wendet sich bitte an Sandra Reichler, Tel. 06221-645519 oder per Mail an Sandra.Reichler@heidelberg.de

Weitere Infos zu den Patenschaften finden Sie auch hier.

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