Streichen, sägen, hämmern und mehr – Zoomitarbeiter verschönerten den Zoo

Heidelberg, 20. Oktober 2010. In diesem Jahr wurde mit der Eröffnung des neuen Elefantenhauses das bedeutendste Bauvorhaben des Heidelberger Zoos erfolgreich umgesetzt. Aber auch zahlreiche weitere Aktivi-täten trugen dazu bei, dass Besucher und natürlich auch die Bewohner des Zoos sich im Heidelberger Zoo wohlfühlen können. Bereits Ende letzten Jahres wurde der graue „Kassen-container“ vom Mannheimer „Studio 68“ mit bunten Dschungel- und Tiermotiven verziert und verleiht dem Eingangsbereich nun eine heitere Atmosphäre. Vor kurzem folgte der bei Kin-dern sehr beliebte Mäusewagen, den die Sprayer aus Mannheim mit lustigen Mäuse-Motiven im Graffiti-Stil verzierten. Vielen Besuchern ist in diesem Jahr aufgefallen, dass Zoomitarbei-ter an etlichen Ecken malten, sägten und hämmerten – und Gehege und Tierhäuser in kurzer Zeit sichtbar attraktiver wurden. Die Aktionen unter dem Motto „Unser Zoo soll schöner wer-den“ starteten Anfang des Jahres. Alle Mitarbeiter saßen gemeinsam am runden Tisch und sammelten eifrig Ideen, die anschließend in einer Prioritätenliste kategorisiert wurden. So strahlt das Raubtierhaus durch die Verwendung von natürlichen Materialien jetzt ein wärmeres Flair aus. Eine schicke kleine Lodge mit Blick auf die Außenanlage der Tiger lädt zum Betrachten der anmutigen Tiere ein. Handwerker und Tierpfleger verkleideten die Wände und kühlen Gehegegitter mit Strohmatten und Hölzern und bauten eine Stellage für neue Terrarien. Die Tierpfleger richteten die Innengehege mit Bambusmatten und verschiedenen Versteck- und Spielmöglichkeiten ein. Der alte Betonboden wurde dank einer dicken Rindenmulchschicht zu einem flauschigen Teppich, der für die Großkatzen äußerst behaglich ist und ihren Gelenken und Tatzen gut tut. Zudem ist der holzig-harzige Geruch im Raub-tierhaus für die Besucher sehr angenehm. Auch im Afrikahaus wird der Besucher seit diesem Jahr mit warmen Materialien und in behaglicher Atmosphäre empfangen. Nicht unwichtig, da das Haus auch als Ausstellungsraum dient. Die Wände wurden mit Naturhölzern und rustika-len Heidekrautmatten verkleidet, der Fliesenbelag mit Holzhäckseln bedeckt, ein neuer Roll-stuhl- und Kinderwagengerechter Holzbohlensteg führt an den Gehegen und Terrarien vorbei. Die Mitarbeiter des Affenreviers haben die Voliere der winzig kleinen Zwergseidenäffchen und Kaiserschnurrbarttamarine liebevoll umgestaltet und frisch bepflanzt. Auch neue Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Die im letzten Jahr eingeführte Flug-vorführung kommt bei Besuchern sehr gut an. Inzwischen fliegen die Vögel zunehmend frei. Die Pfleger des Affenreviers bieten seit diesem Jahr täglich um 12.00 Uhr die Sprechstunde „Unsere kleinen Stars“ an, die gleich zum Renner wurde. Eine weitere Attraktion bietet der ohnehin beliebte Streichelzoo. Neben Füttern und Streicheln kann man jetzt die Ziegen auch ordentlich striegeln. Dafür hat das Zoo-Team zwei Kisten mit Bürsten aufgestellt und los geht’s. Das tut nicht nur den Ziegen gut, sondern auch den Kindern, die voller Freude den Umgang mit den Tieren lernen.
Die zahlreichen Verschönerungen und zusätzlichen Aktionen zeigen, dass die Zoomitarbeiter mit Eigeninitiative viel bewerkstelligen können. Aber ohne finanzielle Unterstützung stößt das Engagement an personelle und finanzielle Grenzen. „Wir könnten noch mehr leisten – mit noch besseren Gehegen und noch besseren Serviceeinrichtungen. Deshalb freuen wir uns über jede Hilfe“, betont Pressesprecherin Steffanie Richter.