Pressemitteilungen

SWR Fernsehen zu Gast mit Tatjanas Tiergeschichten im Zoo Heidelberg

Tatjana Geßler

Heidelberg, 3.8.2011 / S. Richter Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik „Tatjanas Tiergeschichten“ innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Heidelberger Zoo berichtet die beliebte SWR-Moderatorin regelmäßig. Am Donnerstag, 11. August ist Tatjana zu Gast im Zoo Heidelberg.

Neben Anekdoten aus ihrem Buch „Tatjanas Tiergeschichten" bekommen die Besucher einen spannenden Film über ihre bisherigen Erlebnisse im Heidelberger Zoo gezeigt. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie.

Tatjana Geßler, geboren in Heidelberg, ist seit 1998 TV-Journalistin, Filmemacherin und Moderatorin beim SWR in Stuttgart. Seit 2001 moderiert sie „Landesschau – die Woche“, ist im „Treffpunkt“ und diversen Sondersendungen wie „Tour de Ländle“ oder „Frühlingsreise“ zu sehen. Seit August 2005 hat sie innerhalb der Landesschau ihre eigene Rubrik: „Tatjanas Tiergeschichten“. Neben dieser Serie gibt es seit 2011 die Sendung „Tatjanas Tiervermittlung“.

Pressehinweis: Zur Lesung und Filmvorführung am Donnerstag, 11. August um 15.00 Uhr in der Scheune im Zoo Heidelberg laden wir alle Pressevertreter herzlich ein.

Eine Liebesgeschichte der besonderen Art

Zebra Damen-Trio. Foto von Rose v. Selasinsky

Heidelberg, 29. Juli 2011 / S. Richter Eine „Liebesgeschichte“ der besonderen Art spielt sich derzeit im Heidelberger Zoo ab. Seit März dieses Jahres wird die Zebraherde des Tiergartens durch die Stute Kijana ergänzt und zählt nun neben dem Männchen fünf weibliche Tiere.

Kijana verträgt sich ausgesprochen gut mit Hengst Ngoro und schürt somit Hoffnungen, dass sie die angestrebte Rolle der Zuchtstute erfüllen kann. Das Ganze erscheint zunächst nicht besonders ungewöhnlich, zumindest solange man Kijanas Vorgeschichte nicht kennt. Die Damara-Zebrastute lebte zuvor im Zoo Krefeld, wo sie ein sehr aggressives Verhalten sowohl gegenüber ihren Artgenossen als auch ihren Pflegern an den Tag legte. Dies ging sogar so weit, dass sie vom Rest der Herde isoliert werden musste. Da Zebras aber ausgesprochen soziale Herdentiere sind, war dieser Zustand nicht über einen längeren Zeitraum haltbar. Als mögliche Ursache für die Verhaltensauffälligkeit Kijanas wurde die Sozialstruktur der Krefelder Zebragruppe vermutet. Diese bestand aus einem Hengst und einer weiteren Stute, die beide jünger sind als Kijana. Normalerweise ist es die Rolle des Hengstes seine Damen zu dominieren und so für Ruhe in der Herde zu sorgen. Auf Grund des Altersunterschiedes gelang dies jedoch nicht.
Der Heidelberger Hengst Ngoro hat eine ganz andere Lebensgeschichte. Er kam in jungen Jahren in die Heidelberger Zebraherde. Jedoch wurde er von den alteingesessenen Stuten Heidi, Hilda und Angela zunächst nicht als Herdenführer und bis heute nicht als Paarungspartner akzeptiert. Die drei Damen verbindet von jeher eine enge, stabile Freundschaft. Sie stehen fast immer einträchtig beieinander, weshalb sie von den Zoomitarbeitern liebevoll „Die drei von der Tankstelle“ genannt werden. Inzwischen tritt Ngoro innerhalb der Herde sehr dominant auf, was in der Vergangenheit bisweilen soweit ging, dass er andere Bewohner der Savannenlandschaft, wie die Blessböcke, angriff. Durch die Integration Kijanas erhoffte man sich nun, dass sie sich unterordnen und ihre alten Verhaltensmuster ablegen würde. Tatsächlich neutralisieren sich die beiden starken Zebrapersönlichkeiten gegenseitig, denn Ngoro muss all seine überschüssige Energie darauf verwenden, Kijana im Zaum zu halten. Der Hengst hat inzwischen das Interesse an dem Damentrio Heidi, Hilda und Angela gänzlich verloren und hält seine neue Favoritin getreu dem Motto „Spiel nicht mit den Schmuddelstuten“ mit vollem Körpereinsatz von ihnen fern. Ansonsten haben sich die Hoffnungen auf ein friedliches Miteinander innerhalb der Herde bestens erfüllt.

Vom hässlichen Entlein zum stolzen Flamingo

Flamingo-Küken zwischen den Großen. Foto von Heidrun Knigge

Heidelberg, 22. Juli 2011 / S. Richter So mancher Zoobesucher wundert sich derzeit über die flauschigen grauen Federknäuel, die sich seit kurzem zwischen den Roten Flamingos tummeln und den langbeinigen, auffälligen Tieren auf den ersten Blick nicht so recht ähnlich sehen wollen. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um hässliche Entlein sondern tatsächlich um Flamingo-Jungtiere.


Innerhalb kürzester Zeit konnte sich der Zoo Heidelberg über dreifachen Flamingonachwuchs freuen. Am 4., 6. sowie am 15. Juli schlüpfte jeweils ein Junges. Inzwischen haben die Küken ihre Nester verlassen und bilden, da sie meist beieinander stehen, fast schon eine Art Kindergarten. Obwohl die Jungtiere nur wenige Tage voneinander trennen sind deutliche Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung zu erkennen. Das Kleinste stakst noch sehr unbeholfen durchs Wasser und kämpft auf dem rutschigen Untergrund am Rande der Flamingoinsel mit dem Gleichgewicht. Küken Nummer zwei hingegen übt sich bereits fleißig im einbeinigen Stehen, was bisweilen jedoch noch recht wackelig aussieht. Das älteste Junge hingegen verlässt seine Altersgenossen durchaus einmal und möchte wohl schon zu den „Erwachsenen“ gehören. Für seine aufmüpfige Art erntet es hin und wieder auch mal einen leichten Kopfstoß von den älteren Vögeln. Nach ausgiebigen Erkundungen kehren die Kleinen wieder in ihre kegelförmigen Nester zurück, um sich auszuruhen. Dort werden sie zumeist von mindestens einem Elternteil bewacht. Das Ausbrüten und die Aufzucht der Küken ist unter Flamingos übrigens Sache beider Elternteile, wobei je Paar nur ein Ei gelegt wird. Mutter und Vater wärmen das Ei zunächst abwechselnd und auch das Füttern nach dem Ausschlüpfen wird von beiden übernommen. Dazu wird in der Speiseröhre eine spezielle Nährflüssigkeit gebildet, die den Jungen eingegeben wird.
Erst nach und nach wandeln die mausgrauen Küken ihr Aussehen hin zur gewohnten Erscheinung eines eleganten, farbenprächtigen Flamingos. Die typische, abgeknickte Form des Schnabels entwickelt sich erst nach zirka zwei Monaten, bis dahin sind die Jungen von der Versorgung durch die Eltern abhängig. Im Alter von zwei Jahren dann nimmt das Gefieder die charakteristische rote Farbe an. Dies wird durch rote Farbstoffe, die die Vögel in freier Wildbahn über den Verzehr kleiner Krebstierchen erhalten, verursacht. Im Teich des Zoo Heidelberg finden die Flamingos diese Krebse zwar ebenfalls, jedoch reicht die Menge für die Anzahl der Vögel nicht aus. Deshalb werden zusätzlich entsprechende Farbstoffe zugefüttert, um zu gewährleisten, dass sich die leuchtendrote Kolonie nicht in eine unscheinbare Gruppe hässlicher Entlein verwandelt.

Eröffnung der neuen Außenanlage für die Goldgelben Löwenäffchen

Löwenäffchen mit Jungtier auf dem Rücken. Foto von Heidrun Knigge

Heidelberg, 14.7.2011 / Richter S. Die Goldgelben Löwenäffchen können sich über Ihre neue Außenanlage freuen. Ermöglicht wurde der Bau durch die großzügige Spende in Höhe von 10.000 Euro von der „Karlheinz und Margot Bender Stiftung“. Die Stiftung wurde im Jahr 2009 nach dem Ableben von Margot Bender errichtet und unterstützt auch Heidelberger Pflegeheime und Kinderprojekte. Sie wird durch Ihren Stiftungsvorstand, Ulrich Herzog, vertreten.

Das großzügige Innengehege inmitten der tropischen Vegetation des Menschenaffenhauses konnte dank der Unterstützung durch die „Karlheinz und Margot Bender Stiftung“ um ein Außengehege erweitert werden, wodurch die Haltung der Löwenaffen noch näher an das Ideal herankommt. Der von Bambus und anderer natürlicher Vegetation eingerahmte, weiträumige Landschaftskäfig kann von den Tieren durch einen Laufgang erreicht werden, der über einen Teich und die Besucherbrücke führt. Der Anbau ermöglicht den Löwenäffchen nach lebenden Insekten zu jagen und die natürlichen Elemente wie Wind, Sonne und Regen zu genießen.

Die Goldgelben Löwenäffchen gehören zu den schönsten und auffälligsten Affen überhaupt. Ihren Namen verdanken sie der prächtigen, goldfarbenen Mähne, die das feingliedrige Gesicht umrahmt. In freier Wildbahn bewohnen die zur Gattung der Krallenaffen gehörenden Primaten ausschließlich die letzten Regenwaldgebiete Brasiliens. Löwenäffchen leben in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren und weisen ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten auf. Dieses äußert sich zum Beispiel darin, dass die Aufzucht der Jungtiere, meist sind es Zwillinge, von der ganzen Familie übernommen wird. Vater und Geschwister betreuen die Kleinsten liebevoll und übergeben sie oft nur zum Säugen an die Mutter.
Diese Familienidylle ist jedoch stark durch die fortschreitende Abholzung des Tropischen Regenwaldes im südöstlichen Brasilien und die Jagd bedroht. Anfang der 80er Jahre wäre diese Primatenart gar fast komplett ausgerottet worden. Nur durch die Wiederansiedlung von im Zoo geborenen Tieren konnten die Löwenäffchen gerettet werden. Die Nachzucht wird durch das internationale Zuchtbuch genauestens koordiniert. Dadurch wird eine gesunde Population gewährleistet, die bei Bedarf jederzeit wieder in der freien Natur angesiedelt werden kann. Das Goldgelbe Löwenäffchen ist daher ein berühmtes und erfolgreiches Beispiel dafür, wie die Zoos zum Überleben von Tierarten im Freiland beitragen.

Die im Zoo Heidelberg lebenden Löwenäffchen Alfredo und Ilona kommen diesem Auftrag erfolgreich nach und so konnte im März 2010 der erste Zwillingsnachwuchs präsentiert werden, der sich schnell zu den Lieblingen der Besucher entwickelte. Im Juni 2011 konnten wir uns erneut über die Geburt eines gesunden Jungtieres freuen.

Aktionstag zugunsten der bedrohten Menschenaffen im Zoo Heidelberg

Orang-Utan Ujian malt gerne und betrachtet sein Werk. Foto von Heidrun Knigge

Heidelberg, 12. Juli 2011 / S. Richter Am Sonntag, den 17. Juli steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes der Menschenaffen. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der Artenschutzkampagne „Ape Campaign 2011“ können sich die Besucher an diesem Tag auf spannende, interaktive Weise über verschiedene Projekte zur Erhaltung unserer nächsten Verwandten informieren.

Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt in Maßnahmen, die in verschiedenen afrikanischen Ländern sowie in Indonesien zur Bewahrung des natürlichen Lebensraumes und der Eindämmung der Jagd auf Menschenaffen beitragen. Besucher können sich auf ein vielfältiges Angebot freuen, es ist für Jeden etwas dabei. Infostände geben Auskunft über das Leben und die Bedrohung der beeindruckenden Tiere, während sich die Kleinsten beim Kinderschminken in ihren Lieblingszoobewohner verwandeln oder eben diesen beim Malwettbewerb der Zooschule zu Papier bringen: Es winken tolle Preise! Als schöne Erinnerung an diesen Tag besteht außerdem die Möglichkeit selbst einen Button mit Menschenaffen-Motiven anzufertigen oder künstlerische Fotoportraits der Tiere zu erwerben. Einige der Menschenaffen, darunter der pfeifende Orang-Utan Ujian, sind wahre Künstler und greifen gerne zur Kindermalfarbe. Die Werke, die dabei entstehen, können ebenfalls erstanden werden. Die Menschenaffen selbst können am besten während der kommentierten Fütterungen beobachtet werden. Um 11.00 Uhr werden zunächst die Orang-Utans gefüttert, bevor um 14.30 Uhr die Gorillas versorgt werden. Um 15.00 Uhr gibt es ein spaßige Aktion bei den Rhesusaffen: Für diese können Besucher Päckchen mit leckerem Inhalt packen! Wilde Unterhaltung garantiert auch die Hunde-Agility-Vorführung, bei der um 12.00 Uhr auf der großen Flugwiese im Eingangsbereich zehn Hunde über einen Hindernisparcours jagen. Für die Leseratten unter den Besuchern steht ein bunter Bücherflohmarkt bereit, der nach Herzenslust durchstöbert werden kann. Am Häuschen der Tiergartenfreunde gibt es leckere Waffeln! Darüber hinaus ist am Ausgang des Menschenaffenhauses ein Sammelbehälter für alte und defekte Handys zu finden. Das Recyceln von Mobiltelefonen verhindert, dass durch den Abbau des Erzes Coltan, welches als Metall verarbeitet Bestandteil eines jeden Handys ist, die Lebensräume der Tiere zerstört werden.
Der Aktionstag zugunsten der bedrohten Menschenaffen verspricht nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit dem Besuch leisten Zoogäste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Menschenaffen.
 

Shona-Art im Zoo

Shona-Art im Zoo ab dem 10. Juli 2011

Heidelberg, 6. Juli 2011 / S. Richter   Am Sonntag, 10. Juli 2011 eröffnen der Zoo Heidelberg und SHONA-Art, vertreten durch den Galeristen Bastian Müller, eine Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe, die zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene gehören. Die Ausstellung mit über 25 großen Skulpturen wird vom 10. Juli 2011 bis 30. September 2012 auf dem Gelände des Zoos zu sehen sein.

Der Begriff „Shona“ bezeichnet neben dem Volksstamm, der den Großteil der zimbabwischen Bevölkerung bildet, eben jene Skulpturen, die in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen haben. Shona-Skulpturen sind eine individuelle Ausdrucksform, die traditionelle afrikanische Mythen und Legenden mit modernen Weltanschauungen verbindet. Die Vielfalt dieser zeitgenössischen Werke begeistert in ihrer universellen Formensprache ein breites Publikum und genießt in der Bildhauerei internationales Renommé. Führende Vertreter dieser Kunstrichtung zählen zu den besten Bildhauern der Welt. Ihre Werke sind in Museen und Sammlungen vieler Ländern zu finden. So sind Shona-Skulpturen vom New Yorker „Museum of Modern Art“ über das „Museé Rodin“ in Paris bis ins „London Museum of Contemporary Art“ verbreitet. Die Ausstellungsstücke stammen zu einem großen Teil aus der Künstlerkolonie Tengenenge, welche auch heute noch als Zentrum der Steinbildhauerei des Landes gilt. Sie befindet sich im Herzen Simbabwes und wurde von Tom Blomefield Ende der 50er Jahre ins Leben gerufen. Mehr über Tom Blomefield und Tenenenge.

Zimbabwe, einst Kornkammer Afrikas, ist als krisengeschütteltes Land im Herzen Afrikas zu trauriger Bekanntheit gekommen. Nur die wenigsten wissen, welch großartige Kunst aus diesem Land kommt. Gerade in einer Zeit, in der diese Region vor allem durch dramatische Ereignisse in die Schlagzeilen geraten ist, ist es wichtig, die lebendige, gute und positive Seite Zimbabwes zu zeigen. Auch unter diesen Gegebenheiten ist daher besonders hervorzuheben, dass „SHONA-ART im Zoo Heidelberg“ nicht nur fantastische Exponate präsentieren kann, sondern auch dazu beiträgt, dass den Künstlern eine Existenz ermöglicht wird.

Der Galerist Bastian Müller von SHONA-ART aus dem westfälischen Witten ist seit Jahren ein großer Förderer und Kenner der SHONA-Kunst und zeichnete bereits für diverse Ausstel-lungen verantwortlich, u. a. für die bundesweit beachtete Großausstellung „SHONA IM PARK“ im Dortmunder Westfalenpark in den Jahren 2008-2010.

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Zoo Heidelberg und Stadtwerke Heidelberg werden Partner

V.l.n.r.: Michael Teigeler, Frank-Dieter Heck, Dr. Klaus Wünnemann, Tiger

Heidelberg, 29. Juni 2011 / S. Richter Am Montag, den 27. Juni haben der Zoo Heidelberg und die Stadtwerke Heidelberg einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Stadtwerke Heidelberg sind der erste Partner des Zoos im Rahmen seines neuen Sponsoring-Konzepts.

Zum Auftakt der Kooperation übergaben die Stadtwerke dem Zoo gleich zwei Pedelecs – Fahrräder mit elektrisch betriebenem Unterstützungsmotor – nebst Anhänger. Die Pedelecs werden künftig umweltschonend für Dienstfahrten außerhalb des Zoos eingesetzt und erleichtern Zoohandwerkern und Tierpflegern ihre Arbeit. Die Stadtwerke Heidelberg fördern die Elektromobilität per Zweirad als zunehmend wichtigeres Anwendungsfeld für Ökostrom und verbinden so soziales Engagement mit Klimaschutz. Mit dem Kooperationsvertrag zwischen dem Zoo Heidelberg und den Stadtwerken Heidelberg schließen sich zwei starke Partner in der Region zusammen, die für mehr Lebensqualität und ein attraktives Angebot weit über die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus stehen.

Der Zoo Heidelberg zählt zu den 50 besten Zoos Europas. 1934 vom Nobelpreisträger Prof. Carl Bosch gegründet, hat er eine beeindruckende Entwicklung hinter sich und blickt in eine aufregende Zukunft. Bei knapp 600.000 Besuchern pro Jahr entspricht die Besucherstruktur einem breiten Querschnitt der Bevölkerung. Der Einzugsbereich erfasst die Metropolregion flächendeckend und erstreckt sich weit darüber hinaus. Moderne Tiergehege – allen voran das 2010 eröffnete Elefantenhaus – dienen anderen Zoos als Beispiel für ihre Neuanlagen. Im Naturschutz gehört der Zoo Heidelberg zu den ersten Adressen. Innovativ soll es auch weitergehen. Eigene Mittel sind aber mehr als knapp. Im Rahmen seines neuen Sponsoringkonzeptes will der Zoo mit starken Partnern die Basis für einen weiteren Auf-schwung legen. Je nach Umfang des Engagements bietet der Zoo die drei Kategorien Gold, Silber und Bronze an. Im persönlichen Gespräch werden dann gemeinsam maßgeschneider-te Kooperationsmöglichkeiten mit den Unternehmen entwickelt. Zoo und Sponsor müssen zusammenpassen – dafür sind die Stadtwerke ein hervorragendes Beispiel: Beide sind in der Region tief verwurzelt. Das Umweltengagement der Stadtwerke ergänzt die Umweltpro-gramme des Zoos, viele Produkte und Kompetenzen der Stadtwerke sind für den Zoo nutzbar und viele Leistungen des Zoos sind für Kunden und Mitarbeiter der Stadtwerke interessant – Traumpartner in vielen Bereichen. Die Stadtwerke Heidelberg sind der erste Goldsponsor des Zoos und engagieren sich mit Geld- und Sachleistungen.
Private Sponsoren und Firmen interessieren sich zunehmend für den Zoo und entdecken ihn als Werbe- und Imageträger für sich. Zudem engagieren sich die Partner mittels des Zoos für Natur- und Artenschutz und Nachhaltigkeit: Beides zeichnet einen modernen Zoo aus.

Bildunterschrift: V.l.n.r. Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie; Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer Zoo Heidelberg; Dr. Klaus Wünnemann, Direktor Zoo Heidelberg

Vierfacher Nachwuchs bei den Erdmännchen

Die vier kleinen Erdmännchen beim Nickerchen. Foto von Antje Hoyer

Heidelberg, 22. Juni 2011 / S. Richter   Innig kuscheln sich vier possierliche Erdmännchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. „Wir sind ganz begeistert von unserer gesunden Kinderschar“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers.

„Mit insgesamt neun Tieren haben wir nun eine quicklebendige Erdmännchen-Großfamilie. Da ist immer was los, immer wird irgendwo gebuddelt, gespielt und umher geflitzt“. Zoobesucher können das bestätigen – Erdmännchen zählen zu den Lieblingen im Zoo, nicht nur für Kinder. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten zu beobachten. Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den Erdmännchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsächlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels mühelos fertig. Sie fressen aber auch Früchte und Insekten oder graben nach Würmern und Skorpionen.
Die Kleinen wurden bereits am 15. Mai geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfänglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun säugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmäßig außerhalb der Höhle, während der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den Schneidezähnen putzt. Ein weiteres Männchen hält währenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Familienglück nichts geschieht.
Die in trockenen Regionen im südlichen Afrika beheimateten Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsamund zwar je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Ein Erdmännchen hält immer Wache. „Männchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hält der Wächter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als Stütze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter Büschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den Erdmännchen im Zoo Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

Name gesucht für Gorilla-Baby

Gorillababy im Arm von Mutter N'Gambe. Foto Heidrun Knigge

Heidelberg, 21. Juni 2011 / S.  Richter   Die Rhein-Neckar-Zeitung sucht gemeinsam mit dem Zoo Heidelberg einen passenden Namen für das am 4. Juni geborenene Gorillababy, Sohn von N'Gambe und Bobo. Der Kleine ist gesund und trinkt sehr gut.

Mutter N’Gambe, die zum ersten Mal Mutter wurde, ist sehr führsorglich und beschützt ihn vor dem neugierigen großen Halbbruder Banjoko. In den ersten beiden Monaten hält N’Gambe ununterbrochenen Körperkontakt zu ihrem Sohn und wird ihn drei Jahre lang säugen. Von diesem Alter an werden Gorilla-Kinder von der Mutter entwöhnt. Zum perfekten Glück im Menschenaffenhaus fehlt jetzt nur noch ein Name für den kleinen Gorilla: Damit er nicht länger namenlos im Zoo leben muss, sind die RNZ-Leser aufgefordert, einen Namen für ihn zu finden. Einzige Vorgabe: Der Name soll afrikanisch anmuten, da die sechs anderen Tiere der Gruppe ebenfalls solchen Namen tragen. Wer einen Namensvorschlag hat, schickt ihn bis zum 2. Juli bitte ausschließlich an die RNZ-Stadtredaktion, "Gorilla-Name", Neugasse 2, 69117 Heidelberg oder per E-Mail an stadtredaktion@rnz.de. Vorschläge werden außerdem auch auf der Facebook-Seite der RNZ entgegengenommen.
Aus allen Vorschlägen wählt dann eine Jury aus Zoo- und RNZ-Mitarbeitern den Namen für den Gorilla-Jungen aus. Zu gewinnen gibt es als Hauptpreis einen exklusiven Blick hinter die Kulissen im Affenrevier für zwei Personen, als zweiten Preis eine Jahreskarte für den Zoo und als dritten Preis ein Geschenk aus dem Zooshop.

Gorillamutter N'Gambe bekommt ihr erstes Kind

Gorillamutter N`Gambe mit Kind
Mutter N`Gambe mit ihrem Kind

Am Samstag, den 04.06.2011 ist im Zoo Heidelberg ein kleiner Gorilla geboren worden. Für die 10 Jahre alte Mutter N`Gambe ist es das erste Junge. Sie kümmert sich liebevoll um das Kind, das wahrscheinlich ein Mädchen ist.

Samstag, 04. Juni, 12:00 Uhr im Menschenaffenhaus des Zoo Heidelberg. Unbemerkt von den Besuchern, aber unter den wachsamen Augen der Menschenaffenpfleger bekommt N`Gambe ihr erstes Kind.

„Erstgeburten sind immer etwas Besonderes. Man weiß vorher nie, wie die Mutter mit dieser besonderen Situation umgeht. Und auf N´Gambes Niederkunft haben wir schon lange gewartet, so waren wir alle sehr gespannt,“ beschreibt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnnemann die Situation.

Zuerst sah es so aus, als wenn N`Gambe im Außengehege niederkommen wollte, dann entschied sie sich aber doch für die Innenanlage. „Eine so ruhige erste Woche eines neugeborenen Gorillas haben wir noch nie erlebt“ freut sich der Revierleiter im Menschenaffenhaus Bernd Kowalski. Die ganze Gruppe, angeführt von dem 200kg schweren silberrücken Bobo, ist sehr entspannt.

N´Gambe macht bislang alles richtig: Sie hält das Junge und legt es, wenn sie schläft, auf ihrem Bauch. Sie sucht sehr häufig die Ruhe der Schlafräume im Menschenaffenhaus auf und macht dem kleinen Raufbold Banjoko unmissverständlich klar, dass er mit dem Neugeborenen nichts zu schaffen hat.

Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als am Mittwoch unübersehbar Milchkot an den Fingern von N´Gambe klebte. Viele erstgebärende Gorillas haben eine recht kleine Brust und dann ist immer die Sorge im Hintergrund, ob die Mutter überhaupt Milch hat. Doch bislang sieht alles sehr sehr gut aus.

In den nächsten Tagen wird N´Gambe sicher oft nicht zu sehen sein.

Gerade an den bevorstehenden Feiertagen wird der Zoo eventuell auch den Zugang zu den Gorillagehegen sperren, damit die ganze Gruppe, vor allem aber Mutter und Kind, genug Ruhe finden. Aber das hängt ganz davon ab, wie sich N´Gambe verhält. Bislang ist sie die Ruhe selbst. 

 

N´Gambe kam am 2. März 2010 aus dem Zoo Köln nach Heidelberg. Ihr Name bezeichnet eine besonders schöne Stelle an der Küste von Gabun.

Sie ist in einer gut funktionierenden Sozialgruppe aufgewachsen und hat Geburten und Aufzuchten in ihrer Jugend beobachten können.  „Mit dieser Nachzucht hat sich die Umstrukturierung der Gorillagruppe im letzten Jahr als richtige Maßnahme bestätigt.

"Wir haben Chuma, die in unserer Gruppe nicht gut verankert war, nach Givskud in Dänemark abgegeben. Dort hat sie sich sozial erheblich weiterentwickelt und scheint sehr glücklich zu sein.  N´Gambe trägt in jeder Hinsicht positiv zum Gruppenleben unserer Gorillas bei“ erläutert der Zoodirektor

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