Pressemitteilungen

Pebbles ist da – entzückender Nachwuchs mit Knopfaugen und Stupsnase bei Faultierpaar Wilma und Fred

Schönes Foto von Simon Borchardt

Heidelberg, 21. September 2011 / S.  Richter  Dunkelbraune Knopfaugen blinzeln aus dichtem Fell, die große Stupsnase beschnüffelt schon alles, was in seine Reichweite kommt – das ist Pebbles, das am 23. August im Zoo Heidelberg geborene Zweifingerfaultier. Es ist der erste Nachwuchs von Faultierpaar Wilma und Fred und gedeiht prächtig und so gemächlich, wie es sich für ein Faultier gehört.
Bislang war es gar nicht so einfach, Klein-Pebbles zu beobachten und zu fotografieren, da neugeborene Faultiere sich in den ersten vier Wochen gut versteckt im kuscheligen Bauchfell der Mutter festklammern. Für den Zoo Heidelberg ist es die erste Nachzucht bei dieser ungewöhnlichen Tierart, die ihr Leben kopfüberhängend in den Bäumen verbringt. Aber wie so vieles im Leben der Faultiere braucht auch das eigenständige Abhängen seine Zeit: Erst mit frühestens sechs Monaten versucht der Nachwuchs kopfüber in der eigenen Astgabel hängen. Bei den Mitarbeitern des Vogelreviers, zu deren Schützlingen neben einer Vielzahl an Vogelarten auch die asiatische Kurzkrallenotterfamilie und die Faultiere zählen, hat nun das große Rätselraten begonnen: Ist es ein Junge oder ein Mädchen? „Man kann das bei Faultieren erst sehr spät erkennen“, so Revierleiter Thomas Bersch, „das wird noch viele Monate dauern.“ Innerhalb der Südamerika-Voliere bewohnen die Faultiere ein eigenes Innengehege, aus dem sie sich, sobald das Thermometer fünfzehn Grad übersteigt, nach eigenem Belieben hinaushangeln können. So stehen die Chancen für Besucher, die Familie in der Voliere zu beobachten, an warmen und trockenen Herbsttagen ganz gut.

Zweifingerfaultiere hängen bevorzugt an ihren bis zum 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen als zusammengeknäultes Bündel in einer Astgabel. Bis zu 20 Stunden am Tag wird im Halbschlaf gedöst oder richtig geschlafen! In den verbleibenden Stunden zeigen sich die Tiere durchaus von ihrer aktiven Seite, was so manchen Besucher dann doch überrascht. Ihren einprägsamen Namen haben die Tiere aber aufgrund ihrer langsamen Bewegungsweise erhalten, mit der sie sich, wahrhaft in Zeitlupentempo, durch das Geäst der Bäume hangeln. Sie hilft ihnen nicht aufzufallen, damit Jaguare und vor allem Harpyien, die riesigen Urwaldadler Südamerikas, nicht auf sie aufmerksam werden. Faultiere bewohnen die Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Da in diesen Gegenden ihre Nahrung an jungen Blättern, Blüten und Früchten in ausreichender Menge um sie herum wächst, haben sie keine Veranlassung, sich schnell zu bewegen. Soweit die Nahrung nicht mit dem Maul unmittelbar erreichbar ist, wird sie mit den Krallen herangezogen und gemächlich abgefuttert. Faultiere sind – wie viele Be-wohner der tropischen Regenwälder – durch die Abholzung ihres Lebensraums direkt in ihrer Existenz bedroht.

Ü-60 Party: Veranstaltung im Zoo Heidelberg für alle unternehmungslustigen Erwachsenen ab 60

Uhu Sligo: ein beeindruckendes Foto von York von Selasinsky

Heidelberg, 14. September 2011 / S. Richter  Am Freitag, 23.09.2011 wartet der Zoo Heidelberg mit einem speziellen Angebot an alle unternehmungslustigen älteren Erwachsenen auf – einer Ü60-Party. Von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr können Seniorinnen und Senioren ein Programm genießen, das speziell auf ihre Interessen zugeschnitten ist. Besucher über 60 können an kostenlosen Führungen mit den Zoorangern der Zooschule teilnehmen und jede Menge Wissenswertes über die Zootiere erfahren. Die Führungen finden um 13.00 Uhr, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr statt; Dauer jeweils eine Stunde. Zur Stärkung gibt es bei dem Häuschen der Tiergartenfreunde leckere Waffeln. Für beste Unterhaltung ist außerdem gesorgt: Der vielseitige Entertainer „Mister He“ nimmt die Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise von den 1930er bis in die 1960er Jahre. Das Repertoire reicht von den schmachtvollen Schlagern Johannes Heesters‘ über fetzige Rock n’ Roll Hits Elvis Presleys bis hin zu tierischen Klassikern wie „Kein Schwein ruft mich an“ von Max Raabe. Es gibt zwei Vorführungen in der „Scheune“ des Zoos: um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr. Ein besonderes Highlight bietet sicherlich die Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe. Die 25 großen und 20 kleineren Skulpturen verteilen sich auf dem gesamten Zoogelände. Auf der Flamingowiese kann man einem bekannten Künstlerehepaar aus Zimbabwe beim Herstellen der Skulpturen zuschauen und wunderschöne kleine Skulpturen erwerben.
Regulärer Eintritt 8 €. In Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar wird Inhabern der „Karte ab 60“ an diesem Tag der Eintritt zum ermäßigten Preis von 6 € ermöglicht. Weitere Informationen unter Telefon 06221-64550.

Ü-60 Party: Veranstaltung im Zoo Heidelberg für alle unternehmungslustigen Erwachsenen ab 60

Stadtwerke Heidelberg übernehmen Patenschaft von Mähnenrobbenbaby »Awa«

Heidelberg, 9. September 2011 / S. Richter  Die Stadtwerke Heidelberg haben die Patenschaft für das Mähnenrobbenbaby »Awa« übernommen – und durften als Kooperationspartner und erster Goldsponsor des Zoos den Namen für den Nachwuchs vorschlagen. Normalerweise sind die Tierpfleger dafür zuständig, denn sie wissen am besten, auf was ihre neugeborenen Schützlinge Tiere hören.
Die Mitarbeiter der Stadtwerke Heidelberg haben intensiv nach einem geeigneten Namen gesucht: „Klangvoll sollte er sein – und auch noch passen, wenn aus dem Tierbaby eine ausgewachsene Robbendame geworden ist“, erläutert Katharina Schimek, Leiterin des Marketing und Privatkundenvertriebs der Stadtwerke Heidelberg. „Außerdem haben wir einen Namen gesucht, der einen inhaltlichen Bezug hat.“ Mit dem Namen »Awa« wurden sie schließlich fündig. »Awa« ist hebräischen Ursprungs und bedeutet Wasser – und darin ist das Jungtier schon ganz in seinem Element.

Das am 16. Juli geborene Robbenbaby übt noch im „Mutter-Kind-Becken“ gemeinsam mit Mama Lea ungestört das Schwimmen und Tauchen. Erst dann dürfen Mutter und Kind zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt.

Die Tierpaten sind eine fast genauso bunt gemischte Gesellschaft wie ihre Patenkinder. Die Paten sind Einzelpersonen, Institutionen oder Firmen, die mit ihrem finanziellen Beitrag den Zoo und seine Tiere unterstützen. Über 300 Tiere aus dem Zoo Heidelberg haben bereits Paten gefunden, aber bei einem Bestand von über 1000 Tieren sind noch viele patenlos. „Die Tierpaten tragen ganz wesentlich dazu bei, dass der Zoo die Haltungsbedingungen für seine Tiere verbessern kann“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Dabei orientieren sich die Patenschaftsbeiträge an den Pflegekosten der Tiere. Als Anerkennung für die Unterstützung erhalten die Paten einen Patenpass, eine Urkunde sowie ausführliche Informationen zu ihrem Schützling und werden zum jährlichen Patenfest eingeladen.

Die Stadtwerke Heidelberg engagieren sich als erster Goldsponsor des Zoos mit Geld- und Sachleistungen für ihren Kooperationspartner. Mit dem Kooperationsvertrag vom Juni dieses Jahres haben sich zwei starke Partner in der Region zusammengeschlossen, die für mehr Lebensqualität und ein attraktives Angebot weit über die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus stehen.
 

Wieder Nachwuchs bei der Erdmännchen-Familie im Zoo Heidelberg

Wuselige Erdmännchen-Familie. Foto von Antje Hoyer

Heidelberg, 8. Sept. 2011 / S. Richter  Innig kuscheln sich drei possierliche Erdmännchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. „Wir sind begeistert von unserer lebhaften Kinderschar“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben wir Nachwuchs. Die drei Jungtiere sind quicklebendig und gesund. Mit insgesamt elf Tieren haben wir nun eine richtige Erdmännchen-Großfamilie“.

Die Zoobesucher drücken sich vor Begeisterung an der großen Scheibe die Nase platt, um so nahe wie möglich das quirlige Treiben zu beobachten. „Die sind so süß, Mama“, ertönt es aus Kinderkehlen. Erdmännchen zählen zu den Lieblingen im Zoo, nicht nur für Kinder. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten zu beobachten.
Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den Erdmännchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsächlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels mühelos fertig. Sie fressen aber auch Früchte und Insekten oder graben nach Würmern und Skorpionen.
Die Kleinen wurden bereits am 12. August geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfänglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun säugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmäßig außerhalb der Höhle, während der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den Schneidezähnen putzt. Ein weiteres Männchen hält währenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Familienglück nichts geschieht. Die in trockenen Regionen im südlichen Afrika beheimateten Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und zwar je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Ein Erdmännchen hält immer Wache. „Männchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hält der Wächter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als Stütze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter Büschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den Erdmännchen im Zoo Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

Streicheleinheiten für Iulius - die RNZ Sommertour

Foto von Sven Hoppe, RNZ

Heidelberg, 2. September 2011 / Artikel aus RNZ, Timo Teufert

So dicht wie 15 RNZ-Leser bei der Sommertour kommen Besucher im Heidelberger Zoo sonst nicht an die Elefanten heran. Nur durch dicke Baumstämme von den Dickhäutern getrennt, durften die Teilnehmer gestern mit etwas Sicherheitsabstand die Tiere füttern. Ein Erlebnis, das dem Blick hinter die Kulissen des Elefantenhauses die Krone aufsetzte. Und das war noch nicht alles: Auf dem Programm der Tour standen noch viele weitere einmalige Blicke hinter die Zookulissen.
Während sich Voi Nam, Thai und Tarak in einer Ecke ihres Außengeheges mit Brot füttern ließen, stand Gandhi - der Neue in der Elefantenbullen-WG - etwas abseits. "Gandhi ist erst später hinzugekommen und ihm ist es hier in der Ecke etwas zu eng", erklärte Tierpfleger Stefan Geretschläger. Während die Elefanten das Brot verschlangen, erfuhren die Teilnehmer von Geretschläger viele interessante Details. Etwa, dass Elefanten keineswegs durch ihren Rüssel trinken, sondern nur Wasser mit dem Rüssel aufsaugen und dann in ihr Maul spritzen. "Ein ausgewachsener Elefant kann in seinen Rüssel bis zu zehn Liter saugen", so Geretschläger. 40 000 Muskelstränge durchziehen die Nase der Elefanten, die sie bei Bedarf auch um 21 Zentimeter verlängern können.
Im Elefantenhaus hatten die RNZ-Abonnenten die Möglichkeit, sich auf der Sandfläche zu bewegen, auf der sonst die Elefanten stehen. Dort konnte man auch gut die Schlafstellen erkennen, die sich die Dickhäuter gebaut hatten: "Um den Schlafkomfort zu erhöhen, bauen sich die Elefanten Kopfkissen", sagte der Tierpfleger. Neben den Boxen präsentierte Geretschläger auch den Regen von der Hallendecke, der für die empfindliche Haut der Tiere sehr wichtig ist: "Wenn sie von oben nass sind, gehen sie auch in ihren Pool, schubbern sich anschließend an den Wänden und bewerfen sich mit Sand." Das sei wie ein Peeling.
Von den ganz großen Tieren ging es anschließend zu den ganz kleinen: Im Raubtierhaus waren die drei kleinen Erdmännchen zu sehen, die am 12. August geboren wurden. Nur schwer konnten sich die Teilnehmer von diesem Anblick trennen. Doch es lohnte sich, denn im Gehege der Seychellen-Riesenschildkröten freute sich Iulius über die Streicheleinheiten der RNZ-Leser. Insbesondere das Kraulen der lederartigen Haut am Hals lieben die Tiere: "Sie freuen sich ja auch, wenn ihnen jemand die Stelle am Rücken krault, an die sie selbst nicht herankommen", erklärte Zoo-Rangerin Antje Hoyer, die auch bei dieser Sommertour durch den Zoo die Gruppe wieder mit vielen Informationen und Anekdoten versorgte.
Am Ende der Tour spitzte Orang-Utan-Männchen Ujian dann seine Lippen für die Sommertouristen. Nach einiger Animation in Form von Weintrauben und Zwetschgen durch Tierpfleger Manfred Barz pfiff er sehr zur Freude der Besucher. "Er kann das aber auch noch viel lauter", berichtete Hoyer. Und auch das Weibchen Puan wollte Ujian in nichts nachstehen: Allerdings kam ihr kein Pfiff über die Lippen, eher ein Prusten. "Puan spitzt seit Neustem ihre Lippen, aber noch kommt kein Ton heraus", so Barz. Das muss sie sich bei Ujian abgeschaut haben.

Bildhauer-Workshops im Zoo vom 6. September bis 2. Oktober 2011

Die Arbeit am Stein selbst zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung.

Heidelberg, 30. August 2011 / S. Richter Das zimbabwische Künstler-Ehepaar Daina und Tago bietet vom 06.09 – 02.10.2011 im Rahmen der Skulpturenausstellung SHONA-ART IM ZOO HEIDELBERG Bildhauerkurse an. Interessierte aller Altersklassen haben die Gelegenheit, im Zoo den original zimbabwischen Serpentinstein unter professioneller Anleitung zu bearbeiten und eine eigene Skulptur zu erschaffen.
Die Kurse finden im Zoo Heidelberg auf der "Flamingowiese" in inspirierender Atmosphäre statt. Regendichte Zelte ermöglichen die Workshops bei jeder Wetterlage. Wer nicht selbst einen Kurs belegen möchte, kann den Künstlern auch einfach nur beim Arbeiten an den Skulpturen zuschauen oder am Verkaufsstand eine der zahlreichen kleinen Skulpturen erwerben, die nur für den Zeitraum der Kurse exklusiv im Zoo angeboten werden.
Auf die Auswahl der Steine legt der Künstler großen Wert, denn sie sind der Ursprung des zu schaffenden Kunstwerkes. Dabei steht er dem Teilnehmer mit seiner Erfahrung bei der Wahl des zu bearbeitenden Steines zur Seite. Die Künstler haben langjährige Erfahrung als Dozenten und sprechen fließend Englisch.

Teilnahme & Kontakt

  • Dienstag, 6. September bis Sonntag, 2. Oktober 2011
  • Täglich von 10.00 – 18.00 h, Montag Ruhetag

Sie können ihren Workshop zu jedem Termin im genannten Zeitraum beginnen und für eine gewünschte Anzahl an Tagen buchen. Kurzfristige Verlängerungen sind möglich. Die ausgewählten Workshoptage müssen nicht zwangsläufig zusammenhängen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

  • Teilnahmegebühr  für die ersten 2 Tage je 50 €. Jeder weitere Tag kostet 35 €.
  • Materialkosten: 2,80 € pro Kilo original Serpentinstein aus Zimbabwe. Werkzeuge werden gestellt.
  • Nur gegen Vorlage der Buchungsbestätigung an der Kasse erhalten Teilnehmer der Bildhauerkurse freien Eintritt in den Zoo. Die Buchungsbestätigung muss bei jedem Workshop-Besuch an der Zookasse vorgelegt werden.

Die Anmeldung ist dringend erforderlich und die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich für die Workshops in Witten unter 02302-9787428 oder info@shona-art.com an.

Vertiefende Informationen:

Die Arbeit am Stein selbst zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung. Die Zusammenarbeit mit einem zimbabwischen Steinbildhauer ermöglicht tiefere Einblicke in die Shona–Kunst. Die Skulpturen entstehen ausschließlich in Handarbeit, wobei Hammer, Meißel, Raspel und Feile zum Einsatz kommen. Sind die endgültigen Formen aus dem Stein gehauen, werden die Skulpturen mit Wasser und Schleifpapier glatt geschliffen. Zuletzt wird die Plastik erhitzt und mit farblosem Wachs poliert. Damit werden Farbe und Struktur zum Vorschein gebracht und die Steinoberfläche schützend versiegelt.
Der Serpentin Zimbabwes bietet sehr vielfältige Farbnuancierungen und unterschiedliche Härtegrade. Für den Künstler und die Kursteilnehmer stellt dieser Stein ein sehr attraktives Arbeitsmedium dar.

Klettern in luftigen Höhen: Die neue Schimpansen-Außenanlage ist eröffnet

Schimpansen-Mann Henry ist begeistert und schwingt sich in luftige Höhen.

Heidelberg, 26. August 2011 / S. Richter

Endlich ist es soweit: Heute wurde die umgebaute Außenanlage für die Heidelberger Schimpansen eröffnet. Schimpansen und Zoobesucher zeigen sich begeistert.

Mit der Fertigstellung der neuen Außenanlage im August wird gewährleistet, dass die Tiere noch in diesem Jahr die wärmenden Sonnenstrahlen des Spätsommers genießen können.
Im Laufe der Umbauarbeiten wurde zunächst der zirka drei Meter tiefe Graben, der die Schimpansen von den Besuchern trennte, aufgefüllt. Diese Maßnahme bedeutet auf der einen Seite eine Vergrößerung der nutzbaren Fläche des Geheges. Auf der anderen Seite können die Schimpansen nun aus nächster Nähe beobachtet werden, nur eine Glaswand steht zwischen den Besuchern und ihren nächsten Verwandten. Vor allem hinsichtlich der Beschäftigungsmöglichkeiten erreicht die Anlage ein ganz neues Niveau. Ein regelrechtes Kletterparadies wurde in den letzten Monaten errichtet. In den Baumkronen von fünf Esskastanien kann sich die fünfköpfige Schimpansengruppe, bestehend aus vier Weibchen und einem Männchen, von nun an nach Herzenslust austoben und ihr natürliches Kletterverhalten in der dritten Dimension ausleben.

Die Maße
Fläche vor dem Ausbau: 160 qm nutzbare Fläche; bedingt durch den Trockengraben von rund 80 qm. Nachher: 240 qm nutzbare Fläche durch Auffüllen des Trockengrabens plus Erweiterung um die 3. Dimension in einem definierten Volumen von zirka 1100 Kubikmetern. Das entspricht ungefähr der Größe von 2 Einfamilienhäusern mit drei Stockwerken. Das Gesamtgehege wurde mit einem Stahlnetz eingefasst und wird von fünf Stahlpylonen getragen.
Ermöglicht wurde dies durch die tatkräftige Unterstützung mehrerer Partner, denen ein besonderer Dank gilt. Ausgesucht wurden die Baumkronen aus dem widerstandsfähigen Holz zunächst vom städtischen Forstamt. Das behutsame Absägen unter Schonung des Geästs übernahm die Firma Baum Braun. Bevor das Gehölz seiner neuen Bestimmung zugeführt werden konnte, wurde es von einem Kran der Kurt Scholl GmbH verladen. Ein über das komplette Areal gespanntes Stahlnetz lässt nun auch den Einsatz von Spielzeug zu, da nun nicht mehr die Gefahr besteht, dass dieses von den Tieren auf die Besucher geworfen wird. Insgesamt wurde so ein wichtiger Schritt für eine artgerechte Tierhaltung unternommen.


Die Schimpansengruppe: Innerhalb der Schimpansengruppe sind unter den Damen Susi und Heidi sowie Lulu und Conny freundschaftlich verbunden. Lulu zeichnet sich durch ihre helle Färbung aus, Heidi ist am korpulentesten gebaut. Conny ist ein Westlicher Schimpanse und in den Augen der Tierpfleger besonders intelligent. Henry, der jüngste der Gruppe und einzige Mann kam schon als junges Schimpansenkind in den Zoo Heidelberg. In typischer Schimpansenmanier  imponiert  er gerne und macht auf sich aufmerksam.

Information zu Schimpansen
Schimpansen sind mit einer 98-prozentigen Übereinstimmung des Erbguts unsere nächsten lebenden Verwandten und der am weitesten verbreitete Menschenaffe, jedoch nehmen Lebensraum und Bestände zusehends ab, weshalb er auf der Roten Liste bedrohter Tierarten als „stark gefährdet“ geführt wird. In freier Wildbahn kommen die Tiere in vier Unterarten in West-, Zentral- und Ostafrika vor. Dort bilden sie komplexe Sozialstrukturen und leben in Gruppen von bis zu 80 Tieren, die wiederum in mehrere Kleingruppen untergliedert sind. Da Schimpansen nicht sesshaft sind, sondern nomadenhaft in Gebieten von 8 bis 15 km² umherstreifen, kann es bei einem Aufeinandertreffen mit einer anderen Gruppe zu heftigen Auseinandersetzungen kommen.
Ähnlich wie Menschen sind Schimpansen Allesesser. Neben Vogeleiern, Fisch, Fleisch von kleinen bis mittelgroßen Säuger und Insekten, stehen Blätter, Knospen, Samen, Mark, Rinde und Früchte auf ihrem Speiseplan. In manchen Fällen kommt es auch zur Jagd auf andere kleinere Affenarten.
Um sich untereinander zu verständigen bedienen sich die Primaten einer Vielzahl an Lautäußerungen, die zum Teil über weite Entfernungen zu hören sind und dem Zusammenhalt der Gruppe dienen. Auf kurze Distanz kommunizieren die Individuen vorwiegend über Mimik und Gestik. Dabei muten Drohgebärden, Umarmungen, Streicheln oder auch Küssen durchaus menschlich an. Kommt es zu Auseinandersetzungen innerhalb einer Gruppe, so werden diese teilweise dadurch beendet, dass der Unterlegene dem Gewinner die Hand reicht. Gegenseitige Fellpflege schafft hiernach ein neues Vertrauensverhältnis.
Besonderen Einfallsreichtum beweisen Schimpansen in Sachen Werkzeuggebrauch. Dünne Zweige sowie Grashalme werden benutzt, um Termiten aus ihrem Nest zu angeln. Sind Schimpansen schmutzig, finden sie in Blättern gut geeignete Waschlappen. Zusammengeknäuelte oder zerkaute Blätter dienen den Tieren als Schwämme, mit deren Hilfe Wasser von ansonsten unerreichbaren Stellen aufgesaugt werden kann. Je nachdem in welcher Region eine Schimpansengruppe lebt, entwickeln sich unterschiedliche Traditionen hinsichtlich des Werkzeuggebrauchs. Die Schimpansen Westafrikas nutzen zum Beispiel Steine als Hammer, um die Schale von Nüssen auf zu brechen. Solche Verhaltensweisen werden von Generation zu Generation weiter gegeben und wurden bei Gruppen in Ostafrika bislang nicht beobachtet.
 

Spatenstich "Neues Servicezentrum" Zoo Heidelberg

Spatenstich zum neuen Parkhaus auf dem Gelände des Zoos

Heidelberg, 22. August 2011 / S. Richter

Ab dem Frühjahr 2012 soll es für die Zoobesucher keine Parkplatzprobleme mehr geben. Bei strahlendem Sonnenschein fand am Montag, 22. August der Spatenstich zum Bau des neuen Parkhauses durch den Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner statt.

Am Zooeingang entsteht ein neues Servicegebäude, das Parkhaus, Zooeingang und Shop verbindet und aus zwei der größten Schwachstellen des Zoobetriebes echte Highlights werden lässt. Das 397 Plätze bietende Parkhaus ermöglicht im Erdgeschoss Platz für einen modernen Zoo-Eingang und einen attraktiven Zoo-Shop. Vom Auto und der projektierten Straßenbahnhaltestelle gelangen die Besucher direkt in das Eingangsgebäude, wo sie alle Informationen finden. Bis zu fünf Eintrittskassen lassen Schlangen gar nicht erst aufkommen. Ein schöner Zooshop hilft, den Zoobesuch abzurunden und Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen. Es ist geplant, das Parkhaus im Februar / März 2012 zu eröffnen. Zeitnah danach soll der neue Eingangsbereich und der Zooshop fertig gestellt werden. Bei dem 3,3 Millionen Euro teuren Projekt, das in Systembauweise von der Hirschberger Firma Goldbeck erstellt
wird, stellte sich für Architekt Wolfgang Kessler vom Büro Kessler de Jonge vor allem eine Herausforderung: Wie stellt sich das Gebäude auf vier
Ebenen nach außen dar?

Bei aller Freude über diese wichtige Baumaßnahme weist Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann darauf hin, dass der Zoo mehr Platz braucht und auch die Universität zusätzlichen Parkraum für ihre Klinikneubauten errichten muss. Mit dem Servicezentrum wird weitere Zoofläche der Nutzung für Tiergehege entzogen. Die Erweiterung des Zoos wird immer dringender, um den knapp 600.000 Zoobesuchern neben einem hervorragenden Service am Eingang auch dauerhaft einen attraktiven Zoo bieten zu können.

Am Spaten zeigen sich von links: Architekt Wolfgang Kessler, OB Eckart Würzner, Frank-DieterHeck (Zoo), Thomas Meyer (Nierenzentrum), Michael Six (Goldbeck), Klaus Wünnemann (Zoo).

Siehe auch der Bericht im Mannheimer Morgen

Frecher kleiner Flossenflitzer frisst bald frische Fische

Robbenbaby mit Mama Lea. Schönes Foto von Heidrun Knigge

Heidelberg, 15. August 2011 / S. Richter Gehört die Fütterung der mächtigen Mähnenrobben für viele Zoobesucher zu einem der Highlights, so stiehlt neuerdings ein frecher kleiner Wonneproppen den „Großen“ die Schau. Es handelt sich um ein gerade Mal vier Wochen altes Mähnenrobbenbaby, dessen speckgesunder Anblick unmittelbares Entzücken und Schutzinstinkte wachruft. Aber nicht nur das. Das Robbenmädchen ist quicklebendig und flitzt auf seinen kleinen Torpedoflossen so schnell es nur kann um den Beckenrand, so dass Mutter „Lea“ ihre liebe Mühe und alle Flossen voll zu tun hat.
Dabei soll die junge Mähnenrobbe jetzt vor allem schwimmen üben. Und auch das klappt schon sehr gut. Denn entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an gut schwimmen. Die ersten drei Wochen wird das Jungtier fast komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fängt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Und auch der Speiseplan sieht für einige Zeit keinen Fisch vor. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern ein ganzes Jahr lang gesäugt, bevor die Kleinen lernen, selbst Fisch zu fressen. Inzwischen übt das am 16. Juli geborene Robbenbaby im „Mutter-Kind-Becken“ gemeinsam mit Mama Lea ungestört das Schwimmen und Tauchen. Die Kleine ist das zweite Kind von Lea und das erste Kind von Papa Atos. Generell werden nach der Geburt Mutter und Kind zunächst für einige Wochen im Robbenhaus und auf der separaten Außenanlage von der übrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dürfen Mutter und Kind zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt.
Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist mit sieben Tieren eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mächtigen Meeressäuger, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der Pazifikküste Südamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der Atlantikküste bis nach Südbrasilien erstreckt,
gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. Daher werden sie auch deutlich seltener in Zoos gehalten. Mähnenrobben sind Wasserraubtiere und zählen zu den Giganten der Meere. Ausgewachsene Mähnenrobbenbullen können ein Gewicht von 500 Kilo erreichen. Auch dies ist als Anpassung an ihren kalten Lebensraum zu verstehen, denn große Körper kühlen langsamer aus als kleine.
In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs. Prominentes Mitglied ist der prächtige Bulle Atos, der 2005 im Heidelberger Zoo geboren wurde. Sein Markenzeichen ist der mit Bravur vorgeführ-te Flossenstand. Daneben besitzt er die Fähigkeit des Spielens der Mundharmonika. Im Gegensatz zur zweijährigen Holly, die dafür ihre Nase verwendet, setzt der Bulle hierfür ganz konservativ auf seinen Mund.

Ausstellung: "Banjoko und die Heidelberger Gorillafamilie"

Banjoko, neun Monate, mit seiner Mutter Zsa Zsa

Heidelberg, 9. August 2011 / S. Richter Im Rahmen der europaweiten Kampagne zum Schutz der bedrohten Menschenaffen zeigt der Zoo Heidelberg ab Dienstag, den 16. August 2011 eine Ausstellung von Heidrun Knigge mit beeindruckend lebendigen Portraits unserer Gorillafamilie. Zur Eröffnung am 16. August um 14.30 Uhr im Afrikahaus sind Zoogäste herzlich eingeladen.

Im Fokus der Bilderausstellung steht die Entwicklung des inzwischen knapp fünfjährigen Gorillajungen „Banjoko“ von der Geburt im Dezember 2006 bis heute. Im Zoo Heidelberg leben aktuell sieben Westliche Flachland-Gorillas. Silberrücken Bobo (19 Jahre) führt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe (10 Jahre), Doba (15 Jahre) und Zsa Zsa (25 Jahre) sowie die drei Jungtiere Banjoko, Esiankiki (genannt Kiki, 4 Jahre) und der im Juni 2011 geborene Kwame.

Die Fotografin und Biologin Heidrun Knigge kennt die Gorillagruppe seit über zehn Jahren und hat Banjokos Entwicklung von Anfang an in vielen Fotos festgehalten. In der Ausstellung wird eine Auswahl der ausdrucksvollsten Bilder und Momente gezeigt. Im Rahmen der Vernissage können Bilder auch gekauft werden. Der Erlös aus den verkauften Ausstellungsbildern fließt in Maßnahmen, die in verschiedenen afrikanischen Ländern sowie in Indonesien zur Bewahrung des natürlichen Lebensraumes und der Eindämmung der Jagd auf Menschenaffen beitragen. Die Ausstellung wird bis Ende des Jahres im Afrikahaus des Zoos zu sehen sein.

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