Pressemitteilungen

Quietschfidele Schweinebande erobert die Besucherherzen

Ferkel schaut in die Kamera
Nachwuchs bei den Schweinen - 25 Ferkel geboren Foto: Zoo Heidelberg

Am Gehege der Hausschweine drängen sich die Zoobesucher und schauen belustigt einer ganz besonderen Rasselbande zu. 25 quirlige Ferkel toben übe­­­r die Anlage, buddeln im Sand, säugen und kuscheln sich an ihre Mütter.

Schwein Juli brachte vor zwei Wochen gleich 14 Ferkel auf die Welt und ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Sie gehört der alten Haustierrasse Schwäbisch–Hällisches Schwein an. Sie ist gut an der schwarzen Färbung von Kopf und Hinterteil erkennbar, die sie auch allen ihren Ferkeln vererbt hat. Diese Rasse zeichnet sich durch eine hohe Fleischqualität aus. Die Hohenloher Bauern haben das Fleisch zu einem besonderem Produkt entwickelt, dem Schwäbisch Hällischen Qualitätsschweinefleisch g.g.A., das neben der Rassezugehörigkeit auch Aufzuchtbedingungen und Fütterung auf hohen Niveau garantieren soll. Darüber hinaus zeichnen sich diese Schweine durch die gute Fruchtbarkeit aus. Das hat Juli mit ihrem 14-fachen Nachwuchs voll bestätigt.

Nur einen Tag später komplettierte Duroc-Schwein Dolores die Großfamilie mit elffachem Nachwuchs. Diese Rasse wurde in den USA angeblich aus roten Schweinen aus Guinea und iberischen Schweinen gezüchtet. Mit ihrem rotbraunen Haar sind sie sehr auffällig und entsprechen gar nicht dem klassischen Bild des rosa Schweinchens. Neben dem guten Fleisch steht in der Rassebeschreibung „stressresistent und gutmütig“. Dolores ist eine Mustervertreterin dieser Rasse, ruhig und entspannt genießt sie ihre Mutterrolle. Duroc-Schweine gehören zu den größten Schweinen – erwachsene Sauen können über 300 kg wiegen.

„Wir haben uns für diese zwei Rassen entschieden, weil sie für Fleischqualität stehen. Sie passen exzellent in unsere Strategie „Vom Alltagbraten zum Sonntagsbraten“, in der wir uns dafür einsetzen, dass wir weniger, dafür aber besseres Fleisch aus tiergerechter Haltung genießen. Deshalb gibt es auch am Schweinegehege das „Vegetarische Rezept des Monats“ zum Mitnehmen.“ erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Wahl der Rasse. „Außerdem wollen wir unseren Besuchern zeigen, wie groß ein richtiges Schwein ist. Die meisten kennen Schweine ja nur noch vom Spanferkel und den kleinen Hängebauchschweinen in Streichelgehegen.“

Auch die Ferkel von Juli und Dolores werden eines Tages geschlachtet und auf dem Teller landen. Nach der Aufzucht im Zoo werden sie bei einem Bauern mit tiergerechter Haltung groß werden. Die kleinen Ferkel werden im Zoo noch den ganzen Sommer über mit ihren Müttern herumtollen können. Damit die Rasselbande genügend Platz dafür hat, haben sie nicht nur das Schweinegehege, sondern auch noch die Anlage der Poitou-Esel zur Verfügung. Die Esel sind solange zu den Ponys umgezogen und stehen auch so manches Mal als „lebende Rasenmäher“ auf einer der Wiesen des Zoos. Gesellschaft haben die die Schweine übrigens von zwei Zwergziegenböcken. Mit ihnen wird schon einmal erprobt, wie sich Schweine und Ziegen vertragen, bevor sie im neuen Streichelzoo im nächsten Jahr zusammenziehen.

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Elefant Ludwig gut im Zoo Heidelberg angekommen

Elefant Ludwig ist der Neuzugang in der Jungbullen-WG
Achtung, jetzt kommt Ludwig. Foto: Zoo Heidelberg

Ein Bayer in Heidelberg

Am Dienstag, den 12. Mai gab es einen Sondertransport von München nach Heidelberg: Der 1,6 Tonnen schwere, vierjährige Elefantenbulle Ludwig zieht in einem Spezial-LKW in die Elefanten-Junggesellen-WG im Zoo Heidelberg um. Alles lief bestens.

Der Transport eines Elefanten ist immer wieder eine beeindruckende logistische Meisterleistung:In einem umgebauten Übersee-Container, der auf einen LKW verladen wird, reist am 12. Mai ein Elefant aus München ins baden-württembergische Heidelberg. Was für den Spezialtransporteur Roy Smith von der Firma Interzoo aus Walsrode (Niedersachsen) seit Jahrzehnten Tagesgeschäft ist, stellt für die reisenden Tiere und anwesenden Tierpfleger eine aufregende Unternehmung dar. Drei Elefantenpfleger aus dem Tierpark Hellabrunn begleiten Ludwig auf der Fahrt und bleiben die ersten Tage bei ihm in Heidelberg, um dem Elefantenbullen die Eingewöhnung in die bestehende Gruppe der drei Junggesellen Gandhi (9 Jahre), Khin Yadanar Min (5) und Tarak (9) zu erleichtern. Koordiniert werden die jeweiligen Stationen für die vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP).

Bereits um 6 Uhr morgens wird vor dem Hellabrunner Elefantenstall ein Kran eingerichtet, der den Container absetzt, in den Ludwig bald darauf hineingehen wird. Ludwig bekommt von den Tierärzten die sogenannte rosa Brille aufgesetzt: Sie haben ihm ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht, damit er die Vorbereitungen auf seinen Transport komplikationslos mitmacht und die Reise im LKW gut verkraftet. Gegen 7 Uhr wird die Tür des Elefantenstalls geöffnet. Davor steht der Container bereit, in den sich Ludwig dank geduldigen Zuredens seiner Pfleger in den nächsten Minuten zügig und sehr kooperativ hineinbewegt.

Um 7.45 Uhr befindet sich der Container samt Ludwig mithilfe des Krans auf dem Tieflader. Um 8.23 Uhr rollt der elefantöse Sondertransport aus Tor 9 des Münchner Tierparks und begibt sich in Richtung Autobahn A8.

Nach einer etwa siebenstündigen Fahrt mit mehreren Pausen kommt Ludwig um 15.40 Uhr im Zoo Heidelberg an. Dort wird er bereits erwartet. Der Kran steht bereit um schwere Kiste behutsam direkt vor dem Eingang zum Elefantenhaus abzustellen. Für Ludwig scheint es eine ruhige Fahrt gewesen zu sein – beim Blick ins Innere der Box vor dem Abladen, informiert der Münchner Tierpfleger seine Kollegen „Der hatte eben wohl geschlafen und steht gerade auf.“ Zwei der Tierpfleger aus München werden noch die ersten Tage in Heidelberg bei Ludwig bleiben. Sie werden aufmerksam beobachten, wie er sich mit seinen neuen Mitbewohnern in der Heidelberger-Jungbullen-WG anfreundet. Als Kleinster und Jüngster in der Gruppe wird er sicher sehr schnell auch die Herzen der Heidelberger gewinnen.

Die Zusammenführung mit den anderen drei Bewohnern wird im Laufe der nächsten Tage erfolgen. „Wir sind bereits sehr gespannt, wie er sich mit Gandhi, Tarak und Khin Yadanar Min verstehen wird.“ berichtet hierzu Zoo-Direktor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir erwarten, dass der neunjährige Gandhi nun nach dem Auszug des bisherigen Leitbullen Voi Nam die Führung bei den Jungbullen übernehmen wird. Er ist besonders dominant und zeigt deutlich seinen Anspruch auf diese Position. Der gleichaltrige Tarak ist eher defensiv, wenn es um Machtspielchen geht. Und vermutlich wird Ludwig im fünfjährigen Khin Yadanar Min einen nahezu ebenbürtigen Mitspieler finden.“

Um die Zucht Asiatischer Elefanten erfolgreich weiterzuführen, wird Ludwig nun im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in Heidelberg seine Pubertät verleben und weiter ausgebildet, bevor er später seine Rolle als Zuchtbulle in anderen Zoos übernehmen kann. Dazu ist es besonders wichtig, dass die Junggesellen eine gewisse Sozialkompetenz erlernen, um sich später in einer größeren Herde zum Oberhaupt zu entwickeln.

Der Tiergarten Heidelberg hatte sich bereits 2010 entschieden, speziell Elefanten-Jungbullen, die nach ein paar Jugendjahren den jeweiligen Familienverband verlassen müssen, bei sich aufzunehmen. Hierfür wurde ein spezielles Elefantenhaus mit weitläufigem Freibereich für bis zu 4 Jungbullen errichtet. Auf einer Gesamtfläche von ca. 3000 Quadratmetern vergnügen sich seit Sommer 2010 die Junggesellen unter anderem beim Bad im großzügigen Innenpool und auf dem weitläufigen Außenterrain. Anfang des Monats hatte „Voi Nam“ im Alter von 13 Jahren die Wohngemeinschaft verlassen, um in seinem Geburtszoo in Leipzig in der dortigen Elefantengruppe seine Rolle als Zuchtbulle zu übernehmen. Um einen optimalen Ersatz für den freigewordenen Platz auszuwählen, hatten sich die Heidelberger Elefantenpfleger den jungen Ludwig zunächst vor Ort in München angeschaut. „Wir sind alle bereits sehr gespannt auf das erste Zusammentreffen der Vier.“ betont auch Stefan Geretschläger, Elefantenpfleger im Zoo Heidelberg. „Die erste Nacht verlief bereits sehr entspannt und die Elefanten hatten Gelegenheit sich durch die abgetrennten Bereiche im Elefantenhaus zu „berüsseln“ und sich gegenseitig zu beschnuppern.“ Herzlich willkommen Ludwig.

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Freunde fürs (Er)Leben

Scheckübergabe vor Bärenanlage
Gerhard Bartelmus, Hans-Jürgen Pföhler und Dr. Dietrich Lorenz überreichen Spendenscheck an Dr. Klaus Wünnemann

Tiergartenfreunde übergeben Spendenscheck über 15.000 Euro an Zoo Heidelberg

Die Veränderungen im Zoo erfreuen auch die Mitglieder des Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., der den Zoo bereits seit über 80 Jahren unterstützt. Besonders die in Kürze fertiggestellte Erweiterung der Bärenanlage zeigt die eingeschlagene Richtung der Zoo-Entwicklungen in den nächsten Jahren.

Leben live erleben ist für Zoo-Direktor Dr. Klaus Wünnemann mehr als nur ein Slogan, mit dem der Zoo seine Philosophie nach außen zeigt. „Mit der Planung der Baumsavanne für die Löwen haben wir uns erneut Großes vorgenommen. Die Gestaltung einer nahezu realistisch anmutenden Safari-Atmosphäre für die Besucher soll jedem Gast das Gefühl vermitteln, von einem sicheren Aussichtspunkt die Tiere in freier Natur zu beobachten.“ erklärt der Zoo-Direktor das nächste große Bauprojekt. „Wichtig ist uns dabei ebenso das Wohlbefinden der Tiere und eine tiergerechte Umgebung.“

Dass dies ganz im Sinn der Tiergartenfreunde ist, dokumentiert nicht nur deren langjährige Treue zu „ihrem“ Zoo, sondern zeigt sich auch in der großzügigen Spende, die gestern von den Vorstandsmitgliedern überreicht wurde. Mit dem Scheck in Höhe von 15.000 Euro im Gepäck ist dies bereits der dritte Beitrag, den die Tiergartenfreunde für das Projekt Löwen übergeben. Bereits im Februar 2012 und August 2013 folgte der Verein dem Spendenaufruf für die lang anstehende Neugestaltung der Löwenanlage, die auch die angrenzend lebenden Stachelschweine und Erdmännchen einschließen wird.

„Heute konnten wir bereits an der sehr einladend gestalteten Bärenanlage erkennen, wie gut die Finanzmittel für die Projekte im Zoo eingesetzt werden. Es ist schön zu wissen, dass wir dazu beitragen.“ betont Dr. Dietrich Lorenz, 1. Vorsitzender der Tiergartenfreunde. Da sind sich auch Jürgen Pföhler, Schatzmeister und Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender einig. „Wir unterstützen den Zoo gerne mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Letztlich ist es für uns alle ein Gewinn, wenn sich der Tiergarten konstant weiterentwickelt. Unseren Mitgliedern liegt die Löwen-Außenanlage ebenso am Herzen und wir freuen uns, wenn das Projekt im nächsten Jahr umgesetzt wird.“ ergänzt Pföhler. Dennoch stehen viele Maßnahmen der geplanten Löwenanlage vor der grundsätzlichen Entscheidung der Umsetzung. Die Mittel, die für die einzelnen Elemente und Bestandteile der Löwenanlage benötigt werden, sind noch nicht komplett gesichert. Wünnemann, der sich herzlich für die Spende bei den Vertretern der Tiergartenfreunde bedankte, ist sich bewusst, dass notfalls das ein oder andere Element vorerst zurückgestellt werden muss. „Wir werden versuchen, für die innovativen Ideen zur Gestaltung von Gehege und Besucherbereich noch weitere Sponsoren zu finden und haben noch etwas Zeit, um auch über unseren Spendenaufruf auf der Zoo-Webseite einen Teil der Leistungen zu finanzieren, die nicht über den Zoo, die anteilige Finanzierung unseres Hauptgesellschafters, der Stadt Heidelberg und die bereits erhaltenen Spenden abgedeckt werden können.“

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Voi Nam ist aus der Elefantenbullen-WG ausgezogen

Elefant Voi Nam vor Apfelschriftzug
Abschied von Voi Nam. Foto: Zoo Heidelberg

Glücklicher Abschied mit besten Wünschen aus dem Zoo Heidelberg

Abschied und Neuanfang sind eng miteinander verknüpft. Auch der Abschied von dem Asiatischen Elefanten Voi Nam, den am vergangenen Freitag zahlreiche Gäste des Zoo Heidelberg mitfeierten, bedeutet einen Neubeginn für den 13 Jahre alten Jungbullen.

In den frühen Morgenstunden am Dienstag, 5. Mai war es soweit. Voi Nam, der sich in den letzten fünf Jahren in Heidelberg zu einem stattlichen Elefantenbullen entwickelte, machte sich auf seine Reise nach Leipzig. Es war eine Heimreise in seinen Geburtszoo, aus dem der junge Elefant damals nach Heidelberg entsandt wurde. Bereits damals war es ein logistisches Meisterwerk, den sicheren und ungewöhnlichen Transport in der Vorbereitung und auf der Strecke zu meistern.

Vorangegangen sind auch bei der jetzigen Reise zahlreiche Übungsstunden für den „jungen Wilden“. Für den reibungslosen Ablauf beim Verladen des fast vier Tonnen schweren Elefanten wurde in den letzten Wochen der Gang zur Transportkiste geübt. Mit Leckereien wie Äpfeln und Brotstücken wurde der sanfte Riese in den Behandlungsstand geleitet, von dem aus er am Reisetag in den Spezialcontainer gehen sollte. Voi Nam, der für seine ruhige Ausstrahlung auch gegenüber den anderen Elefanten in der Jungbullen-Gruppe von den Tierpflegern sehr viel Lob erhielt, arbeitete stets sehr kooperativ mit.

Als am Dienstagfrüh der acht Tonnen schwere Transportcontainer von einem Kran vor dem Tor zum Behandlungsstand abgestellt wurde und Voi Nam die Kiste betrat, zeigte sich der Erfolg der vielen Trainingseinheiten. „Es ist immer wieder ergreifend, wenn eines unserer Tiere die große Zoo-Familie verlässt. Aber wir sind auch stolz, wenn wir uns erinnern, wie Voi Nam damals zu uns kam, und wir jetzt von dem großen, starken Elefanten Abschied nehmen.“ teilt Dr. Klaus Wünnemann, Zoo-Direktor in Heidelberg mit.

Mit der Rückkehr in seinen Heimatzoo beginnt nun für den Jungbullen ein neuer Lebensabschnitt. Er wird als Zuchtbulle nach Leipzig zurückkehren. Koordiniert werden die jeweiligen Stationen für die vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Es erarbeitet Empfehlungen auf Basis genauer Daten über die einzelnen Tiere in Europäischen Zoos, welcher Elefant in welchen Zoo umziehen und welches Tier sich mit welchem paaren soll.

Zwei Elefantenpfleger aus Heidelberg, Tobias Kremer und Kim Klene, begleiteten Voi Nam, um ihn auch während der Reise als vertraute Stimmen zu betreuen und in den ersten Tagen die Eingewöhnung in der neuen Umgebung zu erleichtern.

Die Reise verlief reibungslos und so erreichte der außergewöhnliche Schwertransport gegen 18 Uhr den Zoo in Leipzig, wo bereits der Kran bereitstand, um die über 10 Tonnen schwere Lieferung in Empfang zu nehmen und behutsam vor dem Elefantenhaus abzusetzen.

Ob er sich bei den in Leipzig angebotenen Äpfeln an einen Geschmack aus seiner Kindheit erinnerte, ließ Voi Nam nicht konkret erkennen. Prüfend nahm er die Leckereien in Augenschein und betrat nach kurzem Zögern das neue Terrain. „Wir danken den Heidelberger Kollegen und freuen uns, dass Voi Nam zurück ist und wir mit ihm die Anstrengungen bei der Erhaltungszucht der stark gefährdeten Asiatischen Elefanten fortsetzen können“, sagt Leipzigs Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Der Rückkehrer wird zunächst im rückwärtigen Bereich eingewöhnt und ist erst in einigen Tagen für die Zoobesucher in Leipzig zu sehen.

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Voi Nam geht zurück nach Leipzig

Voi Nam ist aktuell der Größte im Zoo Heidelberg und kommt leicht an die Leckerein oben. Foto: Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg

Abschied eines Elefantenbullen im Zoo Heidelberg

In der Wohngemeinschaft der jungen Wilden rückt der Abschied des größten Elefantenbullen näher. Nach knapp 5 Jahren wird der stattlich herangewachsene Bulle Voi Nam die Junggesellen-WG verlassen und in seinen Heimatzoo nach Leipzig zurückkehren.

Bereits bei seiner Ankunft im Zoo Heidelberg war es vorherbestimmt, dass er einmal die Gesellschaft der anderen Jungbullen verlassen wird. In Heidelberg verbleiben alle Elefanten nur eine begrenzte Zeit. „Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ist Heidelberg eben nur eine Zwischenstation“ informiert Tobias Kremer, Tierpfleger im Elefantenrevier über seine Schützlinge. Wobei das „nur“ in seiner Aussage eine glatte Untertreibung ist. Die Elefantenanlage, die eigens für die Jungbullen ausgebaut wurde, ist in ihrer Form bundesweit einzigartig. Besonders solide und stabile Stahlelemente im Pflegerbereich erinnern etwas an den Film „Jurassic Park“ und lassen nur erahnen, welchen Kräften diese Anlage gewachsen sein muss. Immerhin wiegt der jüngste Mitbewohner, Khin Yadanar Min, selbst bereits über 1,7 Tonnen. Diese Phase, in der die Junggesellenzeit ihre Kräfte mit anderen Bullen messen, ihr Selbstbewusstsein aufzubauen und wichtige Aspekte des Sozialverhaltens lernen, ist für die Tiere besonders wichtig. Nach den ersten Jahren unbeschwerten Lebens bei der Mutter und den Tanten in ihrer Geburtsgruppe wechseln sie in einen Junggesellenverband, bis sie alt genug sind, in einem anderen Zoo als Zuchtbulle eingesetzt zu werden.

„Manchmal geht es bei den kleinen Machtspielen zwischen den Jungs etwas ruppig zu“ weiß da auch Kremer zu berichten „obwohl die übermütigen Teenager unter sich gerne mal ihre Grenzen ausloten, arbeiten sie mit den Pflegern bei den Übungen gut mit.“ In Heidelberg wird im Umgang mit den Elefanten der „geschützte Kontakt“ praktiziert. Das heißt, es erfolgt kein direkter Kontakt zwischen den Pflegern und dem Tier. Beispielsweise muss das Heben des jeweiligen Fußes und Stationieren am Gitter zum Pflegerbereich auf spezielle Kommandos funktionieren. Dies ermöglicht den Pflegern und Tierärzten die notwendigen Kontrollen und Untersuchungen durchzuführen. Ob dies nun ein Blick auf die Fußsohle oder eine Blutabnahme am Ohr ist - all dies erfordert kontinuierliche Arbeit mit den Elefanten. Für gute Mitarbeit gibt es dann aber auch immer Leckereien in Form von Brot oder Obst.

Voi Nam ist aktuell der älteste Mitbewohner in der reinen Jungbullengemeinschaft und hat erst vor kurzem seinen 13. Geburtstag gefeiert. Jetzt kehrt er wieder zurück in seinen Heimatzoo, wo er auf seine künftige Aufgabe als Zuchbulle herangeführt wird.

Im Mai wird Voi Nam die Reise nach Leipzig antreten. Die Pfleger bereiten Ihn bereits auf den Transport vor. Im Augenblick steht das Training für den reibungslosen Ablauf des 4,1 Tonnen schweren Elefanten im Vordergrund. Auch dabei setzt das Zoo-Team auf das Belohnungssystem und arbeitet mit viel Geduld. Zum Glück sind auch für den 2,70 m großen Bullen Äpfel und Bananen immer ein besonders verlockender Genuss und er arbeitet gut mit.

Da wird sich Voi Nam freuen, wenn am 1. Mai im Zoo eine Überraschung auf ihn wartet. In Vorbereitung seiner Reise wird es eine Abschiedsfeier geben, bei der auch Zoo-Direktor Dr. Klaus Wünnemann in persönlichen Worten dem zweiten Ausziehenden aus der Elefanten-WG bei den „jungen Wilden“ für seinen weiteren Weg noch gute Wünsche mitgeben wird.

Besucher, die am 1. Mai beim Elefantenhaus gegen eine kleine Spende Äpfel, Bananen und andere Leckereien erhalten, können diese dann persönlich auf dem Außenbereich der Elefantenanlage für Voi Nam hinterlegen. Zwischen 11 und 12 Uhr wird hierzu der Außenbereich für diese Aktion zugänglich sein, sodass Voi Nam, der von den Tierpflegern besonders wegen seiner entspannten Art geschätzt wird, pünktlich zur Mittagszeit zunächst alleine seinen Abschiedsgruß genießen kann, bevor seine Mitbewohner Gandhi, Tarak und Yadanar an der süßen Feier teilnehmen werden.

Alle Freunde und Besucher sind eingeladen, an diesem Event teilzuhaben. Die Spenden werden selbstverständlich für Enrichment-Maßnahmen bei den Elefanten verwendet. Der ein oder andere kann vielleicht sogar noch eine persönlichen Abschiedsgruß von Voi Nam erhalten. Bei einer kleinen Versteigerung werden noch einige wenige Fußabdrücke von Voi Nam versteigert. Diese sind im Rahmen der durchgeführten Enrichment-Aktivitäten, bei denen die Elefanten mit Farben und auch Pinsel künstlerische Werke gestalten, entstanden. Für seinen neuen Lebensabschnitt im Zoo Leipzig wünscht das ganze Zoo-Team alles Gute. 

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Nachwuchs in der Elefantenjungbullen-WG

Elefant Ludwig aus München
Ludwig kommt. Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller

Ein neuer Mitbewohner kommt aus München

Im Mai wir der junge Ludwig (4) aus Bayern in die Heidelberger Wohngemeinschaft bei den Elefanten einziehen. Der 1,6 t schwere Asiatische Elefant aus München wird das jüngste Mitglied in der Bullengruppe, die erst im Herbst letzten Jahres Khin Yadanar Min als Neuzugang begrüßte.

Der aus der Serie „Nashorn, Zebra und Co“ bekannte Fernsehstar, wird Anfang Mai noch seinen  4. Geburtstag in seinem Heimatzoo in Hellabrunn, München feiern. Dort lebte er bisher in einer Gruppe mit 4 ausgewachsenen Elefantenkühen. Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Ludwig und er wird sich, wie seine wildlebenden Artgenossen, einer Gruppe junger Elefantenbullen anschließen. Gemeinsam mit den Teenagern in Heidelberg wird er die nächsten Jahre zusammenleben, Erfahrungen sammeln und sich später einmal in einem anderen Zoo als Zuchtbulle einer Herde anzuschließen.

„In der Gruppe unserer „jungen Wilden“ wird er zusätzlichen zu den Erfahrungen mit den andern männlichen Elefanten auch weiter ausgebildet, um später gut in einem anderen Zoo als Leit-/Zuchtbulle seinen Platz zu finden“ teilt der Heidelberger Zoodirektor Dr. Wünnemann mit. Mit der Einrichtung der in Deutschland einmaligen „Zwischenstation“ für junge männliche Elefanten leistet der Zoo Heidelberg einen wichtigen Beitrag zu den Zuchtmaßnahmen, die vom EEP (Europäischen Erhaltungszuchtprogramm) koordiniert werden  und trägt so zum Erhalt der Asiatischen Elefanten bei.

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Meister Lampe im Zoo Heidelberg unterwegs

Osterküken im Zoo Heidelberg

Lebensgroßer Osterhase und weitere Überraschungen am Ostersonntag

Wo ist es wohl am wahrscheinlichsten dem Osterhasen am Sonntag zu begegnen? Natürlich im Zoo Heidelberg. Zusammen mit seinen fleißigen Helfern zieht der Zoo-Hase am Sonntag durch die Parkanlage und hat für die kleine Gästen unter den Besuchern kleine Überraschungen im Korb dabei.

Der Zoo hat sich für den hohen Gast besonders schön herausgeputzt und hält noch zusätzliche Überraschungen für die großen und kleinen Besucher bereit.  Die jungen Lämmer bei den Skuddenschafen hüpfen bereits fröhlich auf der Anlage und auf dem gesamten Zoo-Gelände strecken die Osterglocken und die Tulpen bereits ihre Blüten in die Frühlingssonne.

Aus vielen Wipfeln der hochgewachsenen Bäume in der großzügigen Parkanlage hört man den Gruß der Klapperstörche. Mit bereits über 12 Paaren hofft der Zoo Heidelberg auf einen neuen Besucherrekord bei den jährlich wiederkehrenden Sommergästen.

Einige der im Zoo lebenden Vögel brüten bereits auf den frischgelegten Eiern und verbergen so den künftigen Nachwuchs. So können auch die am besten versteckten Eier von den Zoobesuchern nicht entdeckt werden: Das Weibchen der Papua-Hornvögel hat sich zum Schutz gegen mögliche Fressfeinde kurzerhand samt Gelege im Nest eingemauert. Lediglich über eine kleine Öffnung versorgt nun das fleißige Männchen zuverlässig sein Weibchen mit Nahrung. Erst wenn die Jungtiere groß sind, wird das Weibchen die Mauer durchbrechen und das Nest verlassen.

Flauschig und gut sichtbar zeigen sich hingegen die frischgeschlüpften Hühnerküken im Afrikahaus. Die quirligen kleinen Federbällchen haben dort in einem großen Frühlingsgehe ihr „gemeinsames Nest“ aus Stroh und Hobelspänen bezogen und genießen die Wärme unter der Rotlichtlampe.

Abgerundet wird der interessante und abwechslungsreiche Osterausflug mit dem Streichelzoobereich. Dort können die kleinen Besucher ganz nah ran an die jungen Zicklein, die gerne mit dem Futter aus den dort angebrachten Automaten gefüttert werden dürfen.

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Frühlingsanfang auch im Zoo Heidelberg

Sumatratiger in Beobachtungsposition - Zoo Heidelberg
Tebo beobachtet aufmerksam die Tigerdame. Foto: Susi Fischer

Weckt die Frühlingssonne auch die Gefühle im Heidelberger Tigergehege?

Es pfeift und trällert in den Bäumen und an zahlreichen Stellen im Zoo hört man das Geklapper der Störche von den Baumwipfeln. Da ist es gut nachvollziehbar, dass unter den Besuchern des Zoo Heidelberg häufig die Frage „Und? Wie klappt es zwischen den beiden?“ gestellt wird. Damit ist die Liebesbeziehung zwischen den Tigern Tebo und Tila gemeint.

Der stattliche Sumatratiger Tebo ist vor ein paar Wochen als potentieller neuer Partner für die Tigerdame Tila im Zoo Heidelberg eingezogen. Bei ihrem vorherigen Partner Asim zeigte sich die Tigerkatze als äußerst launisch. Das anfänglich gute Verhältnis entwickelte sich letztlich nicht sehr positiv, sodass der männliche Tiger im Februar ausgetauscht wurde. Mit dem Einzug von Tebo, der besonders durch die auffällige Wangenbartbehaarung zu erkennen ist, sieht es momentan gut aus. Das anfängliche drohende Gefauche der Tigerin hat sich eingestellt und beide sind häufig am Kontaktgitter zwischen den beiden Gehegebereichen zu sehen.

­Die Tierpfleger beobachten und analysieren täglich das Zusammenspiel zwischen den beiden. Abwechselnd werden sie, noch getrennt voneinander, in die Außenbereiche der Tigeranlage gelassen. Dabei ist es interessant zu beobachten, wie sich beide immer wieder mit den Gerüchen des anderen beschäftigen und versuchen, über das Kontaktgitter den anderen zu entdecken.

Ob der Frühling auch das Liebesleben der Tiger in Schwung bringt, muss sich noch zeigen. Ein gutes Zeichen für die sich entwickelnde Partnerschaft war die auffällige Rolligkeit der Tigerdame. „In dieser Phase zeigte Tila deutlich ihr Interesse an Tebo. Wir warten nun ab, ob dieses Interesse auch außerhalb der hormonellen Hochphase anhält.“ gibt Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg, Auskunft. Gemeinsam mit dem Leiter des Raubtierreviers, Jörg Kubacki, wurde geplant, die beiden Tiger bei der nächsten Rolligkeit von Tila zusammenzuführen.

Es wäre mehr als wünschenswert, wenn wir die beiden künftig gemeinsam auf die Anlage lassen können und mit etwas Glück der Funke überspringt, sodass wir bald mit Nachwuchs rechnen können.

Die Sumatratiger stehen bereits seit 1996 auf der Liste der stark bedrohten Tierarten, da in ihrer Heimat, besonders durch die Vergrößerung von Palmölplantagen, ihr Lebensraum mehr und mehr eingeschränkt wird. Obwohl die Jagd auf den Sumatra-Tiger nach indonesischem Recht verboten ist, bleibt der illegale Handel mit Teilen der Tiere noch aktiv. So wurden noch in den letzten Jahren nachweislich die Teile von über 25 Sumatratigern auf den Märkten der Insel zum Verkauf angeboten. Aktuell wird das natürliche Vorkommen der ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra lebenden Tiere nur noch auf gerade mal knapp über 500 Exemplare geschätzt.

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Heidelberg freut sich über Neuzugang aus den Niederlanden

Gorilla streckt Fußzeh ins Wasser
Shaila aus Arnheim / Foto: Theo Kruse - Königlicher Burgers’ Zoo

Die achtjährige Gorilladame Shaila aus Arnheim wird bald im Zoo Heidelberg zu sehen sein.

Die Jagd auf die Menschenaffen und der Verlust des natürlichen Lebensraums durch Entwaldung dezimieren die natürlichen Vorkommen der westlichen Flachlandgorillas. Neben dem Handel mit „bushmeat“ als besondere Spezialität forderte auch Ebola zahlreiche Opfer. Um dem Aussterben der dem Menschen so nahen Verwandten entgegenzuwirken, wurden die Flachlandgorillas bereits seit vielen Jahren in das Erhaltungszuchtprogramm der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) aufgenommen.

In Arnheim konnte der Zoo in den letzten Jahren sehr gute Zuchtergebnisse verzeichnen und freute sich regelmäßig über Nachwuchs in der Gorillagruppe.

Der Neuzugang, der am Dienstag, 10. März 2015, in Heidelberg eintraf, wurde im Dezember 2006 in Arnheim geboren. In ihrer Geburtsgruppe wuchs Shaila zusammen mit Ihrer Mutter, dem Vater und weiteren Weibchen auf. Nachdem sie nun die Geschlechtsreife erreichte und ebenso wie in der Natur ihr Auszug aus der Gruppe anstand, kam die Empfehlung im Rahmen des EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm), Shaila nach Heidelberg zu schicken. Aufgrund der genetischen Voraussetzungen wurde Silberrücken Bobo im Zoo Heidelberg als optimaler Partner für die Gorilladame ausgewählt.

Durch den Einzug der sozialerfahrenen Shaila wird zudem ein positiver Einfluss auf die Heidelberger Gorilla-Gruppe erwartet. Die Gewöhnung an die anderen Gorilladamen ZsaZsa und N‘Gambe aber auch an Jungmännchen Kwame und das Gruppenoberhaupt Bobo wird Schritt für Schritt erfolgen. Besonders im Umgang mit den sehr sensiblen Gorillas erfordert die Zusammenführung sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen. In diesem Zusammenhang war Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers im Zoo Heidelberg, bereits seit Sonntag vor Ort in Arnheim, wo sie sich mit den Pflegern über die Bedürfnisse und Besonderheiten der Gorilladame austauschte und einen ersten persönlichen Kontakt mit Shaila aufbaute. Maurice Spikker-Hogenkamp, Tierpfleger aus dem Burgers‘ Zoo in Arnheim, wird die ersten Tage als vertrauter Kontakt die Eingewöhnungsphase in Heidelberg begleiten.

Die Kontakte zu den anderen Weibchen und den beiden männlichen Artgenossen wird zunächst abgeschirmt von den Besuchern durch ein Kontaktgitter erfolgen. Nach und nach wird Shaila mit dem Männchen Bobo und den beiden Weibchen zusammengeführt. Für Besucher wird in dieser Zeit das Affenhaus teilweise geschlossen bleiben. Es wird folglich noch einige Tage dauern, bis die Besucher den Neuzugang aus Holland in Heidelberg live erleben können.

Nach dem Neubau der Gorilla-Außenanlage, die für 2017 geplant ist, wird es auch wieder Nachwuchs in der Heidelberger Gorillagruppe geben. Wenn Shaila sich gut eingelebt hat, wird sie hoffentlich zum ersten Mal ein Jungtier zur Welt bringen.

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Neulinge im Streichelzoo in Heidelberg

zwei Zwergziegen-Zicklein braun und schwarz
Die jungen Zicklein im Streichelzoo erfreuen nicht nur Kinderherzen. Foto: Heidrun Knigge

Junge Zicklein im Zoo Heidelberg

Nicht gerade kleinlaut, eher klein und laut ist der neue Nachwuchs im Zoo Heidelberg, der seit kurzem im Streichelzoobereich meckert und blökt. Ein Teil des zahlreichen Zwergziegennachwuchses hält sich noch vorzugsweise im warmen Stall auf. Die jungen Zicklein wachsen dank der guten Milch ihrer Mütter kräftig heran und einige haben gemeinsam, wie das kleine Schwarznasen-Lamm, bereits den Weg ins Freie gewagt.  Tollpatschig erkunden die Kleinen gemeinsam das Gehege des Streichelzoos. Wenn die Witterung es erlaubt, kommt in Kürze die gesamte Kinderschar nach draußen.

Beim Anblick der Kleinen mit den winzig kleinen Hornansätzen kommen nicht nur Kinder in Streichellaune. Die kleinwüchsigen, afrikanischen Zwergziegen mit ihren Kulleraugen, dem zierlichen Näschen und dem kleinen runden Körper wecken auch bei erwachsenen Besuchern das Fürsorgeverhalten. Dieser natürlichen Empfindung können die Besucher mit Füttern und Streicheln gerne nachkommen. Für die Fellpflege hat das Zoo-Team zwei Kisten mit Bürsten aufgestellt und los geht’s. Das tut nicht nur den Ziegen gut, sondern ist auch für die Kinder ein großer Spaß. 

Afrikanische Zwergziegen sind ursprünglich von West- bis Ostafrika verbreitet, werden in Herden von 50 bis 1000 Tieren gehalten und dienen vor allem der Versorgung mit Fleisch und Milch. Die werden nur vierzig bis fünfzig Zentimeter groß und wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm. Es gibt sie in den Farbschlägen braun, grau, weiß und schwarz, die meisten Tiere haben allerdings ein geschecktes Fell. Nachwuchs gibt es bei den Zwergziegen mehrmals im Jahr, da sich die Tiere das ganze Jahr über paaren. Die Tragezeit beträgt 5 Monate und die Ziegen werfen je Geburt 1 - 3 Junge. Zwergziegen können im Abstand von 8 Monaten werfen, die Entwöhnung findet bereits nach nur 4 Monaten statt. Zwergziegen können zwischen 15 und 20 Jahre alt werden.

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