Pressemitteilungen

Seltener Schopfhirsch im Zoo Heidelberg geboren

Junger Schopfhirsch mit Mutter auf der Wiese
Jungtier Trixie wurde am 18.04.2016 geboren. Foto: Petra Medan

Große Freude über einen kleinen Hirsch

Der Heidelberger Zoo ist einer der wenigen Zoos in Europa, der seltene Schopfhirsche hält. Umso größer war die Freude, dass es im April erneut Nachwuchs bei diesen kleinen Paarzehern gab. Mit Trixie haben die Elterntiere Goofy und Mieke bereits zum sechsten Mal für Nachwuchs gesorgt. In den Zoos von Magdeburg, Osnabrück und Berlin leben Nachkommen der Heidelberger Schopfhirsche.

Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 110 und 160 Zentimeter. Namengebendes Merkmal dieser scheuen Tiere ist der schwarzbraune Haarschopf am Kopf. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, Lippen, Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Das kleine Geweih, das nur die Männchen tragen, ist meist gänzlich im Schopf verborgen. Männliche Schopfhirsche haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange Eckzähne am Oberkiefer, die sehr prägnant aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in Kämpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufügen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blättern, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei.

Beheimatet sind Schopfhirsche im zentralen und südlichen China. Ob es im nördlichen Burma noch Bestände gibt, ist nicht bekannt. Es wurden über einen längeren Zeitraum keine Tiere mehr gesichtet. Die Vernichtung ihres Lebensraumes durch Abholzung und Rodung sowie die starken Bejagung sind dafür verantwortlich, dass diese Hirschart als potentiell gefährdet gilt. Nachzuchten dieser seltenen Tiere sind deshalb besonders wertvoll.

Die Schopfhirsche im Zoo Heidelberg leben gemeinsam mit den Kleinen Pandas in einem großen Gehege. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

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Nachwuchs bei Mähnenibissen und Inkaseeschwalben

Junge Inkaseeschwalbe (Foto Petra Medan)

Im Zoo Heidelberg übernehmen Tierpfleger übergangsweise Elternrolle

Der Mähnenibis verdankt seinen Namen dem auffallend langen Federschmuck am Kopf und dem mantelartigen Schultergefieder. Auch als Schopfibis bekannt gehört diese Vogelart zur Familie der Ibisse und Löffler. Seine Heimat ist Madagaskar, wo er paarweise sowohl die Trocken- als auch die Regenwälder bewohnt. Die ausgesprochenen Bodenbewohner ernähren sich in erster Linie von Insekten und deren Larven, die im Laub und Moos der Waldböden leben. Wegen des Verlusts an Lebensraum und illegaler Bejagung gilt der Mähnenibis als potenziell gefährdet.

Erst seit einigen Jahren werden Mähnenibisse in wenigen europäischen Zoos gehalten. Im Zoo Heidelberg lebt seit 2014 ein Pärchen Mähnenibisse. Nachdem es im Jahr 2000 im Vogelpark Walsrode zur Welterstzucht in menschlicher Obhut kam, war 2014 die Freude groß, dass von dem Heidelberger Pärchen ebenfalls zwei Jungvögel erfolgreich aufgezogen wurden. In diesem Frühjahr legte das Weibchen erneut Eier. Um ein zweites Gelege dieser seltenen Vogelart zu ermöglichen, nahmen die Pfleger diesmal die Eier aus dem Nest, um sie in der Brutmaschine auszubrüten. Nach ca. 23 Tagen schlüpften nun drei Jungvögel. Die Rolle der Eltern, die Jungtiere über den ganzen Tag verteilt zu füttern, übernehmen nun die Pfleger und füttern die Jungvögel bis zu sieben Mal am Tag. Dies dauert nun noch ca. vier Wochen, bis die Tiere flügge werden und dann das Nest verlassen.

Weiteren Nachwuchs im Vogelrevier des Zoo Heidelberg gibt es auch bei den Inkaseeschwalben im Küstenpanorama. Bei den schiefergrauen Vögeln mit knallrotem Schnabel und dem auffallend nach außen gebogenen weißen 5 cm langen Federbüscheln am Schnabel wurden fleißig Eier gelegt.

Da Inkaseeschwalben jedoch besonders anfällig gegenüber dem für Menschen völlig ungefährlichen Erreger der Vogelmalaria sind, wurden auch hier die Gelege zur Handaufzucht entnommen. Im Zoo Heidelberg wurde eine wirksame Methode gefunden, Vögel gegen eine Infektion mit den Erregern der Vogelmalaria zu schützen. Medikamentelle Prophylaxe und Mückenbekämpfung gehen Hand in Hand, um die empfindlichen Inkaseeschwalben zu schützen. Die sechs Jungvögel, die Ende April geschlüpft sind, werden noch etwa 6 - 8 Wochen von den Pflegern mit der Hand aufgezogen, bis sie flügge werden. Inkaseeschwalben sind an der südamerikanischen Pazifikküste beheimatet und jagen im fischreichen Humboldtstrom. Sie folgen Fischerbooten, um so an Fischreste zu kommen. Auch begleiten sie Seelöwen, Wale und Kormorane, um von ihnen aufgescheuchte Fische zu fangen. Im Zoo Heidelberg kann man die Inkaseeschwalben vergesellschaftet mit anderen Seevögeln in der begehbaren Voliere beobachten.

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Nachwuchs bei den Hanuman-Languren im Zoo Heidelberg

Hulman-Weibchen mit Jungtier - Zoo Heidelberg
Hulman-Weibchen mit Jungtier - Zoo Heidelberg

Am Morgen des 17. April erwartete die Tierpfleger des Affenreviers im Zoo Heidelberg erneut ein freudiges Ereignis. Nach der Geburt von Orang-Utan-Baby Berani vier Wochen zuvor hatte in der Nacht eines der Hulman-Weibchen ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Fest gekuschelt an den Bauch seiner Mutter blickt es mit großen Augen in die Welt. Noch ist die zartrosa Haut nur von wenig Fell bedeckt. Anfangs sah man es noch ausschließlich fest an das Fell seiner Mutter geklammert. Doch bereits ab dem zweiten Tag konnte man beobachten, wie sich die anderen Gruppenmitglieder um das Kleine kümmerten. Dies ist bei vielen Affenarten durchaus üblich, so kann die Mutter in Ruhe nach Nahrung suchen und junge Weibchen können für ihre spätere Mutterrolle üben. Ob das Kleine ein Mädchen oder Junge ist, wird noch einige Zeit sein Geheimnis bleiben. In einigen Monaten, wenn das Jungtier groß genug ist, kann man das Geschlecht eindeutig bestimmen.

Hanuman- oder Hulman-Languren leben meist in so genannten Harems- oder Einmanngruppen, bestehend aus einem erwachsen Männchen und mehreren Weibchen mit deren Jungtieren. Im Zoo Heidelberg leben derzeit neun dieser Schlankaffen in einer Gruppe. Zuchtmann und Chef ist Hector, ein stattlicher Hulman-Mann, der seit 2011 im Zoo Heidelberg lebt.

Der Name Hanuman-Languren stammt aus dem Hinduismus und bezieht sich auf den Affengott Hanuman: Der Legende zufolge, entführte Ravana, der Fürst der Dämonen, Sita, die Gattin des Prinzen Rama, der sie zusammen mit Hanuman verfolgte. Sie konnten Ravana besiegen und Sita befreien. Dabei gelang es Hanuman noch rasch eine Mango aus dem Garten des Dämonen zu entwenden und so wurde diese Frucht erstmals zu den Menschen nach Indien gebracht. Als Strafe wollte Ravana Hanuman auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Der kluge Affe konnte jedoch entkommen und trägt seither die schwarz verbrannten Hände und ein schwarzes Gesicht.

Die Hulman- bzw. Hanuman-Languren zählen als heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten Indiens. Viele Hanuman-Languren haben sich als Kulturfolger an die Nähe des Menschen gewöhnt. Die reinen Pflanzenfresser kommen somit in der Nähe menschlicher Siedlungen vor. Den Hauptbestandteil ihrer Nahrung machen Blätter aus, daneben nehmen sie auch Früchte, Blüten und Samen zu sich.

Ihr Magen weist eine bemerkenswerte Besonderheit auf: Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt somit dem der Wiederkäuer.

Die Hulman-Gruppe im Zoo Heidelberg lebt im „Kleinen Affenhaus“. Dort können Besucher außerdem Goldgelbe Löwenäffchen und eine Gruppe Roloway-Meerkatzen beobachten.

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Orang-Utan Berani ist Besuchermagnet

Mutterliebe - Sari mit Berani. Foto Susi Fischer

Mutter Sari ist nun regelmäßig mit ihrem Nachwuchs zu sehen

In den letzten vier Wochen kamen viele Menschen in den Zoo mit einem ganz bestimmten Ziel: Sie wollten den kleinen Orang-Utan sehen. Denn auf ein Orang-Utan–Baby haben die Heidelberger Zoobesucher seit 22 Jahren gewartet. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt machte sich die junge Mutter im Schaugehege noch sehr rar. Doch in den letzten zwei Wochen hatten immer mehr Zoobesucher das Glück, Sari mit ihrem Sohn Berani beobachten zu können. „Gerade weil Sari fast den ganzen Tag die Wahl hat, ob sie sich im Schaugehege oder im Ruhebereich aufhalten will, ist sie nun im Umgang mit den Besuchern völlig entspannt“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Und ist mal zu viel Trubel im Affenhaus, zieht sich Sari mit ihrem Baby lieber zurück oder versteckt sich und Berani unter ihrer Lieblingsdecke. Für die Besucher heißt das dann warten oder später noch mal wiederkommen. Die 13jährige Sumatra-Orang-Utan-Dame hat zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. „Sie macht das großartig“, berichtet Tierpfleger Norman Hänel. „Sari ist eine sehr gute Mutter, die sich liebevoll um ihr Junges kümmert.“ Gemeinsam mit dem Kindesvater Ujian (22) und Mitbewohnerin Puan (27) lebt Sari seit 2011 in Heidelberg.

Nachdem Ujian und Puan die Möglichkeit hatten, den Nachwuchs getrennt durch ein Gitter durch Riechen und Tasten kennenzulernen, wagten die Tierpfleger zuversichtlich den nächsten Schritt: Die Zusammenführung der Gruppe. „Puan zeigte sich gleich sehr interessiert“, erzählt Norman Hänel. „Wenn sie jedoch meinte, sich in die Erziehung einmischen zu müssen, erhielt sie umgehend eine Zurechtweisung von Kindesmutter Sari. Ujian jedoch interessiert sich nicht sonderlich für das Neugeborene. Wie in der freien Wildbahn überlässt er die Jungenaufzucht lieber dem weiblichen Geschlecht.“ Seit Anfang der Woche ist die Orang-Utan-Gruppe tagsüber dauerhaft zusammen. Oftmals kann man beobachten, dass Puan die junge Mutter „groomt“. „Grooming“, besser bekannt unter dem Begriff „Lausen“, dient nicht nur der Fellpflege, um beispielweise Schmutz und Ungeziefer loszuwerden. Das Ritual hat eine wichtige soziale Bedeutung und fördert die Entspannung. Es dient dazu, Freundschaften zu pflegen, Zusammenhalt zu demonstrieren und sich den Beistand von Gruppenmitgliedern im Fall von Streitigkeiten zu sichern. Für Puan ist es eine gute Gelegenheit, ganz nah bei Mutter und Kind zu sein und alle Lebensäußerungen des Kleinen mitzubekommen. Der hat übrigens eine enge verwandtschaftliche Beziehung zum Neckar: Sein Großvater Sandokan wurde im Zoo Heidelberg geboren und seine Urgroßeltern sind Munna und der unvergessene Nogger.

Orang-Utans leben ausschließlich in Asien und kommen heute nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor. Der Sumatra-Orang-Utan, der mit einer kleinen Gruppe im Zoo Heidelberg vertreten ist, wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als eine der 25 am stärksten vom Aussterben bedrohten Affenarten eingestuft und steht somit auf der Roten Liste. Als Hauptgründe zählen der illegale Handel, Wilderei und der Verlust des Lebensraumes. In den letzten 20 Jahren verloren die „Waldmenschen“ vor allem durch die Abholzung von Regenwald etwa 60 Prozent ihres Habitats.

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Löwenpaar im Zoo Heidelberg angekommen

Abschied vom Zoo Hannover

Ein Berberlöwenpaar bezog gestern sein neues Domizil im Zoo Heidelberg

Gesund und wohlbehalten sind Binta (8) und Chalid (10) im Zoo Heidelberg angekommen. Die zwei Berberlöwen wurden am Montagmorgen im Zoo Hannover in eine kurze Narkose gelegt, um sie in die Transportkisten zu verladen und auf ihre Reise nach Heidelberg zu schicken. „Binta und Chaild geht es gut“, freut sich Dr. Barbara Bach. Die Zootierärztin ließ sich vom Einladen der Tiere bis hin zur Ankunft in Heidelberg regelmäßig telefonisch auf dem Laufenden halten. Am Abend konnte sie dann, zusammen mit den Tierpflegern und der Kuratorin Sandra Reichler, erleichtert die neuen Schützlinge empfangen. „Das Ausladen hat dank der Erfahrung des Transporteurs und der Tierpfleger hervorragend funktioniert. Damit sich unsere Löwen gut an ihr neues Zuhause und die neuen Tierpfleger gewöhnen können, blieb das Raubtierhaus heute geschlossen. Auch in den nächsten Tagen wird das Haus nur zeitweise geöffnet sein. Das hängt ganz davon ab, wie schnell sich Binta und Chalid eingewöhnen“, so Reichler.

Löwin Binta stammt ursprünglich aus dem Zoo Rabat in Marokko, bevor sie 2009 nach Hannover kam. Löwe Chalid folgte 2010 aus dem englischen Zoo Port Lympne.

Berberlöwen sind die größte und schwerste Unterart der Löwen. Männchen werden im Schnitt 200 - 250 kg schwer und erreichen eine Schulterhöhe bis zu 1,10 m. Ein besonders herausstechendes Merkmal der männlichen Berberlöwen ist die lange, dunkle Mähne, die bis weit über die Schultern und unter den Bauch wächst. Weibliche Berberlöwen können bei einer Schulterhöhe von 0,90 m bis 180 kg Gewicht erreichen. Die Heimat dieser majestätischen Tiere waren einst die nordafrikanischen Staaten zwischen Mittelmeer und Sahara. Dort waren sie in Gebirgswäldern, Steppen und Halbwüsten zuhause. Zum Verhängnis wurde dieser prächtigen Löwenart die große Beliebtheit der Löwenjagd bei den nordafrikanischen Völkern. Je mehr Löwen ein ägyptischer Pharao erlegte, desto höher war sein Ansehen. Auch der unersättliche Bedarf der Römer an diesen Tieren, um sie bei Gladiatorenkämpfen in ihren Arenen gegen Sklaven und Christen einzusetzen, dezimierte den Bestand erheblich. Seit 1920 sind die Berberöwen in der freien Wildbahn ausgerottet. Die letzten überlebenden Berberlöwen waren Eigentum des marokkanischen Königs Hassan II., der einige dieser Tiere in seinem Privatzoo hielt. Im Jahr 1970 schenkte der König die Tiere dem marokkanischen Nationalzoo Rabat, von dem dann immer wieder Nachzuchten an ausgewählte Zoos auf der ganzen Welt weitervermittelt wurden. Aktuell leben weltweit 99 Berberlöwen in Zoos.

Auch wenn im Laufe der Zeit wahrscheinlich einige wenige Individuen anderer Unterarten eingekreuzt wurden, beschloss man 1992, innerhalb des Europäischen Zooverbandes (EAZA) die Berberlöwen als eigene Unterart in ein Zuchtbuch aufzunehmen und somit nun auch in Europa zu züchten. Gemeinsames Ziel ist es, in der Zukunft eine Population in ihrer ursprünglichen Heimat zu etablieren.

„Mit der Übernahme des bereits in der Zucht erfahrenen Paares wird sich der Zoo Heidelberg am Erhaltungszuchtprogramm dieser seltenen Löwenart beteiligen“, so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir hoffen natürlich nach Ausbau der Löwenanlage auf Nachwuchs, um unsere umfangreiche Artenschutzarbeit um ein weiteres, wichtiges Projekt zu ergänzen“.

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Laufen für die Löwen

Läufer am Start

Der vierte und letzte Löwenspendenlauf war ein voller Erfolg!

Am Sonntag, den 10. April, passte einfach alles: Sonniges Wetter, hochmotivierte Läufer und eine einmalige Strecke durch und um den Zoo machten den Tag für die Sportler, Zuschauer und Helfer zu einer gelungenen Veranstaltung. Die Laufroute startete wie in den Vorjahren am Löwengehege, verlief weiter außerhalb des Zoos entlang des Neckarufers und vorbei an der Elefantenanlage bis zum Ziel am Löwengehege. Wahlweise konnten ein bis drei Runden gelaufen werden. Mit jeweils 3050 m hatte jeder Läufer die Möglichkeit, selbst die optimale Länge seiner Rennstrecke auszuwählen.

„Die Resonanz war beeindruckend. Zahlreiche Zoo- und Lauffreunde nutzten die Gelegenheit, in dieser besonderen Atmosphäre zu laufen und mit ihrem Startgeld einen Beitrag für die Erweiterung der Löwenanlage zu leisten.“ so Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer im Zoo Heidelberg. Der ambitionierte Sportler hatte bereits zum vierten Mal dazu aufgerufen, beim Zoo-Lauf zugunsten der Löwen teilzunehmen. „Ein besonderer Dank gilt den freiwilligen Helfern, ohne die so eine gelungene Veranstaltung nicht möglich wäre. Auch die beteiligten Zoomitarbeiter haben mit ihren ehrenamtlichen Engagement für das gute Gelingen beigetragen.“

Bereits seit längerem steht fest, dass die Löwenanlage in Heidelberg dringend vergrößert werden muss. Der geplante Ausbau, der in diesen Jahr beginnen wird, soll mehr Struktur bieten und damit die Lebensbedingungen der Bewohner verbessern. Der Ausbau der neuen Löwenanlage und des Stachelschwein- und Erdmännchengeheges wird auch für die zweibeinigen Beobachter eindrucksvolle neue Möglichkeiten bieten. Allein die Versechsfachung der Fläche wird ebenso wie eine reichhaltige Strukturierung des Geländes ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der künftigen Löwen beitragen. „Darüber hinaus werden die Zoobesucher diese majestätischen Tiere völlig neu erleben.“ erläutert Dr. Klaus Wünnemann stolz. „Die großen Panzerglasscheiben lassen Mensch und Tier sich Auge in Auge gegenüberstehen. Ein besonderes Safarigefühl bietet ein Geländewagen, der zur Hälfte im Gehege steht und so ein besonderes, hautnahes Erlebnis ermöglicht. Als Höhepunkt des Besucherbereiches bietet ein Hochstand einen phantastischen Überblick über die Anlage.“ Herr Dr. Wünnemann nutzte die Gelegenheit nach dem Lauf die Teilnehmer darüber zu informieren, dass in den nächsten Wochen das neue Berberlöwenpaar aus dem Zoo Hannover nach Heidelberg ziehen wird. Das Löwenpaar „Binta“ und „Chalid“ wird bald die neue, nach tiergärtnerischen Aspekten erstklassige Außenanlage nutzen können. Und vielleicht kann sich der Zoo dann schon bald über Nachwuchs bei diesen sehr seltenen Raubkatzen, die in der freien Wildbahn bereits ausgestorben sind, freuen und somit einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Die Platzierungen des Löwenspendenlaufs sind auf der Webseite des Zoos unter dem Link http://www.zoo-heidelberg.de/Loewenlauf2016 veröffentlicht.

Umzug eines Königpaares

Berberlöwen Chalid und Binta im Zoo Hannover
Die Berberlöwen Chalid und Binta aus dem Zoo Hannover kommen nach Heidelberg. Foto: Zoo Hannover

Im Zoo Heidelberg halten bald zwei Berberlöwen aus Hannover Einzug

Stolz trägt Chalid, der Berberlöwe, seine prächtige Mähne. Gemeinsam mit dem Weibchen Binta wird er bald in den Zoo Heidelberg ziehen.

Nachdem die letzte Löwin Anfang März im Alter von 19 Jahren starb, entschied die Zooleitung, sich an der Zucht der seltenen Berberlöwen zu beteiligen. Mit den beiden neuen Löwen zieht damit wahrhaft königliches Blut nach Heidelberg. Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts waren die letzten freilebenden Berberlöwen komplett ausgerottet. Einzig die Tatsache, dass im Privatzoo des marokkanischen Königs ein kleiner Bestand der nordafrikanischen Unterart gehalten wurde, ermöglichte es, die Berberlöwen zu erhalten. Auch wenn die Tiere nicht 100 % die Gene der ursprünglichen Berberlöwen in sich tragen, sind sie der ausgerotteten Unterart sehr ähnlich. Daher wurde für sie ein eigenes Zuchtprogramm aufgebaut.

Der Bestand der Tiere soll über das Erhaltungszuchtprogramm in verschiedenen Zoos ausgebaut werden, sodass möglicherweise in der Zukunft eine Wiederauswilderung in Ihrer ursprünglichen Heimat geplant und organisiert werden könnte. Aktuell leben weltweit nur 99 Berberlöwen in Zoos.

Mit der Übernahme des bereits in der Zucht erfahrenen Löwenpaars aus Hannover wird sich der Zoo Heidelberg an diesem Projekt beteiligen. Die Heidelberger hoffen, dass nach dem Ausbau der neuen Außenanlage Löwennachwuchs das großzügig geplante Gelände nutzen wird.

Mit dem letzten, ausgebuchten Spendenlauf für die Löwenanlage, der am Sonntag, den 10. April startet, engagieren sich wieder zahlreiche Läufer für diesen Zweck im Zoo Heidelberg. In ein bis drei Runden à 3.050 m im und um den Zoo beweisen Sie Ihr Engagement für die Heidelberger Löwen. Zur Motivation sind alle Besucher eingeladen, die Sportler dabei mit lautem Beifall zu unterstützen. Der Lauf beginnt um 9 Uhr am Löwengehege. Im Rahmen der Siegerehrung, die um ca. 11:45 Uhr stattfinden wird, informiert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann Besucher und Läufer mit weiteren Details zum Einzug des neuen Heidelberger Königspaares und der Erweiterung der Löwenanlage, die auch die Neugestaltung des angrenzenden Geheges der Stachelschweine und Erdmännchen im Zoo Heidelberg umfasst.

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Nachwuchs bei den Orang-Utans in Heidelberg

Orang-Utan Weibchen mit Jungtier unter der Decke
Sumatra-Orang-Utan Sari hält den Nachwuchs noch bedeckt. Foto: Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg

Mutter Sari brachte im Zoo ein gesundes Baby zur Welt

In der Orang-Utan-Gruppe im Zoo Heidelberg gibt es Nachwuchs. Und schon in den ersten Tagen heißt es für das Neugeborene: Besonders gut festhalten. So ist es stets dabei, wenn die Mutter mit all ihren Kletterkünsten behände durch das Gehege hangelt.

Bereits mit Hochspannung erwartet, kam in der Nacht vom 20. auf den 21. März 2016 ein Orang-Utan zur Welt. Das neue Jungtier ist das erste seit 22 Jahren, das in Heidelberg geboren wurde. Für Mama Sari ist es das erste Baby. Die 13jährige Sumatra Orang-Utan-Dame hatte die Tierpfleger mit der Schwangerschaft sehr positiv überrascht. Gemeinsam mit Ujian, dem 22jährigen Vater, und der selbst in Heidelberg geborenen Puan, lebt Sari seit 2011 in Heidelberg. Als nun der letzte Schwangerschaftstest bei ihr positiv ausfiel, wurde die Geburt des Nachwuchses ab Mitte März erwartet. Die Tragzeit beträgt bei Orang-Utans 8 - 9 Monate. So konnten ihr die Tierpfleger in den letzten Wochen bereits eine separate Schlafbox vorbereiten, sodass sie nachts getrennt von den beiden anderen ruhen konnte. Als am Montag Mutter und Baby wohlauf waren, war auch bei den Tierpflegern die Freude groß. „Wir sind sehr stolz auf Sari. Sie macht das absolut perfekt.“ berichtet Dominik Winkel, Tierpfleger im Affenrevier des Zoo. „Wir waren alle gespannt, wie sie das Junge annimmt“. Da bei Menschenaffen-Müttern das Aufzuchtverhalten nicht angeboren ist, kann es bei Erstgeborenen vorkommen, dass die Mutter das Jungtier nicht direkt annimmt.

Zur Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung erhielten die beiden die ersten Tage im Bereich hinter den Kulissen ihre nötige Ruhe. Unter intensiver Beobachtung konnte Sari mit dem Jungtier - durch ein Gitter geschützt - den Kontakt zu Ihren Artgenossen aufnehmen.

Nur mit viel Glück können ab morgen auch die Besucher einen Blick auf das Orang-Utan-Baby erhaschen. Dicht an die Mutter geklammert, verbirgt es sich meist im Fell von Sari. Besonders Ujian ist sichtlich interessiert an dem Nachwuchs und schaut häufig gespannt in das Nachbargehege, wenn Sari gelegentlich mit dem Kleinen in den Innenbereich des Geheges kommt. Das ist jedoch noch sehr selten, denn auch wenn Sari nun oft die Gelegenheit hat, zwischen dem vorderen und hinteren Bereich ihres Geheges zu wechseln, zieht sie es vor, sich mit dem Jungtier für die Besucher nicht einsehbar hinter den Kulissen aufzuhalten. Dort kümmert sich die junge Mutter unbeobachtet von der Öffentlichkeit um das Kleine.

Interessant zu erleben und zu beobachten wird es in den nächsten Monaten, wenn Sari wie ihre Artgenossen wieder mit den PC-gestützten Aufgaben zu den Kognitionsstudien weitermachen wird. Wir wirken sich Muttergefühl und die Fürsorge dem Nachwuchs gegenüber auf ihre Aufmerksamkeit aus. Wird sich das Jungtier bereits im Säuglingsalter ebenfalls an den Aufgaben versuchen?

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1.000ste Jahreskarte an Familie Dietzsch überreicht

Foto der Familie mit Zooleitung
Große Freude bei Familie Dietzsch. Foto: Zoo Heidelberg

Zoo Heidelberg gratuliert zu  einem Jahr Freieintritt

Sie kommen seit vielen Jahren immer wieder gerne in den Zoo Heidelberg. Anne Dietzsch kennt den Zoo bereits seit Kinderzeiten, als sie oft mit ihren Großeltern hier war. Immer wieder gibt es was Neues zu erleben, aber das hätte sie nicht erwartet.

Als Christian Dietzsch am Donnerstagnachmittag die Jahreskarte für die Familie verlängern wollte, griff die Dame am Empfang zum Telefon und informierte den Zoodirektor. Es war die 1.000ste Jahreskarte in diesem Jahr! Gemeinsam mit Frank-Dieter Heck, dem kaufmännischen Geschäftsführer, traf Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann bei der Familie ein und gratulierte persönlich und schenkte der Familie ein Jahr freien Eintritt. „Es hat uns sehr gefreut, dass es eine junge Familie ist, der wir für ihre langjährige Treue eine Freude bereiten können.“ erklärt Frank-Dieter Heck. Gemeinsam mit den drei Kindern kommt Familie Dietzsch regelmäßig in den Zoo. „Wir sind immer wieder gespannt wie sich der Zoo entwickelt. Das Bärengehe haben wir in allen Bauphasen erlebt.“ berichtet Christian Dietzsch. Anne Dietzsch verrät auch, dass es nicht nur der Spielplatz ist, der die Kinder in den Zoo lockt, denn die mögen viel lieber zu den Affen. „Aber eigentlich haben Sie ganz viele Lieblingstiere im Zoo: Die Elefanten, die Robben, die Affen und die Orang Utans, eben ganz besonders die Affen.“ Und dort wollten die Kinder Thea, Erik und die kleine Lene auch heute unbedingt hin.

Dass sich der Besuch noch vor den Osterferien für die Familie so rechnet, hatte Familie Dietzsch nicht erwartet. „Wir hatten eigentlich auch eher Ende des Monats damit gerechnet. Doch an den letzten Wochenenden kamen sehr viele Besucher, die den Zoo Heidelberg häufiger besuchen möchten.“ erklärt Zoodirektor Dr. Wünnemann den vorgezogenen Termin. „Wir haben uns beim Preis für die Jahreskarten auch bewusst dafür entschieden, dass es sich für die Besucher bereits ab dem fünften Besuch rechnet. Da lohnt es sich bereits, wenn man zu jeder Jahreszeit ein oder zwei mal vorbeikommt.“

Da der Zoo zu jeder Jahreszeit jeden Tag geöffnet hat, nutzen die meisten Jahreskartenbesitzer ihre Karte deutlich häufiger. Sei es für einen kurzen Spaziergang in der Parkanlage, für einen Abstecher zum großen Kinderspielplatz oder einfach um mal wieder beim Lieblingstier vorbeizuschauen. Viele der Stammbesucher kennen die Zootiere bereits von klein auf und begleiten die Entwicklung des Zoo Heidelberg mit großem Interesse. Bei Veranstaltungen im Zoo haben Besucher immer wieder Gelegenheit mehr über das Zoogeschehen und die Tierarten zu erfahren. Ein Teil der Eintrittsgelder fließt letztlich auch immer in die Projekte zum Artenschutz, die im Zoo Heidelberg einen hohen Stellenwert haben.

„Wir haben seit gut drei Jahren immer eine Jahreskarte. Da können wir die Veränderungen im Zoo und bei den Tieren zu den unterschiedlichen Jahreszeiten sehr gut miterleben. Es ist immer wieder spannend zu sehen, was sich so tut. Daher freuen wir uns sehr über das Geschenk der kostenlosen Jahreskarte und werden auch dieses Jahr wieder häufig vorbei schauen“ ergänzt Christian Dietzsch kurz und folgt dem Nachwuchs durch das große Zootor.

Damit stimmt er mit der Meinung zahlreicher Jahreskartenbesucher überein. Die Jahreskarten für den Zoo Heidelberg sind weiterhin nicht nur bei Heidelbergern beliebt. Beim größten Zoo in der Region zählen Gäste aus der gesamten Metropolregion zu den Stammbesuchern, die immer sich an den jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur erfreuen. Im Frühjahr sind es prachtvolle Balzgefieder und -tänze bei den unterschiedlichen Vogelarten, im Sommer kommt das üppige Grün der Parkanlage hinzu, das im Herbst in bunte Farben übergeht und im Winter sieht man prächtige Winterpelze und -felle bei den unterschiedlichen Tieren. Alles in allem sind sich die Stammbesucher einig: Eine Jahreskarte für den Zoo lohnt sich. Jeden Tag wieder, 365 Tage im Jahr.

Foto oben: Familie Dietzsch mit Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann (hinten Mitte links) und dem kaufmännischen Geschäftsführer des Zoos (hinten Mitte rechts).

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So hören Tiere – Zoo-Ausstellung im Explo Heidelberg

Eingangsbereich der Sonderausstellung "So hören Tiere"
Interaktive Zoo-Ausstellung: So hören Tiere

Zoo Heidelberg eröffnete am 23. März die interaktive Ausstellung „So hören Tiere“ im Explo

Fledermäuse verfügen über erstaunliche Fähigkeiten. Sie orientieren sich mit Echoortung und können sozusagen mit ihren Ohren sehen. Dieses Phänomen und die Besonderheiten des tierischen Hörens bei verschiedenen Tierarten fasziniert Wissenschaftler und Tierforscher gleichermaßen. Eine Beziehung, die auch die beiden Heidelberger Institutionen Explo und Zoo verbindet. Neugier und Forschergeist bilden für beide die Grundlage ihres Bildungsauftrages.

Mit der Eröffnung der interaktiven Sonderausstellung „So hören Tiere“ im Explo Heidelberg am Mittwoch, 23. März 2016, gab Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zusammen mit Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann und dem kaufmännischen Geschäftsführer des Zoos Frank-Dieter Heck den Startschuss zur künftigen Kooperation. Die etwa 50 geladenen Gäste, die zum Empfang gekommen waren, erhielten somit bereits einen ersten Eindruck der synergetischen Verbindung, die mit der Integration der Explo auf dem Zoogelände entstehen wird.

„So hören Tiere“ vereint interaktive Exponate und Informationen zum Gehör von Tieren und zieht Vergleiche zur Wahrnehmung des Menschen. Abwechslungsreiche Stationen laden kleine und große Wissenschafts- und Tierbegeisterte zum Spielen und Experimentieren ein. Dabei entdecken die Besucher faszinierende Geheimnisse aus der Tierwelt und erfahren spielend leicht Grundlagen der Naturwissenschaften. Ansprechend gestaltet erklärt die Ausstellung Naturphänomene und Sinnestechnik. Dass die Wahrnehmung von Tönen nicht immer ausschließlich mit den Ohren erfolgt und beispielsweise Elefanten über Infraschall viele Kilometer weit entfernt miteinander kommunizieren, ist dabei ebenso erstaunlich wie die Tatsache, dass einige Heuschrecken mit dem Knie „hören“ können.

Das Konzept der Ausstellung stammt von Dr. Eckhard Schulz, der federführend die Entwicklung für MED-EL, dem weltweit führenden Anbieter implantierbarer Hörsysteme, betreute. Während die Ausstellung bereits in Innsbruck bei einem breiten Publikum großen Zuspruch erhielt, sah der Zoo Heidelberg darin eine optimale Möglichkeit die Vielfalt tierischer Sinne vorzustellen und konnte die Ausstellung für Heidelberg erwerben.„Wir erhielten den Zuschlag vor anderen nationalen und internationalen Interessenten, da die Fa. Med-El die Entwicklung des Heidelberger Zoo als besonders interessant, spannend und zukunftsweisend ansah.“ betonte Dr. Eckart Würzner in seiner Begrüßung. Zusätzlich ergänzt wird die Ausstellung durch die Kooperation mit der HNO-Klinik der Universität Heidelberg. Dank der Unterstützung von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter K. Plinkert, geschäftsführender Direktor der HNO-Klinik und Prof. Dr. M. Praetorius, Sektionsleiter Otologie und Neuro-Otologie, besteht die Möglichkeit in den Ausstellungsbereichen des Explo das eigene Gehör zu testen.

Aktuell kann die Ausstellung nach Voranmeldung oder während der Öffnungszeiten des Explo Heidelberg im Technologiepark besucht werden. Zum Ende des Jahres ist der Umzug auf das Gelände des Zoo Heidelberg geplant. Dort wird die Sonderausstellung in der ehemaligen Reithalle das Angebotsspektrum des Zoos ergänzen. Nach Fertigstellung der notwendigen Umbaumaßnahmen wird der gesamte Ausstellungsbereich des Heidelberger Sciencecenters Explo ebenso wie das Techniklabor dort seinem neuen, gut ausgestatteten, festen Standort erhalten. Das angebotene Portfolio an speziellen Workshops, Kurse und Projekte zu technischen Themen bleibt auch an dem neuen Standort vorhanden. Ergänzend zu den Themen Naturphänomene, Naturwissenschaften, Physik, Technik, Bionik zum Anfassen, werden Inhalte, die interaktives Lernen mit den Themen des Zoos wie Biodiversität, Artenvielfalt etc. verbinden, neu aufgenommen. „Am Anfang steht stets die Faszination über das Naturphänomen oder das Tier – darauf baut sich die nähere Beschäftigung in Explo und Zooschule auf, damit danach die Brücke zu dem eigenen Leben, der eigenen Zukunft geschlagen werden kann, die in sinnvollem Handeln münden soll.“ erklärt Dr. Klaus Wünnemann in Bezug auf die Vorteile der außerschulischen Lernorte im Zoo Heidelberg.  

Das molekularbiologische Lernlabor bleibt weiterhin am bisherigen Standort im Technologiepark in den dortigen Laborräumen bestehen.

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