Pressemitteilungen

Blessbock-Herde im Zoo Heidelberg vergrößert sich

Junger Blessbock
Blessbock-Jungtier. Foto: Manuel Stumpf/Zoo Heidelberg

Drei junge Blessböcke tollen mit der Verwandtschaft auf der Afrikaanlage

In die Blessbock-Herde in Zoo Heidelberg kommt Bewegung. Der diesjährige Nachwuchs – der jüngste Bock kam am 22. Juni zur Welt – springt und tollt gemeinsam mit den Elterntieren bereits auf der Außenanlage umher.  Als typische Fluchttiere unternehmen die Jungtiere gleich nach der Geburt die ersten Steh- und Gehversuche und stehen wenige Minuten später schon mehr oder weniger sicher auf den Beinen.

Das erst wenige Tage alte Kalb bleibt trotz aller Neugier noch nah bei seiner Mutter und wird bald mit den anderen Tieren auf der weitläufigen Afrikaanlage umherstreifen und seine Umgebung erkunden. Interessant zu beobachten ist das Zusammenspiel mit den anderen Bewohnern auf der Anlage: In Heidelberg leben die Blessböcke gemeinsam mit Großen Kudus, Zebras und Straußen auf einem Terrain, das hinüber bis zu dem Teich der Pelikane reicht. Solche Vergesellschaftungen sind in modernen Zoos inzwischen üblich, aber es ist für Besucher und Zoomitarbeiter immer wieder aufs Neue ein spannendes Bild, die vergesellschafteten Tiere in Interaktion zu erleben.

Blessböcke verdanken ihren Namen der auffälligen Blesse, die sich über den gesamten Nasenrücken zieht. Bei den Jungtieren ist diese jedoch noch nicht ausgebildet: Der Nachwuchs trägt ein hellbraunes Jugendkleid, mit dem er in den Landschaften seiner Heimat gut getarnt ist.

Diese Antilopenart ist nur im südlichen Südafrika heimisch. Die geselligen Paarhufer ernähren sich ausschließlich von Gräsern und Kräutern, die wegen ihrer schwer verdaulichen Zusammensetzung wiedergekäut werden müssen.

In Südafrika gab es vom Blessbock Ende des 19. Jahrhunderts nur noch etwa 2.000 Tiere, er war von der Ausrottung gefährdet. Nur durch ein besonderes Auswilderungsprogramm von Tieren aus den ansässigen Tierparks und Zoos konnte der Bestand wieder stabilisiert werden, sodass inzwischen wieder über 200.000 Blessböcke im südlichen Afrika leben.

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Neues Blau für die Mähnenrobben

Mähnenrobbe mit Glocke im Zoo Heidelberg
Mähnenrobbe im Zoo Heidelberg. Foto: Theresa Häberle/Zoo Heidelberg

Sanierung des Robbenbeckens im Zoo Heidelberg abgeschlossen

Das Robbenbecken im Heidelberger Zoo erstrahlt in neuem Glanz: das ehemalige Hellblau, das an ein typisches Schwimmbecken erinnerte, wurde  durch ein tiefes Meeresblau ersetzt. Die optische Umgestaltung geschah jedoch nicht, um den Zoobesuchern ein neues Bild zu bieten, sondern hat einen wichtigen medizinischen Hintergrund.

Da ein heller Untergrund das UV-Licht sehr stark reflektiert, erhöht sich die Gefahr von Erkrankungen der Hornhaut bei den Meeressäugern. Durch einen dunkleren Beckengrund kann dieses Risiko minimiert werden, wie auch Erfahrungen in anderen Zoos zeigen.

Die Umgestaltungsmaßnahmen gingen trotz wetterbedingter Verzögerungen zügig vonstatten, sodass die Zoobesucher nur knapp zwei Wochen auf die beliebte Robbenvorführung verzichten mussten. Während der Umbauphase waren die Mähnenrobben im Robbenhaus untergebracht. Dort verbringen die Robben auch die Zeiten, wenn freitags der Außenpool abgelassen und gereinigt wird. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, arbeiteten die Tierpfleger weiterhin täglich mit ihnen hinter den Kulissen. Medizinisches Training, Salzwasserbäder und extra Beschäftigung hielten die Tiere bei Laune.

Diese Woche konnten die Mähnenrobben zum ersten Mal ihren neugestalteten Außenbereich auskundschaften. Anfangs erkennbar verhalten erkundeten sie mit Hilfe ihrer sensiblen Barthaare die Tiefen des Beckens. Bei der ersten kommentierten Fütterung trauten sie teils dem neuen Belag besonders in der Flachwasserzone noch nicht ganz und blieben lieber im tieferen Bereich des Wassers. Stück für Stück oder vielleicht besser gesagt Fisch für Fisch arbeiten die Tierpfleger nun daran, den Robben auch dieses Terrain wieder vertraut zu machen.

Die Heidelberger Mähnenrobben sind eine südamerikanische Art der Ohrenrobben. Sie kommen entlang der Küsten Südamerikas vor. An ihrem kräftigen Gebiss erkennt man, dass die Meeressäuger Raubtiere sind. Bei der täglich (außer freitags) stattfindenden kommentierten Fütterung können sich die Besucher davon besonders eindrucksvoll überzeugen, wenn der Pfleger tief in das Maul des stattlichen Bullen Atos blicken lässt. Gemeinsam bilden Atos, die Weibchen Maike, Sneaky, Lea und Awa sowie die beiden Jungtieren Carlos und Arielle, die 2014 in Heidelberg geboren sind, eine der erfolgreichsten Zuchtgruppen dieser stattlichen Robbenart in einem Zoo. Die informative Fütterung gehört zu den Highlights eines jeden Zoobesuchs in Heidelberg.

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Außergewöhnliches Flüsterprojekt

Schuldirektor Eberhard Wolff und Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann am Flüs
Schuldirektor Eberhard Wolff (links) und Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann am Flüsterspiegel

Auszubildende übergeben Flüsterspiegel an den Zoo Heidelberg

„Flüstere mir mal was“ heißt es ab sofort im Zoo Heidelberg. Direkt vor dem Teich der Pelikane steht seit Ende letzter Woche ein sogenannter Flüsterspiegel: Zwei große gewölbte Schalen in leuchtendem Grün stehen im Abstand von 17 m und ermöglichen den Besuchern den Selbstversuch. Über diesen weiten Abstand ist es möglich, auch leise gesprochene Worte – unhörbar für Außenstehende – auf die gegenüberliegende Seite zu übertragen. Die Funktionsweise erklärt sich über die besondere Art der Schallübertragung.

Die Anlage mit den beiden ca. 140 cm hohen Parabolspiegeln entstand als europäisches Schulprojekt der Carl-Bosch-Schule Heidelberg und der Landesberufsschule Hallein (A) in Zusammenarbeit mit dem Physikalischen und dem Kirchhoff-Institut der Universität Heidelberg. Gemeinsam entwickelten Auszubildende und Lehrkräfte diese Anlage als anschauliche Präsentationsmöglichkeit der Schallübertragung. Die Umsetzung wurde durch die großzügige Unterstützung von Frau Gerda Tschira ermöglicht.

Bei der offiziellen Übergabe, die am Freitag im Rahmen eines kleinen Empfangs im Zoo stattfand, dankten der Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann und die Schulleitung beider Schulen besonders den Auszubildenden und Schülern, die sich sowohl in der Planung als auch in der konkreten Umsetzung vor Ort einbrachten. Eberhard Wolff, Schuldirektor der Carl-Bosch-Schule Heidelberg, erläuterte in seiner Ansprache den Grundgedanken der Zusammenarbeit als positive Ebene für das kulturelle Verständnis mit dem Nachbarland. Dies bestätigte auch Manfred Kastner, Landesschulrat für Salzburg, der mit einem Team der Landesberufsschule Hallein angereist war, in seinen Worten über die gute Beziehung der beiden Schulen. Frau Gerda Tschira, Schirmherrin des Projekts, erfreute die Gäste durch die Zusammenfassung der Projektgeschichte in Gedichtform.

Nachdem die Auszubildenden selbst den Anwesenden sowohl die Idee und Umsetzung als auch die Funktion der Flüsterspiegel erklärten, waren alle eingeladen, es selbst auszuprobieren und vor den Parabolspiegeln Platz zu nehmen. Der Standort Zoo offenbart interessante Betrachtungsparallelen zu physikalischen Aspekten. Viele Tiere machen sich ebenfalls die Schallübertragung durch Nutzung entsprechender Formen zu nutze. Durch die Verwendung von Höhlen oder Mulden verstärken verschiedene Tiere den Schall ihrer Rufe und erreichen dadurch eine akustische Verstärkung.

Hören wurde bereits als Thema in der Zoo-Ausstellung „So hören Tiere“ aufgenommen, die seit März im Explo Heidelberg besucht werden kann und nach dem Umzug des Explo künftig im Zoo zu sehen sein wird. „Die Wahrnehmungsformen von Tieren und entsprechender Technik über interaktive Objekte zu vermitteln, ist eine interessante Ergänzung zu den klassischen Zoothemen“ betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Idee, das Objekt im Zoo zu installieren. „Wer bei so manchem Tier genau hinschaut, kann immer wieder faszinierende Phänomene entdecken, die sich der Mensch zunutze gemacht und in unterschiedlicher Technik umgesetzt hat. Und die Natur hat noch wesentlich mehr Raffinesse zu bieten.“

Es ist die zweite Anlage, die von Auszubildenden der Carl-Bosch-Schule umgesetzt wurde. Bereits 2015 wurde eine erste Flüsterspiegelanlage von Auszubildenden und Lehrkräften der Landesberufsschule Hallein/Salzburg und der Carl-Bosch-Schule sowie Ausbildern des Kirchhoff- und des Physikalischen Instituts der Universität Heidelberg an einer Schule für Behinderte in Salzburg aufgestellt. Und weitere Projekte in Zoos sollen möglichst folgen, wie von beiden Schulen zu hören war.

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Kein Platz mehr für heimische Tiere?

Europäischer Nerz (© Florian Möllers, Bohmte)

Mit dem Europäischen Nerz zog ein stark gefährdeter Vertreter der verdrängten Tierarten in den Zoo Heidelberg

Unter dem Titel „Leben vor unserer Haustür“ entstand 2014 ein neues Areal für die Waschbären im Zoo Heidelberg. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Feldhamstern, Wanderratten, verschiedenen heimischen Vogelarten und Bienen bewohnen die ursprünglich in Nordamerika beheimateten, nun aber auch in Deutschland ansässigen „Neubürger“ das 540 Quadratmeter große Areal. Der Zoo informiert über invasive Arten in Deutschland und weist auf die daraus resultierende Bedrohung für die heimische Tierwelt hin. Der Waschbär ist ein populäres Beispiel: Kaum ein anderes Tier rückt dem Menschen so auf die Pelle wie dieser Kleinbär. Wenig bekannt ist jedoch, dass sich mittlerweile schon über 260 „Neubürger“ (Neozoen) in Deutschland etabliert haben, die teilweise gravierenden Schaden in der Flora und Fauna anrichten.

Mit dem Europäischen Nerz zog nun ein Vertreter der „Verliererseite“ in den Zoo Heidelberg. Ursprünglich fast überall in Europa beheimatet, gilt das kleine Raubtier nun als stark gefährdet. Sein attraktives Fell machte den Europäischen Nerz zum begehrten Jagdobjekt, wodurch die Population in Europa immer mehr dezimiert wurde. Lediglich in einigen Regionen Frankreichs, Weißrusslands und Spaniens sowie im Donaudelta in Rumänien, Estland und Russland leben noch vereinzelt Europäische Nerze. Vor rund 100 Jahren verschwand der Nerz aus Deutschland. Zu starke Bejagung und der Verlust natürlicher Gewässer hatten ihn an den Rand der Ausrottung gebracht. In den 1920er Jahren kamen mit den ersten Nerzfarmen auch die ersten amerikanischen Nerze, die Minke, nach Europa. Durch mangelnde Sicherung entkamen einige Tiere und übernahmen die letzten Lebensräume ihrer verdrängten Verwandten.

Als in den 1990er Jahren radikale Tierschützer mit spektakulären Aktionen begannen, tausende Minke aus Nerzfarmen zu befreien, standen die Weichen auf Invasion. Auch wenn die meisten der freigelassenen Tiere die ersten Tage nicht überlebten, da sie beispielsweise Autos oder Hunden zum Opfer fielen, fanden zahlreiche überlebende Tiere an den Ufern deutscher Bäche und Seen, der ehemaligen Heimat des Europäischen Nerzes, ein neues Zuhause.

Die Problematik der eingebrachten neuen Bewohner offenbarte sich im Rahmen von Projekten zur Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes in Deutschland. Die größeren und aggressiven nordamerikanischen Nerze verjagen die europäische Verwandtschaft aus ihren eigenen Habitaten. Der Kampf ist jedoch noch nicht verloren. Beispielhaft ist die Beteiligung von EuroNerz e. V. am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Europäischen Nerz. Ziel ist nicht nur, den Bestand in Menschenhand zu erhalten, sondern in Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Zoos eine Erhaltungszucht und damit eine Gründerpopulation für Wiederansiedlungen in geeigneten Lebensräumen zu schaffen.

Der Zoo Heidelberg unterstützt dieses Projekt tatkräftig, indem er die Europäischen Nerze der Öffentlichkeit vorstellt. Die Lebensbedingungen für den Europäischen Nerz im Zoo Heidelberg sind optimal. Der kletterfreudige und wasseraffine Vertreter der Marder findet in seinem neuen Zuhause alles, was er für ein abwechslungsreiches Leben benötigt und das Zusammenleben des ersten, männlichen Nerzes mit den Waschbären scheint hervorragend zu funktionieren. Bleibt es dabei, wird das erste tragende Weibchen einziehen, um ihre Jungtiere im Zoo Heidelberg großzuziehen. Für die Ansiedlung eines neuen Bestandes an ausgewählten geeigneten Standorten werden in den nächsten Jahren noch viele Tiere benötigt, um eine starke Gründerpopulation zu schaffen. „Gelingen kann diese wichtige Aufgabe jedoch nur, wenn die Bedingungen im Lebensraum stimmen“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir möchten und müssen darüber aufklären, welche große Bedrohung für unsere Tier- und Pflanzenwelt von invasiven Arten ausgehen kann. Der Europäische Nerz ist das gefährdetste Säugetier Deutschlands und ist im restlichen Europa kaum noch vertreten. Hauptaufgabe ist es nun, dafür Sorge zu tragen, dass noch bestehende mögliche Lebensräume erhalten werden, um einem Gelingen eine Chance zu geben“. Wünnemanns Appell richtet sich auch an die Politik. „Es ist höchste Zeit, sinnvolle Strategien zum Umgang mit bereits etablierten Neozoen zu erarbeiten. Es steht nicht weniger als der Erhalt der biologischen Vielfalt auf dem Spiel“. Auch wenn der weitere Kampf nicht einfach wird, gibt es bereits einen kleinen, jedoch sensationellen Erfolg durch den Verein EuroNerz. Ein im Jahr 2010 gestartetes Auswilderungsprojekt hat nachweislich Früchte getragen: Erste Fotos von im Freiland gezeugten und geborenen Europäischen Nerzen am Steinhuder Meer geben große Hoffnung für eine Wiederansiedlung dieser seltenen heimischen Tiere in Europa.

Eine gute Gelegenheit, sich über invasive Arten und Artenvielfalt zu informieren und dabei noch einen Blick auf den neuen Bewohner zu erhaschen, bieten Informationsveranstaltungen zum „Tag der Artenvielfalt“ am 3. und 5. Juni und am Artenschutztag am 3. Juli im Zoo Heidelberg.

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Seltener Schopfhirsch im Zoo Heidelberg geboren

Junger Schopfhirsch mit Mutter auf der Wiese
Jungtier Trixie wurde am 18.04.2016 geboren. Foto: Petra Medan

Große Freude über einen kleinen Hirsch

Der Heidelberger Zoo ist einer der wenigen Zoos in Europa, der seltene Schopfhirsche hält. Umso größer war die Freude, dass es im April erneut Nachwuchs bei diesen kleinen Paarzehern gab. Mit Trixie haben die Elterntiere Goofy und Mieke bereits zum sechsten Mal für Nachwuchs gesorgt. In den Zoos von Magdeburg, Osnabrück und Berlin leben Nachkommen der Heidelberger Schopfhirsche.

Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 110 und 160 Zentimeter. Namengebendes Merkmal dieser scheuen Tiere ist der schwarzbraune Haarschopf am Kopf. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, Lippen, Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Das kleine Geweih, das nur die Männchen tragen, ist meist gänzlich im Schopf verborgen. Männliche Schopfhirsche haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange Eckzähne am Oberkiefer, die sehr prägnant aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in Kämpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufügen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blättern, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei.

Beheimatet sind Schopfhirsche im zentralen und südlichen China. Ob es im nördlichen Burma noch Bestände gibt, ist nicht bekannt. Es wurden über einen längeren Zeitraum keine Tiere mehr gesichtet. Die Vernichtung ihres Lebensraumes durch Abholzung und Rodung sowie die starken Bejagung sind dafür verantwortlich, dass diese Hirschart als potentiell gefährdet gilt. Nachzuchten dieser seltenen Tiere sind deshalb besonders wertvoll.

Die Schopfhirsche im Zoo Heidelberg leben gemeinsam mit den Kleinen Pandas in einem großen Gehege. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

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Nachwuchs bei Mähnenibissen und Inkaseeschwalben

Junge Inkaseeschwalbe (Foto Petra Medan)

Im Zoo Heidelberg übernehmen Tierpfleger übergangsweise Elternrolle

Der Mähnenibis verdankt seinen Namen dem auffallend langen Federschmuck am Kopf und dem mantelartigen Schultergefieder. Auch als Schopfibis bekannt gehört diese Vogelart zur Familie der Ibisse und Löffler. Seine Heimat ist Madagaskar, wo er paarweise sowohl die Trocken- als auch die Regenwälder bewohnt. Die ausgesprochenen Bodenbewohner ernähren sich in erster Linie von Insekten und deren Larven, die im Laub und Moos der Waldböden leben. Wegen des Verlusts an Lebensraum und illegaler Bejagung gilt der Mähnenibis als potenziell gefährdet.

Erst seit einigen Jahren werden Mähnenibisse in wenigen europäischen Zoos gehalten. Im Zoo Heidelberg lebt seit 2014 ein Pärchen Mähnenibisse. Nachdem es im Jahr 2000 im Vogelpark Walsrode zur Welterstzucht in menschlicher Obhut kam, war 2014 die Freude groß, dass von dem Heidelberger Pärchen ebenfalls zwei Jungvögel erfolgreich aufgezogen wurden. In diesem Frühjahr legte das Weibchen erneut Eier. Um ein zweites Gelege dieser seltenen Vogelart zu ermöglichen, nahmen die Pfleger diesmal die Eier aus dem Nest, um sie in der Brutmaschine auszubrüten. Nach ca. 23 Tagen schlüpften nun drei Jungvögel. Die Rolle der Eltern, die Jungtiere über den ganzen Tag verteilt zu füttern, übernehmen nun die Pfleger und füttern die Jungvögel bis zu sieben Mal am Tag. Dies dauert nun noch ca. vier Wochen, bis die Tiere flügge werden und dann das Nest verlassen.

Weiteren Nachwuchs im Vogelrevier des Zoo Heidelberg gibt es auch bei den Inkaseeschwalben im Küstenpanorama. Bei den schiefergrauen Vögeln mit knallrotem Schnabel und dem auffallend nach außen gebogenen weißen 5 cm langen Federbüscheln am Schnabel wurden fleißig Eier gelegt.

Da Inkaseeschwalben jedoch besonders anfällig gegenüber dem für Menschen völlig ungefährlichen Erreger der Vogelmalaria sind, wurden auch hier die Gelege zur Handaufzucht entnommen. Im Zoo Heidelberg wurde eine wirksame Methode gefunden, Vögel gegen eine Infektion mit den Erregern der Vogelmalaria zu schützen. Medikamentelle Prophylaxe und Mückenbekämpfung gehen Hand in Hand, um die empfindlichen Inkaseeschwalben zu schützen. Die sechs Jungvögel, die Ende April geschlüpft sind, werden noch etwa 6 - 8 Wochen von den Pflegern mit der Hand aufgezogen, bis sie flügge werden. Inkaseeschwalben sind an der südamerikanischen Pazifikküste beheimatet und jagen im fischreichen Humboldtstrom. Sie folgen Fischerbooten, um so an Fischreste zu kommen. Auch begleiten sie Seelöwen, Wale und Kormorane, um von ihnen aufgescheuchte Fische zu fangen. Im Zoo Heidelberg kann man die Inkaseeschwalben vergesellschaftet mit anderen Seevögeln in der begehbaren Voliere beobachten.

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Nachwuchs bei den Hanuman-Languren im Zoo Heidelberg

Hulman-Weibchen mit Jungtier - Zoo Heidelberg
Hulman-Weibchen mit Jungtier - Zoo Heidelberg

Am Morgen des 17. April erwartete die Tierpfleger des Affenreviers im Zoo Heidelberg erneut ein freudiges Ereignis. Nach der Geburt von Orang-Utan-Baby Berani vier Wochen zuvor hatte in der Nacht eines der Hulman-Weibchen ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Fest gekuschelt an den Bauch seiner Mutter blickt es mit großen Augen in die Welt. Noch ist die zartrosa Haut nur von wenig Fell bedeckt. Anfangs sah man es noch ausschließlich fest an das Fell seiner Mutter geklammert. Doch bereits ab dem zweiten Tag konnte man beobachten, wie sich die anderen Gruppenmitglieder um das Kleine kümmerten. Dies ist bei vielen Affenarten durchaus üblich, so kann die Mutter in Ruhe nach Nahrung suchen und junge Weibchen können für ihre spätere Mutterrolle üben. Ob das Kleine ein Mädchen oder Junge ist, wird noch einige Zeit sein Geheimnis bleiben. In einigen Monaten, wenn das Jungtier groß genug ist, kann man das Geschlecht eindeutig bestimmen.

Hanuman- oder Hulman-Languren leben meist in so genannten Harems- oder Einmanngruppen, bestehend aus einem erwachsen Männchen und mehreren Weibchen mit deren Jungtieren. Im Zoo Heidelberg leben derzeit neun dieser Schlankaffen in einer Gruppe. Zuchtmann und Chef ist Hector, ein stattlicher Hulman-Mann, der seit 2011 im Zoo Heidelberg lebt.

Der Name Hanuman-Languren stammt aus dem Hinduismus und bezieht sich auf den Affengott Hanuman: Der Legende zufolge, entführte Ravana, der Fürst der Dämonen, Sita, die Gattin des Prinzen Rama, der sie zusammen mit Hanuman verfolgte. Sie konnten Ravana besiegen und Sita befreien. Dabei gelang es Hanuman noch rasch eine Mango aus dem Garten des Dämonen zu entwenden und so wurde diese Frucht erstmals zu den Menschen nach Indien gebracht. Als Strafe wollte Ravana Hanuman auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Der kluge Affe konnte jedoch entkommen und trägt seither die schwarz verbrannten Hände und ein schwarzes Gesicht.

Die Hulman- bzw. Hanuman-Languren zählen als heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten Indiens. Viele Hanuman-Languren haben sich als Kulturfolger an die Nähe des Menschen gewöhnt. Die reinen Pflanzenfresser kommen somit in der Nähe menschlicher Siedlungen vor. Den Hauptbestandteil ihrer Nahrung machen Blätter aus, daneben nehmen sie auch Früchte, Blüten und Samen zu sich.

Ihr Magen weist eine bemerkenswerte Besonderheit auf: Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt somit dem der Wiederkäuer.

Die Hulman-Gruppe im Zoo Heidelberg lebt im „Kleinen Affenhaus“. Dort können Besucher außerdem Goldgelbe Löwenäffchen und eine Gruppe Roloway-Meerkatzen beobachten.

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Orang-Utan Berani ist Besuchermagnet

Mutterliebe - Sari mit Berani. Foto Susi Fischer

Mutter Sari ist nun regelmäßig mit ihrem Nachwuchs zu sehen

In den letzten vier Wochen kamen viele Menschen in den Zoo mit einem ganz bestimmten Ziel: Sie wollten den kleinen Orang-Utan sehen. Denn auf ein Orang-Utan–Baby haben die Heidelberger Zoobesucher seit 22 Jahren gewartet. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt machte sich die junge Mutter im Schaugehege noch sehr rar. Doch in den letzten zwei Wochen hatten immer mehr Zoobesucher das Glück, Sari mit ihrem Sohn Berani beobachten zu können. „Gerade weil Sari fast den ganzen Tag die Wahl hat, ob sie sich im Schaugehege oder im Ruhebereich aufhalten will, ist sie nun im Umgang mit den Besuchern völlig entspannt“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Und ist mal zu viel Trubel im Affenhaus, zieht sich Sari mit ihrem Baby lieber zurück oder versteckt sich und Berani unter ihrer Lieblingsdecke. Für die Besucher heißt das dann warten oder später noch mal wiederkommen. Die 13jährige Sumatra-Orang-Utan-Dame hat zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. „Sie macht das großartig“, berichtet Tierpfleger Norman Hänel. „Sari ist eine sehr gute Mutter, die sich liebevoll um ihr Junges kümmert.“ Gemeinsam mit dem Kindesvater Ujian (22) und Mitbewohnerin Puan (27) lebt Sari seit 2011 in Heidelberg.

Nachdem Ujian und Puan die Möglichkeit hatten, den Nachwuchs getrennt durch ein Gitter durch Riechen und Tasten kennenzulernen, wagten die Tierpfleger zuversichtlich den nächsten Schritt: Die Zusammenführung der Gruppe. „Puan zeigte sich gleich sehr interessiert“, erzählt Norman Hänel. „Wenn sie jedoch meinte, sich in die Erziehung einmischen zu müssen, erhielt sie umgehend eine Zurechtweisung von Kindesmutter Sari. Ujian jedoch interessiert sich nicht sonderlich für das Neugeborene. Wie in der freien Wildbahn überlässt er die Jungenaufzucht lieber dem weiblichen Geschlecht.“ Seit Anfang der Woche ist die Orang-Utan-Gruppe tagsüber dauerhaft zusammen. Oftmals kann man beobachten, dass Puan die junge Mutter „groomt“. „Grooming“, besser bekannt unter dem Begriff „Lausen“, dient nicht nur der Fellpflege, um beispielweise Schmutz und Ungeziefer loszuwerden. Das Ritual hat eine wichtige soziale Bedeutung und fördert die Entspannung. Es dient dazu, Freundschaften zu pflegen, Zusammenhalt zu demonstrieren und sich den Beistand von Gruppenmitgliedern im Fall von Streitigkeiten zu sichern. Für Puan ist es eine gute Gelegenheit, ganz nah bei Mutter und Kind zu sein und alle Lebensäußerungen des Kleinen mitzubekommen. Der hat übrigens eine enge verwandtschaftliche Beziehung zum Neckar: Sein Großvater Sandokan wurde im Zoo Heidelberg geboren und seine Urgroßeltern sind Munna und der unvergessene Nogger.

Orang-Utans leben ausschließlich in Asien und kommen heute nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor. Der Sumatra-Orang-Utan, der mit einer kleinen Gruppe im Zoo Heidelberg vertreten ist, wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als eine der 25 am stärksten vom Aussterben bedrohten Affenarten eingestuft und steht somit auf der Roten Liste. Als Hauptgründe zählen der illegale Handel, Wilderei und der Verlust des Lebensraumes. In den letzten 20 Jahren verloren die „Waldmenschen“ vor allem durch die Abholzung von Regenwald etwa 60 Prozent ihres Habitats.

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Löwenpaar im Zoo Heidelberg angekommen

Abschied vom Zoo Hannover

Ein Berberlöwenpaar bezog gestern sein neues Domizil im Zoo Heidelberg

Gesund und wohlbehalten sind Binta (8) und Chalid (10) im Zoo Heidelberg angekommen. Die zwei Berberlöwen wurden am Montagmorgen im Zoo Hannover in eine kurze Narkose gelegt, um sie in die Transportkisten zu verladen und auf ihre Reise nach Heidelberg zu schicken. „Binta und Chaild geht es gut“, freut sich Dr. Barbara Bach. Die Zootierärztin ließ sich vom Einladen der Tiere bis hin zur Ankunft in Heidelberg regelmäßig telefonisch auf dem Laufenden halten. Am Abend konnte sie dann, zusammen mit den Tierpflegern und der Kuratorin Sandra Reichler, erleichtert die neuen Schützlinge empfangen. „Das Ausladen hat dank der Erfahrung des Transporteurs und der Tierpfleger hervorragend funktioniert. Damit sich unsere Löwen gut an ihr neues Zuhause und die neuen Tierpfleger gewöhnen können, blieb das Raubtierhaus heute geschlossen. Auch in den nächsten Tagen wird das Haus nur zeitweise geöffnet sein. Das hängt ganz davon ab, wie schnell sich Binta und Chalid eingewöhnen“, so Reichler.

Löwin Binta stammt ursprünglich aus dem Zoo Rabat in Marokko, bevor sie 2009 nach Hannover kam. Löwe Chalid folgte 2010 aus dem englischen Zoo Port Lympne.

Berberlöwen sind die größte und schwerste Unterart der Löwen. Männchen werden im Schnitt 200 - 250 kg schwer und erreichen eine Schulterhöhe bis zu 1,10 m. Ein besonders herausstechendes Merkmal der männlichen Berberlöwen ist die lange, dunkle Mähne, die bis weit über die Schultern und unter den Bauch wächst. Weibliche Berberlöwen können bei einer Schulterhöhe von 0,90 m bis 180 kg Gewicht erreichen. Die Heimat dieser majestätischen Tiere waren einst die nordafrikanischen Staaten zwischen Mittelmeer und Sahara. Dort waren sie in Gebirgswäldern, Steppen und Halbwüsten zuhause. Zum Verhängnis wurde dieser prächtigen Löwenart die große Beliebtheit der Löwenjagd bei den nordafrikanischen Völkern. Je mehr Löwen ein ägyptischer Pharao erlegte, desto höher war sein Ansehen. Auch der unersättliche Bedarf der Römer an diesen Tieren, um sie bei Gladiatorenkämpfen in ihren Arenen gegen Sklaven und Christen einzusetzen, dezimierte den Bestand erheblich. Seit 1920 sind die Berberöwen in der freien Wildbahn ausgerottet. Die letzten überlebenden Berberlöwen waren Eigentum des marokkanischen Königs Hassan II., der einige dieser Tiere in seinem Privatzoo hielt. Im Jahr 1970 schenkte der König die Tiere dem marokkanischen Nationalzoo Rabat, von dem dann immer wieder Nachzuchten an ausgewählte Zoos auf der ganzen Welt weitervermittelt wurden. Aktuell leben weltweit 99 Berberlöwen in Zoos.

Auch wenn im Laufe der Zeit wahrscheinlich einige wenige Individuen anderer Unterarten eingekreuzt wurden, beschloss man 1992, innerhalb des Europäischen Zooverbandes (EAZA) die Berberlöwen als eigene Unterart in ein Zuchtbuch aufzunehmen und somit nun auch in Europa zu züchten. Gemeinsames Ziel ist es, in der Zukunft eine Population in ihrer ursprünglichen Heimat zu etablieren.

„Mit der Übernahme des bereits in der Zucht erfahrenen Paares wird sich der Zoo Heidelberg am Erhaltungszuchtprogramm dieser seltenen Löwenart beteiligen“, so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir hoffen natürlich nach Ausbau der Löwenanlage auf Nachwuchs, um unsere umfangreiche Artenschutzarbeit um ein weiteres, wichtiges Projekt zu ergänzen“.

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Laufen für die Löwen

Läufer am Start

Der vierte und letzte Löwenspendenlauf war ein voller Erfolg!

Am Sonntag, den 10. April, passte einfach alles: Sonniges Wetter, hochmotivierte Läufer und eine einmalige Strecke durch und um den Zoo machten den Tag für die Sportler, Zuschauer und Helfer zu einer gelungenen Veranstaltung. Die Laufroute startete wie in den Vorjahren am Löwengehege, verlief weiter außerhalb des Zoos entlang des Neckarufers und vorbei an der Elefantenanlage bis zum Ziel am Löwengehege. Wahlweise konnten ein bis drei Runden gelaufen werden. Mit jeweils 3050 m hatte jeder Läufer die Möglichkeit, selbst die optimale Länge seiner Rennstrecke auszuwählen.

„Die Resonanz war beeindruckend. Zahlreiche Zoo- und Lauffreunde nutzten die Gelegenheit, in dieser besonderen Atmosphäre zu laufen und mit ihrem Startgeld einen Beitrag für die Erweiterung der Löwenanlage zu leisten.“ so Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer im Zoo Heidelberg. Der ambitionierte Sportler hatte bereits zum vierten Mal dazu aufgerufen, beim Zoo-Lauf zugunsten der Löwen teilzunehmen. „Ein besonderer Dank gilt den freiwilligen Helfern, ohne die so eine gelungene Veranstaltung nicht möglich wäre. Auch die beteiligten Zoomitarbeiter haben mit ihren ehrenamtlichen Engagement für das gute Gelingen beigetragen.“

Bereits seit längerem steht fest, dass die Löwenanlage in Heidelberg dringend vergrößert werden muss. Der geplante Ausbau, der in diesen Jahr beginnen wird, soll mehr Struktur bieten und damit die Lebensbedingungen der Bewohner verbessern. Der Ausbau der neuen Löwenanlage und des Stachelschwein- und Erdmännchengeheges wird auch für die zweibeinigen Beobachter eindrucksvolle neue Möglichkeiten bieten. Allein die Versechsfachung der Fläche wird ebenso wie eine reichhaltige Strukturierung des Geländes ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der künftigen Löwen beitragen. „Darüber hinaus werden die Zoobesucher diese majestätischen Tiere völlig neu erleben.“ erläutert Dr. Klaus Wünnemann stolz. „Die großen Panzerglasscheiben lassen Mensch und Tier sich Auge in Auge gegenüberstehen. Ein besonderes Safarigefühl bietet ein Geländewagen, der zur Hälfte im Gehege steht und so ein besonderes, hautnahes Erlebnis ermöglicht. Als Höhepunkt des Besucherbereiches bietet ein Hochstand einen phantastischen Überblick über die Anlage.“ Herr Dr. Wünnemann nutzte die Gelegenheit nach dem Lauf die Teilnehmer darüber zu informieren, dass in den nächsten Wochen das neue Berberlöwenpaar aus dem Zoo Hannover nach Heidelberg ziehen wird. Das Löwenpaar „Binta“ und „Chalid“ wird bald die neue, nach tiergärtnerischen Aspekten erstklassige Außenanlage nutzen können. Und vielleicht kann sich der Zoo dann schon bald über Nachwuchs bei diesen sehr seltenen Raubkatzen, die in der freien Wildbahn bereits ausgestorben sind, freuen und somit einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Die Platzierungen des Löwenspendenlaufs sind auf der Webseite des Zoos unter dem Link http://www.zoo-heidelberg.de/Loewenlauf2016 veröffentlicht.

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