Pressemitteilungen

Über 7.000 Besucher beim 1. Weihnachtsmarkt im Zoo

Ein besonderes Karussell stand im Eingangsbereich des Zoos. (Foto: Zoo Heidelber
Ein außergewöhnliches Karussell stand im Eingangsbereich des Zoos. (Foto: Zoo Heidelberg)

Zoo Heidelberg überrascht von starker Resonanz 

Der Zoo blickt begeistert auf die hohe Besucherzahl am vergangenen Wochenende zurück. Bereits am Samstag kamen über 2.000 Gäste um den ersten Weihnachtsmarkt im Zoo zu erleben. 

Schon vor dem alten Eingangstor im Zoo stand ein außergewöhnliches Kinderkarussell mit Holzfiguren aus Schwemm- und Wurzelholz. Das per Wippe durch die Eltern selbst angetriebene Gefährt war für die kleinen und großen Besucher gleichermaßen interessant. Die Fahrt war natürlich bereits im Eintrittspreis des Zoos inklusive, ebenso wie eine Fahrt mit der Mini-Express-Bahn durch den Zoo. Die kleine Runde der Bahn führte vorbei an verschiedenen Tiergehegen und der Scheune, in der Bastelaktionen mit der Zooschule angeboten wurden. Zudem verkauften dort  die jungen Mitarbeiter des Zoos eine Auswahl an eigens für den Weihnachtsmarkt liebevoll gestalteten Adventsgestecken. 

In den Weihnachtshütten, die auf dem Platz hinter dem alten Zooeingang platziert waren, präsentierten verschiedene Anbieter eine abwechslungsreiche Auswahl. Handgefertigte Teddybären, Filzmäuse, Mützen, Taschen und Patchworkarbeiten waren ebenso vertreten wie Honig und Imkereiprodukte oder Fair-trade-Produkte. Die Tiergartenfreunde waren mit einem Losverkauf unterwegs und boten Glühwein an.  

Rund um die weihnachtlich geschmückten Buden duftete es nach Waffeln, Glühwein und weiteren kleineren Leckereien, während der Wilhelma-Chor am Samstag und die Kinder-Chor-Gruppe Chorlibris der Sängereinheit Heidelberg-Rohrbach am Sonntag die Vorweihnachtszeit besangen. Zahlreiche Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, den Zoo einmal in den Abendstunden nach Einbruch der Dunkelheit zu erkunden.

Mit phantasievoller Beleuchtung der hohen Bäume und einzelner Wege präsentierte sich der abendliche Zoo im stimmungsvollen Licht. Aus Rücksicht auf die Tiere, die das nächtliche Treiben im Zoo nicht gewohnt sind, wurden mit Einbruch der Dunkelheit Teilbereiche des Zoos für die Besucher geschlossen. Die rund 7.000 Besucher, die an diesem Wochenende einen verminderten Eintritt zahlten, konnten den ganzen Tag das ganz besondere Ambiente des Weihnachtsmarkts erleben. 

„Wir waren wirklich überrascht, dass so viele Menschen unseren kleinen Weihnachtsmarkt besuchten“ berichtet Frank-Dieter Heck, der kaufmännische Geschäftsführer des Zoos. „Bei den vielen attraktiven Alternativen in Heidelberg hatten wir dies so nicht erwartet.“ Kein Wunder also, dass die Glühweinreserven und die Essensangebote am Sonntag knapp eine Stunde vor dem offiziellen Ende des Marktes bereits zur Neige gingen. „Wir haben heute einmal mehr gesehen, dass der Zoo für alle Altersgruppen attraktiv ist und unsere Angebote gerne angenommen werden. Für das nächste Mal – ja, es wird im nächsten Jahr wieder am ersten Adventswochenende einen Weihnachtsmarkt im Zoo geben – haben wir bereits tolle Ideen, den Weihnachtsmarkt noch attraktiver zu gestalten.“ zieht der Geschäftsführer Resümee. 

Zoo Heidelberg sorgt sich um seine Vögel

Die Socoorotaube ist in der Natur bereits ausgestorben (Foto: S. Bruslund/Zoo He
Die Socoorotaube ist in der Natur bereits ausgestorben (Foto: S. Bruslund/Zoo Heidelberg)

Schutzmaßnahmen für Zootiere werden eingeleitet

Im Süden von Baden-Württemberg sind einige Vögel an der Vogelgrippe gestorben. Obwohl in Heidelberg noch kein konkreter Handlungsbedarf besteht, beugt der Zoo vor. „Wir können keines unserer Tiere der Gefahr einer Infektion aussetzen und haben uns in enger Abstimmung mit den zuständigen Veterinärbehörden daher entschieden, all unsere Vögel im Zoo zu schützen“, erklärt Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo Heidelberg.

In den letzten Jahren wurden besonders gefährdete Vögel, die wertvoll für den Erhalt der jeweiligen Arten sind, in Heidelberg aufgenommen. Mit speziellen Zuchtprojekten und Kooperationen mit anderen Zoos trägt der Zoo somit eine große Verantwortung für den Natur- und Artenschutz. So leben beispielsweise stark gefährdete Inselarten im Zoo Heidelberg, die in der Natur bereits ausgestorben sind, wie z.B. die Socorrotauben.

Umsetzung von Aufstallungsplänen und verschärften Hygienemaßnahmen
Aus Sorge um die wertvollen Tiere wurden nun erhöhte Vorsichtmaßnahmen eingeleitet. Für alle Vogelbereiche wurden die Hygienemaßnahmen in der Tierpflege verschärft und die bereits vorhandenen Aufstallungspläne werden nun umgesetzt. 

Konkret bedeutet dies im Zoo Heidelberg: In den nächsten Tagen werden viele der Vögel in vorbereitete Schutzbereiche gebracht. Die Freiläufer im Zoo, Pfaue und Perlhühner, sind bereits „eingestallt“. Doch nicht bei allen Vogelarten ist eine vorübergehende Umsiedlung in überdachte Räume möglich. Um eine Virenübertragung durch vorbeiziehende Wildvögel zu vermeiden, werden alle Volieren mit Planen abgedeckt und engmaschig verstärkt. Einige Wasserflächen werden abgelassen, um keine wildlebenden Vögel anzuziehen. Die Flamingos und Entenvögel des Zoos werden zunächst in den Innenbereichen verbleiben. Auch bei Vogelarten, die für die Vogelgrippe weiniger empfänglich sind, werden trotzdem konstant Kontrollen durchgeführt.

„Die Entscheidung, jetzt bereits entsprechende Vorsichtmaßnahmen umzusetzen, fiel uns nicht leicht. Es ist ein hoher Aufwand für unsere Mitarbeiter, die weit über die normale Arbeitsleistung hinausgeht. Speziell in der dunklen Jahreszeit genießen aber auch unsere  Vögel die wenigen Sonnenstunden. Für sie bedeutet der Umzug in ungewohnte Ersatzquartiere bzw. Veränderung der Volieren durch die Folienabdeckungen erheblichen  Stress. Bei einigen Vogelarten müssen wir damit rechnen, dass sie im nächsten Jahr nicht brüten werden“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Warum es dem Zoo wichtig ist, dass keines der Tiere Gefahr läuft, mit dem Erreger infiziert zu werden, zeigte sich in Mannheim. Im Luisenpark mussten im Rahmen von seuchenhygienischen Maßnahmen viele Vögel getötet werden. Dieses Szenario möchte der Zoo vermeiden.

„Wir haben die möglichen Risiken abgewägt und uns für diese Schutzmaßnahmen entschieden. Es geht dabei vor allem um die Gefahr, die von Mensch und Wildvögeln ausgehen. Mit der Abschirmung unserer Vögel möchten wir jeden Kontakt zu möglicherweise infizierten Wildvögeln bzw. deren Ausscheidungen vermeiden“, erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Entscheidung des Zoo zu der vorbeugenden Maßnahme.

Keine Gefahr für Zoobesucher
Für die Zoo-Besucher selbst besteht keinerlei Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus, da die aktuell in Baden-Württemberg entdeckten Vogelgrippeerreger für den Menschen nicht gefährlich sind. Die Viren werden ausschließlich von Vogel zu Vogel übertragen. Doch die Besucher werden in der nächsten Zeit bei Ihrem Besuch im Zoo auf einige der Vögel verzichten müssen. Der Zoo will vermeiden, dass Besucher mit Schmutz an Ihren Schuhen oder an der Kleidung den Vogelgrippe-Erreger in die Gehege bringen. So werden auch die großen begehbaren Volieren für Besucher vorübergehend geschlossen.

Hintergrund
Im Zoo Heidelberg leben derzeit knapp 100 Unterschiedliche Vogelarten. Darunter 27 Arten, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Bislang gab es im Zoo Heidelberg keine mit dem Vogelgrippevirus infizierten Tiere.

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Im Zoo Heidelberg beginnt die Adventszeit

Die Erdmännchen betrachten neugierig den ersten Schnee. (Foto: Fischer)
Die Erdmännchen betrachten neugierig den ersten Schnee. (Foto: Fischer)

1. Weihnachtsmarkt im Zoo am 26. und 27. November

Dieses Jahr hat sich der Zoo Heidelberg zur Adventszeit etwas Besonderes einfallen lassen. Am 1. Adventswochenende, dem 26. Und 27. November, findet der erste Weihnachtsmarkt im Zoo statt. Und das erste Geschenk gibt es bereits am Eingang: An diesem Wochenende kostet der Eintritt in den Zoo Erwachsene nur 5 Euro und Kinder nur 2,50 Euro.

Während die Zootiere sich langsam auf den Winter einstellen, ihr wundervolles Winterfell anlegen wie die Steppenfüchse oder das Winterlager auspolstern wie die Präriehunde, können die Zoobesucher ein besonderes Programm erleben.

Weihnachtsmarktstände zum Verweilen, Stöbern und Mitmachen
Bei Glühwein, Kinderpunsch und anderen Leckereien erleben die Besucher den winterlichen Zoo in einer besonderen Atmosphäre. Weihnachtsstände präsentieren eine interessante Auswahl handgefertigter Produkte und laden zum Schauen und Stöbern ein. Im Zooshop gibt es an beiden Tagen 20 % Rabatt auf ausgewählte Shop-Produkte. Die Nachwuchskräfte des Zoos bieten selbst gestaltete Weihnachtsgestecke an und am Stand der Zooschule können Kinder selbst kreativ werden. Das Explo und das Lernlabor sind mit spannenden Experimenten ebenfalls vertreten, die nicht nur Kinderaugen zum Staunen bringen werden. Bei der Zoo-Tombola der Tiergartenfreunde gibt es viele tierische Preise zu gewinnen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Gestecke sowie aus der Zoo-Tombola kommen den Artenschutzprojekten des Zoos zugute.

Ökologisches Kinderkarussell, Mini-Expressbahn und zwei Chöre sorgen für Unterhaltung
Die Besucher erwartet im Zoo abwechslungsreiche Unterhaltung: Ein ökologisch angetriebenes Kinderkarussell und eine Rundfahrt mit einer Mini-Express-Eisenbahn versprechen Spaß für Groß und Klein. Der Wilhelma-Chor und der Heidelberger Kinderchor gestalten am ersten Adventswochenende jeweils um die Mittagszeit den musikalischen Rahmen mit Auftritten und sorgen mit weihnachtlichen Liedern für ein stimmungsvolles Ambiente.

Verlängerte Öffnungszeiten bis 19 Uhr
Auch wenn Bereiche mit Tieren, die in ihrer Nachtruhe nicht gestört werden sollen, ab Einbruch der Dunkelheit geschlossen sein werden, bleibt Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch den abendlichen und winterlichen Zoo. Der Zoo und der Weihnachtsmarkt haben an beiden Tagen zwei Stunden länger bis 19 Uhr geöffnet. 

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Gute Resonanz beim International Hamster Workgroup Meeting 2016

Gruppenfoto der Tagungsteilnehmer (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung)
Gruppenfoto der Tagungsteilnehmer (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung)

Teilnehmer aus 11 europäischen Ländern kamen nach Heidelberg

Zur internationalen Tagung, zu der die Arbeitsgruppe Feldhamster eingeladen hatte, kamen über 80 Wissenschaftler, Naturschützer und Vertreter von unterschiedlichen Behörden nach Heidelberg.

Bereits im Vorfeld der Tagung konnten die Verantwortlichen am Freitagabend, 28.10., großes Interesse in der Bevölkerung verzeichnen. Zum Offenen Infoabend im nahezu vollbesetzten Hörsaal der Marsilius Arkaden der Universität Heidelberg hatten die Deutsche Wildtier Stiftung und das Institut für Faunistik alle Interessenten eingeladen. 

Situation der Europäischen Feldhamster ist besorgniserregend
Nach der Begrüßung durch Felix Normann, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, welches die Tagung finanziell unterstützte, schilderte Peer Cyriacks von der Deutschen Wildtier Stiftung die besorgniserregende Situation der Europäischen Feldhamster in Deutschland. 

Er merkte an, dass die negative Wahrnehmung, die der Natur- und Artenschutz in der Öffentlichkeit hinsichtlich entstehender Kosten habe, in der Realität nur wenig Grundlage fände. Die finanzielle Förderung mache beispielsweise im Vergleich zur Unterstützung für Sportprojekte nur etwa ein Drittel aus. Alarmierend verwies Peer Cyriacks in diesem Zusammenhang auf die wenigen Schutzmaßnahmen für Hamster in Deutschland.

Ein Thema, das Dr. Ulrich Weinhold vom Institut für Faunistik (IFF) in seinem Vortrag über die Chancen des Feldhamsters in Baden-Württemberg aufnahm. So habe der Feldhamster beispielsweise in Baden-Württemberg 99 % seines ehemaligen Verbreitungsgebietes eingebüßt. In anderen Bundesländern drohe dem kleinen Nager aufgrund von Baumaßnahmen und unterlassener Schutzprogramme inzwischen sogar das totale Aus. Obwohl der Europäische Feldhamster bereits seit 1980 als gefährdet gelte und offiziell unter Schutz stehe, folgten erst 2003 mit dem Bau der SAP-Arena erste lokale Schutzmaßnahmen. Ein landesweites Konzept fehle hingegen weiterhin.

Filmpräsentation zum Abschluss des Infoabends
Zum Abschluss des Infoabends freuten sich die Besucher über den Filmbeitrag von  Annette und Klaus Scheurich (Marco Polo Film). Gewohnt locker und amüsant präsentierten die Filmemacher ein „Making-of“ ihres mehrfach prämierten Films „Feldhamster – mit vollen Backen durchs Leben“ und gewährten Einblicke in ihre neuesten Produktionen.

Vielfältige Vorträge während der Tagung
Das 23. „International Meeting of the Hamster Workgroup“ überzeugte mit einem interessanten Vortragsspektrum. Die Tagung war geprägt von Artenschutzthemen in Deutschland, Modellrechnungen zur Populationsdynamik in der Tschechischen  Republik, städtische Hamstervorkommen in Russland und deren Fortpflanzungsverhalten. Wissenschaftler, Naturschützer und Behördenvertreter aus 11 Ländern standen miteinander im Dialog über Studien zur Vorratsnutzung während der Überwinterung und den Einfluss von Lichtverschmutzung in Österreich und Frankreich.

Herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und Beteiligten
Das Organisationsteam der Deutschen Wildtier Stiftung und des Instituts für Faunistik bedankt sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern und Beteiligten. Alle Tagungsteilnehmer fühlten sich sehr wohl und wurden während der drei Tage bestens vom Hochschulcatering des Studentenwerks mit Speisen und Getränken versorgt. Selbst für den besonderen VIP-Gast, ein Feldhamster-Weibchen, das bei einem großen Teil der Vorträge anwesend war, hatte das Catering ein paar Kleinigkeiten vorbereitet.

Ein Rundgang durch den Zoo Heidelberg, mit Einblick in die dortige Zuchtstation für Europäische Feldhamster, eine Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen mit russischer Tanzeinlage im Essighaus rundeten das Rahmenprogramm ab, bevor die Tagung mit einer Tour zu den letzten Hamstervorkommen im Rhein-Neckar-Kreis am Sonntagnachmittag endete.

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Martin Baltscheit kommt mit der Löwen-Leseshow in den Zoo Heidelberg

Plakat zur Löwen-Leseshow mit Martin Baltscheit
Plakat zur Löwen-Leseshow mit Martin Baltscheit

Veranstaltung für Klein und Groß  am Mittwoch, 9.11

Er überrascht seine Leserschaft immer wieder aufs Neue mit tierisch wahrhaftigen Geschichten über die großen Gefühle des Lebens. Keiner inszeniert die eigenen Geschichten so ungefiltert und wunderschön wie Martin Baltscheit: Der Autor, Schauspieler und Illustrator erweckt seine tragikomischen Figuren in der bewegten Bilderbuch-Show zu prallem Leben.

Jetzt kommt der sympathische Ausnahmekünstler mit seiner exklusiven Löwen-Leseshow in den Zoo Heidelberg. Welcher Platz wäre für diese Show besser geeignet, als das Raubtierhaus? Sumatratiger Tebo und das Berberlöwenpaar Chalid und Binta werden vermutlich ebenfalls der ausgewöhnlichen Lesung beiwohnen. Dank der freundlichen Unterstützung der Verlagsgruppe Beltz, die seine Bücher herausgibt, dürfen sich die Zoobesucher auf ein besonderes Erlebnis freuen.

Martin Baltscheits Löwen-Leseshow findet am Mittwoch, 9.11. um 15:00 Uhr im Raubtierhaus des Heidelberger Zoos statt.Der Eintritt für die Leseshow ist im Zoo-Eintritt bereits enthalten. Groß und Klein können sich freuen, wenn der Autor erzählt, liest, brüllt und zeichnet. Mit im Gepäck hat er nicht nur seine frisch ausgepackte Geschichte »Löwenherzen weinen nicht«, sondern ebenso den »Fuchs, der den Verstand verlor«, »Schon gehört«und viele tolle Geschichten mehr. 

Kurzportrait: Martin Baltscheit

Geboren 1965 in Düsseldorf, studierte er Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss tätig als Comic-Zeichner, Illustrator, Schauspieler, Kinderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Für die große Neuausgabe der Dschungelbücher als Buch&Hörbuch (HÖRCOMPANY) bündelte er seine zahlreichen Talente. Martin Baltscheit lebt mit seiner Familie in Düsseldorf.

Der Abschied des Feldhamsters – Eine Allerweltsart vor dem Aus?

Der Europäische Feldhamster ist in unserer Region heimisch. (Foto: Weinhold)
Der Europäische Feldhamster ist in unserer Region heimisch. (Foto: Weinhold)

Offener Informationsabend am Freitag, 28.10.2016 

2016 war das Jahr des Europäischen Feldhamsters. Der kleine Nager wurde von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum „Wildtier des Jahres“ ernannt. Im Laufe des Jahres engagierten sich viele Institutionen verstärkt in der Vermittlung von Informationen rund um das schutzbedürftige, in unserer Region heimische Wildtier. Galt er einst als Ernteschädling und Plage, entwickelte sich der Europäische Feldhamster inzwischen zu einer vom Aussterben bedrohten heimischen Tierart.Gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung und dem Institut für Faunistik findet Ende Oktober in Heidelberg das International Hamster Workgroup Meeting 2016 statt.

Ein Artenschutzprogramm sorgt für den Erhalt der Tierart in der Region

Mit einem in Deutschland einzigartigen Artenschutzprojekt engagieren sich die Stadt Mannheim, das Land Baden-Württemberg und der Zoo Heidelberg gemeinsam für den Erhalt dieser Tierart. Im Zoo Heidelberg werden die Feldhamster seit 2004 nachgezüchtet. Das erfolgreiche Projekt erreicht alljährlich eine gute Nachwuchsquote, sodass regelmäßig Jungtiere in Mannheim ausgewildert werden können. Jeden Mai werden Jungtiere des Vorjahres mit elektronischen Chips zur Identifikation ausgestattet und in vorbereiteten Gebieten angesiedelt. Einige von ihnen bekommen Senderhalsbänder, mit denen auch mehrere Monate nach der Auswilderung der jeweilige Aufenthaltsort bestimmt werden kann. So kann inzwischen mit Hilfe des Zuchtprogrammes und der einhergehenden Sensibilisierung für die Bedrohung eine leichte Erholung der Population beobachtet werden. Das Überleben der Feldhamster bei Mannheim ist jedoch noch nicht gesichert.

Offener Infoabend zum Projekt und zur Situation des Feldhamsters

„Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, wie wichtig der Erhalt heimischer Tierarten, und speziell der des Europäischen Feldhamsters, ist“, erklärt hierzu  Projektleiter Dr. Ulrich Weinhold vom Institut für Faunistik. Gemeinsam mit den Biologen Lisa Heimann und Marco Sander betreut er die Nachzucht der meerschweinchengroßen Wildtiere im Zoo. „Um möglichst vielen Menschen unser Projekt vorzustellen und auf die Bedrohung dieser Nagetiere hinzuweisen, bieten wir im Vorfeld der Tagung am Freitag einen offenen Infoabend an. Wir freuen uns, wenn viele Interessenten dieses Angebot annehmen“, informiert Dr. Weinhold weiter.

Der Besuch des Infoabends ist kostenlos und findet am Freitag, 28.10.2016, ab 18:30 Uhr im Marsilius Kolleg der Universität Heidelberg statt. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Mit spannenden Vorträgen über die Situation des Feldhamsters in Deutschland und seine Chancen in Baden-Württemberg informieren die Deutsche Wildtier Stiftung und das Institut für Faunistik über die aktuellen Erkenntnisse, die im Rahmen der Schutzprojekte gewonnen werden.

Ergänzt wird der Infoabend durch die Filmvorführung des „Making-of“ der preisgekrönten Dokumentation „Feldhamster – mit vollen Backen durchs Leben“ durch Marco Polo Film

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Gudrun sorgt für Überraschung im Zoo Heidelberg

Mutter Gudrun (rechts) gemeinsam mit ihren Kindern Benni (Mitte) und Uschi (im W
Mutter Gudrun (rechts) gemeinsam mit ihren Kindern Benni (Mitte) und Uschi (im Wasser) auf der Bärenaußenanlage.

Die drei Braunbären zeigen sich gemeinsam auf der Außenanlage

Mit dem Ausbau der großen Bärenanlage 2015 erhielten die Syrischen Braunbären eine große Erweiterung ihres Außenbereiches. Für Besucher und Passanten, die auch von außerhalb des Zoos die Bären bei der Erkundung des großzügigen Geheges beobachten können, bekam der Zoo Heidelberg im Sommer 2015 damit einen besonders attraktiven Eingangsbereich.

Die ruhigen und vergleichsweise kleinen Syrischen Braunbären, die aufgrund ihres hellen Felles von Besuchern teilweise irrtümlich mit Eisbären verwechselt werden, teilen sich das Gehege mit mehreren zierlichen Korsakfüchsen.

Die Korsakfüchse waren sodann auch die Ersten, die wenige Stunden nach der Eröffnung über die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Gehegebereichen eilten, um die Erweiterung zu erkunden. Den großen Braunbären hingegen war es anfangs nicht ganz geheuer, die Brücke zwischen dem alten und neuen Gehegebereich zu überqueren. Es dauerte ein wenig, bevor einer nach dem anderen entschied, der Neugier zu folgen und sich mit dem Gelände vertraut zu machen. Für die jüngeren der Braunbären, Uschi (22 Jahre) und Benni (30 Jahre), wurde es bald zur Selbstverständlichkeit. Schließlich gab es täglich interessante neue Futterstellen auf der großen Außenanlage zu entdecken. Die Tierpfleger sorgen für viel Abwechslung im Bärenalltag, indem sie täglich mehrere Futterrationen an unterschiedlichen Stellen auf dem Gehege positionieren.

Nur die 35-jährige Gudrun, die Mutter der beiden jüngeren Bären, setzte nach einem mehrtägigen Aufenthalt im neuen Gelände, trotz der leckeren Verlockungen, keinen weiteren Schritt mehr auf die Brücke. Sie hatte sich nach ihrem ersten Erkundungsgang in der ungewohnten Umgebung nicht mehr zurück getraut und blieb ganze zwei Nächte auf der neuen Anlage, bevor sie mit viel Geduld und Leckereien wieder über die Brücke auf die alte Anlage geleitet werden konnte. Danach war sie nie wieder auf der neuen Anlage gesehen worden. Im Zoo Heidelberg akzeptierte man dieses Verhalten der älteren Dame und stellte ihr ihre Futterrationen im alten Bereich bereit. Eine alte Bärin gewöhnt man eben nicht so einfach um.

Wie groß die Freude war, als am letzten Samstag plötzlich alle drei der Syrischen Braunbären gemeinsam auf der großen Anlage zu sehen waren, kann man nachvollziehen. Nach über einem Jahr hatte Gudrun nun beschlossen, es den Jungen gleich zu tun und den erneuten Gang über die Bärenbrücke zu wagen. Besonders aufmerksam beobachten die Tierpfleger seitdem ihr Verhalten auf der Anlage und beim Gang über die Brücke. „Es ist erstaunlich, dass sie nun ganz offensichtlich den neuen Bereich komplett angenommen hat. Sie geht so sicher über die Brücke und die gesamte Anlage, als wäre dies noch nie anders gewesen.“, kann Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg freudig berichten. Mehrmals täglich gehen nun alle drei Bären über die Brücke und durchstöbern die großzügige Anlage. „Wir hatten die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben und waren uns sicher, dass man die alte Bärin nicht mehr von der schönen, neuen Anlage überzeugen kann“ ergänzt Jörg Kubacki, Leiter des Raubtierreviers im Zoo, der die Bärin bereits seit 1982 kennt und betreut.

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Zoo-Heidelberg lässt die jungen Großen Kudus raus

Kudu-Jungtiere immer häufiger auf der Außenanlage

Wenige Tage nach der Geburt des ersten Jungtieres bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo war das Afrikahaus erneut für die Besucher verschlossen. Kaum hatte das kleine Kudu-Mädchen „Malia“ ihren Namen erhalten, stand erneut eine Geburt bei dieser Antilopenart an. Zur Freude der Tierpfleger und des ganzen Zoos kam auch das zweite Jungtier gesund zur Welt und erhielt den Namen Samaya.

Einige Zoobesucher konnten in der Zwischenzeit bereits einen Blick auf die beiden scheuen Savannenbewohner erhaschen, die sich in den ersten Tagen ausschließlich in einem geschützten Außenbereich und im Afrikahaus aufhielten.

Seit zwei Tagen dürfen die beiden kleinen Großen Kudu-Mädchen nun zeitweise gemeinsam mit Ihren Müttern und den anderen Großen Kudus auf die großzügige Afrikaanlage im Zoo Heidelberg.

Um die leicht schreckhaften und scheuen Tiere mit den auffallend großen Ohren und den dunklen Glanzaugen mit den Begrenzungen der Anlage vertraut zu machen, geschieht dies unter den wachsamen Augen der Tierpfleger. Der Grabenbereich am Gehege ist mit einem schwarz-gelben Flatterband abgesperrt, damit die Fluchttiere nicht versehentlich hineinspringen. Sobald sich die beiden an die Anlage und ihre verschiedenen Bereiche gewöhnt haben, wird das Band wieder verschwinden.

Schon jetzt ist es spannend zu beobachten, wie unterschiedlich sich die beiden Jungtiere an die Situation anpassen. Während das eine eher zurückhaltend den Schutz in der Herde und im vertrauten Bereich sucht, springt das andere schon mal in schnellen und kraftvollen Sprüngen über Stock und Stein.

In der ostafrikanischen Sprache Suaheli bedeutet Malia Königin, während Samaya mit Himmel übersetzt wird. War es im Innenbereich noch Malia, die sich eher mutig und neugierig zeigte, ist es nun die jüngere Samaya, die sich unter freiem Himmel weiter auf die Flächen der Anlage wagt. Ob die Tierpfleger dies bei der Namensgebung bereits erahnten oder ob sich die beiden Jungtiere an die Namen angepasst haben, bleibt sicher ein Geheimnis. Ihre weitere Entwicklung können die Zoo-Besucher in Heidelberg nun aber immer häufiger auf der Außenanlage mitverfolgen

Druckfrisch: Der neue Zookalender 2017 ist da!

Der neue Zookalender 2017 ist da.
Der neue Zookalender 2017 ist da.

Jeden Monat ein neues Foto von den Zoobewohnern

In 12 beeindruckenden Motiven gibt der Kalender einen Einblick in die Artenvielfalt im Heidelberger Zoo. Unter anderem mit dabei: der majestätisch blickende Berber-Löwe Chalid, ein Rosalöffler, der sein leuchtendes Gefieder zeigt und die asiatischen Elefanten, die es sich auf ihrer Anlage bequem machen. Zusätzlich bieten kleine Texte im Kalender spannende Informationen zu den einzelnen Tieren.

Ab sofort ist der Wandkalender für 12,50 Euro pro Stück im Zooshop erhältlich. Er hat ein Format von 23 x 32 cm. Übrigens: Der Kalender ist eine schöne Geschenkidee für die ganze Familie.

Nächste Woche geht ein kleiner Gorilla auf Reisen

5-jähriger Flachlandgorilla
Kwame, der 5-jährige Flachlandgorilla, zieht bald nach Rostock. Foto: Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg

Abschied von Kwame im Zoo Heidelberg

Für den Gorillajungen Kwame beginnt nächste Woche ein neuer Lebensabschnitt:  Er wird an die Ostseeküste in den Zoo Rostock ziehen. Wer sich „persönlich“ noch von dem kleinen Flachlandgorilla in Heidelberg verabschieden möchte, kann dies noch an diesem Wochenende tun.

Kwame wurde im Juni 2011 im Zoo Heidelberg geboren. Seine Eltern sind der stattliche Silberrücken Bobo und das Gorillaweibchen N’Gambe, die 2010 aus dem Kölner Zoo in die Heidelberger Gorillagruppe kam. Für N’Gambe war Kwame das erste Kind. Trotz fehlender Erfahrung machte sie alles richtig. Sie kümmerte sich gut um den kleinen Kwame, sodass er seine ersten fünf Lebensjahre gemeinsam mit seinen Eltern und zwei weiteren Gorillaweibchen in Heidelberg verbringen durfte.

Bis zu einem Alter von etwa 7 bis 10 Jahren können junge, männliche Gorillas in ihrer Geburtsgruppe verbleiben. Danach kann es passieren, dass sie dem alten Silberrücken Konkurrenz machen und sich mit den weiblichen Verwandten verpaaren. Gemeinsam mit den Zuchtbuchführern wurde daher rechtzeitig nach einem Platz in einem anderen Zoo gesucht.

Obwohl Kwame noch ein paar Jahre in Heidelberg bleiben könnte,  freut sich der Zoo für den kleinen Gorillajungen, dass nun in Rostock ein geeigneter Platz gefunden wurde. Kwame ist inzwischen von seiner Mutter komplett unabhängig, sodass ein Umzug in eine neue Gruppe möglich ist.

Im Zoo Rostock erwartet Kwame eine Gorillagruppe, die aus einem schon betagten 43-jährigen Silberrücken und drei jüngeren Weibchen im Alter von 8 bis 15 Jahren besteht. Derzeit züchtet die Gruppe nicht, doch das soll sich in einigen Jahren ändern, wenn Kwame geschlechtsreif ist. Dann soll er dort als Silberrücken die Gruppe leiten und für Nachwuchs sorgen.

Bereits vor einiger Zeit reiste ein Tierpfleger aus Kwames zukünftigem Zuhause nach Heidelberg, um ihn kennenzulernen. Die Heidelberger Tierpfleger konnten sich ebenfalls bereits vorab in Rostock ein Bild von der Gorillagruppe und der Anlage machen. Um den Transport für Kwame so entspannt wie möglich zu gestalten, gewöhnen die Pfleger ihn schon seit einiger Zeit an die Transportkiste. Das Training verläuft gut: Mittlerweile geht er zuverlässig in die Kiste hinein und bleibt dort. Das ist für den späteren Transport wichtig, um Stress und eine unter Umständen notwendige Narkose oder Sedierung zu vermeiden. Zwei der ihm vertrauten Tierpfleger aus Heidelberg werden ihn auf seiner Reise begleiten und während der Eingewöhnungsphase die ersten Tage in Rostock bleiben.

Für die Besucher im Zoo Heidelberg beginnt am Wochenende der Abschied von Kwame, dem quirligen Gorillajungen, bevor er sich in der nächsten Woche auf die Reise in sein neues Zuhause nach Rostock begeben wird. Dort werden wir bald gespannt seine weitere Entwicklung beobachten können. Wir wünschen dem kleinen Gorillajungen nächste Woche eine entspannte Reise und alles Gute.

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