Pressemitteilungen

Nachwuchs bei den Großen Kudus im Zoo Heidelberg

Kleiner Großer Kudu. Kauerndes Jungtier im Stroh
Kleines Großes Kudu-Mädchen "Malia" geb. am 21.09.2016 - Foto: Zoo Heidelberg

Afrikahaus vorübergehend geschlossen

Am Afrikahaus im Zoo Heidelberg stoßen die Besucher seit ein paar Tagen auf verschlossene Türen mit der Information, dass Nachwuchs zur Welt kam. Der Grund ist ein Kudu-Mädchen, das am 21.09. geboren wurde. Da sich die Innengehege der Großen Kudus im Afrikahaus befinden, bleibt das Haus zunächst als Ruhezone für Mutter und Tochter übergangsweise geschlossen. Das Jungtier kann dort bereits seine ersten Schritte tun, bevor es mit den anderen Tieren auf der Afrikaanlage zusammentreffen wird. Mit großen, dunklen Augen betrachtet das Kalb bereits aufmerksam die Umgebung und dreht die auffallend großen, beweglichen runden Ohren nach jedem Geräusch in der Nähe.

Voraussichtlich schon Anfang/Mitte nächster Woche werden die Türen wieder für Besucher geöffnet, sodass das junge Kudukalb beobachtet werden kann. Als sogenannter „Ablieger“ wird das Kleine auch im Außenbereich anfangs häufig im Strohbett liegen, während die Mutter zum Fressen unterwegs ist. In ihrer Heimat, den afrikanischen Savannengebieten, liegen die Jungtiere oft stundenlang reglos gut getarnt im hohen Gras, wenn die Mutter auf Nahrungssuche ist. Einzig die Ohren und die wachsamen Glanzaugen sind dabei in Bewegung, um die Umgebung zu beobachten.

Trotz der eindrucksvoll schraubenförmig gedrehten Hörner der männlichen Kudus mit Längen bis über einen Meter verlassen sich die Tiere vorrangig auf ihre gute Tarnung im Versteck. Das graubraune Fell mit den langen weißen Streifen, die von der Rückenmitte nach unten laufen, verschmilzt dabei optisch mit der Umgebung. Sie sind jedoch auch gute Sprinter und können sehr weit springen. Mit einer Schulterhöhe von bis 150 cm können bei Gefahr auch hohe Zäune bis zu drei Meter mühelos überwunden werden. Die vorrangig dämmerungsaktiven Tiere ruhen tagsüber häufig im Schatten. In den kühleren Wintermonaten sind sie vermehrt am Tage aktiv.

Das Jungtier wird im ersten halben Jahr noch gesäugt und nicht selbst auf Futtersuche gehen. Im Außengehege trifft es schon bald auf die anderen Bewohner der Afrikaanlage. Dort gibt es für das Jungtier einiges zu entdecken, denn im Zoo Heidelberg leben die Großen Kudus gemeinsam mit Blessböcken, Zebras und Straußen. Das großzügige Terrain reicht bis hinüber zum Teich der Pelikane.

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Mittwoch, 21. September, Seniorentag im Zoo Heidelberg

Archivbild Zoo Heidelberg:  Historische Luftaufnahme Tiergarten Heidelberg
Archivbild: Historische Luftaufnahme Tiergarten Heidelberg

Vergünstigter Eintrittstarif für Senioren

Am Mittwoch, den 21. September, bietet der Zoo allen unternehmungslustigen Senioren einen Sondertarif für den Zooeintritt an. Alle Senioren ab Jahrgang 1956 und älter zahlen an diesem Tag nur 5 Euro für den Zoobesuch.

Von 11 bis 17 Uhr sind mehrere Infostände im Zoo aufgebaut. An den Stationen, die sich je nach Wetter in oder vor den Tierhäusern befinden, geben Zooranger kompetente Auskunft auf viele Fragen rund um Elefanten, Menschenaffen, Raubtiere & Co und halten zudem interessante Materialien zum Anschauen und Anfassen bereit. Natürlich finden an diesem Tag auch die täglichen Fütterungen und das kommentierte Robbentraining statt. Bei den Präsentationen „Klein, aber oho!“ täglich um 12 Uhr, „Tiere live“ täglich um 13:15 und bei der Tierpflegersprechstunde um 17:30 Uhr erhalten alle interessierten Besucher spannende Informationen zu unterschiedlichen Zootieren. So ist auch für Stammbesucher stets Abwechslung geboten, denn viele Besucher begleiten den Zoo Heidelberg schon seit Jahrzehnten.

Seit seiner Eröffnung im Jahre 1934 wurde schrittweise ein Wandel des Tiergartens hin zu einem modernen Naturschutzzentrum vollzogen. Im Zuge dieses Prozesses wurden und werden viele Gehege nach und nach umgewandelt oder neu gebaut, sodass sie den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere so nahe wie möglich kommen.

Bei Gründung des Tiergartens 1934 durch Nobelpreisträger Prof. Dr. Carl Bosch und Prof. Dr. Otto Fehringer, einem passionierten Ornithologen, lag der Schwerpunkt bei der Haltung einheimischer und exotischer Vögel mit Europas größter Freiflugvoliere für Greifvögel. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Tiergarten stark zerstört und erlebte danach einen anfänglich von finanziellen Schwierigkeiten geprägten Wiederaufbau. In den 60er Jahren kamen unter Zoodirektor Wolfgang Rohr vermehrt weitere Tiergruppen nach Heidelberg in den Tiergarten. Von 1972 bis 1998 leitete Dr. Dieter Poley den Tiergarten, eine Phase mit vielen Neubauten, in der das Afrikahaus, das Raubtierhaus und auch das Menschenaffenhaus entstanden. Seit 1998, Dienstbeginn des heutigen Zoodirektors Dr. Klaus Wünnemann, entwickelt sich der Zoo Heidelberg stetig zu einem modernen Naturschutz- und Bildungszentrum, in dem unterschiedlichste Tierarten und die Besucher gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. In den nächsten Jahren sind weitere Entwicklungen geplant. Die lange vorbereitete Erweiterung der Löwenaußenanlage und die Verlegung der Hamsterzucht sind dabei zwei der nächsten Projekte. Für die jungen Zoobesucher wird der Streichelzoo-Bereich mit neuem Konzept über die Nutztierhaltung erweitert.

„Wir freuen uns sehr über unsere älteren Besucher, die uns aus den frühen Jahren des Tiergartens berichten, die wir nicht miterlebt haben. In ihren Geschichten wird die Jugendzeit des Tiergartens wieder lebendig. Einige Gehege erinnern heute noch an diese Zeit, wie beispielsweise das historische Bärengehege neben den Löwen.“ erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Stachelschweine, die dort aktuell leben, werden ebenfalls von dem Umbau der Löwenanlage profitieren, denn auch dieses Gehege soll bald eine Veränderung mit noch mehr Erlebnischarakter erfahren. 

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Ayam Cemani - Schwarz bis auf die Knochen

Cemani-Hühner im Zoo Heidelberg
Cemani-Hühner im Zoo Heidelberg. Foto: Zoo Heidelberg

Cemani-Hühner im Zoo Heidelberg

In einem komplett schwarzen Federkleid mit leicht bläulich-grünem Glanz zeigen sich einige Hühner im Zoo Heidelberg. Bei dem ungewöhnlichen Federvieh handelt es sich jedoch weder um eine besondere Züchtung für die Gothic-Szene, noch hat die starke Sonne der letzten Wochen hier Einfluss gezeigt. Es sind Cemani-Hühner, die seit diesem Frühjahr im Zoo Heidelberg unterwegs sind.

Der Name der ursprünglich in Zentral- und Ostjava sowie auf Sumatra und Madura verbreiteten Rasse rührt von dem Ort ihrer Herkunft. „Ayam“ bedeutet in der Landessprache Huhn und „Cemani“ ist ein Ort in Zentral-Java. In Asien werden den besonderen Tieren mystische und glückbringende Eigenschaften zugesprochen, was den Kaufpreis eines einzelnen Huhns deutlich über ein durchschnittliches Monatseinkommen der indonesischen Bevölkerung ansteigen lässt.

Zusätzlich zu dem auffallend schwarzen Gefieder haben diese Vögel eine komplett schwarze Haut, schwarze Beine und Zehennägel, einen schwarzen Schnabel, eine schwarze Zunge, einen schwarzen Kamm und schwarze Ohrscheiben. Alles bei diesen Hühnern ist schwarz. Selbst Fleisch und Knochen und die inneren Organe dieser Rasse sind schwarz – nur die Eier sind cremefarben.

Hahn und Hennen unterscheiden sich bei dieser Rasse kaum voneinander. Einzig die etwas aufrechtere Haltung der Hähne gibt dem Laien einen Hinweis auf das Geschlecht, da beide einen zackigen Kamm besitzen und den Schwanz hoch tragen. Im Gegensatz zu in Deutschland eher bekannten Hühnerrassen wurde den Ayam Cemani der Kampftrieb nicht weggezüchtet. Äußerst beweglich und flink nutzen die asiatischen Tiere ihren Schnabel und die langen Beine mit den scharfen Krallen bei Auseinandersetzungen. Als wahre Akrobaten sitzen sie in Sträuchern und Bäumen. Äußerst schlagfertig und überhaupt nicht scheu können sie auch mal einen Fuchs in die Flucht schlagen. Ob auch die Großen Kudus oder die Elefanten sich von den schwarzen Hühnern beeindrucken lassen, können Besucher im Zoo Heidelberg selbst entdecken.

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Berufsinformation XXL vor dem Zoo Heidelberg

M+E InfoTuck
M+E InfoTuck, Foto: Gesamtmetall

Kraftvolle Nachwuchswerbung für die Metall- und Elektro-Industrie

Industrielle Interessen und die Passion für Natur und Tiere sind keine Gegensätze. Dies zeigte nicht nur Carl Bosch, als er Anfang der 1930er Jahre den Tiergarten Heidelberg gemeinsam mit Otto Fehringer durch eine Stiftung begründete – auch heute noch gehen Wirtschaft und Kultur Hand in Hand. In der gemeinsamen Entwicklung legen Zoo und Industrie Schwerpunkte auf Information und Bildung. Der InfoTruck der Metall- und Elektro-Industrie (M+E) setzt neue Maßstäbe in jugendgerechter Berufsinformation und dies können Interessenten Anfang September direkt vor dem Zoo Heidelberg entdecken. Auf zwei Etagen mit etwa 80 m² Präsentationsfläche werben der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und der Landesverband Südwestmetall und seine Mitgliedsunternehmen eindrucksvoll für Nachwuchskräfte im größten Industriezweig Deutschlands.

Vom 1. bis 3. September steht der M+E-InfoTruck vor dem Zoo in Heidelberg. Schülerinnen und Schüler können sich dort über die Ausbildungsmöglichkeiten und Perspektiven in der M+E-Industrie informieren. Mit rund 3,8 Millionen Beschäftigten – darunter 210.000 Auszubildenden – gehört die M+E-Industrie zu den leistungsstärksten, innovativsten Industrien des Landes.

Zweigeschossige M+E-InfoTrucks setzen neue Maßstäbe in der Berufsinformation

Um die Attraktivität ihrer Ausbildung hervorzuheben, setzen die Arbeitgeberverbände seit mehr als 25 Jahren auf mobile Berufsinformation. Auf der etwa 80 m² großen Präsentationsfläche des zweigeschossigen Trucks setzen neueste Multimedia-Anwendungen und anschauliche Experimentierstationen Maßstäbe für moderne Berufsinformation und bieten die Möglichkeit technische Arbeitsplätze aktiv kennen zu lernen.

An M+E-typischen Arbeitsplätzen erleben Jugendliche die Faszination Technik praxisnah und intuitiv. Unter Anleitung können sie eine CNC-Maschine programmieren und ein Werkstück selbst fertigen. Ein Aufzugsmodell demonstriert intelligente IT-Steuerung und an der „Electricity Bench“ können verschiedene Schaltungen ausprobiert werden. Der „BerufeScout“ erklärt auf einem mannshohen Touch-Monitor wichtige Inhalte zu den M+E-Berufen und zeigt das Ausbildungsangebot sowie freie Lehrstellen von Unternehmen in der Region.

Auf der zweiten Fahrzeugebene lädt ein „virtuelles Unternehmen“ auf dem 1,5 Quadratmeter großen Multitouchtable bis zu sechs Besucher ein, Arbeitsplätze und Berufe der M+E-Industrie zu erkunden. Spielerisch und intuitiv können Interessenten am Produktionsprozess eines Autos mitwirken und typische Aufgabenstellungen erledigen.

Wer im Anschluss an die Information es Carl Bosch gleichtun möchte und den Ausgleich in der Beobachtung von Tieren sucht, hat es danach nicht weit. Der Zoo hat im September noch täglich bis 19 Uhr geöffnet.

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Zuversichtliche Partnervermittlung im Zoo Heidelberg

Falkland-Karakara im Zoo Heidelberg
Falkland-Karakara im Zoo Heidelberg

Falkland-Karakara zeigt positives Interesse an dem neuen Artgenossen

Unter Vogelkundlern bzw. Ornithologen nehmen die Falklandinseln einen hohen Stellenwert ein. Die aus 200 Inseln und Inselchen bestehende, insgesamt gut 12.000 Quadratkilometer große Inselgruppe ist Heimat von über 120 Vogelarten. Sechs darunter zählen zu den Greifvögeln, unter denen der Falkland-Karakara wohl der prominenteste ist. Mit einer Körpergröße von 58 bis 63 Zentimetern bei einer Flügelspannweite von 116 bis 125 Zentimetern sind die Vögel etwa so groß wie ein großer Mäusebussard.

Seit 2014 lebt bereits ein Falkland-Karakara-Weibchen im Zoo Heidelberg. Vor 10 Monaten kam nun ein Männchen als potentieller Partner in den Zoo. Mit großer Aufmerksamkeit beobachteten die Tierpfleger zunächst hinter den Kulissen das Verhalten der beiden Tiere miteinander.

Inzwischen zeigt sich, dass die beiden sich gut verstehen und deutlich Interesse aneinander haben, sodass sie nun gemeinsam in die Voliere ziehen konnten. „Wir hoffen sehr, dass dieses Interesse anhält und dass wir bald mit Nachwuchs rechnen können,“ erklärt Simon Borchardt,  Leiter des Vogelreviers im Zoo Heidelberg  „erst Anfang der 1980er Jahre gelang die Welterstzucht im Tierpark Berlin. Wir sind sehr gespannt, ob wir mit den beiden bei uns auch dieses Glück haben.“ 

Die weitestgehend dunkelbraun bis schwarzen Vögel mit der typischen gelblichweißen Streifung und einer rötlichbraunen Bauchfärbung, die sich bis zur Schwanzunterseite und auch auf das Gefieder der Beine (Hosen) erstreckt, zählen zu den seltensten Greifvögeln. Ihre Verbreitung beschränkt sich ausschließlich auf die Küsten der Falklandinseln sowie die vorgelagerten Inseln Feuerlands, der Kap-Horn-Spitze, der Magellan-Wasserstraße und dem Beagle-Kanal. Ihr Schnabel ist kräftig ausgebildet und weist eine bläuliche Färbung auf, die zur Spitze hin gelb bis beigefarben wird. Die Beine sind leuchtend gelborange und mit kräftigen Fängen ausgestattet.

Im Deutschen werden die Vögel auch als Geierfalken bezeichnet, da sie sich vorwiegend  von toten und sterbenden Tieren ernähren. So sind sie auch die meiste Zeit zu Fuss unterwegs und bauen im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der Falkenfamilie beachtliche Nester aus Ästen und Zweigen am Boden. Hierfür wählen sie meist eine geschützte Stelle zwischen überhängenden Büscheln.

Interessant wird es besonders ab September, wenn die Tiere mit der Balz beginnen könnten. Dazu stehen Männchen und Weibchen entweder Seite an Seite oder einander gegenüber, legen ihren Kopf gleichzeitig nach hinten auf den Rücken und äußern mehrfach einen hohen, rauen Zweitonruf. Das wäre im Zoo Heidelberg dann der deutliche Beweis, dass es mit der Partnervermittlung gut geklappt hat.

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Olympia in Brasilien – Brasilianer in Heidelberg

Goldgelbes Löwenäffchen
Goldgelbes Löwenäffchen im Zoo Heidelberg. Foto: Heidrun Knigge

Zoo Heidelberg unterstützt Wiederansiedlungsprojekt des brasilianischen Staates

Mit ihrem gelborangenen Fell sind die Goldgelben Löwenäffchen ein leuchtender Hingucker im Zoo Heidelberg. Ihren Namen verdanken sie der prächtigen, goldfarbenen Mähne, die das feingliedrige Gesicht umrahmt. Gerade mal 600 g schwer sind sie die größten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen.

Ihre Heimat liegt im Land der diesjährigen Olympischen Spiele, in den letzten Resten des brasilianischen Küstenregenwaldes. Die Löwenaffen zählen zu den Botschaftern des Naturschutzes, denn der atlantische Küstenregenwald gilt als einer der artenreichsten und am stärksten bedrohten Lebensräume unseres Planeten. Anfang der 80er Jahre wäre diese Primatenart fast komplett ausgerottet worden. Nur durch die Wiederansiedlung von im Zoo geborenen Tieren konnten die Löwenäffchen gerettet werden. So sind die Goldgelben Löwenäffchen ein berühmtes und erfolgreiches Beispiel dafür, wie die Zoos zum Überleben von Tierarten im Freiland beitragen.

Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat - auch die in Heidelberg lebenden zwei Männchen und das Weibchen. Die Tiere werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. Die kleinen Primaten gehören zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte unterschiedlichster Tierarten auf der ganzen Welt. Nachdem die ersten Ansiedlungen von zoogeborenen Krallenäffchen wenig erfolgreich verliefen, da sich die Löwenäffchen in ihrer ungewohnten neuen Heimat nicht zurechtfanden, werden die Tiere inzwischen vor ihrer Auswilderung intensiv auf die Freiheit vorbereitet. In speziellen Gehegen wird bereits im Vorfeld ein wenig Regenwald simuliert, indem beweglich aufgehängte Äste statt starrer Kletterstangen eingesetzt werden. Durch die Vergesellschaftung mit anderen Tierarten und viel natürlicher Vegetation können sich die Tiere bereits in der Zoowelt auf die Herausforderungen vorbereiten, die im Regenwald auf sie warten.

Mittlerweile kann das Projekt bereits gute Erfolge verzeichnen, die sich zwar nicht in olympischem Gold widerspiegeln, dies aber sicher verdient hätten. Im Rahmen der Wiederansiedlung vieler zoogeborener Löwenäffchen sind bereits neue Populationen in Brasilien entstanden.

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Junge Wachtelkönige im Zoo Heidelberg

Wachtelkönig-Küken

Kleine Küken werden ganz schnell groß

Im Vogelrevier herrscht eine besondere Elternfreude. Zum ersten Mal haben die Wachtelkönige erfolgreich Nachwuchs aufgezogen. Und das gleich fünffach! Damit leistet der Zoo Heidelberg einen entscheidenden Beitrag zur Wachtelkönighaltung in Zoos.

Die in Eurasien verbreitete und damit auch in Deutschland heimische Art wird nur in sieben Mitgliedszoos des Europäischen Zooverbandes gehalten. Viele der dort gehaltenen Wachtelkönige sind aufgrund der geringen Menge an Zuchttieren eng miteinander verwandt. Der Zoo Heidelberg kam 2014 durch einen tragischen Umstand an ein genetisch unverwandtes Weibchen. Es stammt aus einem Gelege, das nur knapp vor einer Mähmaschine gerettet wurde. Da es daraufhin mit der Hand großgezogen werden musste, war eine Auswilderung nicht mehr möglich und es kam nach Heidelberg mit der Hoffnung, hier zur Zucht beizutragen.

Am 10. Juli zeigte sich nun der Erfolg. Aus den 6 gelegten Eiern schlüpften fünf kleine schwarze und hungrige Küken. Da der Vater unmittelbar nach dem Schlüpfen der Jungen von der Mutter getrennt werden musste, die einen ausgeprägten Beschützerinstinkt zeigte, begann ein Fulltime-Job für das junge Weibchen.

Die kleinen Nestflüchter werden jedoch nur wenige Tage von der Mutter selbst mit Insekten und Sämereien gefüttert. Schnell lernen die Kleinen, wie sie an Nahrung gelangen.

Obwohl alle Küken am gleichen Tag geschlüpft waren, entwickelten sie sich unterschiedlich schnell. Nach knapp zwei Wochen fingen drei Küken bereits an, das typische Wachtelkönig-Federkleid zu entwickeln, während die anderen beiden noch deutlich kleiner und noch komplett schwarz befiedert waren. Doch bereits jetzt, nach vier Wochen, sind die Unterschiede – auch zur Mutter – kaum noch zu erkennen.

Da Wachtelkönige bereits mit einem Jahr geschlechtsreif werden, wird die „Wachtelkönigin“ bald versuchen, ihren eigenen Nachwuchs aus dem Revier zu vertreiben. Spätestens dann heißt es für die Kleinen „Adieu, Heidelberg“ zu sagen und in einem anderen Zoo die Zucht dieser bedrohten einheimischen Art zu unterstützen.

Als Wiesenbrüter legen Wachtelkönige ihre Nester bevorzug in dichten Wiesen, was ihnen leicht zum Verhängnis werden kann. Da die erste Mahd inzwischen teils bereits im Frühjahr stattfindet, fällt sie in die Brutzeit der kleinen Vögel. Beim vermehrten Mähen mit großen Mähwerken werden die Gelege im dichten Gras meist nicht entdeckt und übermäht.

Der Bestand der Wachtelkönige ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Aufgrund der versteckten Lebensweise ist eine exakte Bestandsschätzung jedoch schwierig. Sie erfolgt meist nach Gehör anstatt auf Sichtungen zu vertrauen, denn der kleine Rallenvogel verrät sich besonders während der Paarungszeit durch sehr laute Revierrufe. So erhielten Sie in früheren Zeiten zahlreiche lautmalerische Namen wie „Wiesenknarre“, „Schnärz“, „Schnerper“, „Schnarrwachtel“, oder „knarrendes Rohrhuhn“. Heute sind seine Rufe selten geworden und er wird eher mit der unverwandten Wachtel verwechselt.

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Ausbau Löwenaußenanlage rückt näher

Tiergartenfreunde bei der Scheckübergabe. Foto: Zoo Heidelberg
Tiergartenfreunde bei der Scheckübergabe. Foto: Zoo Heidelberg

Tiergartenfreunde übergeben Spendenscheck über 15.000 Euro an Zoo Heidelberg

Seit über 80 Jahren unterstützen die Mitglieder des Vereins Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. den Zoo und seine Projekte. Letzte Woche überbrachten die Vorstandsmitglieder erneut eine großzügige Spende. Der Scheck in Höhe von 15.000 Euro wurde als weiterer Beitrag für den Ausbau der Löwenanlage an Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann überreicht.

Nachdem  der Großteil der verschiedenen Maßnahmen, die beim Ausbau der neuen Außenanlage für die Löwen geplant sind, bereits finanziell gesichert sind, können die ergänzenden Mittel gut für die weiteren Kosten bei der Neugestaltung eingesetzt werden. Dr. Klaus Wünnemann betonte, dass speziell diese, nicht an ein spezielles Element gebundene, Spende für die Löwenanlage sehr wichtig sei. „Es ist gut, wenn wir noch Puffer haben, den wir für auftretende Zusatzkosten oder zusätzliche Ergänzungsideen einsetzen können. Die Spenden, die von den Tiergartenfreunden bereitgestellt werden, geben uns eine gestalterische Sicherheit. So können wir zu den geplanten Objekten, wie beispielsweise Safari-Zelt, Kletterlandschaft, Geländewagen und Beobachtungspavillon für die Besucher, noch weitere tiergärtnerische Maßnahmen für die Löwen optimal umsetzen.“

Gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden, Gerhard Bartelmus, Kassenwart Jürgen Pföhler und Werner Schmidt, der für Öffentlichkeitsarbeit und Technik im Verein verantwortlich ist, überreichte der 1. Vorsitzende Dr. Dietrich Lorenz den symbolischen Scheck. Natürlich folgte im Anschluss eine Begehung der Fläche, die bald ein Teil des neuen Löwengeheges sein wird. Die bereits erfolgten Vorbereitungen wurden von den Vorstandsmitgliedern in Augenschein genommen und der Zoodirektor informierte über die weiteren Planungen, die aktuell für die Umsetzung anstehen.

Mit dem Scheck in Höhe von 15.000 Euro überbrachten die Tiergartenfreunde bereits den vierten Beitrag für das Projekt Löwen und ergänzte damit die bereits 2012, 2013 und 2015 bereitgestellt Summe auf 65.000 Euro. „Gerne würden wir auch hier die 100.000 Euro zusammenbekommen, mit denen wir bereits beim Elefantenhaus helfen konnten. Aber der Ausbau der Löwenanlage muss deswegen nicht weiter warten, wir werden ebenfalls die weiteren Projekte im Zoo unterstützen, die in der Zukunft noch anstehen. Überzeugungsarbeit müssen wir bei unseren Mitgliedern wenig leisten. Alle freuen sich, wenn sie sehen, wie der Zoo Heidelberg sich weiterentwickelt bzw. bereits entwickelt hat.“ kann Kassenwart Jürgen Pföhler mit Blick auf weiteren Planungen berichten.

Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.

Mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen und vielen Kleinspenden unterstützt der Verein der Tiergartenfreunde e.V. seit seiner Gründung im Jahr 1933 zentrale Projekte des Zoos. Im Verein finden Menschen zueinander, denen die Entwicklung des Heidelberger Zoos am Herzen liegt.Vereinsmitglieder erhalten vergünstigte Jahreskarten und werden über die kostenlose Zusendung der Mitgliederzeitung „ZOO aktuell“ regelmäßig aktuell über unterschiedliche Zoo-Themen informiert. Neben Aktionen im Zoo werden auch spezielle Führungen, Vorträge und gegen Kostenbeteiligung organisierte Tagesausflüge in andere Zoologische Gärten angeboten. Weiterführende Informationen unter www.tiergartenfreunde.de

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Heidelberger Zoobesucher kommen ins Wimmelbuch

Porträtier-Stunden für „Heidelberg wimmelt“ am Freitag und Samstag im Zoo

Welches Kind liebt sie nicht? Die Wimmelbücher, die nie langweilig werden und in denen es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Und noch schöner als ein allgemeines Wimmelbuch ist eines, in dem man seine eigene Umgebung wiedererkennt.

Nun ist ein Wimmelbuch zu Heidelberg im Entstehen. Zu diesem Zweck hält sich die Wimmelzeichnerin Kimberley Hoffman gerade in der Stadt auf. Sie recherchiert, fotografiert und zeichnet die schönsten Plätze und die wichtigsten Gebäude, die Heidelberg bietet. Dabei darf natürlich auch der Zoo nicht fehlen mit den beliebtesten Tieren und seiner großzügigen Parkanlage - und natürlich mit seinen Besuchern.

Antreffen kann man die Künstlerin am kommenden Freitag und Samstag im Zoo. Dort können ihr die Besucher beim Zeichnen zusehen und sich einen Eindruck verschaffen, wie ein Wimmelbuch entsteht. Kimberley Hoffmann skizziert innerhalb weniger Minuten die charakteristischen Gesichtszüge und platziert die gezeichneten Figuren später in der Szenerie der Wimmelbilder. Wer einmal ausprobieren möchte, wie er als Wimmelfigur aussieht, kann sich für zehn Euro zeichnen lassen. Das Bild kann direkt mitgenommen werden und die Figur wird Teil des Heidelberg-Wimmelbuchs. Dafür lädt sie am kommenden Freitag, 22. Juli 2016 von 12 bis 14 Uhr und Samstag, 23 Juli 2016 von 11 bis 14 Uhr zu Porträtier-Stunden in den Heidelberger Zoo ein.

Das Heidelberg-Wimmelbuch wird rechtzeitig vor Ostern 2017 im Silberburg-Verlag erscheinen und kann gleich bei der Autorin vor Ort bestellt werden. Wer sich in die bereitliegende Bestell-Liste einträgt, bekommt das Buch nach Erscheinen direkt nach Hause geschickt.

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ShonaArt-Workshops beginnen Ende Juli

ShoaArt-Workshop im Zoo

Bildhauerkunst aus Zimbabwe im Zoo Heidelberg

ShonaArt-Workshops beginnen Ende Juli

Steinskulpturen aus Zimbabwe gehören zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene. Einige besonders schöne Exemplare, die dem Zoo Heidelberg in den letzten Jahren von großzügigen Kunst- und Zoofreunden gespendet worden sind, kann man an unterschiedlichen Orten im Zoo bewundern.

Besonderes Highlight im letzten Jahr war die Entstehung eines einmaligen Kunstwerks direkt im Zoo Heidelberg. Einer der talentiertesten Bildhauer Zimbabwes, Sydney Majengwa, hat über Wochen eine fast lebensgroße Giraffenskulptur aus dem Serpentinstein, der aus Zimbabwe importiert worden war, gehauen. Regelmäßige Zoobesucher hatten die Möglichkeit, Woche für Woche den Fortschritt nachzuverfolgen und den Künstler bei der Arbeit zu beobachten. Die Giraffe, die frech an den Blättern eines Baumes zu zupfen scheint, steht auf einer Wiese in der Nähe der Afrikaanlage.

Wer sich in etwas kleinerer Dimension künstlerisch ausleben und entfalten möchte, hat ab 30. Juli die einzigartige Möglichkeit, bei einen der zimbabwischen Steinbildhauer tiefere Einblicke in die Shona-Kunst zu erhalten und unter Anleitung seine eigene Skulptur mit Hammer, Meißel, Raspel und Feile zu erschaffen. Die Arbeit am Stein selbst zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung, die durch die Zusammenarbeit mit den Künstlern aus Zimbabwe vertieft wird. Die Kurse finden direkt im Zoo auf der „Pelikanwiese“ statt. Die Teilnahmegebühr beträgt für die ersten 2 Tage je Tag 60,00 €. Jeder weitere Tag kostet 40,00 €. Der Zooeintritt ist in der Kursgebühr enthalten. Hinzu kommen Materialkosten in Höhe von 3,00 € pro Kilo original Serpentinstein aus Zimbabwe. Die Werkzeuge werden gestellt. Weitere Informationen zu den Workshops und Anmeldeunterlagen können per Mail unter bildhauen@shona-art.com oder telefonisch unter 02302 9787428 angefordert werden.

Termine Bildhauer-Workshops 2016

30.07. bis 14.08.2016: Washington Matafi

15.08. bis 11.09.2016: Diana Nyakudya und Tago Taszvitya

Die Teilnehmer können Ihren Workshop zu jedem Termin im genannten Zeitraum beginnen und für eine gewünschte Anzahl an Tagen buchen.

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