Mit großen braunen Augen durch die Welt - Jungtier bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo

Der kleine Tawanda - schon ganz schön aufgeweckt

Heidelberg, 30. September 2011, S. Reichler  Dunkle Glanzaugen unter großen runden Ohren schauen neugierig in die Welt – „Tawanda“, der vier Wochen alte Kudubock, beginnt mit seiner Mama „Stobi“ die Welt zu erkunden; oder genauer: den abgeteilten Außenbereich der Afrikaanlage. Die meiste Zeit des Tages verbringen Mama und Sohn im Abtrenngehege, denn noch ist Tawanda zu jung um sich gegen Zebras und Blessböcke behaupten zu können.
Junge Kudus sind sogenannte Ablieger, die reglos an einem geschützten Platz warten, während die Mutter auf Nahrungssuche geht. Daher bleibt auch „Tawanda“ noch einige Stunden des Tages im Strohbett seiner Box liegen, während „Stobi“ auf die große Anlage darf. Lange wird es nicht mehr dauern bis „Tawanda“ seiner Mutter auf Schritt und Tritt folgt. Behutsam wird er dann an die anderen Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt.
Für Kuduweibchen „Stobi“ ist es das erste Kind und sie kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. Kudus leben normalerweise in Familienverbänden in den Baumsavannen im östlichen und südlichen Afrika, im Heidelberger Zoo teilen sie sich die großzügige Afrikaanlage mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen.
„Tawanda“ wurde am 5. September 2011 geboren und wird jetzt noch fünf weitere Monate von seiner Mama gesäugt, bevor er anfängt Gräser, Laub und Kräuter zu fressen wie seine ausgewachsenen Verwandten. Dann werden auch seine Hörner anfangen zu wachsen bis sie einmal genauso beeindruckend sind, wie die etwa 1m langen geschraubten Hörner seines Vaters „Kaito“. Die Hörner werden ihm dann auch helfen sich gegen männliche Konkurrenten durchzusetzen, um dann bei den hübschen weiblichen Kudu-Antilopen für Nachwuchs zu sorgen. Doch nicht im Zoo Heidelberg, denn mit Erreichen der Geschlechtsreife in etwa zwei Jahren wird er wohl in einen anderen Zoo wechseln um dort seine eigene Familie zu gründen.
Übrigens bedeutet der Name „Tawanda“ in der Shona-Kultur aus Zimbabwe „Wir sind eine Familie“.