Mit grauem Rücken trompeten – und doch kein Elefant!

sere Graurückentrompetervögel sind sehr zutraulich
Unsere Graurückentrompetervögel sind sehr zutraulich

Heidelberg, 15. April 2011. Zoobesucher, die die Südamerikavoliere betreten, werden neuerdings freudig aufgeregt begrüßt. Zwei etwa hühnergroße schwarze Vögel mit grauen Rücken stolzieren piepend zwischen den Menschenbeinen herum und zupfen auch schon mal an den Schnürsenkeln. Ist der neue Besucher ausreichend inspiziert, begeben sich die Vögel wieder etwas auf Abstand und fangen an überraschend tiefe Laute auszustoßen, die an ein Trompeten erinnern. Würde man nicht sehen wie sich der gefiederte Körper im Takt zu den Lauten rauf und runter bewegt, käme man nicht darauf wer der Sender dieser ungewöhnlichen Geräusche ist.
Es sind Graurückentrompetervögel, die seit diesem Frühjahr in die begehbare Südamerikavoliere im Zoo Heidelberg eingezogen sind. Die geselligen Vögel, die entfernt mit den Kranichen verwandt sind, gewöhnen sich schnell an den Menschen und werden sehr zutraulich. In ihrer Heimat im nördlichen und zentralen Südamerika werden sie daher auch gerne als Haustiere gehalten. Bei den beiden Heidelbergern handelt es sich um zwei männliche Vögel, die im Zoo Paris geschlüpft sind. In Heidelberg haben sie sich gut eingelebt und teilen sich ihr neues Revier mit anderen Vogelarten wie Grünwangenamazonen und Guirakuckucken sowie Faultieren und Krallenaffen. Bisher empfangen sie die Zoobesucher am Eingang der Voliere und begleiten sie auch häufig bis zum Ausgang wieder, verlassen ihr Revier jedoch nicht, obwohl es für sie ein leichtes wäre, gemeinsam mit den verdutzten Besuchern durch die Tür nach draußen zu stolzieren. „Wir hoffen, dass es so bleibt“ schmunzelt Thomas Bersch, Revierleiter im Vogelrevier, „wenn sie anfangen auch außerhalb der Voliere auf Entdeckungsreise zu gehen, müssen wir sie leider in eine andere Voliere umsetzen, die für die Besucher nicht begehbar ist.“ Das wäre schade, denn die vorwitzigen Vögel gehören schon jetzt zu den Lieblingen der Besucher.