Menschenaffenkampagne 2011

Osterfest: Verkauf von tollen Affen-Gemälden

Die Artenschutzkampagne „Ape Campaign“ 2011 wurde vom Europäischen Verband der Zoos und Aquarien (EAZA) ins Leben gerufen, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen Veranstaltungen zum Schutz der Menschenaffen beteiligt. Die Kampagne konzentriert sich auf alle Primaten, die im Englischen „ape“ genannt werden, also die Menschenaffen einschließlich der Gibbons. Das Ziel der Kampagne besteht aus zwei Teilen: Zum einen möchten die Zoos die Besucher über die Gefährdung unserer nächsten Verwandten informieren und zum anderen Geldmittel für ausgewählte Projekte sammeln. Die Projekte, die in verschiedenen afrikanischen Ländern und in Indonesien angesiedelt sind, stellen eine mögliche – zumindest regionale – Lösung zu den akuten Bedrohungen dar: Verlust des natürlichen Lebensraums, Jagd und Handel mit Bushmeat und lebenden Tieren sowie die Übertragung von Krankheiten bei intensiviertem Mensch-Menschenaffen-Kontakt.

Spendeninfo:

Konto des Heidelberger Zoos:
Sparkasse Heidelberg
BLZ: 67250020
Konto: 15911
Stichwort: EAZA Menschenaffenkampagne
Ab 200 Euro erhalten Sie von uns eine Zuwendungsbescheinigung.
 

1. Die Menschenaffenkampagne startete am Ostermontag
Am Ostermontag veranstalte der Zoo ein großes Osterfest rund um das Thema Menschenaffen. Besuchern wurde so einiges geboten: kommentierte Fütterungen im Menschenaffenhaus, einem Vortrag über Menschenaffen, einem Affen-Quiz mit Preisverlosung bis hin zu bunten Buttons mit Menschenaffen-Motiven zum Selbermachen. Ein Infostand  informierte über Leben und Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere. Dort gab es eine besondere Überraschung – Küsschen von Gorilla-Mädchen Kiki, denn Kiki feierte am Ostermontag ihren vierten Geburtstag. Einige der Menschenaffen des Heidelberger Zoos, darunter der pfeifende Orang-Utan Ujian, sind wahre Künstler und malen sehr gerne – natürlich mit Kindermalfarbe. Einige schöne  Werke wurden verkauft. Der Erlös aus allen Aktionen floss direkt in den Spendentopf zum Schutz der Menschenaffen. Dank der interessierten Besucher war der Ostermontag sehr erfolgreich, über 1.000 Euro an Spenden kamen zusammen.

2. Schlüsselanhänger für den guten Zweck

Im Zooshop können Sie mit dem Kauf von Schlüsselanhängern sich und anderen Menschenaffenfans eine Freude machen und gleichzeitig die Kampagne unterstützen.

3. Infotafeln

Außer dem Sammeln von Spenden stehen natürlich auch Information und Aufklärung auf dem Programm. Im Eingangsbereich Menschenaffenhaus finden Sie die EAZA-Infotafeln zur Kampagne.

4. Handysammelaktion. Mit einer Handyspende kann jeder helfen!

Wir haben einen Sammelbehälter für alte und defekte Handys aufgestellt, der sich am Ausgang des Menschaffenhauses befindet. Seit Beginn der Sammelaktion im Januar 2011 haben wir bereits 700 Handys gesammelt! Die Handys werden zu einem Handyrecycler geschickt. Noch funktionsfähige Handys werden dem Gebrauchtwarenmarkt zugeführt – so sinkt die Nachfrage nach Coltan. Defekte Handys werden in ihre Einzelbestandteile zerlegt und recycelt. Das recycelte Tantal steht für die Produktion wieder als wertvoller Werkstoff zur Verfügung. Von der Recycling-Firma erhält der Zoo für jedes Handy einen kleinen Betrag, der an Projekte zum Schutz der Menschenaffen geleitet wird.

Zum Hintergrund: In Mobiltelefonen sowie in vielen medizinischen Geräten, Spielkonsolen und PCs wird das hitze- und korrosionsbeständige Metall Tantal verarbeitet. Dieses Metall wird hauptsächlich aus dem seltenen Roherz Coltan gewonnen, dessen Hauptlagerungsstätte in der Demokratischen Republik Kongo mitten im Zentralafrikanischen Regenwald liegt. Um an die Stollen unter Tage vorzudringen, werden stündlich große Flächen des natürlichen Lebensraums vieler Gorillas, Bonobos und Schimpansen zerstört. Auch Wilderer, die es auf die letzten Menschenaffen abgesehen haben, können in diesen Gebieten leichter auf die Jagd nach ihnen gehen. Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahrzehnten ein Hotspot kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Kriege sind längst zu Machtkämpfen um die Rohstoffreserven geworden. Die Nachbarländer intervenieren nicht, weil sie aus den Krisengebieten günstig Coltan beziehen können, das an europäische, amerikanische und asiatische Großhändler verkauft wird. Seit die Nachfrage nach Coltan in den letzten Jahren in die Höhe schnellte, entstanden viele illegale Abbaustätten, die den Lebensraum der Gorillas und anderer Tiere zerstören.