Leopard im Zoo Heidelberg entdeckt

Neue Shona-Skulptur: Leopard am Zooeingang in Heidelberg
Oliver und Ursula Kübe gemeinsam mit den Söhnen zusammen mit Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Oliver und Ursula Kübe spenden Shona-Skulptur

Wer den Zoo Heidelberg betritt, wird seit kurzem von einem Leoparden begrüßt. Die detailliert gestaltete Shona-Skulptur stammt aus Simbabwe und wurde dort von dem Künstler Sidney Magengwa erschaffen.

Dass die Skulptur nun in Heidelberg ihren Ehrenplatz im Eingangsbereich gegenüber der neu gestalteten Bärenanlage erhalten konnte, verdankt der Zoo einem langjährigen Zoofreund und -förderer: Oliver Kübe, der gemeinsam mit seiner Gattin und den Söhnen letzten Donnerstag die offizielle Übergabe an den Zoo vornahm, lernte den Künstler in Heidelberg kennen. Die Begeisterung für den Kunststil der Shona teilt Oliver Kübe mit seinen Vater Sigfried Kübe. Als engagierter Kunstsammler und Unterstützer des Zoo Heidelberg war Sigfried Kübe selbst bereits des Öfteren in Tengenenge in Simbabwe, wo ihn die Kunst der Shona beeindruckte. Aufgrund seiner Initiative fand vor fünf Jahren die große Shona-Art Ausstellung im Zoo statt und seitdem bietet der Zoo Heidelberg in den Sommermonaten regelmäßig Steinbildhauer-Workshops mit Künstlern aus Simbabwe an. Unter fachkundiger Anleitung erfahren die Teilnehmer die Besonderheiten des Serpentinsteins und erlernen die traditionelle Handarbeit bei der Gestaltung eigener kleiner Kunstwerke.

Das teils weiche, teils harte Gestein mit vielfältigen Farbnuancierungen zeichnet die Besonderheit jeder einzelnen der Skulpturen aus, die in der internationalen Steinbildhauerszene zu den Highlights gehören. Der neue Leopard, der nun die Besucher in den Zoo geleitet, ist für Oliver und Ursula Kübe mehr als nur eine Skulptur. Der Leopard ist die Quintessenz der Großkatze – eine Paarung von Kraft und Eleganz. Als Sinnbild für Mut und Stärke wurde der Leopard in vielen Kulturen zum Symbol für Krieger und Herrscher. Sein Fell galt und gilt noch heute als Zeichen der Macht.

Leider sind viele Unterarten des Leoparden heute von der Ausrottung bedroht. Der Amur-Leopard ist die seltenste Großkatze der Welt, von der es im Freiland weniger als 100 Tiere gibt. Umso wertvoller ist es für Familie Kübe, dieses Symbol für Stärke dem Zoo zu übergeben. „Mit der Skulptur möchten wir dem Zoo Heidelberg ein Zeichen an die Hand geben, das den Besucher die Schönheit der Spezies in ihrer Form wiedergibt.“ erklärt Oliver Kübe. „Wir alle sollten uns stets daran erinnern, dass das Aussterben jeder einzelnen Art die Welt um ein Stück Vielfalt ärmer macht. Wir sind froh, dass der Zoo sich um den Arterhalt bedrohter Tierarten sorgt und unterstützen die Projekte immer gerne.“

Zoodirektor Dr. Wünnemann dankte Familie Kübe für die großzügige Spende an den Zoo, die im neugestalteten Eingangsbereich einen weiteren Blickfang für Besucher bietet. Bereits an mehreren Stellen können die Besucher Tierskulpturen aus Simbabwe endecken. Darunter auch ein neues, eindruckvoll großgestaltetes Werk, denn nicht nur der Leopard stammt aus den Händen von Sidney Magengwa, einem der bedeutesten Tierbildhauer aus Simbabwe. Wer in den letzten Monaten einen Rundgang im Zoo unternahm, konnte in der Nähe der Elefantenanlage die „Geburt“ einer Giraffe beobachten. Im Laufe von knapp drei Monaten verwandelte sich ein über fünf Tonnen schwerer Serpentinstein unter den geübten Händen von Sidney Magengwa in eine über drei Meter hohe Giraffe. Wo diese im Zoo Heidelberg letztlich ihren Standort finden wird, will Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann noch nicht verkünden. Nur eines lässt er lächelnd anklingen: „Es wird hoffentlich nicht die einzige Giraffe im Zoo Heidelberg bleiben.“