Klein, aber oho. Die geheimen Stars des Heidelberger Zoos

Im Heidelberger Zoo gibt es ab sofort ein neues Programm, das nicht nur Kinder begeistern wird. Täglich um 12.00 Uhr können Zoobesucher die kleinen, geheimen Stars des Heidelberger Zoos hautnah kennenlernen. Treffpunkt ist das „Kleine Affenhaus“ am Hulman-Gehege.

Zu den geheimen Stars gehören viele spannende Tiere, die man sonst eher nicht zu Ge-sicht bekommt, etwa weil sie nachtaktiv sind oder sich gerne hinter den Kulissen aufhalten. Wer nicht weiß, wie zum Beispiel ein Igeltanrek aussieht, wie er sich anfühlt und wo eheimatet ist, sollte keinesfalls das Angebot versäumen. Gezeigt werden immer zwei bis drei interessante Tiere wie die riesige Aga-Kröte mit ihren großen, dunklen Augen, afrikanische Weißbauchigel, Kugelgürteltiere, verschiedene Großinsekten, Schlangen und die flinken Igeltanreks.

Vor wenigen Wochen wurden sechs niedliche „Kleine Igeltanreks“ geboren, die in ihrem Äußeren einem kleinen, schlanken Mini-Igel ähneln, mit den uns bekannten Igeln jedoch nur entfernt verwandt sind. Der Igeltanrek kommt wie alle anderen 20 Tanrek-Arten ausschließlich auf der östlich von Afrika liegenden Insel Madagaskar vor und hält sich vor allem in trockenem Buschland auf. Dort lebt er aber nicht nur auf dem Boden, sondern klettert äußerst gewandt zur Nahrungssuche auch auf Sträucher und Bäume.

Von der Spitze der Schnauze bis zum Hinterteil wird der Igeltanrek maximal 18 Zentimeter lang und wiegt ausgewachsen gerade einmal 230 Gramm. Der Rücken ist mit einem dünnen Stachelkleid aus langen, weißlichen bis grauen Stacheln bedeckt. Gesicht, Bauch und Beine tragen ein kurzes, hellgraues bis weißes Fell. Die Augen sind klein, die runden Ohren liegen dicht am Kopf an.

Kleine Igeltanreks werden ziemlich alt: Im Zoo können sie ein Alter von bis zu 17 Jahren er-reichen. Im Durchschnitt leben sie aber nur sechs bis neun Jahre lang.

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