Neozoen

Kein Platz mehr für heimische Tiere?

Mit dem Europäischen Nerz zog ein stark gefährdeter Vertreter der verdrängten Tierarten in den Zoo Heidelberg

Unter dem Titel „Leben vor unserer Haustür“ entstand 2014 ein neues Areal für die Waschbären im Zoo Heidelberg. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Feldhamstern, Wanderratten, verschiedenen heimischen Vogelarten und Bienen bewohnen die ursprünglich in Nordamerika beheimateten, nun aber auch in Deutschland ansässigen „Neubürger“ das 540 Quadratmeter große Areal. Der Zoo informiert über invasive Arten in Deutschland und weist auf die daraus resultierende Bedrohung für die heimische Tierwelt hin. Der Waschbär ist ein populäres Beispiel: Kaum ein anderes Tier rückt dem Menschen so auf die Pelle wie dieser Kleinbär.

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Zugezogen und hiergeblieben: Waschbären

Waschbär mit kleinem Kürbis im Zoo Heidelberg

Nordamerikaner im Zoo Heidelberg  

Viele „Einwanderer“ im Tierreich, die wir inzwischen gut kennen, zählen zu den Neozoen. So werden die Tierarten bezeichnet, die von Menschen, sei es absichtlich oder unabsichtlich, in andere Gebiete gebracht werden und sich dort in der Natur etablieren. Neben den in der Region sehr bekannten Halsbandsittichen, gehören die Waschbären ebenfalls nicht zur Urbevölkerung unserer Breitgrade. Sie sind aus Nordamerika eingewandert.

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