Informationstage zum Feldhamster am 17. und 18. März im Zoo Heidelberg

Foto: Ulrich Weinhold

Heidelberg, 13. März 2012, S. Richter  Am Samstag, 17. und Sonntag, 18. März ist die Feldhamster-Zuchtstation im Zoo Heidelberg zwischen 10.00 und 16.00 Uhr für Besucher geöffnet und bietet faszinierende Einblicke in die Lebensweise dieses possierlichen Feldbewohners. Es finden Führungen durch die Station statt und Besucher haben die Möglichkeit, den beiden Diplom-Biologen Lisa Heimann und Marco Sander Löcher in den Bauch zu fragen. Wie und wo lebt der Feldhamster? Wie zieht er seinen Jungen groß? Was frisst er besonders gerne? Wie lange hält er Winterschlaf? Stimmt es, dass seine Zähne ein Leben lang wachsen?

Die Hamsterzuchtstation, die sich im Inneren der Hamsterhütte befindet, gehört zum „Artenhilfsprogramm für den Feldhamster“ der Stadt Mannheim. Derzeit leben dort 190 Feldhamster. Der Feldhamster wird im Zoo Heidelberg erfolgreich nachgezüchtet. Die Jungtiere werden dann in geeigneten Lebensräumen des Rhein-Neckar-Raumes ausgewildert. Was viele nicht wissen: Gehörte der Feldhamster früher zu den häufigsten Kleinsäugern Deutschlands, so wird heute er auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere der Bundesrepublik Deutschland als „stark gefährdet“ eingestuft. Die jahrzehntelange direkte Verfolgung, eine intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Bebauung sind die Hauptgründe für den Niedergang der Bestände. Viele Menschen haben noch nie einen Feldhamster gesehen oder denken, es handelt sich um einen entwischten Goldhamster. 2009 zeichnete die Welt Zoo und Aquarien Organisation (WAZA) das Wiederansiedelungsprojekt für den Europäischen Feldhamster mit dem Zertifikat für „In situ“ Artenschutz aus.

Die Biologen freuen sich übrigens über Spenden wie altes Nagerspielzeug, große Laufräder, Weidenkörbchen, alte Brotkörbchen und Nagerfutter, die direkt an der Zuchtstation an den beiden Tagen abgegeben werden können.