Giraffennachwuchs im Zoo Heidelberg

 Shona-Künstler Sydney Majengwa im Zoo Heidelberg
Shona-Künstler Sydney Majengwa im Zoo Heidelberg

Steingiraffe bekommt Gesellschaft

Sydney Majengwa zählt zu den bedeutendsten Tierbildhauern unter den Shona-Künstlern und ist weit über die Grenzen Simbabwes in der Szene bekannt. In den nächsten Wochen wird er aus einem 600 Kilogramm schweren Serpentinstein eine neue Tierskulptur für den Zoo Heidelberg erschaffen. Zoobesucher können jeden seiner Arbeitsschritte vor Ort im Zoo verfolgen.

>>den Entstehungsprozess online verfolgen

Sein „Atelier“ befindet sich direkt neben der 2016 von ihm geschaffenen, über drei Meter hohen Giraffe. Hier bearbeitet er den Stein mit Hammer, Meißel und Feile ausschließlich in Handarbeit. Abstand müssen die Beobachter aber dennoch wahren, denn bei der Bildhauerarbeit geht es zunächst hart zur Sache. Grob wird die Form behauen, bevor der Stein Stück für Stück die darin verborgene Skulptur freigibt.

Ende September ist dann mit „Giraffennachwuchs“zu rechnen, denn aus dem rund 600 Kilogramm schweren Serpentinstein, der extra aus Simbabwe angeliefert wurde, soll eine weitere, kleinere Giraffenskulptur entstehen. Die Zoobesucher dürfen gespannt sein, wie sich das Kunstwerk entwickeln wird, denn der Künstler arbeitet komplett ohne Skizzen oder Vorlagen – er löst die Skulptur sozusagen direkt aus dem Stein.„Ich kann die Giraffe bereits gut erkennen, die in dem Stein steckt“, erklärt Sydney mit einem Lächeln. „Ich muss nur noch etwas von dem Stein außenherum wegnehmen.“

So wie er das sagt, kann man ihm leicht vertrauen, denn der 1972 in Mazowe geborene Künstler ist weit über die Grenzen Afrikas hinaus bekannt. Zahlreiche Werke aus seiner Hand sind in vielen Ländern ausgestellt. So beispielsweise in Australien, den Niederlanden, Großbritannien und natürlich in Deutschland. Die meisten Skulpturen entstehen zunächst in Simbabwe, in der Tengenenge Künstlergemeinschaft, und werden später an ihre Bestimmungsorte gebracht.

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