Gandhi ist da!

Geklappt: Unser vierblättriges Kleeblatt Tarak, Gandhi, Voi Nam und Thai zum ers
Geklappt: Unser vierblättriges Kleeblatt Tarak, Gandhi, Voi Nam und Thai zum ersten Mal gemeinsam am Pool

Heidelberg, 5. April 2011 / S. Richter „Gandhi“ ist da. Der fünfjährige Elefantenbulle hat die 15-stündige Reise von Kopenhagen nach Heidelberg gut überstanden und wird nun in das seit einem Jahr bestehende Trio integriert. Mit „Gandhi“ begeht der Heidelberger Zoo eine Weltpremiere in der tiergärtnerischen Elefantenhaltung. In keinem anderen europäischen Zoo wurde bislang das Experiment gewagt, einen jungen Elefantenbullen in eine bereits bestehende Jungbullengruppe zu integrieren. Bereits am Sonntag konnten zahlreiche Zoobesucher das Elefanten-Quartett bestaunen. Dei erste Zusammenführung verlief zur großen Freude der Tierpfleger ausgesprochen unkompliziert. „Wir wünschen uns sehr, dass die Zusammengewöhnung der vier Bullen erfolgreich verläuft“, betont Stefan Geretschläger, leitender Elefantenpfleger des Zoo Heidelberg. „Eine generelle Prognose was wann geschieht ist schwierig, wir müssen jeden Tag neu bewerten“. Nach den sehr guten Erfahrungen der ersten drei Tage gehen Pfleger und Zooleitung von einer positiven Entwicklung aus. „Wir freuen uns darauf, mit der Integration eines jungen Bullen in eine bestehende Jungbullengruppe neue Wege zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, die für die Zukunft der Elefantenhaltung wichtig sind. Nun muss Gandhi nur noch seinem Namen Ehre machen und sich seinen Platz in unserer Gruppe gewaltlos sichern“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Im Juni 2010 gründete der Heidelberger Zoo mit den drei „Jungen Wilden“ Voi Nam, Tarak und Thai die erste Elefanten-Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo. Das neue Elefantenhaus, in das die drei jungen Elefanten einzogen, war zwar von Anfang für vier Elefanten konzipiert – das heißt mit vier abtrennbaren Boxen, zwei Badebecken und großzügig gestalteten Innen- und Außengehegen. Der Zoo entschied sich aber zunächst für die Haltung von drei Elefanten, um ausreichend Erfahrungen zu sammeln, wie die Integration von jungen Bullen, die sich nicht kennen, gelingt. Die Hoffnungen wurden sogar übertroffen. Innerhalb von kurzer Zeit bildete sich eine stabile Gruppenstruktur mit dem ältesten Bullen Voi Nam als Leittier. Das Zusammenleben der drei lebhaften Elefantenbullen funktioniert so gut, dass der Zoo sich entschloss, einen vierten Jungbullen aufzunehmen. In Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm fiel die Wahl auf den fünfjährigen „Gandhi“ aus dem Zoo Kopenhagen. In der Elefantenhaltung wird nun erneut Neuland betreten.