Französische Woche Heidelberg: Chansons für den Zoo

Die Musiker bei der Probe für das Konzert (Foto: Moitié:Moitié)
Die Musiker bei der Probe für das Konzert (Foto: Moitié:Moitié)

Moitié:Moitié spielt und singt für den Zoo Heidelberg

Im Gegensatz zur Bedeutung des Namens der Band hat sich die deutsch-französische Musikgruppe Moitié:Moitié entschlossen, den Erlös ihres nächsten Konzerts nicht „halb-halb“ zu teilen, sondern den kompletten Betrag dem Zoo Heidelberg zu spenden. Das Benefiz-Konzert im Alten Hallenbad Heidelberg findet am 26.10.2017 um 20 Uhr statt. Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Im Gespräch mit dem Zoo berichtet Christophe Loetz, Sänger der Gruppe, über die Beweggründe, den Heidelberger Zoo auf diese Weise zu unterstützen.

Zoo: Herr Loetz, oder heißt es eher Monsieur Loetz? Ihr Bandname wäre ja wörtlich übersetzt „halb-halb“. Welche Bedeutung verbirgt sich dahinter?

Loetz: Sie haben es bereits angedeutet: Ich bin und fühle mich halb und halb, nämlich halb französisch und halb deutsch. Als ich 2012 als Sänger die Gruppe Moitié:Moitié gegründet habe, war es daher nur folgerichtig meine doppelte Staatsbürgerschaft namensgebend zu nutzen. Ich bin sehr froh, dass ich engagierte Musiker gefunden habe, die meine große Leidenschaft zu Chansons, Jazz, Klassik und lateinamerikanischen Klängen mit mir teilen. Gemeinsam mit Dr. Hans-Jürgen Ott am Akkordeon und Piano, Mario Cetto am eBass, Dr.  Victor Winter an der Gitarre und Schlagzeuger Micha Moll konnten wir in der Region bereits viele neue Freunde für die französische Musik gewinnen. Jetzt in der Französischen Woche Heidelberg spielen wir ein letztes Mal unser aktuelles Programm.

Zoo: Das hört sich nach einem gut eingespielten Team und einem unterhaltsamen Programm an. Über Ihr Angebot, den Zoo mit dem Benefiz-Konzert zu unterstützen, haben wir uns sehr gefreut. Wie kamen Sie auf die Idee, den Heidelberger Tiergarten auf diese Weise zu unterstützen?

Loetz: Das hat sich schnell ergeben. Wir sind alle Heidelberger und besuchen den Zoo Heidelberg des Öfteren. Dabei verfolgen wir mit Interesse die Weiterentwicklungen. In den letzten Jahren hat sich dort viel verändert.

Für unser neues Programm 2018 haben wir etliche Stücke der großen Chansoniers angehört und da kam das Thema Zoo überraschend häufig vor. Es gibt so viele Chansons, die sich mit dem Zoo und den Tieren beschäftigen. So beispielsweise von Bénabar „Dans le zoo de Vicennes“, von Jean Ferrat „Dans la jungle ou dans le zoo“ oder von Georges Brassens „La canne de Jeanne“. Der Zoo kam quasi durch die Musik auf uns zu. So entstand der Gedanke, mit unserer Musik, die wir ja allesamt ausschließlich als Hobby betreiben, „unseren Zoo“ bei seinen Entwicklungen zu unterstützen.

Zoo: Oh ja, auch wir sind aktuell wieder in Vorbereitungen für den weiteren Ausbau verschiedener Gehege. Die Löwen und die Affen sind die Nächsten, deren Anlagen sich verändern werden. Für den Streichelzoo stehen ebenfalls Veränderungen an. Da ist es schön, wenn wir so sympathische Unterstützung von Heidelbergern erhalten. Die Atmosphäre im Alten Hallenbad verspricht bereits einen tollen Abend. Diese außergewöhnliche Location während der Französischen Woche Heidelberg zu bekommen war sicher nicht einfach, oder?

Loetz: Unsere Ambition ist es, eine möglichst große Summe für den Zoo mit dem Benefiz-Konzert zusammen zu bekommen. Da haben wir attraktive Räumlichkeiten in Heidelberg gesucht, in denen wir das Konzert geben können. Mit dieser Idee trafen wir Hans-Jörg Kraus, ebenfalls ein alt eingesessener Heidelberger, der uns spontan gemeinsam mit GVO friends of events GmbH die Räumlichkeiten und sogar die komplette Technik kostenfrei für das Benefiz-Konzert zusagte. Das war eine große Überraschung und zeigt doch, wie sehr uns Heidelbergern unser Zoo am Herzen liegt. Jetzt hoffen wir auf ein ausverkauftes Haus und viele Zoo- und Chansonsfreunde für den Donnerstag nächste Woche.

Zoo: Diesem Wunsch schließen wir uns gerne an. Vielen Dank Monsieur Loetz für das Gespräch – merci.

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