Es kommt neues Leben in die Vogelwelt des Zoo Heidelberg

Es kommt neues Leben in die Vogelwelt des Zoo Heidelberg (Foto: Nils Becker)
Es kommt neues Leben in die Vogelwelt des Zoo Heidelberg (Foto: Nils Becker/Zoo Heidelberg)

Ängste um Vogelnachwuchs nur teilweise bestätigt

Zahlreicher Nachwuchs bei den Vögeln im Zoo Heidelberg zeigt, dass sich die meisten der Tiere gut von den stressigen Tagen am Jahresanfang erholt haben. Viele der wertvollen und seltenen Vögel mussten vorsorglich die ersten Monate des Jahres hinter den Kulissen in geschützten Bereichen verbringen und offene Volieren wurden mit Planen abgedeckt. Der Zoo freut sich dieses Jahr umso mehr über jedes Küken.

Zu Beginn dieses Jahres hielten die Sorgen um eine mögliche Infektion mit Vogelgrippeerregern den Zoo Heidelberg schwer auf Trab. Zahlreiche Vogelhalter, Tierparks und Zoo hatten mit Verlusten bei ihren gefiederten Bewohnern zu kämpfen. Im Zoo Heidelberg kam es glücklicherweise zu keiner Infektion. Die Vorkehrungen, die getroffen wurden, ergaben dennoch einige Einschränkungen. Das Küstenpanorama mit der interessanten Vogelvielfalt der Wattbewohner, die größtenteils in Eurasien und Südamerika beheimatet sind, stand in den ersten Monaten des Jahres komplett leer. Die sonst so freudigen Schreie der Inkaseeschwalben und Möwen waren verklungen und es herrschte eine traurige Stille in dem idyllischen Gehege, das mit Leuchtturm und Wellengang die Atmosphäre des Deutschen Wattenmeeres wiedergibt.

Nun kommt wieder neues Leben in die bunte Vogelwelt. Bei den Kampfläufern sind die ersten Jungen aus den Eiern geschlüpft. Über den seltenen Nachwuchs bei den Graumöwen konnte sich das Vogelrevier bereits in den vergangenen Wochen freuen. Inzwischen haben auch die Säbelschnäbler nachgelegt und die kaum sechs Zentimeter - gerade mal daumengroßen - Küken der Zwergsäger sind mit der Mutter beim Schwimmen zu beobachten.

Leider können die Tierpfleger bei den Kuba-Flamingos auf dem großen See im Zoo Heidelberg, über keine einzige Eiablage berichten. Das Brutverhalten dieser sensiblen Vögel kam durch den vorrübergehenden Umzug zu Jahresbeginn komplett durcheinander, sodass in diesem Jahr kein Nachwuchs bei den farbenfrohen Vögeln zu erwarten ist.

Bei anderen Vogelarten im Zoo gibt es hingegen noch weitere Hoffnung auf putzige Küken: Einige Eier wackeln bereits verdächtig oder werden sorgsam bebrütet.

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