Die Affenhäuser

Jung-Gorilla Banjoko beim Spielen auf der Außenanlage

Ein Besuch bei der Verwandtschaft

Der Affe (über die Besucher): „Wie gut, daß die alle hinter Gittern sind!“ (Simplicissimus). Die Besucher tragen – aus Sicht der Affen – zu einem Großteil der täglichen Unterhaltung bei. Viele der mitgebrachten Gegenstände – ein Eis, ein Sonnenschirm am Kinderwagen oder eine große Tasche – erregen immer wieder die Aufmerksamkeit der intelligenten Tiere.
Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen gelten als die nächsten Verwandten des Menschen. Bei den Bewohnern des Menschenaffenhauses lassen sich daher viele Gemeinsamkeiten mit menschlichem Aussehen und Verhalten entdecken. Neben der Tendenz zum aufrechten Gang und dem schwanzlosen Körper ist es die besondere Beweglichkeit der Hand, die präzise Manipulationen bis hin zum gezielten Gebrauch von Werkzeugen möglich macht.
Im Menschenaffenhaus leben außerdem eine Familie Goldgelber Löwenäffchen und Roloway-Meerkatzen. Die Roloway-Meerkatzen zählen zu den bedrohtesten Affenarten der Welt. Fortschreitende Waldzerstörung und eine intensive Bejagung durch den Menschen haben dazu geführt, dass man in ihrem westafrikanischen Lebensraum weniger als 1000 Tiere vermutet. 2009 wurden in den Zoos Europas 34 Roloway-Meerkatzen gehalten. Dabei lebt die größte Gruppe zur Zeit in Heidelberg.