Der Heidelberger Zoo bietet in der Winterzeit viele schöne Perspektiven

Kleiner Panda im Schnee

Heidelberg, 3. Januar 2011
Wer den Heidelberger Zoo ausschließlich in den wärmeren Jahreszeiten besucht, verpasst einiges. Für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Heidelberger Zoo für kleine und große Gäste auch im Winter und während der Weihnachtsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben.
Nicht nur die Kälte liebenden Schneeeulen kommen jetzt auf ihre Kosten, auch Tiere aus wärmeren Gefilden passen sich meist gut an unser Klima an. Die Kamele, die in der Wüste Temperaturen zwischen 30 Grad plus und bis zu 40 Grad minus aushalten müssten, legen sich ab Herbst ein schönes und dickes Fell zu und sehen damit noch imponierender aus als sonst. Zudem können sich alle kälteempfindlichen Tiere wunderbar in ihren Häusern aufwärmen. Viele Tiere sind übrigens in der kalten Jahreszeit aktiver, so etliche Vogelarten und die Robben, die sich nun sogar im Wasser aufwärmen können. Die drei jungen Elefanten sind, solange es auf der Außenanlage durch überfrierenden Schnee glatt sein kann, ausschließlich in ihrem komfortablen Haus zu sehen – dafür aber ganz nah. Wenn die Witterung es zulässt, es also auf der Anlage nicht glatt ist, können sie auch bei kälteren Temperaturen nach draußen. Andere Tiere sind allerdings empfindlicher, wie die Flachland-Gorillas und Orang-Utans, die ganz sicher im warmen, feuchten Haus bleiben, wenn die Temperaturen sinken.
Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die männliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, präsentieren sich jetzt in strahlendem Weiß.
Für viele Zootiere kam die eigentliche Bescherung kurz nach Weihnachten. Der Zoo erhält jedes Jahr ausgewählte Weihnachtsbäume, die bis zum 23. Dezember nicht mehr verkauft werden konnten. Diese sind selbstverständlich befreit von Lametta und ähnlich schädlichen Dingen und sind eine leckere Überraschung für fast alle Zootiere. Während manche Tiere nur die Nadeln oder nur die Rinde verzehren, wälzen sich die Löwen mit Vorliebe in den Nadelbäumen, um sich mit dem Harzduft einzuparfümieren.