Bunte Vogelwelt

Die zahlreichen Vogelanlagen unseres Zoo laden Sie dazu ein, die Fülle der Vogelwelt bei einem abwechslungsreichen Rundgang zu erleben. Wunderschön sind die prächtigen Gefiederfarben, mit denen viele Arten nicht nur zur Balzzeit geschmückt sind. Versäumen Sie nicht, einmal die Augen zu schließen, um den unterschiedlichen Gesängen der dort versammelten Tiere zu lauschen.

Beginnt die Balz bei den Flamingos normalerweise im März, so lockte der Sonnenschein verfrühtes Werbeverhalten hervor. Bei den geselligen Vögel balzen die Männchen in großen Verbänden zusammen, was im Reich der Tiere ein sehr auffälliges Verhalten ist. Die Balzrituale sind ritualisiert und werden gerne mit einem ballettartigen Tanz verglichen. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie die Tiere vollkommen synchron mit den Flügen schlagen, rhythmisch den Kopf nach beiden Seiten wenden und dabei kreischende Laute von sich geben.

Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die männliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Allerdings besitzen die Männchen ihr Prachtgefieder nur während der Paarungs- und Brutzeit. Das ist genau die winterliche Jahreszeit.

Als Anpassung an die Art des Nahrungserwerbs sind die unterschiedlichsten Schnabelformen zu erkennen. Beim Schnabel des Hyazinth-Aras drängt sich der Vergleich mit einem Nussknacker auf. Und tatsächlich ist dieser imposante Papagei auf das Knacken von hartschaligen Samen spezialisiert, die den meisten anderen Tieren verschlossen bleiben. 

Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, überwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprägtem Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland als die Clowns der Berge. Die äußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten Mülltonnen mühelos und was von neuseeländischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfältig zerlegt.

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Südamerika-Volieren

In der begehbaren Südamerika-Voliere kann man mit etwas Glück die Sonnenralle beobachten, wenn sie zum Drohen die Augenflecken auf ihren Flügeln präsentiert. Oder man schaut den Bindenruderenten (Argentinische Ruderente) beim Gründeln und Tauchen nach Nahrung zu und bewundert die farbenprächtigen Grünwangen-Amazonen.

 

Die freundlichen Faultiere machen ihrem Namen oftmals alle Ehre und hängen dösend zwischen den Ästen.

 

 

 

 

Sichler- & Waldrappvoliere

In unseren Volieren werden oft mehrere Vogelarten gemeinsam gehalten. Dort tummeln sich ganz unterschiedliche Bewohner: Die erste Voliere beherbergt zartrosa gefärbte Rosa Löffler, die in der Karibik und Südamerika vorkommen. Das auffälligste Merkmal dieses hübsch gefärbten Vogels ist zweifellos sein langer, an der Spitze löffelförmig verbreiterter Schnabel. Er stellt eine Anpassung an die besondere Ernährungsweise des Vogels dar. In seichten, offenen Gewässern schreitet er bedächtig durch das Wasser auf das Suche nach Beute – Schnecken, Würmern und kleinen Fischen. Mit ihnen teilen sich Rote Sichler, Kuba-Pfeifgänse, Bahamaenten und Rotschulterenten - allesamt auch Südamerikaner - das schöne Gehege. Die zweite Voliere bewohnen unter anderem WaldrappeBraune Sichler, und Schwarzstörche.

Waldrapp im Zoo Heidelberg, der sich sonnt

Der Waldrapp sonnt sich sehr gerne. Dabei dreht sich der Vogel zur Sonne und dreht die Unterseiten der Flügel nach oben - und nimmt oft eine lustig aussehende Haltung ein.