Unsere Tiere und Anlagen

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen unsere Tiere und Anlagen vor

Auf den folgenden Unterseiten, stellen wir Ihnen einen Ausschnitt aus unserem Tierbestand näher vor. Sie können über ein Inhaltverzeichnis zum entsprechenden Kapitel springen oder einfach vor und zurück blättern.

TIPP: Der Zoo Heidelberg ist Mitglied im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ). Auf der Webseite finden Sie zahlreiche Informationen zu deutschen Zoos und deren Zootieren: www.vdz-zoos.org

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Tierbeschäftigung - Enrichment

Löwen im Zoo Heidelberg

Keine Zeit für Langeweile

Ebenso wie der Zoobesuch den Menschen einen kurzweiligen Tag beschert, werden auch den Tieren des Zoos viele Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten. Der wissenschaftliche Begriff lautet "Enrichment", hier beispielhaft zwei Definitionen, was man sich darunter vorstellen kann:
BEAVER (1989): „Ergänzungen in der Umwelt des Tieres, mit denen es „voluntarily“ (freiwillig) interagiert und als Ergebnis verbesserte physische und / oder psychische Gesundheit erfährt“.
VAN DE WEERD & BAUMANS (1995): „Veränderung der Lebensumwelt von in Gefangenschaft gehaltenen Tieren, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, mehr von ihrem natürlichen Verhaltensrepertoire ausleben zu können“.

Ein wichtiger Teil dieses „Tierunterhaltungsprogramms“ ist der Zoobesucher selbst. Er wird gerne beäugt und beobachtet, sei es von den aufmerksamen Poitou-Eseln, die auf eine kleine Streicheleinheit warten oder von der vielköpfigen Rhesusaffengruppe.

In freier Natur stellt die Nahrungssuche und -aufnahme den größten Teil des Tagesablaufs vieler Tierarten dar. Auch im Zoo werden diese Tiere durch die Art der Futtergaben über längere Zeiträume beschäftigt. Dabei wird die Nahrung nicht an einer Stelle vorgelegt, sondern an unterschiedlichen Stellen in mehreren kleinen Portionen angeboten. Für die Schimpansengruppe  halten die Pfleger ein besonderes Beschäftigungsprogramm bereit. In der sogenannten Futterbox, einer etwa koffergroßen Kiste, werden wohlschmeckende Leckereien versteckt. Diese können nur in mühsamer Kleinarbeit mit kleinen Stöckchen dort herausgeangelt werden. Unseren Löwen wird das Futter manchmal erhöht aufgehängt, so dass es nur mit einem mächtigen Sprung erreicht werden kann. Andere Tiere, wie die Kamele, freuen sich, wenn sie sich an den extra dafür angebrachten Kratzstellen das Fell reiben können.

Im Rahmen einer Dressur, die täglich um 11.00 Uhr und um 16.00 Uhr (außer freitags) vorgeführt wird, können sich die Mähnenrobben ihr Futter selbst erarbeiten. Die gezeigten Kunststücke sind dennoch freiwilliger Natur, da die Tiere in jedem Fall ihre üppige Fischration erhalten. Die Dressur basiert allein auf der positiven Verstärkung, die der Pfleger den lernfähigen Tieren durch kleine Belohnungen oder lobende Worte zukommen lässt. Die Kunststücke selbst bauen auf natürlichen Verhaltensweisen der Tiere auf.

Das Elefantenhaus

Vier Elefanten beim Baden im Zoo Heidelberg

Unsere jungen Wilden

Der Zoo Heidelberg hält derzeit die einzige Gruppe junger asiatischer Elefantenbullen in Deutschland. Diese Haltungsform hat gute Gründe: Männliche Elefanten werden - ob in freier Wildbahn oder im Zoo - im Alter von etwa 4-5 Jahren aus ihrer Geburtsgruppe heraus gedrängt. In diesem Alter sind sie aber noch zu jung, um von den Kühen als Zuchtpartner akzeptiert zu werden. Damit diese jungen Bullen in der Zwischenzeit in einer natürlichen Sozialstruktur aufwachsen können, leben sie für einige Jahre bei uns in Heidelberg. Wie in freier Wildbahn auch, lernen die jungen männlichen Elefanten das so wichtige Gruppenverhalten. Wenn sie dann alt genug sind, können sie in einem anderen Zoo eine Zuchtgruppe übernehmen.

Von den „Gründungsmitgliedern“ der Heidelberger Jungelefantenbullen-WG lebt aktuell noch Tarak in Heidelberg.

Gandhi, der damals fünfjährige Bulle aus dem Zoo Kopenhagen, kam am 1. April 2011 in die Gruppe. Mit Gandhi beging der Heidelberger Zoo eine Weltpremiere in der tiergärtnerischen Elefantenhaltung. In keinem anderen europäischen Zoo wurde bis dahin das Experiment gewagt, einen jungen Elefantenbullen in eine bereits bestehende Jungbullengruppe zu integrieren. Bereits zwei Tage später wurden die Elefanten zum ersten Mal gemeinsam auf die Außenanlage gelassen. Das Projekt verlief von Anfang an sehr gut und hat sich gut bewährt. Gandhi ist inzwischen der Leitbulle der Elefantengruppe und in den letzten Jahren fanden weitere Wechsel in der Jungbullengruppe statt:

Der Platz, den Thai 2014 mit seinem Umzug nach Zürich freimachte, wurde mit Khin Yadanar Min besetzt.

Auch der jüngste Zuwachs, Ludwig, der 2015 für Voi Nam kam, hat sich mittlerweile gut eingelebt.


Aktuelles: 

Die Elefantenbullen-WG vom 17.02.16, SWR

Die Heidelberger Halbstarken, WO SONST

Die Bewohner der Jungbullen-WG


Wohnen im Elefantenhaus

Das Haus der Junggesellen-WG

Das Elefantenhaus (500 qm)  trägt den vielfältigen Bedürfnissen der Tiere Rechnung. In diesem finden die Jungen Wilden unter anderem

  • einen großen Innenpool (das Badebecken umfasst 50.000 Liter)
  • eine beheizte „Sporthalle“ mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Boxen: eine Box mit 60 qm, 2 Boxen à 40 qm, 1 Box mit 30 qm, Zugang zur
  • 2000 qm großen Außenanlage mit Badebecken und zahlreichen Beschäftigungs- und Rückzugsmöglichkeiten

So halten wir unsere Elefanten

Die Haltung unserer Elefanten erfolgt im „geschützten Kontakt“ (Protected Contact). Der Heidelberger Zoo hat sich aus zwei Gründen für dieses Haltungssystem entschieden: Zum einen ist es für die Psyche der Tiere besser, wenn sie sich nicht dem Willen des Menschen unterzuordnen haben und der Pfleger das Tier als Alphatier dominiert. Zum anderen gelten pubertierende Elefantenbullen als sehr gefährlich im direkten Kontakt. Beim Erreichen der Geschlechtsreife muss man aus Sicherheitsgründen dann auch in den geschützten Kontakt übergehen. Geschützt ist der Pfleger, wenn zwischen Tier und Mensch eine Barriere ist, so dass der Elefant den Pfleger mit dem Rüssel oder anderen Körperteilen nicht verletzen kann. Die Tiere lernen, mit einem Pfleger zusammenzuarbeiten, der immer durch ein Gitter von Ihnen getrennt ist. Die Erfahrungen in anderen Zoos haben gezeigt, dass eine sehr gute Versorgung der Tiere im „geschützten Kontakt“ möglich ist.

Das fressen unsere Elefanten

Die jungen Heidelberger Elefantenbullen fressen außer einer Menge Heu auch Kartoffeln, Rüben und Getreide. Zur Beschäftigung stehen ihnen neben dem großen Wasserbecken auch starke Äste zur Verfügung, die sie mit ihrem sensiblen Rüssel und den kräftigen Zähnen in wenigen Stunden in kleine Teile zerlegen können. Nicht zu vergessen ist auch die Beschäftigung der Tiere durch ihre Pfleger, zu denen sie im Laufe der Zeit eine sehr starke Beziehung aufbauen.

Wie wir Gandhi, Tarak, Khin Yadanar Min und Ludwig trainieren

Das Training der Elefanten im geschützten Kontakt beruht auf dem Prinzip der positiven Verstärkung. Das bedeutet, dass das Training auf der freiwilligen Mitarbeit des Tieres basiert. Das pflege- und zeitintensive Training ist wichtig, um die medizinische Versorgung der Tiere zu gewährleisten und um diese klugen Tiere mental fit zu halten.

Das Affenrevier

Silberrücken Bobo (Foto: Knigge)

Ein Besuch bei der Verwandtschaft

Der Affe (über die Besucher): „Wie gut, daß die alle hinter Gittern sind!“ (Simplicissimus). Die Besucher tragen – aus Sicht der Affen – zu einem Großteil der täglichen Unterhaltung bei. Viele der mitgebrachten Gegenstände – ein Eis, ein Sonnenschirm am Kinderwagen oder eine große Tasche – erregen immer wieder die Aufmerksamkeit der intelligenten Tiere.

Gorillas und Schimpansen gelten als die nächsten Verwandten des Menschen. Bei den Bewohnern des Menschenaffenhauses lassen sich daher viele Gemeinsamkeiten mit menschlichem Aussehen und Verhalten entdecken. Neben der Tendenz zum aufrechten Gang und dem schwanzlosen Körper ist es die besondere Beweglichkeit der Hand, die präzise Manipulationen bis hin zum gezielten Gebrauch von Werkzeugen möglich macht.


Roloway-MeerkatzenIm kleinen Affenhaus leben außerdem eine Familie Goldgelber LöwenäffchenKaiserschnurrbarttamarine und Roloway-Meerkatzen. Die Roloway-Meerkatzen zählen zu den bedrohtesten Affenarten der Welt. Fortschreitende Waldzerstörung und eine intensive Bejagung durch den Menschen haben dazu geführt, dass man in ihrem westafrikanischen Lebensraum weniger als 1000 Tiere vermutet. Im Jahr 2001 wurde auf Initiative des Zoo Heidelberg das Artenschutzprogramm WAPCA (West African Primate Conservation Action) ins Leben gerufen, das sich um den Schutz der Primatenarten in diesem Lebensraum kümmert.

 

 

Löwenäffchen Zoo HeidelbergDie Goldgelben Löwenäffchen bringen regelmäßigen gesunden Nachwuchs zur Welt. Die bis zu 33 Zentimeter großen Krallenaffen sind vor allem an ihrem goldgelb gefärbten Fell zu erkennen, dem sie ihren Namen verdanken. In ihrer Heimat, im südöstlichen Brasilien, wird ihr Lebensraum durch die Abholzung des Regenwaldes immer kleiner. Deshalb ist das Goldgelbe Löwenäffchen als „stark gefährdet“ eingestuft. Sie sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blüten und Insekten. In der Natur leben die kleinen Äffchen in Gruppen, die bis zu elf Tiere umfassen können. Jedes Gruppenmitglied ist bei der Pflege des Nachwuchses beteiligt. Im Zoo Heidelberg war die Nachzucht bisher sehr erfolgreich. 

Abschied von unseren Orang-Utans

Am 3. April 2017 verließ die Orang-Utan Gruppe Heidelberg, um ein neues, großes Gehege im Zoo Pairi Daiza in Belgien zu beziehen. Der Zoo Pairi Daiza in Belgien hat extra für die Heidelberger Orang-Utans ein neues Gehege gebaut.

Die Orang-Utan-Haltung aufgeben zu müssen, trifft das Zoo-Team sehr hart. „Der Abschied von den Vieren fällt uns sehr schwer.“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir sind sehr traurig, dass wir keine finanziellen Möglichkeiten haben, diesen charismatischen Tieren die Haltungsbedingungen zu schaffen, die sie benötigen. Auf der anderen Seite sind wir sehr froh, dass der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) mit uns zusammen einen Zoo gefunden hat, der unserer Orang-Utan-Gruppe eine vorbildliche Anlage bieten kann, in der die Tiere ihre Bedürfnisse ausleben und für die Erhaltungszucht wichtigen Nachwuchs sorgen können“. 

weitere Informationen zum Umzug der Orang-Utans

Das kleine Affenhaus

Neben den Menschenaffen ist auch eine Vielzahl anderer Affenarten im Heidelberger Zoo vertreten.

Die Hanuman-Languren, auch Hulmans, Graue oder Indische Languren genannt, zählen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten Indiens. Benannt sind sie nach Hanuman, einem indischen Gott in Affengestalt.

Unsere Hulman-Gruppe lebt im "kleinen Affenhaus", in dem auch die Goldgelben Löwenäffchen und eine Gruppe Roloway-Meerkatzen untergebracht sind.

Am Kleinen Affenhaus findet täglich um 12.00 Uhr auch die beliebte Tierpflegersprechstunde "Klein aber oho!" statt!

Die Rhesusaffenanlage

Rhesusaffen beim Futtern

Direkt am großen Spielplatz wird man von einer großen Gruppe Rhesusaffen begrüßt. Bei den flinken Affen ist immer etwas los. Kein Wunder, dass deren munteres Treiben sich bei Zoobesuchern großer Beliebtheit erfreut.

Die Tiere gehören zur Familie der Makaken. Sie sind in Asien beheimatet, vor allem im indischen Flachland, aber auch in den Gebirgswäldern des Himalayas und in den Großstädten des indischen Subkontinents. Rhesusaffen leben in Gruppen, die 10 bis 80 Tiere umfassen können. Die Gruppen bestehen gleichermaßen aus Männchen und Weibchen.
Da sich viele Rhesusaffen in der näheren Umgebung des Menschen angesiedelt haben, haben sie ihr Fressverhalten angepasst. Bewirtschaftete Felder, Gärten und Mülleimer sind die idealen Nahrungsquellen für die kleinen Allesfresser. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Früchten, Samen, Blüten und Kräutern, aber auch Insekten, Eier und Pilze sind eine gern gesehene Abwechslung.

Das alte Rhesusaffengehege wurde im August 2012 aufwendig saniert und begrünt. Für die Rhesusaffen und die Besucher präsentiert sich die neugestaltete Anlage äußerst gelungen: Frisches Grün statt Betongrau ist jetzt die dominierende Farbe und die Rhesusaffen haben die neue Umgebung begeistert angenommen. Es macht Laune, die Tiere beim wilden Schaukeln in den Astkronen zu beobachten und ihre große Freude am frischen Rasen zu erleben, der ihnen sichtlich mundet.

Unsere Gorillagruppe

Silberrücken Bobo und ZsaZsa (Foto: Medan)

Im Heidelberger Zoo lebt eine Gruppe von vier erwachsenen Gorillas. Der stattliche Silberrücken Bobo führt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe, Shaila und ZsaZsa.

Ein kleiner Gorilla geht auf Reisen

Gorillajunge Kwame, geboren im Juni 2011, ist der Sohn von Bobo und N'Gambe. Im Oktober 2016 ist Kwame in den Zoo Rostock umgezogen. Dort lebt er in einer neuen Gorillagruppe, die aus einem schon betagten 43-jährigen Silberrücken und aus drei jüngeren Weibchen im Alter von 8 bis 15 Jahren besteht. 

Unsere Schimpansengruppe

Innerhalb der 4-köpfigen Schimpansengruppe sind die Damen Heidi (geboren 1971) und Susi (geboren 1972) sowie Lulu (geboren 1973) und Conny (geboren 1974) freundschaftlich verbunden. Lulu zeichnet sich durch ihre helle Färbung aus, Heidi ist am korpulentesten gebaut. Conny ist ein Westlicher Schimpanse und in den Augen der Tierpfleger besonders intelligent. Auf der Anlage leben die vier "alten Damen" nach dem Tod des letzten männlichen Schimpansen alleine und dürfen hier ihren Lebensabend verbringen.

Schimpansen leben in West- und Äquatorial Afrika und erreichen eine Größe von zirka 1,0 m bis 1,50 m. Männchen wiegen ca. 50 kg und Weibchen ca. 35 kg. Im Zoo können sie ein Alter von etwa 50 Jahren erreichen. Schimpansen leben in lockeren Gemeinschaften von 20 bis 60 Individuen beiderlei Geschlechts und allen Altersgruppen zusammen.

Die meiste Zeit des Tages verbringen sie mit der Futtersuche und Fressen. Hauptsächlich ernähren sie sich von Früchten und Blättern und nur gelegentlich fressen sie Fleisch oder Insekten. Zum Schlafen bauen sie sich meistens Nester in Bäumen. In den letzten 33 Jahren sind die Populationen der Schimpansen stark zurückgegangen. Die Verwundbarkeit der Schimpansen wird durch ihre langsame Reproduktion verstärkt, die ein rasches Wachstum der Populationen verhindert.

Zu Gast in der Savanne

Afrikas einzigartige Tierwelt

Die Afrikaanlage ist das größte Gehege des Zoos. Neben den Zebras als Charaktertieren der afrikanischen Savannen bevölkern unter anderem Blessböcke und Helmperlhühner die Afrikaanlage. Zunächst erreicht der Besucher das Afrikahaus. Es dient den Tieren als bequemes Nachtquartier. Abends erhält jedes Tier in seinem Stall das für seine Art und sein Alter speziell zusammengesetzte Futter. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, die zierlichen Blessböcke bei der Aufzucht ihres Nachwuchses aus nächster Nähe zu beobachten. Tigerpythons, Chamäleon, Berberskink und Spaltenschildkröten geben einen kleinen Einblick in die Welt der Reptilien.

Die weitläufigen Außenanlagen vermitteln einen Eindruck des Zusammenlebens verschiedener Huftiere der afrikanischen Savanne. So finden sich zwischen den Damarazebras einige Antilopenarten, wie die zierlichen Blessböcke und die imposanten Großen Kudus. Die Baumstümpfe, Steinhaufen und selbst die betonierten Flächen erfüllen wichtige Funktionen für das Wohlergehen der Tiere. Während die Aufbauten als wertvolle Schattenspender und begehrte Scheuergelegenheiten dienen, sorgt der harte Untergrund durch Hufabrieb ganz nebenbei für die tägliche „Fußpflege“. Strauße fühlen sich ebenfalls wohl auf der Anlage. Nur unsere Perlhühner genießen sichtlich die Möglichkeit, sich in der Nähe der Afrikaanlage auch im Besucherbereich aufhalten zu können. Abends versammeln sie sich jedoch alle vor ihrem Stall und warten darauf, die Nacht in ihrer sicheren Unterkunft zu verbringen. Das Wasserloch der Afrikaanlage wird von einer Gruppe Rosapelikanen bevölkert.

Bunte Vogelwelt

Die zahlreichen Vogelanlagen unseres Zoo laden Sie dazu ein, die Fülle der Vogelwelt bei einem abwechslungsreichen Rundgang zu erleben. Wunderschön sind die prächtigen Gefiederfarben, mit denen viele Arten nicht nur zur Balzzeit geschmückt sind. Versäumen Sie nicht, einmal die Augen zu schließen, um den unterschiedlichen Gesängen der dort versammelten Tiere zu lauschen.

Beginnt die Balz bei den Flamingos normalerweise im März, so lockte der Sonnenschein verfrühtes Werbeverhalten hervor. Bei den geselligen Vögel balzen die Männchen in großen Verbänden zusammen, was im Reich der Tiere ein sehr auffälliges Verhalten ist. Die Balzrituale sind ritualisiert und werden gerne mit einem ballettartigen Tanz verglichen. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie die Tiere vollkommen synchron mit den Flügen schlagen, rhythmisch den Kopf nach beiden Seiten wenden und dabei kreischende Laute von sich geben.

Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die männliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Allerdings besitzen die Männchen ihr Prachtgefieder nur während der Paarungs- und Brutzeit. Das ist genau die winterliche Jahreszeit.

Als Anpassung an die Art des Nahrungserwerbs sind die unterschiedlichsten Schnabelformen zu erkennen. Beim Schnabel des Hyazinth-Aras drängt sich der Vergleich mit einem Nussknacker auf. Und tatsächlich ist dieser imposante Papagei auf das Knacken von hartschaligen Samen spezialisiert, die den meisten anderen Tieren verschlossen bleiben. 

Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, überwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprägtem Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland als die Clowns der Berge. Die äußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten Mülltonnen mühelos und was von neuseeländischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfältig zerlegt.

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Südamerika-Volieren

In der begehbaren Südamerika-Voliere kann man mit etwas Glück die Sonnenralle beobachten, wenn sie zum Drohen die Augenflecken auf ihren Flügeln präsentiert. Oder man schaut den Bindenruderenten (Argentinische Ruderente) beim Gründeln und Tauchen nach Nahrung zu und bewundert die farbenprächtigen Grünwangen-Amazonen.

 

Die freundlichen Faultiere machen ihrem Namen oftmals alle Ehre und hängen dösend zwischen den Ästen.

 

 

 

 

Sichler- & Waldrappvoliere

In unseren Volieren werden oft mehrere Vogelarten gemeinsam gehalten. Dort tummeln sich ganz unterschiedliche Bewohner: Die erste Voliere beherbergt zartrosa gefärbte Rosa Löffler, die in der Karibik und Südamerika vorkommen. Das auffälligste Merkmal dieses hübsch gefärbten Vogels ist zweifellos sein langer, an der Spitze löffelförmig verbreiterter Schnabel. Er stellt eine Anpassung an die besondere Ernährungsweise des Vogels dar. In seichten, offenen Gewässern schreitet er bedächtig durch das Wasser auf das Suche nach Beute – Schnecken, Würmern und kleinen Fischen. Mit ihnen teilen sich Rote Sichler, Kuba-Pfeifgänse, Bahamaenten und Rotschulterenten - allesamt auch Südamerikaner - das schöne Gehege. Die zweite Voliere bewohnen unter anderem WaldrappeBraune Sichler, und Schwarzstörche.

Waldrapp im Zoo Heidelberg, der sich sonnt

Der Waldrapp sonnt sich sehr gerne. Dabei dreht sich der Vogel zur Sonne und dreht die Unterseiten der Flügel nach oben - und nimmt oft eine lustig aussehende Haltung ein.

 

 

Der Nationalpark vor unserer Haustür

Das Küstenpanorama - Der Nationalpark vor unserer Haustür

Der Ruf der Möwen, der Schlag der Wellen, Vogelsilhouetten sowie unterschiedliche Vogelspuren begleiten Sie auf dem Weg in das Küstenpanorama. Das reetgedeckte Haus, der rote Leuchtturm und ein kleiner Sandstrand formen einen idyllischen Ausschnitt des Nationalparks Deutsches Wattenmeer. Über die Wellen hinweg blicken Sie auf eine typische Salzwiese. Diese weitläufigen Flächen, die an der Nordseeküste im Zuge der Landgewinnung entstanden sind, bilden heute einen bedeutenden Lebensraum für Kampfläufer, Krickenten, Säbelschnäbler, Rotschenkel und andere Watvögel. Die durch menschliche Nutzung geprägte Kulturlandschaft der Nordseeküste macht deutlich, dass sich das Zusammenleben von Mensch und Tier in harmonischer Weise zusammenfügen kann.

Haus- und Wildtiere der Welt

Junges Känguru im Beutel

Mit Kamelen, Poitu-Eseln und Ponies zeigt der Heidelberger Zoo einige Tierarten, die vom Menschen durch jahrhundertelange Auslese vom Wildtier zum nützlichen Haustier gezüchtet wurden. Auch ein Hausschwein, genauer gesagt ein Duroc-Schwein lebt in Heidelberg. Diese Rasse ist für eine sehr gute Fleischqualität bekannt. Auch das Rote Höhenvieh sieht man in Heidelberg. Diese Hausrindrasse wurde durch die Intensivierung der Tierhaltung und Züchtung immer mehr verdrängt. Im Jahre 1997 wurde es von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt.

Das Känguru ist ein bekanntes Wildtier des australischen Kontinents. Auf der weitläufigen Außenanlage des Heidelberger Tiergartens wird die größte Art gehalten, das Rote Riesenkänguru. Mit ihren muskulösen Hinterbeinen und dem kräftigen Schwanz können diese Kängurus bis zu neun Meter weit und drei Meter hoch hüpfen. Charakteristisch ist auch der Beutel, in dem die Weibchen ihre Jungen säugen und in den ersten Monaten mit sich tragen. Rote Riesenkängurus ernähren sich hauptsächlich von Gras und anderem Pflanzenmaterial. Da diese Nahrung schwer verdaulich ist, kann man die Tiere in ihren Ruhepausen oftmals beim Wiederkäuen beobachten.

 


 

Robben- und Raubtierrevier

Sumatratiger Tebo im Zoo Heidelberg

Das Robben- und Raubtierrevier beherbergt eine Vielzahl unterschiedlicher Tierarten. Nicht nur Sumatra-Tiger und Berberlöwen können Sie bei uns sehen. Bestaunen Sie die Mähnenrobben, unsere aus Madagaskar stammenden Fossas, die Syrischen Braunbären, die Kleinen Pandas, Stachelschweine. Auch imposante Seychellen-Riesenschildkröten, Trampeltiere, Schopfhirsche und Alpakas zählen zu den zahlreichen Tieren dieses großen Reviers.

Raubtierhaus

Unsere Raubtierhausbewohner

In unserem Raubtierhaus und den direkt angrenzenden Freigehegen leben Sumatratiger, Berberlöwen, Streifenstinktiere und die possierlichen Erdmännchen.

Sumatratiger kommen, wie der Name schon sagt, von der südostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatratigers wird in seinem natürlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschätzt und er gilt als stark bedroht. Auch von den anderen fünf Tigerunterarten gibt es weltweit zusammen nicht mehr als 3000 bis 5000 Individuen in ihrer natürlichen Umgebung. Wir freuen uns sehr, dass auch unser Tiergarten dazu beitragen kann, diese schönen Tiere zu erhalten. So wurden hier in den letzten zehn Jahren 14 Tiger geboren. Da diese schönen Jungtiger für die anderen Zoos geboren wurden und sie folglich nicht mehr zu sehen sind, können einige von ihnen noch auf der Webseite der Tierfotografin Rose von Selasinsky bewundert werden.

Löwen im Zoo HeidelbergIm April 2016 sind die Löwen „Chalid“ und „Binta“ in Heidelberg eingezogen. Das Paar gehört zu den Berberlöwen, der größten und schwersten Unterart der Löwen.

Seit 1920 sind die Berberlöwen in der freien Wildbahn ausgerottet. Die letzten überlebenden Berberlöwen waren Eigentum des marokkanischen Königs Hassan II., der einige dieser Tiere in seinem Privatzoo hielt. Im Jahr 1970 schenkte der König die Tiere dem marokkanischen Nationalzoo Rabat, von dem dann immer wieder Nachzuchten an ausgewählte Zoos auf der ganzen Welt weitervermittelt wurden. Aktuell leben weltweit 99 Berberlöwen in Zoos. 

Auch wenn im Laufe der Zeit wahrscheinlich einige wenige Individuen anderer Unterarten eingekreuzt wurden, beschloss man 1992, innerhalb des Europäischen Zooverbandes (EAZA) die Berberlöwen als eigene Unterart in ein Zuchtbuch aufzunehmen und somit nun auch in Europa zu züchten. Gemeinsames Ziel ist es, in der Zukunft eine Population in ihrer ursprünglichen Heimat zu etablieren. Auch Chalid und Binta sind Teil dieses Erhaltungszuchtprogramms. 

Aktuell ist der Ausbau einer neugestalteten Löwenanlage in Planung und soll 2016 begonnen werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Streifenskunks, StinktiereSeit Ende 2013 leben zwei wuselige Streifen-Stinktiere (auch Streifen-Skunks genannt) im Zoo Heidelberg, die von den Tierpflegern die "duftigen" Namen "Hugo" und "Chanel" erhielten. Im April 2014 gab es Nachwuchs: Mit Jungtier "Armani" sind sie jetzt zu dritt.

Sie wohnen in einem schönen, artgerecht gestaltetem Gehege mit Sandboden, Kiefern, Wurzeln, verschiedenen Gräsern und fünf komfortablen Rückzugsboxen. Eine von Pfleger Dirk Eichmann fantasievoll gebaute Box ist für die Besucher sogar einsehbar und kann innen mit unterschiedlichen Farben beleuchtet werden.

Die Streifenskunks leben in Nord- und Mittelamerika. Die kleinen Raubtiere haben ein schönes, kontrastreiches Fell, die Grundfarbe ist schwarz oder dunkelbraun, Gesicht, Körper und Schwanz sind mit weißen Streifen versehen. Ein charakteristisches Merkmal aller Vertreter der Skunks sind die ausgeprägten, paarigen Analdrüsen, die ein streng riechendes Sekret absondern, das sie bis zu sechs Meter weit verspritzen können. Dieses sehr spezielle Verteidigungsverhalten wenden die Tiere aber nur im Notfall an, denn die beiden Drüsen enthalten Sekret nur für etwa fünf bis sechs „Schüsse“. Danach dauert es zirka zehn Tage, bis sie wieder aufgefüllt sind. Deshalb greifen sie bei einer Bedrohung zunächst zu einschüchternden Drohgebärden. Dabei stampfen und trommeln sie mit ihren Pfoten, schütteln ihren Körper und fauchen mit nach rückwärts gewandtem Kopf den Feind an. Als letzte, geruchsfreie Warnung beugen sie den Schwanz nach vorne und präsentieren dem Angreifer ihr Hinterteil.

Zu den unbestrittenen Publikumslieblingen des Heidelberger Zoos zählen die kleinen Erdmännchen. Das Gruppenleben dieser aktiven Bodenbewohner basiert auf einer festgelegten Rangstruktur. Es besteht eine interne Geburtenkontrolle, indem sich jeweils nur das ranghöchste Weibchen fortpflanzt. Erdmännchen gehören trotz ihres possierlichen Aussehens zu den Raubtieren. Dies wird bereits an ihrem Gebiss deutlich, das mit langen Eck- bzw. Fangzähnen ausgestattet ist. Das Nahrungsspektrum der Erdmännchen umfaßt neben unterschiedlichen Obstsorten auch tierische Kost. Die Heidelberger Erdmännchen pflanzen sich seit vielen Jahren erfolgreich fort.

Ein neues Zuhause für unsere Löwen

Berberlöwen-Paar Chalid und Binta (Foto: Medan)

Helfen Sie uns!

Die Löwenanlage im Zoo Heidelberg muss dringend vergrößert werden, um den Tieren mehr Struktur zu bieten und damit die Lebensbedingungen zu verbessern. Der Bau der neuen Löwenanlage und des Stachelschwein- und Erdmännchengeheges wird  für die Tiere und ihre zweibeinigen Beobachter ein Quantensprung.

Allein die Versechsfachung der Fläche spricht Bände und wird neben einer reichhaltigen Strukturierung ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der Tiere beitragen. Um all unsere Ideen realisieren zu können, benötigen wir aber dringend die Unterstützung unserer Besucher! Die Kosten von knapp 1,5 Million Euro kann der Tiergarten unmöglich alleine stemmen. Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung sind wir gezwungen, massive Einsparungen bei der Gestaltung der Anlagen vorzunehmen.
Unsere Vision einer lebensecht gestalteten Umgebung und einem spektakulären Zuschauererlebnis ist daher nur durch Ihre Spende möglich!

Spendeninfo
Konto des Heidelberger Zoos:
Sparkasse Heidelberg
BLZ: 67250020 / Swift-Bic: SOLADES1HDB
Konto: 15911 / IBAN: DE 65 6725 0020 0000 0159 11

Ab 200 Euro erhalten Sie von uns eine Zuwendungsbescheinigung. Bitte senden Sie uns hierzu zusätzlich zu Ihrer Spende eine E-Mail oder geben Ihre Kontaktdaten im Verwendungszweck an.

Folgende Maßnahmen sind geplant

  • Vergrößerung und abwechslungsreiche Strukturierung des Löwengeheges nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • Abenteuerliche Besucherführung: Durch innovative Elemente (u.a. Safarizelt, Hängebrücke) sind die Besucher hautnah am Geschehen und können unsere Löwen aus nächster Nähe betrachten
  • Der Umbau der alten Bärengrube beinhaltet einen außergewöhnlichen Blick der Besucher aus einer Höhle in den unterirdischen Bau von Erdmännchen und Stachelschweinen
  • Die rundum erneuerte Erdmännchen- und Stachelschweinanlage ist völlig neu gestaltet. Die Besucher werden neben dem Platanenbestand direkt in das neue Gehege geleitet. Einzige Trennung zwischen den Tieren und den Gästen bildet eine naturnahe Felsformation. Der Besucherweg weist ein leichtes Gefälle auf und führt zur tiefer gelegenen Beobachtungsgrotte, von der aus man die unterirdischen Gänge der Erdmännchen direkt einsehen kann

Details Bildergalerie

  • Hängebrücke: Wie in der Wildnis kommen sich abenteuerlustige Besucher vor, wenn sie sich auf unsere Hängebrücke wagen und von dort aus die imposanten Tiere aus ungewohnter Perspektive beim Erklimmen der neu angelegten Kletterstämme oder beim Dösen an einem schattigen Plätzchen beobachten.
  • Geländewagen: Ein 250 Kilogramm schwerer Löwe auf der Motorhaube? Der Zoo Heidelberg macht es möglich. In einem fest installierten Geländewagen begibt sich der Besucher auf Safari. Ob er dabei den Chauffeur mimt oder relaxt auf der Ladefläche Platz nimmt, bleibt dabei den Vorlieben des Gastes überlassen. Eines ist jedoch sicher: Selbst wenn sich die Raubkatzen nicht zu einem Stelldichein auf der Haube durchringen können, so nahe werden Sie Löwen wohl nie mehr kommen!
  • Safarizelt: Das neu konzipierte Safarizelt lädt die Besucher dazu ein, Platz zu nehmen, zu entspannen und bislang gewonnene Eindrücke in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Das großzügige Sichtfenster zur Löwenanlage erlaubt dabei einen Blick auf den direkt davor gelegenen Teich, an dem der Löwe beim Trinken beobachtet werden kann. Da Löwen anpassungsfähige Tiere sind und entgegen der weitverbreiteten Meinung nicht nur in Savannen, sondern auch in Trockenwäldern vorkommen, ist der Bereich rund um die Flachwasserzone überdurchschnittlich bepflanzt und bietet den Tieren deshalb wichtige Schattenplätze.

Mähnenrobben

Mähnenrobben im Zoo Heidelberg, Dressur

Die beeindruckenden Meeressäuger sind kräftig, intelligent und verspielt. Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist eine der erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo.

Die mächtigen Meeressäuger, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der Pazifikküste Südamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der Atlantikküste bis nach Südbrasilien erstreckt, gelten, im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen, als aggressiver und schwierig im Umgang.


Unsere imposanten Tiere zeigen nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs.
Prominentes Mitglied ist der prächtige Bulle Atos, der 2005 im Zoo Heidelberg geboren wurde. Sein Markenzeichen ist der mit Bravur vorgeführte Flossenstand. Daneben besitzt er die Fähigkeit des Spielens mit der Mundharmonika und liebt es zur großen Freude der Zoobesucher, auf der Wasserrutsche bäuchlings ins frische Nass zu sausen.

Neben dem Bullen Atos leben in der Gruppe die Weibchen Maike, Sneaky, Lea, Ava und Kelo. Im Juli hat die Gruppe Verstärkung bekommen: Zwei kleine Mähnenrobben-Jungs erfreuen die Zoobesucher. Bei den täglichen Fütterungen (außer freitags) zeigen die beeindruckenden Tiere ihr Können. Sollten die Mähnenrobben einmal keine Lust auf die freiwilligen Kunststücke haben, erhalten sie natürlich trotzdem ihre üppige Fischration.

Der kleine Mähnenrobbenbulle "Pedro"Die Mähnenrobben zählen zu der Familie der Ohrenrobben, die man an den kleinen Ohren erkennen kann. Die flinken Wasserraubtiere sind perfekt an die Beutejagd im Meer angepasst. An Land können sich alle Seelöwen im Gegensatz zu ihren Verwandten den Hundsrobben recht gut bewegen, da sie in der Lage sind, ihren Körper vom Boden anzuheben und sich auf ihren Flossen fortzubewegen. Hundsrobben dagegen können dies nicht und müssen auf dem Bauch „robben“.

Weitere Tiere im Raubtierrevier

Fossa, auf Madagaskar beheimatet

Viele unterschiedliche Tierarten leben in unserem Raubtierrevier. Besuchen Sie

Tiermedizin im Zoo

Grundlage dafür, dass unsere Tiere möglichst lange gesund bleiben, sind modern gestaltete Tieranlagen und eine hervorragende Betreuung durch unsere Tierpfleger. Darüber hinaus gibt es in unserem Zoo eine eigene Tierarztpraxis. Die Tierärztin kümmert sich um kranke und verletzte Tiere. Zu ihren Aufgaben gehören der tägliche Rundgang durch den Zoo, um in Absprache mit den Tierpflegern kleine Auffälligkeiten bei den Tieren sofort behandeln zu können.
Im Gegensatz zu den meisten Haustieren zeigen Wildtiere die Symptome einer Erkrankung erst sehr spät. In der Natur dient dies dazu, dass die Tiere möglichst nicht ihren Fressfeinden zum Opfer fallen. Bei Zoo und Wildtieren ist es deshalb wichtig, schon bei kleinsten Auffälligkeiten der Tiere diagnostische und therapeutische Maßnahmen zu ergreifen.
Die Schwerpunkte der Zootiermedizin liegen in prophylaktischen Maßnahmen. Dazu gehören regelmäßige Impfungen, parasitologische und bakteriologische Kontrolle des Tierbestandes sowie die Optimierung der Gehege, der Fütterung und der Hygiene. Aber auch die Sektionen aller verstorbenen Tiere ist ein wichtiger Bestandteil, um eventuelle Krankheiten eines Tierbestandes rechtzeitig behandeln zu können. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Veterinäruntersuchungsamt und dem Amtstierarzt der Stadt Heidelberg ist dabei wichtig.
Medikamente werden den verschiedenen Tierarten am einfachsten über das Wasser oder das Futter verabreicht. Doch manchmal ist auch eine Spritze notwendig. Diese wird bei den meisten Zootieren mit Hilfe eines Blasrohrs verschossen, die das gewünschte Medikament aus der Distanz in einen Muskel des Tieres injiziert.
Manchmal muss ein Tier so auch in Narkose gelegt werden. Dies kann für die Entnahme bestimmter Gewebe- oder Blutproben der Fall sein, für einen Transport oder für operative Eingriffe.
Kleinere operative Eingriffe können direkt in der zooeigenen Tierarztpraxis problemlos durchgeführt werden, die unter anderem aufgrund großzügiger Spender (um einige zu nennen z.B. die Tiergartenfreunde des Zoos, das Universitätsklinikum Heidelberg, Prof. Dr, Helmstätter, Firma IDEXX) gut ausgestattet ist. Die Praxis verfügt über ein Röntgengerät, ein Gasnarkosegerät, ein Endoskop, ein Blutanalysegerät sowie natürlich über mehrere chirurgische Instrumente.
Größere Eingriffe werden je nach Tierart und Größe des Tieres in Kooperation mit der Tierklinik am Sandpfad, Exotenpraxis Dr. Bürckle/Dr. Britsch, Tierarztpraxis Dr. Veit, Tierarztpraxis Dr. Bach, Pferdeklinik Dr. Walliser, Kinderklinik der Uni Heidelberg sowie Radiologische Praxis Dr. Eckert durchgeführt.