Ausstellung Shona-Art

Übergebene Skulptur mit Künstlern, Spenderin und dem Zoodirektor
Foto Übergabe Skulptur 03

Einige der schönen Skulpturen bleiben dank großzügiger Spender dem Zoo und seinen Besuchern erhalten.

Heidelberg, 13. September 2013  S. Richter  Der Zoo Heidelberg sieht dem Ende der erfolgreichen Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ mit etwas Wehmut entgegen. Drei Jahre lang zeigte der Zoo über 40 Skulpturen berühmter Steinbildhauer aus Zimbabwe. In dieser Zeit konnten viele Zoobesucher mit den Künstlern aus Harare und Tengenenge ihre eigenen Werke erschaffen und dabei viel von den Menschen und der Kultur in Zimbabwe lernen.

Umso mehr freut sich der Zoo über großzügige Zoofreunde, die für den Zoo die erstklassigen Kunstwerke erstehen und dem Zoo überlassen. Bereits der Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. spendete ein ausdrucksstarkes Nilpferd. Jetzt hat Tiergartenfreundin Ida Sauter dem Zoo gleich zwei wunderschöne, großformatige Skulpturen geschenkt: einen Löwen, der passend vor dem Raubtierhaus Platz genommen hat und einen erhabenen Falken. „Wir sind Frau Sauter dafür sehr dankbar, denn diese Skulpturen zählen zu den  Lieblingen unter unseren steinernen Freunden, die wir besonders vermissen würden“, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich noch mehr Menschen für das eine oder andere Objekt begeistern könnten“.

Galerist Bastian Müller macht deshalb zum Ausstellungsende allen Kunstinteressierten ein großzügiges Angebot. Bereits seit dem 1. September gilt für alle größeren Skulpturen ein Nachlass von 20 Prozent. Für alle Zoofreunde, die eines dieser Kunstwerke erstehen und dauerhaft dem Zoo überlassen möchten, gibt es einen besonderen Nachlass. So können sie sich bei jedem Zoobesuch an ihren Skulpturen erfreuen. Zudem gibt es mit jeder Skulptur, die verkauft wird, ein Stück Hoffnung für die talentierten Künstler in Zimbabwe. Zimbabwe war einst die Kornkammer Afrikas und ist heute ein krisengeschütteltes Land. Nur die wenigsten wissen, welch großartige Kunst aus diesem Land kommt. Gerade in einer Zeit, in der diese Region durch negative Ereignisse in die Schlagzeilen geraten ist, ist es wichtig, die lebendige, gute und positive Seite Zimbabwes zu zeigen. Unter diesen Gegebenheiten ist es hervorzuheben, dass Shona-Art im Zoo Heidelberg nicht nur fantastische Exponate präsentiert, sondern auch dazu beiträgt, dass den Künstlern eine Existenz ermöglicht wird.  Mit einer Finissage am 21. September endet die beliebte open-air Ausstellung. Künstler aus Zimbabwe, Führungen und Musik versprechen ein feines Programm. Bei der Gelegenheit bedankt sich der Zoo bei den Künstlern und bei dem Galeristen Bastian Müller, der die Künstler aus Zimbabwe seit vielen Jahren fördert und viel Schweiß und Herzblut in diese Ausstellung gesteckt hat.

Info Finissage

Der Galerist Bastian Müller aus Witten bietet außerdem am 21. September um 12.00 Uhr und 15.00 Uhr Führungen zur Shona-Kunst an und wird viel Interessantes zu den Skulpturen, Land und Leuten berichten. Treffpunkt ist die Flamingowiese. Anmeldungen zu den kostenlosen Führungen per E-Mail unter info@shona-art.com oder telefonisch unter 02302-9787428.

Info Shona-Art

Die Bildhauerei der Shona, der größten Volksgruppe Zimbabwes, begeistert und inspiriert Kunstfreunde und Künstler in vielen Ländern. Sie ist die derzeit renommierteste Form zeitgenössischer Kunst aus Afrika und wurde vom amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek sogar als wichtigste Kunstmanifestation Afrikas der letzten Jahrzehnte geadelt. Zimbabwische Plastiken aus Serpentinstein wurden bereits weltweit in Sammlungen und Museen wie dem „Museum of Modern Art“ in New York oder dem „Musée Rodin“ in Paris ausgestellt. Seit dem Frühjahr 2011 zeigt der Zoo über 50 meist großformatige Skulpturen, welche ausschließlich in Handarbeit erschaffen wurden und eigens für die Ausstellung von Afrika nach Heidelberg verschifft wurden. Die Skulpturen stammen von verschiedenen Künstlern, unter ihnen namhafte Bildhauer wie Fanizani Akuda, Bernard Matemera, Dominic Benhura, Colleen Madamombe und Witness Bonjisi.

Fotos: Zoo Heidelberg

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