Ausstellung im Zoo Heidelberg: Madagaskar – Das unbekannte Paradies

Pantherchamäleon mit Beute

Heidelberg, 21. März 2012 / S. Richter  Ab dem 25. März präsentiert der Zoo Heidelberg Fotografien von der einzigartigen Insel Madagaskar. Madagaskar bietet ein einmaliges Naturerlebnis im Indischen Ozean. Nur wenige Menschen haben dieses Land schon einmal kennengelernt. Die Fotografin Elke Grüber reist regelmäßig nach Madagaskar und zeigt einen Teil Ihrer ausdrucksstarken Tier- und Naturaufnahmen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 25. März um 11.00 Uhr im Afrikahaus statt und kann bis Mitte Juni 2012 besichtigt werden.

Madagaskar liegt vor der Ostküste Afrikas und ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna – über 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezählt, denn ihre Lebensräume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Die Insel steht vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natürlich nachwachsenden Rohstoffe. Die instabile politische Lage führt zudem dazu, dass von der Vorgängerregierung geplante umweltpolitische Programme und der Ausbau von Schutzflächen nur sehr zögernd umgesetzt werden.

Die Bilder von Elke Grüber lassen den Betrachter die Schönheit und geheimnisvolle Faszination des unbekannten und stark bedrohten Paradieses Madagaskar spüren.

Auch im Zoo Heidelberg sind einige seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und kräftigen Fossa, die größten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glänzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz sowie fünf Rotbauchmakis. Rotbauchmakis zählen zu den Lemuren, eine Primatenart, die ebenfalls nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich übrigens von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Der Bezeichnung spielt auf die oft nächtliche Lebensweise dieser Tiere ab und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.