Auch "Tarak" mag Halloween

Tarak und sein Halloween-Kürbis. Noch lacht er, der Kürbis

Heidelberg, 28. Oktober 2011  S. Richter  Jetzt im Herbst ist der große rote Kürbis, kunstvoll zur schaurig-gruseligen Fratze geschnitzt, das Symbol für das Halloweenfest schlechthin. Kürbisse erfreuen sich nicht nur bei uns Menschen großer Beliebtheit. Auch die Tiere im Zoo Heidelberg freuen sich über die jahreszeitliche Bereicherung ihres Speiseplans. Die vier jungen Elefantenbullen bevorzugen den Kürbis zum Spielen und Kaputtmachen. Dieser wird zunächst begutachtet, auf dem Boden hin- und her gerollt, dann mit dem kräftigen Fuß in rüsselgerechte Teile zerstoßen, um schließlich verspeist zu werden. Besonders der kleinste Elefant Tarak zeigt sich von dem roten und leckeren Ball begeistert. Und da er am 28. Oktober seinen sechsten Geburtstag hat, soll er auch ein bisschen feiern dürfen – natürlich mit eigenem Kürbis. Ob er des nachts allerdings auch einen geheimnisvoll leuchteten Halloween-Kürbis zu schätzen wüsste, bezweifeln die Pfleger: „Er würde nachts wahrscheinlich beim bloßen Anblick einer solcher Fratze laut trompetend Schutz bei seinem großen Freund „Voi Nam“ suchen und ihn vorschicken“, schmunzelt Tobi Kremer, Pfleger im Elefantenrevier.
Der Herbst bietet den Besuchern eine besonders schöne Zeit im Zoo. Tierbeobachtungen sind in der ruhigeren Jahreszeit bei noch milden Temperaturen besonders gut möglich und man lässt sich gerne von dem gelassenen Treiben inspirieren. Die abwechslungsreiche Parklandschaft des Zoos zeigt sich inzwischen in warmen Herbsttönen. Besonders schön sind das leuchtende Gelb des amerikanischen Gelbholzbaums mitten auf der Flamingowiese und die in verschiedenen Rottönen schimmernden Amberbäume. Ein Highlight bietet sicherlich die Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe. Die 25 großen und 20 kleineren Skulpturen verteilen sich auf dem gesamten Zoogelände und sind bis September 2012 zu bewundern. Im Raubtierhaus können kleine und große Zoobesucher das Leben der Erdmännchen beobachten, die, so scheint es, ohne Unterlass Ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Scharren, fressen, spielen. Empfehlenswert ist die eindrucksvolle Ausstellung von Heidrun Knigge über die Heidelberger Gorillafamilie im Afrikahaus.
Die beliebten „Zoo-Ferien“ für Schüler während der Herbstferien sind zwar inzwischen ausgebucht, aber die Zooschule hat ein weiteres interessantes Angebot für aktive Winterschläfer im Programm, für das man sich jetzt anmelden kann – die „aktiven Wintertage“. Die „aktiven Wintertage“ sind ein Ganztagsangebot der Zooschule im Dezember und Januar. Zooeintritt, Getränke und Mittagessen sind in der Ticketgebühr enthalten. Die Kinder beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit dem Verhalten von Tieren im Winter. Die Themen Tierwanderungen, Winterruhe, Winterstarre und Winteraktivität werden dabei ebenso bearbeitet wie die Frage, was die exotischen Zootiere im Winter machen. Vielfältige Aktivitäten, wie z.B. das Reinigen von Nistkästen und der Besuch des Zoos hinter den Kulissen, runden das Angebot ab. Tickets erhält man im Vorverkauf an der Zookasse.