Asiatische Bewohner

Entzückendes Kurzkrallenotterkind. Foto: Heidrun Knigge

Besuchen Sie unsere putzmunteren Kurzkrallenotter und akrobatischen Binturongs, die ihre neuen Gehege zwischen Elefantenhaus und Vogelvolieren bezogen haben.

Kurzkrallenotter sind auch als Zwergotter bekannt und in Südostasien heimisch. Mit einem Gewicht von maximal fünf Kilogramm, einer Kopfrumpflänge von 45 bis 61 cm und einer Schwanzlänge von 25 bis 35 cm machen die Tiere ihrem Namen alle Ehre: Kleiner ist keine andere Otter-Art. Das schöne Wetter lockt die Otterfamilie täglich nach draußen. Und da die quietsch fidelen Racker zu den tagaktiven Tieren gehören, können Zoobesucher sie gut beim Spielen beobachten. Kurzkrallenotter sind sehr gesellig – andere Otter sind in der Regel Einzelgänger – und kommunizieren mit einer Reihe von Lauten. Zwergotter zählen zu den gefährdeten Arten, was vor allem an der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes liegt.

Katze, Marder oder Bär? Auf den ersten Blick weiß man wirklich nicht so recht, in welche Tierart man den Binturong einordnen soll. Denn wer kennt sie schon, die schwarz-grauen, kleinbärenähnlichen Schleichkatzen mit dem buschigen Schwanz und den großen, bernsteinfarbenen Augen? Es gibt sie nur selten in Zoos zu sehen und ihre Heimat ist weit weg von Deutschland. Die Binturongs bewohnen Wälder in Südostasien von Hinterindien bis nach Assam, Sikkim, Bhutan und Nepal und einigen Inselstaaten.
Der Heidelberger Zoo hält seit Sommer 2010 ein Pärchen. Die Tiere sind groß und kräftig und erreichen ein Gewicht von 15 Kilo und mehr. Ihre leuchtend großen Augen weisen darauf hin, dass sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Als Allesfresser ernähren sich neben Vögeln, Insekten und Kleinsäugern überwiegend von Früchten.
Binturongs sind geschickte Kletterer, der hervorragend an ihren Lebensraum angepasst sind. So können sie sich mit ihren scharfen gekrümmten Krallen auch in schwierigem Terrain sicher hoch oben auf den Bäumen halten. Der Schwanz dient dabei als Greif- und Balancierorgan, mit dem sie geschickt in Bäumen klettern können.
Im Spielverhalten offenbaren sie ihre durchaus akrobatische Ader. Zum Repertoire gehören neben Sprüngen auch Purzelbäume. Manchmal überschätzten sie ihre Fähigkeiten jedoch und landen bei versuchten Saltos auf dem Rücken. Vor allem in Zoos erhalten sich Biturongs ihr verspieltes und zutrauliches Wesen bis ins hohe Alter, was sie für Zoobesucher besonders interessant macht.

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